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67 Tore und der achte Heimsieg

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Die Löwinnen schließen die Hinrunde mit elf Siegen und einem Remis aus zwölf Spielen und stehen nun bei eindrucksvollen 67 Toren. Offiziell ist die Hinrunde zwar erst nach dem verlegten Spiel nächste Woche beim heutigen Gegner SG Rodenberg beendet, aber die Hälfte der Spiele ist jetzt absolviert. Die Gäste aus der Nähe von Bad Nenndorf spielten gut mit, ließen wenig zu und suchten auch den Weg in die Offensive. Am Ende holten die Blau-Gelben aber dennoch den verdienten Heimsieg und gewannen nach Toren von Fries, Radtke, Holzenkamp und Tillmann mit 4:1. Top-Torjägerin Lyn Meyer glänzte vor 75 Zuschauern mit drei Torvorlagen.

Löwen-Trainer Benjamin Knoll und Simon Wintgen entschieden sich für folgende Aufstellung: Laura Engler (TW) – Josephine Michler (77. Carolin Helmerding), Antonia Farr, Michelle Bröckel, Lena Ahl – Caren Holzenkamp, Anna Fries, Jolie Just – Gesa Radtke, Lyn Meyer (C), Charlotte Brühler (7. Aurelia Tillmann)

Der erste gefährliche lange Ball kam von Caren Holzenkamp, Brühler ließ geschickt durch, wodurch Lena Ahl nach starkem Laufweg viel Platz hatte, ihre Flanke landete allerdings im Toraus. Eine Minute später kontrollierte Gesa Radtke einen Abpraller wenige Meter vor dem Strafraum mit dem Knie und zog volley ab, daneben. Nach dem folgenden Abstoß eroberte Radtke kurz vor dem Strafraum den Ball und setzt Lyn Meyer in Szene, die gegen mehrere Gegenspielerinnen aber nicht zum Schuss kam. Dann probierte es die SG Rodenberg mal aus der zweiten Reihe, BTSV-Torfrau Laura Engler hatte aber gar kein Problem den Fernschuss festzuhalten. Drei Minuten später wurde es nach einem Ballverlust der Löwinnen schon etwas gefährlicher. Bei einem Schuss aus etwa 18 Metern tauchte Engler ab und fischte den Ball aus dem Eck. Wenige Minuten später zog Lyn Meyer mehrere Gegenspielerinnen auf sich und steckte im richtigen Moment auf Gesa Radtke durch, die mit einem langen Bein gerade noch an den Ball kam, aber an der Torhüterin scheiterte.

Kurz darauf zog Jolie Just einen Freistoß von links direkt aufs Tor, die Gäste-Torhüterin packte sicher zu. Den nächsten Standard holte Lena Ahl raus, die nach tollem Steilpass von Brühler eine Ecke erarbeitete. Diese brachte allerdings nichts ein. Fünf Minuten später bekam Anna Fries den Ball 24 Meter vor dem Tor von Jolie Just und versuchte es einfach mal, die Torfrau der Gäste hielt den Schuss fest. Zwei Minuten danach wurde Gesa Radtke per rüdem Bodycheck weggerammt. Die Schiedsrichterin, die übrigens Jolina Bergmann in „Rote Rosen“ spielt, entschied auf Freistoß. Nach kurzer Rücksprache mit dem Assistenten korrigierte sie sich aber richtigerweise auf Strafstoß, das Foul fand innerhalb des Strafraums statt. Die etatmäßige Elfer-Schützin Michelle Bröckel legte sich den Ball zurecht und knallte das Spielgerät an die Latte. Von dort sprang der Ball ins Toraus, weiter 0:0.

Einige Minuten später kam Charlotte Brühler nach einer Ecke an den Ball, konnte die Kugel aber nicht aufs Tor drücken. Die Löwinnen blieben im Ballbesitz, dann rutschte der Pass von Holzenkamp ins Toraus. Kurz danach trat Holzenkamp einen Freistoß aus etwas 22 Metern direkt aufs Tor, die Torhüterin hatte den Ball im Nachfassen sicher. Zehn Minuten vor der Halbzeit steckte Lyn Meyer auf Gesa Radtke durch, die aus spitzem Winkel zur Ecke geblockt wurde. Aus dieser Ecke entstand ein Konter der Gäste, doch Laura Engler hatte aufgepasst, kam rechtzeitig raus und schlug den Ball weg. Im Gegenzug dribbelte sich Caren Holzenkamp stark bis vor den Strafraum durch und steckte im richtigen Moment auf Gesa Radtke durch, die mit einem langen Bein noch an die Kugel kam und das Spielgerät an der herausstürmenden Torfrau vorbei stocherte. Leider rollte das Leder auch hauchzart am Tor vorbei.

Zwei Minuten danach war es dann doch soweit. Gerade wurde Lyn Meyer noch von mitgereisten Fans der Gäste bepöbelt, schon spielte sie aus dem Fußgelenk einen perfekten Pass zu Anna Fries, die die Kugel im Strafraum annahm und aus der Drehung ins lange Eck traf, das erlösende 1:0!
Doch damit nicht genug: Nur zwei Minuten später wurde Caren Holzenkamp an der Mittellinie gefoult. Den fälligen Freistoß fast an der Außenlinie schlug Jolie Just lang und weit bis in den Strafraum. Gesa Radtke tauchte völlig frei vor dem Tor auf und vollendete ins rechte Eck. Doppelschlag, 2:0!

Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr, sodass es mit einem 2:0 in die Kabinen ging. Die Eintracht hatte mehr vom Spiel, die Gäste lauerten auf Fehler, pressten hoch und versuchten dann schnell den Abschluss zu finden. Zudem standen die Gäste lange gut und ließen verhältnismäßig wenig zu.

Im zweiten Durchgang dauerte es etwas, bis es wieder gefährlich wurde vor den Toren. Fast wäre Brühler bei einem Holenzkamp-Pass in guter Position an den Ball gekommen, doch der Pass war ein Stück zu steil. Wenig später wurde es dann wunderschön. Caren Holzenkamp tanzte zwei Gegenspielerinnen auf einem Bierdeckel aus und kam mit einem weiteren tollen Dribbling vor den Strafraum, passte zu Lyn Meyer, die mit der Hacke wieder vorlegte. Holzenkamp zog direkt mit links ab und traf aus 14 Metern ins rechte Eck, Traumtor! Das 3:0 schien eigentlich die Vorentscheidung zu sein, doch im direkten Gegenzug hatten die Gäste nach einem Haken plötzlich viel Platz und die Nummer 8 der Gäste traf vom Strafraumrand ins kurze Eck. Somit war der alte Abstand sofort wieder hergestellt, 3:1.
Den nächsten Angriff der Gäste klärte Charlotte Brühler dann aber resolut mit einem weiten Schlag.

Jetzt wollten die Gäste unbedingt noch weiter rankommen und drückten auf den nächsten Treffer. Erst rollte ein Querpass durch den Strafraum, wenig später knallte ein echter Hammer an den linken Pfosten, doch beim folgenden Nachschuss war Laura Engler da und hielt die Kugel fest. Auf der anderen Seite suchte Lyn Meyer mit einem Steilpass Gesa Radtke, die eine Fußlänge zu spät kam, die Torhüterin konnte den Ball gerade so aufnehmen. Zwei Minuten später dribbelte Caren Holzenkamp gleich mehrere Gegnerinnen aus, es wirkte fast, als hätte sie Kleber an den Schuhen, danach schickte sie Radtke auf die Reise, die im Strafraum abgelaufen wurde. Kurz darauf führten die Blau-Gelben einen Freistoß schnell aus. Lena Ahl schlug eine tolle Flanke von der linken Seite. Aus kurzer Distanz gingen Radtke und Holzenkamp zum Ball, bugsierten die Kugel aber zu zentral aufs Tor, sodass die Gäste-Torfrau das Spielgerät fangen konnte.

Vier Minuten später eilte Meyer einem Just-Steilpass hinterher und brachte den Ball mit einer Grätsche aufs Tor. Die Torhüterin schmiss sich in den Schuss und parierte erneut. Auf der anderen Seite kam Rodenberg vom linken Strafraumeck zum Abschluss, der Ball flog aber weit am Tor vorbei. Dann kam wieder die Eintracht: Lyn Meyer schirmte rechts vorm Tor im Strafraum gut den Ball ab, verschaffte sich mit einer Drehung Platz und zog ab. Wieder parierte die Gäste-Torfrau stark.
Ein paar Minuten vor dem Ende schlug die kurz zuvor eingewechselte Carolin Helmerding eine Flanke in den Strafraum, Lyn Meyer nahm den Ball volley und leitete dadurch zur ebenfalls eingewechselten Aurelia Tillmann weiter, die zum Kopfball hochstieg. Die Kugel flog im hohen Bogen über die Torhüterin und senkte sich ins Netz. Das erste Saisontor für Tillmann und die Vorentscheidung, 4:1. Die Gäste bekamen zwar noch einen Freistoß aus gefährlicher Position zugesprochen, Laura Engler pflückte den ungefährlichen und zentralen Schuss aber locker aus der Luft. Kurz vor Ende der Partie legte Caren Holzenkamp den Ball auf die rechte Seite, Carolin Helmerding nahm das Spielgerät mit, drang in den Strafraum ein und zog wuchtig aufs kurze Eck ab. Wieder parierte die Torhüterin der Gäste.

Dann war Schluss! Die Löwinnen gewinnen auch das achte und letzte Heimspiel des Jahres und stehen weiterhin großem Vorsprung an der Tabellenspitze. Nächsten Sonntag gibt es gleich das nächste Spiel gegen die SG Rodenberg, dieses Mal aber auswärts um 11 Uhr. Da „Natur-Rasen“-Plätze im Winter immer so eine Sache sind, könnte das Spiel durchaus ausfallen. Wenn es stattfindet, bin ich aber dabei und werde berichten!

Bis dahin

Euer Kivi

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