Sommertrainingslager: Der VW-Cup
5 min readBevor es im Sommertrainingslager auf den Trainingsplatz ging, traten die Löwen am Samstagnachmittag beim VfL Osnabrück zum VW-Cup an. Dritter und letzter Teilnehmer war Fortuna Düsseldorf. In zwei je 45-minütigen Spielen kassierten die Blau-Gelben zwar nur ein Gegentor, selbst erzielten sie allerdings keins und so hieß es gegen die lila-weißen Gastgeber etwas unglücklich 0:0, während man mit schwindenden Kräften 0:1 gegen die Fortuna aus Düsseldorf verlor. Vor etwas über 3.000 Zuschauern zeigte man dennoch eine annehmbare Leistung und wurde mit Applaus von den etwa 100 mitgereisten Fans verabschiedet.
Bei hohen Temperaturen gab es neben der standesgemäßen Wurst auch eine echte Neuheit für mich: Eiswürfel im Getränk hatte ich in einem Stadion auch noch nie. Die Wurst selber konnte leider nur knapp überzeugen. Wirklich gerade so ok, schlecht war sie aber auch nicht. Um gut zu sein, fehlte es aber an eigentlich allem. Auf dem Bild erkennt man leider nicht die noch sehr weiße Seite. So gibt es 6/10 von mir.

Im ersten Spiel gegen Gastgeber VfL Osnabrück setzte Trainer Jens Härtel auf folgende Austellung: Tino Casali (TW) – Keita Endo (26. Maksym Tytarenko), Robert Ivanov (26. Leon Suzuki), Sebastian Griesbeck, Niko Kijewski, Anton Donkor (26. Rami Zouaoui) – Fabio Kaufmann, Danilo Wiebe, Jannis Nikolaou (C, 26. Robin Krauße), Rayan Philippe – Benjamin Mbom
Die erste Gelegenheit hatten die Gastgeber nach zwei Minuten, doch der Abschluss links im Strafraum flog klar am Tor vorbei. Auf der anderen Seite nahm U23-Leihgabe Benjamin Mbom eine Philippe-Flanke aus der Luft direkt. VfL-Keeper Böggemann reagierte aber klasse und konnte parieren. Der Ball landete bei Fabio Kaufmann, der aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. Fünf Minuten später bekamen die Lila-Weißen eine Ecke von Rayan Philippe einfach nicht geklärt. Der Ball sprang hin und her. Am Ende schoss Wiebe aus 15 Metern links vorbei. Eine Minute später drückte Benjamin Mbom eine Donkor-Flanke über den Querbalken.

Wenige Augenblicke später schickte Danilo Wiebe Mbom in den Strafraum. Dessen scharfe Flanke wischte Böggemann ins Toraus. Aus der Ecke entstand ein gefährlicher Konter für den VfL, doch Kijewski passte als letzter Mann auf und knallte das Leder sogar gleich aus dem Stadion. Die Trinkpause und ein paar Wechsel brachten den Spielfluss etwas zum Erliegen. Zehn Minuten später legte Rami Zouaoui den Ball von der linken Seite nach innen. Benjamin Mbom drehte sich mit geschicktem Körpereinsatz um seinen Gegenspieler und steckte auf Rayan Philippe durch, der halblinks im Strafraum links vorbeischoss. Ein paar Minuten danach setzte sich Benjamin Mbom nach einem langen Schlag von Kijewski im Kopfballduell durch und legte sich somit den Ball am letzten Mann der Osnabrücker vorbei. Doch Schlussmann Böggemann hatte aufgepasst und schlug den Ball 30 Meter vor seinem Tor weg.
Zwei Zeigerumdrehungen später versuchte es Rami Zouaoui aus der zweiten Reihe. Sein Versuch wurde abgefälscht und flog im hohen Bogen zu Benjamin Mbom, der zum Fallrückzieher ansetzte, das Spielgerät aber nicht voll traf. Fabio Kaufmann hielt das Leder im Spiel, scheiterte aus spitzem Winkel allerdings am gut aufgelegten Böggemann. Aus der anschließenden Ecke folgte wieder ein Konter der Gastgeber, der im ersten Schuss aufs Tor von Casali mündete. Doch der zentrale aus Flachschuss war mehr als leichte Beute für den österreichischen Schlussmann. Auf der anderen Seite prallte Philippe der Ball nach einer Ecke vor die Füße, sein Volley aus 24 Metern flog aber meterweit am Tor vorbei.

Im direkten Gegenzug versuchte es Osnabrück mit einem Fernschuss, der allerdings ebenfalls klar am Tor vorbeiging. Kurz vor Ende der Partie setzten die Löwen sich noch einmal am gegnerischen Strafraum fest. Erst wurde ein Zouaoui-Volley von der Strafraumkante geblockt, doch die Blau-Gelben blieben in Ballbesitz. Rayan Philippe flankte aus dem rechten Halbfeld, am zweiten Pfosten setzte sich Leon Suzuki im Luftduell durch und köpfte aufs kurze Eck, doch Böggemann packte zu und hatte die Kugel sicher.
Dann war die erste Partie zu Ende. Die Löwen waren über weite Teile etwas überlegen und hatten auf jeden Fall das Chancenplus, konnten aber keine Gelegenheit in einen Torerfolg ummünzen. Defensiv standen die Löwen Blau-Gelben sicher und Tino Casali blieb fast beschäftigungslos.

Für die zweite Partie gegen den letztjährigen Tabellenvierten der 2. Bundesliga, Fortuna Düsseldorf, entschied sich Eintracht-Coach Jens Härtel für folgende Aufstellung und verzichtete trotz Temperaturen über 30 Grad komplett auf Auswechslungen: Ron-Thorben Hoffmann (TW) – Marvin Rittmüller, Robert Ivanov, Hasan Kuruçay, Anton Donkor – Robin Krauße (C), Jannis Nikolaou – Maurice Multhaup, Johan Gómez, Keita Endo – Anthony Ujah
Leider spielten die Löwen auch gegen die Rheinländer auf die Heimkurve. Durch das Netz vor dem Gästeblock konnte man alles, was in der Eintracht-Offensive passierte, nicht ganz so gut sehen. Die erste richtig dicke Gelegenheit hatten die Blau-Gelben: Gómez und Endo setzten das Düsseldorfer Aufbauspiel mit hohem Pressing unter Druck und erzwangen einen Abspielfehler von Hoffmann. Das Spielgerät prallte zu Multhaup, der Anthony Ujah im Strafraum bediente. Der Stürmer legte sich den Ball zurecht, verzog aber völlig frei vor dem Tor und beförderte den Ball rechts vorbei. Drei Minuten später schickte Rittmüller in den Strafraum, dessen Hereingabe für ordentlich Gefahr sorgte, ein Abschluss kam dabei aber nicht heraus. Die Kugel kam wieder zu Rittmüller, dessen Halbfeldflanke Endo zu Ujah bugsierte, am Ende hatte aber der Fortuna-Keeper den Ball in den Händen.

Danach verflachte das Spiel. Bei einigen Löwen, die schon im ersten Spiel im Einsatz waren, schwanden bei hohen Temperaturen langsam die Kräfte. Erst 25 Minuten später passierte wieder etwas Nennenswertes. Iyoha versuchte es aus der zweiten Reihe, doch sein Versuch wurde genau in die Arme von Hoffmann abgefälscht. Drei Minuten später köpften die Fortunen eine Flanke von der rechten Seite aus kurzer Distanz nur Zentimeter über den Querbalken. Drei Minuten vor Ende der Partie kombinierten die Düsseldorfer sich mit schnellen und direkten Pässen in den Löwen-Strafraum. Ao Tanaka legte quer, Vincent Vermeij musste nur noch einschieben, Ron-Thorben Hoffmann war machtlos, das 0:1.
Die Löwen suchten schnell die Antwort, doch Gómez wurde im Strafraum zur Ecke geblockt. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als Ivanov eine Freistoß-Flanke von Multhaup über das Tor köpfte.
Direkt danach beendete der Schiedsrichter die Partie. Im zweiten Spiel passierte deutlich weniger. Ujah hatte die Riesenchance auf die Führung liegengelassen und am Ende nutzten die Fortunen die schwindenden Kräfte aus und trafen spät zum Sieg. Zwei Leistungen, auf die man aufbauen kann. Freudensprünge verursachte der VW-Cup aber genauso wenig wie er tiefe Trauer versuchte. Sonntag und Montag stehen erstmal Trainingseinheiten an, ehe es am Dienstag in einem weiteren Testspiel gegen Drittligist Preußen Münster geht. Mehr Bilder zum VW-Cup gibt es hier.
Bis dahin
Euer Kivi
