Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Siegreiche Generalprobe

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Die Eintracht gewinnt das letzte Testspiel vor dem Start in die 2. Bundesliga und siegt gegen den FC Hansa Rostock mit 4:1. Gegen die „Kogge“ schnürte Leihspieler Erencan Yardımcı bereits früh einen Doppelpack. Christian Conteh legte nach einer halben Stunde das dritte Tor nach, ehe die Gäste vor 3.342 Zuschauern zu ihrem einzigen Treffer kamen. Im zweiten Durchgang kam die Eintracht nicht mehr ganz so oft zum Abschluss, doch zwölf Minuten vor dem Ende stellte Levente Szabó mit seinem Treffer den 4:1-Endstand her. Gegen einen Gegner, der natürlich nicht auf Zweitliganiveau war und bereits am Tag zuvor ein Testspiel absolviert hatte.

Eintracht-Coach Heiner Backhaus entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann – Mehmet Can Aydin (75. Marvin Rittmüller), Kevin Ehlers (84. Abdel Awali), Sven Köhler (C), Lukas Frenkert, Fabio di Michele Sánchez (46. Leon Bell Bell) – Max Marie (63. Louis Breunig), Robin Heußer (75. Sidi Sané), Johan Gómez (75. Fabio Kaufmann) – Christian Conteh (63. Levente Szabó), Erencan Yardımcı (75. Sebastian Polter)

Gute zehn Sekunden waren gespielt, als Erencan Yardımcı von Johan Gómez in den Strafraum geschickt wurde, etwas Platz hatte, aus spitzem Winkel aber mit einer Mischung aus Pass und Schuss nicht am Hansa-Schlussmann vorbei kam. Die fünfte Spielminute war gerade angebrochen, als Frenkert am eigenen Strafraum einen Pass abfing. Robin Heußer schnappte sich das Spielgerät und spielte einen herrlichen Pass in den Lauf von Christian Conteh, der zum linken Strafraumeck marschierte und das Leder mit dem rechten Außenrist in die Gefahrenzone schnippelte. Dort grätschte Erencan Yardımcı in die Kugel und stieß das Leder in die untere rechte Ecke! Ein blitzsauberer Konter, das 1:0!

Direkt nach dem Anstoß pressten die Löwen hoch, gleich von vier Blau-Gelben wurden die Rostocker am eigenen Strafraum angegriffen und so konnte Max Marie in einen Pass spritzen und den Ball am Strafraumrand erobern. Der Mittelfeldspieler steckte sofort auf Erencan Yardımcı durch, der sich bereits beim Ballgewinn in Position gebracht hatte. Yardımcı tauchte frei vor dem Kasten auf und vollstreckte trocken in die linke Ecke. Der Doppelpack und Doppelschlag in nur einer Minute! Das 2:0 für den BTSV!

Zehn Minuten später zog Lebeau von der rechten Seite nach innen, sein Schuss aus 15 Metern hatte Thorben Hoffmann aber sicher. Fünf Minuten danach segelte eine Hansa-Ecke gefährlich in den Strafraum, doch ein Löwen-Bein konnte den Kopfball von Gurleyen aus kurzer Distanz blocken. Zwei Zeigerumdrehungen danach rutschte ein Steckpass Hummel auf Lebeau durch, der aus zehn Metern zum Abschluss kam, aber Thorben Hoffmann tauchte ab und schnappte sich den Flachschuss. Wieder nur zwei Minuten danach schickte Lukas Frenkert mit einem Steilpass aus der eigenen Hälfte Christian Conteh auf die Reise, der seinem Gegenspieler im Laufduell fünf Meter abnahm und kurz vor dem Torwart mit der Fußspitze an den Ball kam. Aus etwas spitzem Winkel rollte die Kugel links vorbei.

28 Minuten waren gespielt, als Erencan Yardımcı einen langen Ball von Thorben Hoffmann zu Max Marie köpfte, der aus der eigenen Hälfte einen herrlichen Pass in den Lauf von Christian Conteh spielte. Der flinke Flügelflitzer drang über links in den Strafraum ein, ließ mit einem schnellen Haken den letzten Verteidiger aussteigen und vollstreckte alleine vor Hansa-Keeper Uphoff mit einem Flachschuss. Das dritte Tor des Tages, 3:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Nicht ganz zehn Minuten vor der Pause rutschte Kapitän Sven Köhler weg und stolperte somit den Ball ins Toraus. Die fällige Ecke schlug Harenbrock auf den zweiten Pfosten. Dort stieg Gurleyen deutlich höher als die Löwen und köpfte auf die zweite Ecke. Eintracht-Schlussmann Thorben Hoffmann war zwar dran, aber die Kugel flutschte ihm durch die Hände. Nur noch 3:1.

Hoffmann war dabei umgeknickt und humpelte einige Zeit, es ging aber weiter für ihn. Die mitgereisten Gästefans skandierten „Auswärtssieg!“. Ein paar Minuten danach verpasste Erencan Yardımcı eine Flanke von di Michele Sánchez mit einer Karate-ähnlichen Flugeinlage nur knapp. Eine Minute später zog Christian Conteh mit einem starken Dribbling in den Strafraum und legte quer. Yardımcı stand plötzlich völlig frei und schien selbst überrascht, so traf der die Kugel nicht richtig und konnte den Ball nicht Richtung Tor drücken. Kurz darauf schickte Johan Gómez Max Marie in den Strafraum, wo dieser querlegte, dieses Mal säbelte Yardımcı am Ball vorbei.

Dann war Halbzeit. Die Eintracht hatte schwache Rostocker mit hohem Pressing und schnellen, vertikalen Angriffen überfordert und lag auch in der Höhe durchaus verdient in Führung. Erencan Yardımcı zeigte sich engagiert und aktiv, beeindruckte zudem mit enormer Sprungkraft und dem schnellen Doppelpack. Trainer Heiner Backhaus tauschte zur Pause einmal: für Fabio di Michele Sánchez kam Leon Bell Bell in die Partie.

Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Robin Heußer kurz vor dem Strafraum an den Ball kam, ein paar Meter ging und aus 14 Metern abzog. Sein Schuss wurde aber zur Ecke abgefälscht. Diese schlug Max Marie auf den Kopf von Sven Köhler, der das Leder klar über den Kasten köpfte. 20 Minuten später spielte Sven Köhler einen Doppelpass mit Aydin und versuchte es aus 19 Metern einfach mal mit dem rechten Außenrist. Da musste sich Uphoff ordentlich strecken, konnte aber zur Ecke parieren. Diese schlug Max Marie auf den zweiten Pfosten, von wo Louis Breunig im hohen Bogen über den Kasten köpfte. Etwas mehr als eine Viertelstunde vor dem Ende gab es stehende Ovationen, unter anderem für Neuzugang Erencan Yardımcı und seine Mitspieler, die ausgewechselt worden.

Eine Zeigerumdrehung später flankte Fabio Kaufmann vom rechten Strafraumeck auf den Elfmeterpunkt, wo sich Kevin Ehlers in die Luft, verlängerte das Leder aber links neben das Tor. 13 Minuten waren noch zu spielen, als Sidi Sané einen ungenauen Pass im Aufbauspiel der Gäste erzwang, der in den Füßen von Fabio Kaufmann landete. Sven Köhler stand etwas im Weg und hätte den folgenden Pass beinahe verhindert, doch noch gerade rechtzeitig spielte Kaufmann den Ball auf die linke Strafraumseite. Leon Bell Bell flankte butterweich vors Tor, wo Levente Szabó den Ball an die linke Hüfte bekam. Von dort prallte das Spielgerät in die linke Ecke. Kurios, aber zählt genauso wie jedes andere Tor auch: das 4:1!

Zwei Minuten danach steckte Naderi einen langen Ball mit dem ersten Kontakt durch die Schnittstelle. Hummel hatte freie Bahn, scheiterte im direkten Duell aber am stark reagierenden Thorben Hoffmann. Wenig später rettete Fabio Kaufmann bei einem gefährlichen Konter mit einem starken Tackling und holte sogar einen Abstoß raus. Fünf Minuten vor dem Ende lief Sven Köhler 30 Meter mit dem Ball und setzte dann Sebastian Polter in Szene, der aus 20 Metern einfach mal abzog. Sein Schuss flog aber knapp rechts am Tor vorbei.

Dann war Schluss! Die Eintracht gewinnt mal wieder eine Generalprobe souverän, allerdings auch gegen einen Gegner, der eindeutig nicht das Niveau widerspiegelt, was in den kommenden Wochen und Monaten auf die Blau-Gelben zukommen wird. Dennoch sieht man das Backhaus-System weiter wachsen und kann gespannt sein, wie seine Mannschaft am 1. Spieltag der 2. Bundesliga auftreten wird. Los geht es am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr beim 1. FC Magdeburg. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 1:0 (5. Spielminute, Erencan Yardımcı), 2:0 (6. Spielminute, Erencan Yardımcı), 3:0 (28. Spielminute, Christian Conteh), 3:1 (75. Spielminute, Ahmet Gurleyen), 4:1 (77. Spielminute, Levente Szabó)

Bis dahin

Euer Kivi

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