Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Trainingslager: Tag 4 und 5

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Am Tag nach dem ersten Testspiel gab es für die Löwen nur eine Einheit auf dem Rasen. Der Nachmittag war frei und nach dem Abendessen verbrachten Spieler, Trainer und Fans einen gemütlichen Abend miteinander. Am Donnerstag absolvierten die Blau-Gelben wie gewohnt zwei Trainingseinheiten auf der Trainingsanlage in Novo Sancti Petri. Hier erfahrt ihr, wie ich die beiden Tage erlebt habe.

Der Mittwoch sollte vor allem der Regeneration dienen, somit viel auch die erste und einzige Trainingseinheit recht locker auf. Nachdem die Löwen durch Athletik-Trainer Janning Michels startklar gemacht wurden, startete ein Fußballtennis-Turnier. Teams aus je drei Spielern mussten innerhalb von fünf Minuten einen Sieger ermitteln, wer die erste Angabe hatte, wurde klassisch durch „Schere-Stein-Papier“ entschieden. Die Regeln waren dabei eigentlich ganz einfach. Jeder Netztreffer war ein Fehler, ebenso gilt der Ball als „verloren“, wenn er zu oft auf der eigenen Seite aufkommt oder wenn man ihn ins Aus bugsiert.

Die Spieler hatten offensichtlich großen Spaß und gingen ehrgeizig an die Sache, denn den beiden schlechtesten Teams blühte eine kleine Strafe. Auch als Zuschauer machte dieses Training besonders Spaß, da immer etwas los war und man das Geschehen auf drei Feldern gleichzeitig verfolgen konnte. Zudem zeigten viele Spieler akrobatische Kunststückchen, um den Ball noch im Spiel zu halten oder übers Netz zu befördern. Nachdem es im ersten Durchgang auf einem Feld noch keinen Sieger gab, musste der letzte Punkt in der Verlängerung entscheiden. U19-Stürmer Benjamin Mbom sicherte seinem Team mit einem clever in die Lücke gespielten Ball den letzten Punkt und somit den Sieg. Co-Trainer Matthias Lust führte Buch und notierte sich alle Ergebnisse.

Benjamin Mbom packt den Fallrückzieher aus

Besonders schwer zu bespielen war Probespieler Tarsis Bonga, der nicht nur durch seine Größe schwer zu überspielen war, sondern auch mit dem Fuß ziemlich hoch kam und so die Bälle für jeden Gegner unangenehm übers Netz ballerte. Auch Rami Zouaoui schien einfach jeden Ball, den er berührte, übers Netz zu bringen und wurde nach dem Turnier von einigen seiner Mannschaftskollegen lautstark gelobt und zum MVP erklärt. Am Ende konnte der U19-Akteur mit seinem Team aber trotzdem nicht den Gesamtsieg erringen, landete aber immerhin auf dem Treppchen. Platz drei belegten Emil Kischka, Niko Kijewski und Anton Donkor. Auf dem zweiten Platz landeten Rami Zouaoui, Linus Gechter und Enrique Peña Zauner. Und die Sieger des Fußballtennis-Turniers wurden Tarsis Bonga, Danilo Wiebe und Maurice Multhaup. Somit sahnte Bonga nach dem Abschluss-Wettkampf den nächsten Sieg ab!

Fußballerisch war der Tag am Mittag dann schon vorbei und die Löwen hatten einen freien Nachmittag, den die Spieler ganz unterschiedlich verbrachten: Ein kurzer Besuch auf dem Golfplatz, eine Erkundungstour auf dem wunderschönen Strand oder eine Runde mit dem Fahrrad. Für mich ging es nach Cádiz, das etwa 40 Autominuten entfernt lag. Mit Sevilla konnte die Stadt allerdings nicht mithalten, etwas mehr als 2h war ich beim Stadtrundgang dann aber doch beschäftigt.

Am Abend stand dann der Fanabend an, der schon seit einiger Zeit traditionell bei den Wintertrainingslagern stattfindet. Bei meinen letzten Besuchen der Wintertrainingslager habe ich diesen tollen Termin immer verpasst, dementsprechend groß war meine Vorfreude. Die gesamte Mannschaft und das Team hinter den Spielern nahmen sich einige Stunden Zeit. Es wurde ein wirklich nettes und gemütliches Beisammensein mit vielen interessanten und sehr netten Gesprächen. Auch die Spieler selbst zeigten sich interessiert und informierten sich über die mitgereisten Fans. Ein absolut gelungener Abend, der bei allen Beteiligten in positiver Erinnerung bleiben dürfte. Ich bedanke mich für die Organisation und die Bereitschaft von Eintracht für den Abend und bei allen Gesprächspartnern!

Kijewski hatte das Spielfeld durcheinander gebracht, reparierte es aber wenig später eigenhändig

Bereits am nächsten Morgen stand der nächste Fan-Termin an: Vor dem Hotel der Löwen sammelten sich Fans, Spieler und Mitarbeiter der Eintracht für ein gemeinsames Foto. Dieses werdet ihr in den nächsten Tagen vermutlich auf den Social-Media-Kanälen der Eintracht finden. Anschließend ging es weiter zur Vormittagseinheit. Es sollte wieder etwas intensiver werden. Besonders eine Spielübung mit vielen Richtungswechseln, vielen Sprints und einigen Zweikämpfen hatte es ordentlich in sich. Es wurden zudem einige Spielelemente trainiert und die Torhüter hatten auch genug zu tun, sodass die anwesenden Fans gut unterhalten wurden. Wie immer machten sich einige Spieler mit dem Fahrrad auf den Rückweg zum Hotel. Etwas unglücklich erwischt wurde dabei Fabio Kaufmann, der kurz nach Verlassen des Trainingsplatzes von einem schon etwas in die Jahre gekommenen Transporter überholt wurde. Augenblicke später befand sich Kaufmann in einer Abgaswolke, die wir noch einige Meter entfernt riechen konnten.

Für mich ging es in der Mittagspause ins Meer. Ein ziemlich kurzes Unterfangen, war das Meer über den Winter doch ziemlich abgekühlt. Aber ich schaffte es bis zur Schulter ins Meer, anschließend wurde das kühle Nass allerdings eher im Vollsprint als im Gehen verlassen. Nach einem kurzen Stopp im Hotel ging es auch schon wieder zum Trainingsplatz. Es schien fast durchgängig die Sonne, im Schatten wurde es aber doch recht schnell etwas frisch ohne Jacke.

Auch die zweite Trainingseinheit wurde sehr intensiv. Nach einer Koordinationsübung mit mehreren Sprints und einigen weiteren Übungseinheiten ging es für die Löwen wieder um etwas. In der Abschlussübung ging es im deutlich verkleinerten Feld um Tore. Gleich alle vier Torhüter waren gleichzeitig um Einsatz und bewachten je ein Tor. Was der Siegerpreis oder die Strafe für den Verlierer war, weiß ich nicht, es wurde aber ordentlich gekämpft und die Spieler sprühten nur so vor Ehrgeiz. Am Ende stand das Team mit den gelben Leibchen als knapper Sieger fest. Oder doch nicht? Nachträglich wurden die Fouls der Übung als Strafstöße nachgeholt, diese wurden alle verwandelt. Und wenn ich mich nicht verzählt habe, stand es damit Unentschieden. Also kein Sieger am frühen Donnerstagabend. Kurz darauf war dann auch die zweite Trainingseinheit des Tages vorbei.

Immanuel Pherai und Bryan Henning trainierten schon mit dem Ball

Morgen steht für die Löwen ein normaler Trainingstag an, am Samstag geht es im Testspiel gegen den VfB Lübeck.

Bis dahin

Euer Kivi

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