Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Zehn Löwinnen-Tore

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Die 1. Frauen schießen den MTV Barum mit 10:1 aus dem Nachwuchsleistungszentrum. Bereits nach einer halben Minute traf Lyn Meyer sehenswert zur Führung und legte im Laufe der Partie vier weitere Treffer nach. Zwar gelang den Gästen vor dem Seitenwechsel noch der Ehrentreffer zum 5:1, doch um die Stundenmarke schraubten die Löwinnen das Ergebnis durch vier weitere Treffer in fünf Minuten weiter in die Höhe. Mit dem Schlusspfiff traf Marie Gollmer zum zweistelligen Endstand. Die übrigen Tore erzielten Jill Lange, Celina Klebe, Cindy Kaufmann und Anna Fries.

Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Nele Schäfer (TW) – Antonia Farr, Anna Fries, Gina Berger, Cindy Kaufmann (64. Victoria Wiedermann) – Neele Wunsch, Imke Wiedenroth (62. Marie Gollmer), Jolie Just (50. Leandra Hampe-Michels) – Jill Lange, Celina Klebe, Lyn Meyer (C)

Die Löwinnen legten los wie die Feuerwehr: Die Gäste hatten nicht einmal wirklich Kontakt mit dem Ball gehabt, da fiel die Kugel ein paar Meter vor dem Strafraum vor die Füße von Lyn Meyer. Die Toptorjägerin der Eintracht zog sofort per Volley-Direktabnahme ab. Das Spielgerät senkte sich in einer herrlichen Flugkurve über die chancenlose Torfrau hinweg und schlug unter der Latte ein: Traumtor! Die Führung für die Löwinnen, nicht einmal 30 Sekunden waren gespielt, das 1:0!

Eine Gruppe von Spielerinnen in gelben Trikots feiert ein Tor auf einem Fußballfeld, während eine Spielerin in rotem Trikot enttäuscht wirkt.

Eine Zeigerumdrehung später eroberte Lyn Meyer clever den Ball am gegnerischen Strafraum. Über Celina Klebe kam der Ball zu Imke Wiedenroth, die vom linken Strafraumeck abzog, ihren Schuss aber zu hoch ansetzte. Die Anfangsviertelstunde war noch nicht vorbei, als Jolie Just von der linken Seite an der Mittellinie einen herrlichen Flugball über die Abwehrkette schlug. Lyn Meyer war im perfekten Moment gestartet und rannte ihren Verfolgerinnen mit Ball davon. Alleine vor der Torfrau kam die Stürmerin aus leicht spitzem Winkel zum Abschluss und spitzelte die Kugel an der Torhüterin vorbei ins Tor. Der Doppelpack für Lyn Meyer und das 2:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Auf der anderen Seite musste Nele Schäfer nach einem langen Ball aus ihrem Strafraum, verließ diesen mit langen Schritten rechtzeitig und bereinigte die Situation mit einem weiten Schlag. Die Löwinnen ließen es nun für einige Minuten zu locker angehen und so wurde es nach einem Ballverlust im Aufbauspiel erneut gefährlich, doch der Schuss vom Strafraumrand flog über den Kasten. Die dritte Chance innerhalb von wenigen Minuten gehörte dann Ex-Löwin Shayne de Gala, die nach einem Steckpass frei durch war, im direkten Duell aber nicht an der stark reagierenden Nele Schäfer vorbeikam.

Eine Spielerin in gelbem Trikot mit blauen Hosen kickt den Ball auf einem Fußballplatz, während eine Spielerin in rotem Trikot in der Nähe steht.

Im direkten Gegenzug bediente Neele Wunsch auf der rechten Seite Jill Lange, die vom Flügel nach innen zog und an der Strafraumkante den Abschluss suchte: links am Tor vorbei. Doch nur wenige Augenblicke später hatten die Blau-Gelben am linken Flügel den Ball zurück, Lyn Meyer verschaffte sich mit einem feinen Haken etwas Platz und zirkelte das Leder aus 18 Metern in den linken Knick. Dritter Abschluss der Torjägerin, drittes Tor, ein lupenreiner Hattrick und das 3:0!

Doch damit nicht genug, denn die Eintracht-Fans wurden heute mit einer echten Eintracht-Gala belohnt. Nur eine gute Minute nach ihrem dritten Treffer stand die Torfabrik erneut goldrichtig. Antonia Farr startete aus der eigenen Abwehrkette einen herrlichen Angriff, der über Neele Wunsch zu Jill Lange führte, die etwas Platz am rechten Strafraumrand hatte und die Kugel mit viel Gefühl flach in die Gefahrenzone spielte. Dort war Lyn Meyer ihrer Gegenspielerin enteilt und hielt einfach die Fußspitze rein. Damit leitete sie das Spielgerät an der Torfrau vorbei, die nur mit ansehen konnte, wie der Ball über die Linie kullerte. Der vierte Treffer von Lyn Meyer und es war nicht einmal eine halbe Stunde gespielt, 4:0!

Spielerinnen der Eintracht Braunschweig feiern einen Treffer vor dem Tor, während eine Torfrau im Hintergrund steht.

Zwei Zeigerumdrehungen später rieben sich die Zuschauer fast schon verwundert die Augen, denn es passierte eine Neuheit an diesem sonnigen Nachmittag. Wieder zogen die Löwinnen einen herrlichen Angriff auf. Anna Fries leitete diesen mit einem überragenden Flugball auf die gegenüberliegende Außenbahn ein. Neele Wunsch verarbeitete das Leder super, marschierte zum Strafraum und flankte die Kugel vom rechten Strafraumeck butterweich in die Gefahrenzone. Dort setzte sich Jill Lange im Luftduell durch und köpfte den Ball lehrbuchmäßig unter die Latte. Der erste Nicht-Meyer-Treffer, aber schon der 19. Pflichtspieltreffer für Jill Lange in dieser Saison. Und das 5:0 für den BTSV!

Zehn Minuten später schickte Neele Wunsch auf der rechten Seite Jill Lange zur Grundlinie, die den Ball flach vor den Kasten spielte. Dort kam Lyn Meyer völlig frei zum Abschluss, ließ dieses Mal aber Gnade walten und drückte das Spielgerät knapp links am Tor vorbei. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit verloren die Löwinnen etwas den Faden, wenn man das bei dem Spielstand überhaupt sagen konnte. Dennoch setzten sich die Gäste am Strafraum der Eintracht fest und kamen aus dem Getümmel 18 Meter vor dem Tor zum Abschluss. Nele Schäfer flog vergebens, der Ball schlug im rechten Eck ein. Der Ehrentreffer zum 5:1.

Eine Spielerin in gelbem Trikot mit blauen Hosen bereitet einen Torschuss auf einem Fußballfeld vor. Im Hintergrund sind Teamkollegen und Trainer zu sehen.

Dann war Halbzeit. Trotz des Gegentreffers konnten die Löwinnen zufrieden sein, denn anders als in einigen Spielen der Rückrunde ging es zielstrebig und schnell Richtung gegnerisches Tor. So war auch kein Tor ein Zufallsprodukt, sondern stets durchdacht und durchaus schön anzusehen. Demnach gab es auch vorerst keinen Grund für personelle Wechsel.

Es dauerte im zweiten Durchgang etwas, bis Nennenswertes passierte. Nach einem verletzungsbedingten Wechsel hatten sich die Löwinnen aber schnell wiedergefunden. Neele Wunsch weckte mit einem Fernschuss die Offensivgeister, auch wenn ihr Versuch zu zentral geriet, denn nur wenig später versuchte es Leandra Hampe-Michels aus ähnlicher Position. Ihr Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Diese schlug Cindy Kaufmann in die Gefahrenzone. Der Ball rutschte bis zum zweiten Pfosten durch, wo Anna Fries das Spielgerät klasse aus der Luft pflückte und im kurzen Eck unterbrachte. Damit war das halbe Dutzend voll, 6:1!

Fußballspielerinnen in gelben und roten Trikots versammeln sich auf dem Spielfeld, während eine Spielerin in gelb mit erhobener Hand applaudiert.

Nur eine Minute danach eroberte Antonia Farr in der eigenen Hälfte den Ball und schickte Jill Lange auf die Reise, die den rechten Flügel entlang marschierte und eine flache Hereingabe in den linken Strafraumbereich spielte. Dort stand Celina Klebe ziemlich frei und nahm den Ball direkt. Der Schuss hätte genau in die untere linke Ecke gepasst, doch mit einer tollen Parade verhinderte die Torfrau den siebten Gegentreffer. Zumindest vorerst. Denn nur wenige Augenblicke später spielte Anna Fries auf der rechten Seite einen Doppelpass mit Celina Klebe und brach zur Grundlinie vor. Die aufgerückte Innenverteidigerin nahm den Kopf hoch und fand mit einem präzisen Pass Lyn Meyer, die das Leder mit dem Rücken zum Tor festmachte und aus der Drehung ins untere linke Eck schoss. Das fünfte Tor für die Stürmerin und das 7:1!

Zeit zum Verschnaufen hatte hier niemand, denn kaum war das Spiel fortgesetzt, hatte Lyn Meyer rechts nahe der Eckfahne das Spielgerät, hielt sich zwei Gegenspielerinnen geschickt vom Leib und spielte die Kugel zurück auf die rechte Strafraumecke. Dort hatte Antonia Farr etwas Platz und flankte den Ball sofort auf den zweiten Pfosten. Cindy Meyer lief perfekt in die Flugbahn des Balles und köpfte die Kugel ins Netz. Das dritte Tor in drei Minuten, es ging hier Schlag auf Schlag, 8:1 für die Löwinnen!

Fußballmannschaft der Frauen aus Braunschweig in gelben Trikots feiert ein Tor auf dem Spielfeld.

Trotz eines Wechsels verging nicht viel Zeit bis zum nächsten Treffer. Fünf Minuten nach dem 6:1 bekam Cindy Kaufmann nach einem eigens ausgeführten Einwurf den Ball zurück und löffelte das Spielgerät vom linken Strafraumrand einfach mal im hohen Bogen auf den zweiten Pfosten. Die Torfrau verschätzte sich, griff daneben und machte es Celina Klebe sehr einfach. Denn die köpfte den Ball aus einem Meter ins leere Tor. Vier Tore in fünf Minuten, das war wirklich schön anzusehen. 9:1 für den BTSV!

Fünf Minuten später legte Lyn Meyer für Leandra Hampe-Michels ab, die aus 19 Metern wuchtig abzog. Der Schuss zischte hauchzart über den Kasten hinweg. Eine Zeigerumdrehung später überraschte Celine Klebe die Gäste-Abwehr bei einem Freistoß vom linken Strafraumeck mit einem flachen Pass auf den ersten Pfosten statt einer direkten Variante. Lyn Meyer kam somit aus spitzem Winkel zum Abschluss, eine Abwehrspielerin warf sich aber gerade noch in die Schussbahn und konnte blocken. Die erste und letzte Torchance der Gäste im zweiten Durchgang vereitelte Nele Schäfer souverän: Ein Steckpass war durchgerutscht, die BTSV-Torfrau blieb im direkten Duell aber lange stehen und behielt die Oberhand.

Eine Fußballspielszene, in der eine Spielerin in gelben Trikots dribbelt und von zwei Gegnerinnen in roten Trikots verfolgt wird, während Zuschauer auf der Bank im Hintergrund stehen.

Man merkte, dass die Gäste auf keinen Fall ein zehntes Tor kassieren wollten, die Löwinnen suchten aber stetig nach den Lücken im tiefen Abwehrverbund. Eine Flanke von Victoria Wiedermann klärten die Gäste dann vor die Füße von Leandra Hampe-Michels, die aus 22 Metern volles Risiko ging und den schwierig zu nehmenden Ball per Volley-Direktabnahme Richtung Tor drosch. Der Versuch verfehlte das Tor zwar klar, zeigte aber den wiedererwachten Offensiv-Mut der Löwinnen. Auch Celina Klebe versuchte es aus der zweiten Reihe, die Kugel rauschte knapp am rechten Pfosten vorbei.

Es liefen bereits die letzten Augenblicke der regulären Spielzeit, als die Löwinnen den Druck noch einmal erhöhten. Celina Klebe brachte den Ball in die Gefahrenzone, Jill Lange zog aus acht Metern wuchtig ab, schoss aber die Torfrau an. Lyn Meyer reagierte aber blitzschnell und donnerte das Leder unter die Latte. Doch die Fahne ging hoch, Abseits. Knappe Sache. Lange ärgern musste sich aber niemand, der auf eine zweistellige Blau-Gelbe Torausbaute gehofft hatte, denn die Löwinnen fingen den folgenden Freistoß ab, Marie Gollmer hatte 20 Meter vor dem Tor etwas Platz und wies ihren starken Fernschuss erneut nach: Die Kugel schlug nach herrlicher Flugkurve im rechten Knick ein, 10:1!

Feiernde Spielerinnen der Eintracht Braunschweig in gelb und blau auf dem Fußballplatz, während die Torhüterin in rot zuschaut.

Direkt danach war Schluss, Nachspielzeit gab es nicht und damit konnten alle Beteiligten gut leben. Zehn Tore, das brachte strahlende Gesichter hervor. Ein klares Zeichen an die Konkurrenz, wer hier unbedingt das Aufstiegsspiel will. Doch es wird nicht einfacher für die Löwinnen, denn am kommenden Sonntag geht die Reise zur SG Rodenberg, die mit sechs Siegen in Folge als formstärkstes Team der Liga ordentlich Rückenwind hat. Anstoß in Rodenberg ist um 11 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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