Ein hartes Stück Arbeit
5 min readDie 1. Frauen setzen sich mit viel Kampf und Arbeit knapp mit 2:1 gegen den Vorletzten HSC Hannover durch. Nachdem die Mannschaft von Trainer Simon Wintgen früh durch einen Strafstoßtor von Franziska Knopp in Führung gegangen war, verteilten die Löwinnen anschließend zu viele Einladungen, die die Gäste dann auch irgendwann zum nicht unverdienten Ausgleich nutzten. Erst im zweiten Durchgang erspielten sich die Blau-Gelben selbst Chancen und so war es nach einer herrlichen Kombination erneut Franziska Knopp, die ihre Farben zurück in Führung brachte. Die Löwinnen verpassten es, den Deckel drauf zu machen und so wurde es in der Schlussphase nochmal brenzlig, als die Gäste gleich zweimal nur das Aluminium trafen. Und so feierten am Ende die, die es mit der Eintracht hielten.
Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Laura Engler (TW) – Lea Eggers (56. Jill-Lina Lange), Antonia Farr (56. Jolie Just), Anna Fries, Lena Ahl (67. Carolin Helmerding) – Cindy Kaufmann, Neele Wunsch (84. Maya Andresen), Franziska Knopp (C, 84. Victoria Wiedermann), Sophia Koschick – Celina Klebe – Lyn Meyer

Etwas mehr als zwei Minuten waren gespielt, als Celina Klebe im Strafraum leicht getroffen wurde und zu Boden ging. Nach kurzem Überlegen entschied die Schiedsrichterin auf Strafstoß, ein dankbarer Pfiff für die Löwinnen. Kapitänin Franziska Knopp ließ sich von allen Diskussionen nicht beirren und verwandelte eiskalt in die untere linke Ecke. Die frühe Führung, das 1:0 für die Blau-Gelben!
Auf der anderen Seite pflückte Laura Engler einen harmlosen Fernschuss locker aus der Luft. Immer wieder luden die Löwinnen die Gäste mit haarsträubenden Ballverlusten zum Toreschießen ein. So auch mit Ablauf der Anfangsviertelstunde. Am eigenen Strafraumrand gaben die Blau-Gelben den Ball her, Torfrau Engler versuchte zu retten, räumte aber eigentlich nur die Stürmerin ab. Großes Glück für die Eintracht, dass die Schiedsrichterin kein Foul erkannt hatte. Aus dem Glück machten die Löwinnen aber nicht viel, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später wurde der nächste Fehlpass zur perfekten Vorlage, sodass Ex-Löwin Maja Nicken frei vor dem Tor auftauchte und ins untere linke Eck vollstreckte. Der Ausgleich zum 1:1.

Eine Viertelstunde später tauchten die Gäste nach dem nächsten unnötigen Ballverlust der Löwinnen im Strafraum auf, dieses Mal ging der Schuss von halbrechts aber klar am Tor vorbei. Fünf Minuten danach sprang der Ball nach einer Ecke zu Anna Fries, die das Leder mit dem Rücken zum Tor über den Querbalken drückte. Kurz vor der Pause versuchte es Franziska Knopp bei einem Freistoß aus großer Distanz direkt, doch die Torfrau packte sicher zu.
Dann war Halbzeit! Die Eintracht hatte ihre offensiven Qualitäten kaum zeigen können und lud die Gäste regelmäßig zu Torchancen ein. Eine Ungenauigkeit reihte sich an die andere, es schien ein gebrauchter Tag zu werden. Dennoch verzichtete das Trainerteam vorerst auf personelle Veränderungen.

Kurz nach Wiederanpfiff eroberte Lyn Meyer im gegnerischen Strafraum den Ball, traf die Kugel beim Schussversuch aus der Drehung aber nicht voll, sodass die Torhüterin keine großen Probleme hatte, den Ball aufzunehmen. Im direkten Gegenzug unterschätzte die Blau-Gelbe Abwehrkette einen langen Ball und so war die HSC-Stürmerin plötzlich frei durch, scheiterte aber an Laura Engler. Doch die Szene blieb heiß, da die Gäste den Klärungsversuch von der Eintracht blocken konnten, das Leder hüpfte nur hauchzart links am Tor vorbei. Zehn Minuten später versuchte es Celina Klebe aus der zweiten Reihe, ihr Flachschuss war aber leichte Beute für die Torhüterin.
Wenige Augenblicke später kombinierten sich die Löwinnen über Franziska Knopp und Celina Klebe in den Strafraum, wo Lyn Meyer aus zehn Metern zum Abschluss kam, den Ball aber genau in die Arme der Torfrau bugsierte. Fünf Minuten danach wurde es auf der anderen Seite erneut nach einem langen Ball gefährlich, der Schuss aus 18 Metern flog aber über den Fangzaun und schlug auf einem Autodach ein. Im Gegenzug versuchten es Franziska Knopp und Celina Klebe aus der zweiten Reihe, wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Stattdessen kam der HSC nach einem Konter gefährlich zum Abschluss, doch Laura Engler lenkte den Schlenzer vom linken Strafraumeck noch rechts am Tor vorbei. Eine Viertelstunde vor dem Ende machten es die Löwinnen schnell und direkt: Über Jill-Lina Lange, Celina Klebe und Franziska Knopp kam der Ball zu Lyn Meyer, die sofort in den Lauf von Knopp spielte. Die Kapitänin nahm das Leder direkt und jagte die Kugel in die untere linke Ecke. Die erneute Führung, das 2:1!

Nur eine Zeigerumdrehung später machte Lyn Meyer eine Flanke von Sophia Koschick stark im Strafraum fest und setzte links vor dem Tor Jill-Lina Lange in Szene, die aus 13 Metern links am Tor vorbei schoss. Den folgenden Abstoß fing Celina Klebe ab und bediente sofort Lyn Meyer, die sich überragend über die linke Grundlinie in den Strafraum tankte und querlegte. Celina Klebe war durchgelaufen, traf den Ball sieben Meter vor dem Tor aber nicht richtig und so sprang der Ball in die Arme der Torfrau. Eine Minute danach setzte sich Cindy Kaufmann mit großem Einsatz rechts im Strafraum durch, ihre flache Hereingabe rutschte aber denkbar knapp an Freund und Feind vorbei.
Und so blieben die Gäste im Spiel und bekamen mit Ablauf der regulären Spielzeit noch einmal einen Freistoß zugesprochen, dieser wurde lang und länger und klatschte an das rechte Lattenkreuz. Kurz darauf bekam der HSC den nächsten Freistoß zugesprochen und auch dieser wurde immer länger. Dieses Mal war Laura Engler mit den Fingerspitzen noch dran und lenkte das Spielgerät an die Latte, von wo der Ball zurück in den Strafraum prallte. Der folgende Kopfball aus kurzer Distanz flog dann aber über den Kasten. Die Nachspielzeit war bereits abgelaufen, als es noch einmal Freistoß für die Gäste gab. Dieses Mal war sogar die Torfrau mit vorne, aber Cindy Kaufmann fing die Hereingabe ab und setzte Lyn Meyer in Szene. Die Torjägerin entschied sich gegen einen Schuss aus großer Ferne und ließ mit einem herrlichen Dribbling gleich mehrere Gegenspielerinnen stehen, wurde im Strafraum dann aber geblockt. Der Ball fiel Meyer erneut vor die Füße, die sofort wieder abzog. Mittlerweile war die Torhüterin zurückgekehrt und bekam mit einem Hechtsprung noch die Fingerspitzen an den Ball und konnte die Kugel somit um den Pfosten lenken.

Direkt danach war Schluss. Die Löwinnen gewinnen auch das zweite Heimspiel in diesem Jahr und festigen den zweiten Tabellenplatz. Gegen den Vorletzten war das heute kein Hurra-Fußball, am Ende stand aber der neunte Sieg der Saison fest. Weiter geht es für das Team von Trainer Simon Wintgen am kommenden Sonntag. Dann ist um 14 Uhr Rot-Weiß Göttingen zu Gast am Biberweg. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
