Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Zweistellig im NLZ

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Die 2. Frauen gewinnen ihr Testspiel am Mittwochabend haushoch. Nach einem vollkommen einseitigen Testspiel mit 11:0 gegen den VfL Bienrode. Gegen den Vorletzten aus der Braunschweiger Bezirksliga gingen die Löwinnen früh durch ein Eigentor der Gäste in Führung. Noch im ersten Durchgang machten Aileen Willeke und die beiden Doppelpackerinnen Lenja Kastner und Janina Starke das halbe Dutzend voll. Nach einigen Wechseln und vielen vergebenen Torchancen schraubten nach dem Seitenwechsel Dilara Gruschka, Leandra Hampe-Michels, Lilly Schröder und Doppelpackerin Melina Melzig weiter in die Höhe.

Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Theresa Marie Roer (TW) – Alysha Jakubowski (46. Melina Melzig), Charlotte Matuschek, Lotta Bierschwall (46. Jelka Dehmel), Marie Brunner (46. Katharina Zimmermann), Svenja Lemke – Aileen Willeke (46. Leandra Hampe Michels), Josephine Michler, Janina Starke – Dilara Gruschka, Lenja Kastner (46. Lilly Schröder)

Da es auf dem E-Platz ganz am Ende vom NLZ doch etwas dunkel schien, wurde das Spiel auf den A-Platz, den vordersten Kunstrasenplatz verlegt. Und so ging es mit etwa 25 Minuten Verspätung los. Es war keine ganze Minute gespielt, als Aileen Willeke aus 20 Metern wuchtig abschloss und den rechten Pfosten erzittern ließ. Anschließend konnten die Gäste klären, die fünf Minuten später ihren ersten und letzten Schuss aufs Tor haben sollten: Theresa Marie Roer im Eintracht-Tor packte bei dem harmlosen Fernschuss aber souverän zu.

Im direkten Gegenzug marschierte Lenja Kastner mit deutlichen Geschwindigkeitsvorteilen bis zur linken Grundlinie. Ihre Flanke versuchte eine Verteidigerin in höchster Not vor der einschussbereiten Dilara Gruschka zu klären, produzierte aber einen Querschläger, der sich im hohen Bogen über die Torfrau und unter die Latte senkte. Das 1:0 für die Löwinnen! Zwei Zeigerumdrehungen später trafen die Blau-Gelben dann selbst. Eine Ecke von Alysha Jakubowski köpfte Aileen Willeke aus dem Stand durch die Beine der Gäste-Torfrau. Der Doppelschlag zum 2:0 für den BTSV!

Kurz darauf ließ Alysha Jakubowski mit einem herrlichen Dribbling gleich fünf Gegenspielerinnen einfach stehen, bei der Torhüterin war dann aber Endstation. Die erste Halbzeit war gerade zur Hälfte abgelaufen, als sich Schienenspielerin Jakubowski auf ihrer rechten Seite bis zur Grundlinie durch tankte und das Spielgerät punktgenau auf Janina Starke spielte. Die ließ sich die Chance nicht nehmen und vollstreckte per Direktabnahme aus kurzer Distanz zum 3:0!

Eine Minute später kam der Ball von Janina Starke zu Dilara Gruschka, die mit einem Geistesblitz auf Lenja Kastner durchsteckte. Diese tauchte frei vor dem Kasten auf, setzte ihren Schuss aus 13 Metern aber hauchzart links neben den Pfosten. Etwas besser machte es Kastner eine Viertelstunde vor der Pause, als sie beim Pressing der letzten Verteidigerin der Gäste den Ball abluchste und erneut freie Bahn hatte. Ihr Schuss von der Strafraumkante schlug im rechten Eck ein und das war eine ihrer leichteren Treffer, denn die Torfrau hatte sich völlig verschätzt und links neben dem Tor gestanden. Das vierte Tor und die vierte verschiedene Torschützin: das 4:0 für den BTSV.

Der ehemalige Oberligist war an diesem Abend völlig chancenlos, auch wenn sich die Gäste sichtlich bemühten. Doch der eingespielten Eintracht hatten sie wenig entgegenzusetzen. Die Blau-Gelbe Offensive scheiterte hauptsächlich an eigenen Ungenauigkeiten oder einer zu umständlichen Herangehensweise, wenn man das bei der Überlegenheit überhaupt sagen kann, denn wenig später gab es die nächste Riesenchance. Dilara Gruschka blockte einen Befreiungsschlag der Torfrau zu Alysha Jakubowski, die sofort abzog, ihren Schuss aus 19 Metern konnte die Torhüterin dann aber parieren.

Fünf Minuten vor der Pause konnten die 25 Zuschauer dann den ersten Doppelpack bejubeln. Über Lenja Kastner und Dilara Gruschka kam die Kugel zu Janina Starke, die eine Gegenspielerin umkurvte und aus zwölf Metern eiskalt ins rechte untere Eck vollstreckte. Das 5:0 für die Löwinnen!
Mit Ablauf der regulären Spielzeit brach Lenja Kastner durch einen schnellen Doppelpass über die rechte Seite in den Strafraum. Dort sah sie, dass die Torfrau die kurze Ecke weit offen gelassen hatte und knallte die Kugel fast von der Grundlinie aus kompromisslos in die Maschen. Damit war das halbe Dutzend voll: 6:0 für die Blau-Gelben!

Direkt danach war Halbzeit. Bei gefühlten 90 % Ballbesitz hatte sich eine sehr einseitige erste Halbzeit ereignet, in der die Abwehr der Löwinnen kaum bis gar nicht gefordert war. Dafür konnte sich die Offensiv-Abteilung ordentlich austoben. Sebastian Thies wechselte gleich alle fünf Wechseloptionen ein. Neu in die Partie kamen Melina Melzig, Lilly Schröder, Jelka Dehmel, Katharina Zimmermann und Leandra Hampe-Michels. Dafür nahmen Lenja Kastner, Lotta Bierschwall, Marie Brunner, Aileen Willeke und Alysha Jakubowski auf der Bank Platz.

Kurz nach Wiederanpfiff boxte die Torfrau eine Flanke von Melina Melzig zu Jelka Dehmel, die aus zwölf Metern knapp links vorbei schoss. Fünf Minuten später leitete ein herrlicher Pass von Josephine Michler die nächste dicke Gelegenheit ein. Jelka Dehmel hatte völlig freie Bahn, drang über die rechte Seite in den Strafraum ein und überlupfte die Torfrau mit viel Gefühl aus dem Fußgelenk. Die Zuschauer raunten bereits ebenso anerkennend wie staunend, doch die Kugel klatschte an den linken Pfosten, anschließend klärten die Gäste mit etwas Mühe. Eine Zeigerumdrehung später schnappte sich Lilly Schröder energisch einen Abpraller im Strafraum der Gäste und zog wuchtig ab. Mit einer sehenswerten Fußparade verhinderte die Torhüterin den Einschlag, eine Abwehrspielerin beförderte den freien Ball vor der einschussbereiten Melina Melzig ins Toraus. Der Schiedsrichter entschied allerdings auf Abstoß.

Zwei Minuten danach bekam Josephine Michler den Ball von Jelka Dehmel und zog aus 20 Metern einfach mal ab, dieses Mal hatte die Torfrau die Kugel aber sicher. Wenige Augenblicke später tauchte Melina Melzig nach einer schönen Kombination über Charlotte Matuschek und Lilly Schröder vor der Torhüterin auf, konnte diese im direkten Duell aber nicht überwinden. Zehn Minuten danach schlug Leandra Hampe-Michels den Ball aus der Drehung perfekt in den Lauf von Jelka Dehmel, die über halbrechts in den Strafraum brach, aber an einer guten Parade der Torfrau scheiterte. Die anschließende Ecke brachte dann das mehr als überfällige erste Tor im zweiten Durchgang. Melina Melzig servierte den Ball scharf in die Gefahrenzone, Dilara Gruschka erwischte den Ball perfekt mit dem Kopf und platzierte den Kopfball genau neben den linken Pfosten. Das 7:0 durch die heutige Kapitänin!

Wenige Augenblicke später zielte Melina Melzig aus der zweiten Reihe zu zentral. Doch direkt danach machte Melzig es besser, als eine Flanke von Lilly Schröder punktgenau bei ihr landete. Den ersten Versuch konnte die Torfrau noch parieren, beim Nachschuss war sie allerdings machtlos, denn die Kugel schlug im linken Eck ein, das 8.0!

Eine Minute später eroberte Janina Starke den Ball und setzte sofort Lilly Schröder in Szene, deren Flachschuss aus 17 Metern aber zu zentral geriet. Zehn Minuten vor dem Ende machte es Stürmerin Schröder dann aber besser: Dilara Gruschka überwand die Abwehrkette mit einem Sahne-Pass, Melina Melzig war stark durchgelaufen und legte uneigennützig quer, Lilly Schröder vollendete aus wenigen Metern ins leere Tor, das 9:0 für die Löwinnen!

Kurz darauf trieb Lilly Schröder bei einem Konter den Ball voran und schickte Melina Melzig in den Strafraum. Die konnte das Laufduell mit der Torhüterin gewinnen, die sich bei ihrer anschließenden Grätsche völlig verschätzte, den Ball um knappe zwei Meter verpasste und mit beiden Beinen in die flinke Eintracht-Stürmerin rauschte. Großes Glück, dass Melzig unverletzt blieb, völlig verdattert waren dann aber alle Beteiligten, dass der Schiedsrichter tatsächlich kein Foulspiel erkannt hatte. Fünf Minuten später fing Lilly Schröder einen Abstoß der Gäste bereits an der Strafraumkante ab und knallte die Kugel Richtung Tor, doch ihr Versuch zischte knapp über die Latte.

Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit marschierte Leandra Hampe-Michels mit langen Schritten Richtung Bienrode-Strafraum, steckte im richtigen Moment auf Melina Melzig durch, die aus elf Metern wuchtig ins linke Eck vollstreckte. Damit war das Ergebnis verdientermaßen zweistellig: 10: für die Braunschweiger Eintracht!

Doch Leandra Hampe-Michels wollte sich auch nochmal auf die Torschützinnen-Liste eintragen, kam wenige Sekunden nach dem Anstoß an den Ball und ließ aus 30 Metern einen ihrer fast schon berüchtigten Fernschüsse ab. Die Kugel senkte sich herrlich über die chancenlose Torhüterin hinweg direkt unter die Latte: ein echtes Traumtor zum 11:0!

Direkt danach war Schluss, die 2. Frauen gewinnen ein komplett einseitiges Spiel auch in der Höhe absolut verdient mit 11:0. Einen knappen Monat vor dem Liga-Start zeigte sich die Offensive motiviert, während die Defensive kaum merklich gefordert war. Der nächste Test steht bereits am kommenden Sonntag an. Dann tritt die Mannschaft von Trainer Sebastian Thies beim Oberliga-Sechsten SV 06 Lehrte an. Anstoß ist um 12.30 Uhr. Mehr Bilder findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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