Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Defensivbollwerk geknackt

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Gegen den HSC Hannover mussten die Löwinnen ein echtes Defensivbollwerk knacken: Die Gäste standen extrem tief und sehr dicht und lauerten auf Konter. Zudem kam (die jetzt ehemals) zweitbeste Defensive der Liga über viel Körperlichkeit. Da gefühlt jeder Abpraller bei den Gästen landete und das Glück lange Zeit nicht auf der Seite der Eintracht zu sein schien, blieb das Spiel trotz frühem Kaufmann-Tor offen. Am Ende machte das Sturm-Duo aus Lyn Meyer und Gesa Radtke aber alles klar. Zusammen mit einem von Jolie Just erzwungenem Eigentor stellten die beiden auf den 4:0-Endstand. Der Abstand auf Platz zwei beträgt nun bei einem Spiel mehr zwölf Punkte sowie die klar bessere Tordifferenz. Somit steht die Herbstmeisterschaft vor dem letzten Hinrundenspiel mehr als deutlich fest.

Löwinnen-Trainer Benjamin Knoll entschied sich für folgende Aufstellung; Darleen Hermanski (TW) – Cindy Kaufmann, Michelle Bröckel (80. Josephine Michler), Antonia Farr, Joline Holitska (67. Lena Ahl) – Caren Holzenkamp (80. Aurelia Tillmann), Anna Fries (74. Charlotte Brühler), Jolie Just – Gesa Radtke, Lyn Meyer (C), Dorothea Prießnitz (73. Lenja Kastner)

Lyn Meyer mit dem Pass zu Dorothea Prießnitz

Den ersten Abschluss der Partie nahm sich Gesa Radtke, die es aus 20 Metern flach versuchte. Die Torhüterin verhinderte aber ohne große Probleme den frühen Rückstand zu verhindern. Kurz darauf spielte Holitska einen schnellen Doppelpass mit Holzenkamp, ihre Flanke wurde zur Ecke geblockt, diese brachte nichts ein. Zwei Minuten danach führte Just eine Ecke flach an den Strafraumrand aus, wo Michelle Bröckel aus der zweiten Reihe abzog. Ihr Schussversuch wurde geblockt und die Gäste konterten, doch noch vor dem Strafraum eroberten die Löwinnen den Ball zurück und jetzt ging es ganz schnell in die andere Richtung. Lyn Meyer holte gegen mehrere Gegenspielerinnen einen Einwurf heraus und bekam diesen über mehrere Stationen wieder. Die Torjägerin setzte blitzschnell Dorothea Prießnitz in Szene, die gefährlich im Strafraum auftauchte, aber von einer Abwehrspielerin abgelaufen wurde, die zur Ecke klären konnte.

Zwölf Minuten waren gespielt, als Rechtsverteidigerin Cindy Kaufmann kurz vor dem Strafraumeck den Ball eroberte und ein herrliches Dribbling in den Strafraum startete. Von keiner Gegnerin ließ sie sich stoppen und da sie keine Anspielstation entdeckte, knallte unsere Nummer 8 das Leder einfach kompromisslos aufs kurze Eck. Vom Innenpfosten sprang der Ball über die Linie: 1:0! Das erste Saisontor für Kaufmann, die wie gewohnt die gesamte rechte Seite beackerte. Fünf Minuten danach holte Gesa Radtke mit einem beherzten Sprint einen Eckstoß raus. Die anschließende Ecke von Just nahm Radtke artistisch direkt und verfehlte das Tor nur um ein Stück. Auf der anderen Seite kam auch der HSC zu einem Abschluss. Bei dem Flachschuss aus der zweiten Reihe hatte Darleen Hermanski aber gar kein Problem und packte sicher zu.

Torjubel nach dem 1:0 von Kaufmann

Einige Minuten später passte Prießnitz den Ball in den Lauf der startenden Lyn Meyer, die nur einen halben Schritt später als die Torhüterin kam, die somit die Kugel aufnehmen konnte. Etwas später blockte Cindy Kaufmann einen gefährlichen Schuss zur Ecke, die nicht gefährlich wurde. Fünf Minuten danach behauptete Meyer den Ball gegen gleich fünf Gegenspielerinnen und kam auch zum Abschluss, Abwehrspielerin Nummer sechs brachte aber noch einen Fuß dazwischen und konnte blocken. Wenige Minuten vor der Pause prallte eine Holitska-Flanke Dorothea Prießnitz vor die Füße, die das Spielgerät aus spitzem Winkel ans Außennetz setzte. Eine Aktion vor der Pause hatten die Blau-Gelben noch: Jolie Just tippte einen Freistoß für Michelle Bröckel an, die aus etwa 24 Metern einen Meter am Tor vorbei schoss.

Dann war Halbzeit. Die Löwinnen hatten oft Pech, dass Abpraller fast grundsätzlich beim Gegner landeten. Diese standen sehr tief und kompakt, wodurch die Blau-Gelben nur wenige klare Chancen erspielen konnten. Andersrum waren die Gäste aber offensiv nicht wirklich gefährlich.

Nach etwas Abtasten zu Beginn des zweiten Durchganges drückten die Löwinnen weiter auf das zweite Tor. Cindy Kaufmann wurde von Anna Fries super in Szene gesetzt und brachte den Ball scharf in die Mitte. Dort konnte die HSC-Abwehr in höchster Not zur Ecke klären. Acht Minuten später durfte sich Hermanski mal wieder auszeichnen, der harmlose Schuss aus der zweiten Reihe war aber keine schwierige Aufgabe für die Eintracht-Torfrau. Auf der anderen Seite schlug Jolie Just eine Ecke in die Gefahrenzone, Gesa Radtke war super eingelaufen, drückte das Leder aus kurzer Distanz aber am Tor vorbei. Nur wenige Augenblicke später chippte Prießnitz den Ball in den Strafraum, Radtke zog etwas überhastet ab und verfehlte per Volley das Tor um ein Stück. Mittlerweile standen die Gäste sogar komplett in der eigenen Hälfte, wenn Eintracht den Ball am eigenen Strafraum hatte.

Charlotte Brühler im Zweikampf

20 Minuten vor dem Ende ließ Gesa Radtke einen Ball ins Aus gehen und brachte diesen mit einem schnellen Einwurf zurück ins Spiel. Dorothea Prießnitz nahm den Ball direkt aus der Luft und flankte das Spielgerät im hohen Bogen in den Strafraum. Dort pflückte Lyn Meyer den Ball ganz stark aus der Luft und zog sofort ab. Unten rechts schlug die Kugel ein. Eine tolle Kombination der Löwinnen und eine technisch sehenswerte Aktion der Toptorjägerin Lyn Meyer, die 25. Liga-Tor erzielte: 2:0!
Nur eine Minute später dribbelte Cindy Kaufmann fast schon brasilianisch über ihre rechte Seite und schlug die nächste gefährliche Hereingabe. Abermals war eins der vielen Abwehrbeine dazwischen und klärte zur Ecke.

Vier Minuten später bekam Lyn Meyer etwa an der linken Eckfahne den Ball und setzte zum Dribbling an. Die erste Gegenspielerin ließ sie locker stehen, als sie zwischen Gegenspielerin zwei und drei hindurchtanzte, wurde sie unfair gestoppt, Freistoß. Aus recht spitzem Winkel zirkelte Jolie Just den Ball direkt aufs Tor. Die HSC-Torhüterin wollte die Kugel nach vorne weg fausten, bugsierte den Ball aber ins eigene Tor. Die Schiedsrichterin wertete den Treffer als Eigentor, sodass der etwas verdutzten Just nur die Rolle der Vorlagengeberin blieb, jedes Tor zählt ja bekanntlich gleich viel: 3:0!
Nur eine Minute später dribbelte Gesa Radtke von rechts in den Strafraum und hab an Charlotte Brühler weiter. Die Mittelfeldspielerin ließ noch eine Gegenspielerin stehen und suchte mit einem Querpass eine Mitspielerin, doch erneut klärte ein Abwehrbein.

Drei Minuten nach dem dritten Tor hielt Gesa Radtke mit einem starken Sprint den Ball noch im Spiel und drang über die Grundlinie in den 16er ein. Aus einem unmöglichen, super spitzen Winkel brachte sie den Ball irgendwie im Tor unter. Victoria Wiedermann, die ihr Team an der Seitenlinien unterstützte, sprach von einem „Minuswinkel“. Nach drei torlosen Spielen in Folge konnte Radtke ihren Torhunger wieder stillen und ihren 18. Liga-Treffer bejubeln: 4:0!
Nun plätscherte das Spiel etwas dem Ende entgegen. Die Eintracht verwaltete das Spiel, der HSC hatte Offensiv nicht viel mehr als wenige vielversprechende Ansätze zu bieten. Nach einer Flanke von Lenja Kastner rutschte Gesa Radtke knapp am Ball vorbei. Der letzte Abschluss kam nach etwas Durcheinander vor dem Strafraum vom HSC, vom linken Strafraumeck ging der Ball knapp am rechten Pfosten vorbei.

Das 3:0 nach einem Freistoß von Jolie Just

Dann war Schluss! Die Löwinnen gewinnen auch gegen den HSC und bauen ihre Siegesserie auf zehn Spiele aus. Weiter geht es für die Herbstmeisterinnen am kommenden Sonntag im letzten Hinrundenspiel bei der SG Rodenberg. Anstoß ist erneut um 11 Uhr. In der Woche darauf beginnt dann bereits die Rückrunde. Im letzten Pflichtspiel des Jahres geht es am 11.12. erneut gegen die SG Rodenberg. Anstoß am Biberweg ist dann wie gewohnt um 16 Uhr.

Bis dahin

Euer Kivi

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