Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Später Siegtreffer im Derby

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Die Löwinnen machen es im Derby gegen die Zweitvertretung der Roten unnötig spannend, gewinnen durch ein Tor von Lyn Meyer in der Schlussminute doch noch völlig verdient mit 4:3. Nach einem frühen Doppelschlag durch Celina Klebe und Charlotte Brühler sowie der schnellen Antwort durch erneut Celina Klebe auf den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer sah es mit dem 3:1-Halbzeitstand eigentlich nach einer klaren Sache aus, doch plötzlich stand es 3:3. Und so war Toptorjägerin Lyn Meyer in der 90. Minute mit einem herrlichen Treffer mal wieder die Heldin der Eintracht!

Mit dem Verzehrgutschein, den man zu jeder Eintrittskarte erhält, kostet die Bratwurst vom Löwinnen-Grill 2,50 Euro. Dazu erhält man typisch niedersächsisch eine halbe Scheibe Toast. Eine ordentliche Wurst, bei der man nicht viel meckern, aber auch nicht überschwänglich loben kann. 7/10.

Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Laura Engler (TW) – Victoria Wiedermann (67. Maya Andresen), Anna Fries (67. Leandra Hampe-Michels), Jolie Just, Gina Berger (83. Yara Gad), Charlotte Brühler (73. Marie Gollmer) – Neele Wunsch, Imke Wiedenroth – Celina Klebe – Lyn Meyer, Jill Lange (87. Melanie Würmel)

Und die Eintracht legte los wie die Feuerwehr: Direkt nach dem Anstoß flog ein langer Ball Richtung Gäste-Strafraum, diesen verlängerte Charlotte Brühler in den Lauf von Lyn Meyer. Die Toptorjägerin zog aus spitzem Winkel per Volley-Direktabnahme ab, kam aber nicht an der stark reagierenden Torfrau vorbei. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Jill Lange auf der rechten Seite nicht zu stoppen war und bis zur Grundlinie durchbrach. Ihre Flanke landete bei Victoria Wiedermann, die das Leder 13 Meter vor dem Tor nicht perfekt traf, aber dennoch perfekt in den Rückraum legte. Dort rauschte Celina Klebe heran und drosch das Spielgerät aus 20 Metern mit viel Wucht in den linken Knick, ein echtes Traumtor! Und das ganz frühe 1:0 für die Löwinnen!

Zwei Gruppen von Fußballspielern auf dem Platz, eine in blauen und gelben Trikots, die andere in schwarzen Trikots, während sie sich nach einem Spiel treffen.

Zwei Zeigerumdrehungen später setzte Lyn Meyer mit einem feinen Hackenpass Imke Wiedenroth in Szene, deren Flanke vom linken Strafraumrand beinahe im langen Eck einschlug, dann aber doch knapp am Tor vorbeirauschte. Nicht ganz zehn Minuten waren gespielt, als es wieder Jill Lange war, die mit einem Sturmlauf über ihren rechten Flügel für Gefahr sorgte. Ihre scharfe Hereingabe bekamen die Roten nicht geklärt und so schnappte sich Lyn Meyer den Abpraller, legte das Leder blitzschnell quer zu Charlotte Brühler, die aus neun Metern halblinks vor dem Tor eiskalt in die kurze Ecke vollstreckte. Der Doppelschlag zum 2:0 für den BTSV!

Beinahe hätten die Gäste im direkten Gegenzug geantwortet, als ein langer Ball zu einem Missverständnis in der Blau-Gelben Abwehr führte. Laura Engler war beim anschließenden Schuss aus spitzem Winkel aber da und konnte parieren. Anschließend war etwas der Wurm drin, auch wenn die Blau-Gelben weiterhin klar überlegen waren. Es fehlten die zwingenden Gelegenheiten und defensiv brachten sich die Löwinnen immer wieder selbst in die Bredouille. So auch nach etwa 25 Minuten. Eine eigentlich harmlose Ecke bekamen die Löwinnen nicht geklärt und so setzten die Roten nach und trafen aus 14 Metern unter die Latte, nur noch 2:1.

Eintracht-Spielerinnen jubeln nach einem Treffer während eines Fußballspiels auf dem Kunstrasenplatz.

Sofort drängte die Eintracht auf den erneuten Zwei-Tore-Vorsprung. Nach einer Ecke von Celina Klebe köpfte Gina Berger aber am Tor vorbei. Eine Zeigerumdrehungen später setzte Lyn Meyer zu einem herrlichen Dribbling an, ging an fünf Gegenspielerinnen vorbei und zog in den Strafraum. Dort wurde sie von Gegenspielerin Nummer sechs klar am Bein getroffen und ging zu Boden. Den Strafstoß gab es aber tatsächlich nicht, eine klare Fehlentscheidung. Stattdessen gab es Ecke. Diese servierte Neele Wunsch auf den Kopf von Anna Fries. Deren Kopfball wurde aber noch abgefälscht und flog knapp über den Querbalken.

Wieder gab es Ecke. Dieses Mal schlug Celina Klebe den Ball in die Mitte, wieder setzte sich Anna Fries durch, dieses Mal flog ihr Kopfball auch Richtung Tor, doch mit den Fingerspitzen lenkte die Torfrau das Leder an die Latte. Die Löwinnen blieben dran und über Umwege prallte der Ball im Strafraum an die Hand einer Gäste-Verteidigerin. Deutlich weniger klar als kurz zuvor, aber jetzt gab es den Strafstoß. Celina Klebe nahm sich der Sache an und verwandelte in die untere linke Ecke. Der alte Abstand war wiederhergestellt, 3:1!

Eintracht-Spielerinnen jubeln nach einem Treffer, tragen gelbe Trikots mit blauer Hose und feiern auf dem Spielfeld.

Zwei Minuten später versuchte es Jill Lange bei einem Freistoß aus 25 Metern direkt, platzierte ihren Schuss aber zu zentral. Auf der anderen Seite bekamen die Löwinnen nach einem langen Ball keinen Zugriff auf ihre Gegenspielerinnen, der Schuss aus spitzem Winkel zappelte aber nur im Außennetz.

Dann war Halbzeit! Ein eigentlich überzeugender Auftritt, dem aber noch ein paar Torchancen fehlten, die zu der Überlegenheit der Löwinnen passten. Die machten sich das Leben defensiv selbst schwerer als es die Gäste taten und so war die Messe hier trotz klarer Überlegenheit noch nicht gelesen. Unverändert kam die Eintracht aus der Kabine.

Eine Fußballspielerin bereitet sich darauf vor, einen Freistoß auszuführen, während ihre Mitspielerinnen in der Nähe stehen. Die Szene findet auf einem Kunstrasenplatz in einem Waldgebiet statt.

Und das wurde auch sofort bestätigt. Wenige Augenblicke waren nach Wiederanpfiff gespielt, als die Gäste nach einem Steckpass durchbrachen, allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position. So reichte ein Querpass und der Ball wurde ins leere Tor geschoben. Eiskalt erwischt, nur noch 3:2.

Wieder drückten die Löwinnen sofort aufs nächste Tor. Celina Klebe knallte das Leder aus der zweiten Reihe aber weit über den Kasten. Kurz darauf gab es ein bekanntes Spiel zu sehen: Ecke Neele Wunsch, Kopfball Anna Fries, nun parierte die Torfrau zur Ecke. Eine Zeigerumdrehung später steckte Charlotte Brühler auf Lyn Meyer durch, die aus spitzem Winkel nicht an der Torhüterin vorbei kam. Die folgende Ecke von Celina Klebe landete dann erneut bei Lyn Meyer, die das Leder aus kurzer Distanz über die Latte bugsierte. Und dann kam es so, wie es eben kommt. Die Eintracht-Defensive war einmal unaufmerksam und plötzlich waren zwei Rote frei durch: Querpass und drin, der Ausgleich zum 3:3.

Zwei Frauen im Fußballspiel auf einem Rasenplatz, eine Spielerin in gelb-blauen Trikots dribbelt den Ball, während eine andere in schwarz-weißer Ausrüstung sie verfolgt.

Völlig unverdient und ebenso bitter, aber so ist der Fußball. Nun standen die Gäste tief vor dem eigenen Tor. Neele Wunsch wurde aus der zweiten Reihe geblockt, kurz darauf landete eine Flanke von Lyn Meyer bei Celina Klebe, die die Kugel aus spitzem Winkel über den Kasten drückte. Eine Viertelstunde vor dem Ende wurde es dann kurios und fragwürdig. Nach einer Ecke von Celina Klebe köpfte Imke Wiedenroth an den Querbalken, Gina Berger setzte nach und überwand die Torfrau, doch auf der Linie rettete eine Verteidigerin. Aus dem Gewühl folgte ein weiterer Schuss und Jubelschreie, denn der Ball schien über der Linie gewesen zu sein, was der kurze Sprint des Assistenten Richtung Mittellinie bestärkte. Denn das ist eigentlich das Zeichen für die Schiedsrichterin: „Tor!“. Doch die gab den Treffer nicht. Bitter für die Eintracht.

Jetzt warfen die Löwinnen alles nach vorne und gingen volles Risiko. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als Maya Andresen mit feinem Fuß auf Lyn Meyer durchsteckte. Die war mit Ball schneller als ihre Gegenspielerin, brach in den Strafraum und zog im Fallen ab. Die Torfrau war zwar noch dran, doch die Kugel schlug im rechten Eck ein. Das Ding war drin, Riesenjubel am Biberweg, der ganz späte Führungstreffer im Derby, 4:3!

Eine Gruppe von Fußballspielerinnen in gelben Trikots umarmt sich jubelnd auf dem Spielfeld.

Die Gäste versuchten es dann direkt vom Anstoß mit einem Torschuss, aber Laura Engler pflückte das Leder locker aus der Luft. Im direkten Gegenzug ballerte Maya Andresen aus 30 Metern über den Kasten. Sofort ging es in die andere Richtung, wieder war es ein langer Ball, der der Blau-Gelben Abwehr Probleme bereitete und plötzlich war die Gäste-Stürmerin frei durch. Doch Laura Engler blieb lange stehen, reagierte im direkten Duell überragend und verhinderte den erneuten Ausgleich. Jolie Just konnte anschließend klären. Eine Minute später schlug BTSV-Torfrau Laura Engler den Ball lang und weit in die gegnerische Hälfte. Melanie Würmel verlängerte die Kugel in den Lauf von Lyn Meyer, die aus spitzem Winkel abzog. Dieses Mal konnte die gegnerische Torfrau parieren. Und auch den letzten Abschluss hatten die Blau-Gelben: Lyn Meyer setzte Yara Gad in Szene, die vom linken Strafraumeck über den Kasten schoss.

Dann war Schluss! Die Eintracht gewinnt das Derby gegen die Zweitvertretung der Roten verdient und mit viel unnötiger Spannung mit 4:3. Das war eigentlich zu niedrig und brachte auf jeden Fall Arbeitsaufträge für das Trainerteam hervor, doch am Ende zählen die ersten drei Punkte des neuen Jahres! Damit thronen die Löwinnen weiterhin an der Tabellenspitze, spüren den Atem von Verfolger Lehrte nach der klaren Niederlage am vergangenen Wochenende aber weiterhin deutlich. Weiter geht es am kommenden Sonntag beim FC Eintracht Northeim. Anstoß ist um 11 Uhr.

Eine Spielerin in einem gelben Trikot mit der Nummer 32 läuft mit dem Ball auf ein Tor zu, während eine Gegnerin in einem schwarzen Trikot mit der Nummer 6 sie verteidigt. Im Hintergrund ist das Tor auf einem Kunstrasenplatz sichtbar.

Bis dahin

Euer Kivi

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