Sommertrainingslager: Tag 2
4 min readAm zweiten Tag des Sommertrainingslagers in Harsewinkel standen trotz Temperaturen über 30 Grad zwei intensive Einheiten für die Löwen an. Wie ich mich abgekühlt habe und was sonst so passierte, erfahrt ihr im Tagesbericht direkt aus dem Trainingslager.
Nachdem ich mich beim örtlichen Bäcker mit einem süßen Frühstück versorgt hatte, ging es zum Sporthotel Klosterpforte. Dort nächtigen die Löwen und nutzen den wirklich guten Trainingsplatz für ihre Einheiten. Dort war während der WM 2006 bereits Portugal mit Cristiano Ronaldo und Co zu Gast. Dieses Jahr dann also erstmals endlich richtige Stars! Während das Torwart-Training schon lief, überbrückten Teile des Trainerteams die Zeit mit einer Partie Fußballtennis. Gespielt wurde bis 15 und es blieb bis zum Ende spannend, denn mit 15:12 war es ein knapper Sieg!
Die erste Trainingseinheit des Tages brachte den Blau-Gelben eine Runde Zirkeltraining ein. Während die mitgereisten Eintracht-Fans bereits beim einfachen Zuschauen ins Schwitzen kamen, gaben die Löwen in verschiedenen Übungen Vollgas, um fit genug für eine lange und kräftezehrende Saison zu werden. Trinkpausen gab es natürlich auch genügend, bei diesem Wetter auch absolut wichtig, denn Schatten war zu diesem Zeitpunkt weit und breit nicht zu finden.

Im zweiten Teil der Einheit kam der Ball hinzu und es wurde auf engem Raum gespielt. Als später auch noch Tore dazukamen, packte die Löwen der Ehrgeiz und jede gelungene Aktion und natürlich jeder erzielte Treffer wurden lautstark bejubelt. Beim abschließenden Auslaufen waren die meisten Spieler dann aber doch froh, ihren Füßen etwas Abkühlung zu verschaffen, denn die meisten drehten barfuß die vorerst letzte Runde. Danach ging es für den ein oder anderen Löwen in ein kühles Bad, denn nur wenige Meter vom Trainingsplatz entfernt standen Badewannen parat, die Christian Degenhardt und Co bereits vorbereitet hatten.
Ich selbst wählte einen ähnlichen Weg und verbrachte die Zeit zwischen den Einheiten im Freibad. 2,60 Euro kostete die Tageskarte, da musste ich nicht zweimal überlegen. Auch in NRW sind Sommerferien und so war das Freibad auch gut gefüllt. Das Wasser selbst hätte gerne noch etwas kühler sein können, für eine Abkühlung reichte es aber auf jeden Fall. Zum Mittag gab es eine Mantaplatte (Currywurst + Pommes), der Rest der zu überbrückenden Zeit wurde auf einem Blau-Gelben Handtuch im Schatten verbracht, ehe ich wieder Richtung Klosterpforte aufbrach.
Mit Freude stellte ich fest, dass die kleine Tribüne am Trainingsplatz einigermaßen im Schatten lag, zumindest die obere von zwei Sitzreihen. Da die Sitze von der prallen Sonne aber enorm aufgeheizt waren, zog ich nach kurzer Zeit aber bereits um und setze mich unter einen kleinen Baum in den Schatten. Anscheinend eine glückliche Fügung des Schicksals, denn nur wenige Augenblicke später drehte sich der Rasensprenger zur Tribüne und spritzte genau über meinem ehemaligen Sitzplatz gegen die Plexiglasscheibe der Tribüne. Ob die Temperatur zur Abkühlung gereicht hätte, ist mir nicht bekannt, sehr nass wäre ich aber definitiv gewesen.
Auch die Spieler wirkten erfrischt und erschienen gut gelaunt zur Nachmittagseinheit. Wie auch am Vormittag wurde freundlich gegrüßt. Bei Passübungen und einer taktischen Spieleinheit bekamen die Fans erstmals Spielzüge über ein etwas größeres Feld zu sehen. Rami Zouaoui, Niko Kijewski und Maurice Multhaup erzielten besonders schöne Tore, die bei dem etwa ein Dutzend Fans ein positives Raunen verursachte. Benjamin Mbom traf per eingesprungener Fluggrätsche beinahe artistisch, verpasste das Spielgerät aber um Haaresbreite. Die Trainingskiebitze lernten derweil eifrig die Namen der Neuzugänge.

Dann war auch schon die zweite Einheit vorbei und einige Spieler sammelten sich vor dem kleinen Gebäude mit den Badewannen und schienen auf eine Abkühlung zu hoffen. Währenddessen gab es auf dem Tennisplatz ein Rematch, dessen Ergebnis mir aber nicht bekannt ist. Nachdem Co-Trainer Marc Pfitzner auch nochmal auf Nummer sicher gegangen war, dass ich mich für einen vernünftigen Rückenflock für das neue Trikot entschieden habe, machte ich mich auf den Weg zurück ins Hotel. Doch kurz darauf ging es weiter, denn mit sechs anderen Fans ging es gemeinsam Essen. Für mich gab es einen Burger, der zwar auf einem ziemlich kleinen Teller serviert wurde, aber auch ziemlich lecker war. Und so saß ich einige Zeit später wieder im Hotel und konnte den Tagesbericht in die Tasten hauen.
Bis dahin
Euer Kivi

