Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Souveräner Sieg trotz Chancenwucher

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Am Sonntagvormittag empfingen die 2. Damen am Biberweg den Spitzenreiter VfL Bienrode. Gegen den ehemaligen Oberligisten boten die Löwinnen eine souveräne Leistung und gewannen trotz mehrerer ausgelassener guten Chancen mit 5:2 und sendeten ein starkes Zeichen an die Konkurrenz.

Eintracht-Coach Andreas Bartzsch entschied sich für folgende Aufstellung: Christiane Sturm (TW) – Melissa Sünkel, Charlotte Riediger, Michelle-Marie Elsen, Xenia Wais – Lisa-Marie Naujoks, Deike Hicken, Leandra Hampe-Michels (C), Svenja Zindler (46. Stefanie Siegl)- Dilara Gruschka (67. Josephine Krüger), Lilly Schröder

Auf Seiten der Gäste war besonders Nadine Fastnacht zu beachten, die in vier Spielen bereits 13 Tore der insgesamt 19 Tore erzielt hatte. Doch die Spielkontrolle übernahmen zunächst die Löwinnen: Bereits nach wenigen Minuten gewann Leandra Hampe-Michels tief in der gegnerischen Hälfte die Kugel, ging noch ein paar Schritte und suchte Lilly Schröder mit einem Steilpass, der aber einen Tuck zu steil geriet. Drei Minuten später versuchte es Hampe-Michels mit einem Freistoß aus spitzem Winkel, der nur knapp über die Latte strich. Nicht ganz eine Viertelstunde war gespielt, als die Blau-Gelben erstmals jubeln durften: Eine schnelle Kombination über Leandra Hampe-Michels und Deike Hicken endete bei Lilly Schröder, die aus etwa 25 Metern Maß nahm und abzog. Der Ball flog über die Torhüterin hinweg und schlug im linken Eck ein, Traumtor! 1:0 für die Eintracht!

Auf der Gegenseite versuchte es die angesprochene Nadine Fastnacht mit einem kraftvollen Freistoß aus der Distanz, doch BTSV-Torfrau Sturm packte sicher zu. Die Torhüterin leitete den Gegenangriff ein, der über mehrere Stationen bei Lisa-Marie Naujoks ankam. Die Mittelfeldspielerin nahm den Kopf hoch und schickte Dilara Gruschka, die am letzten Spieltag einen Sechserpack (Tore, kein Bier) schnürte, zur Grundlinie. Gruschka versuchte es mit einer flachen Flanke, die anscheinend aber leicht abgefälscht wurde. Trotz eines lauten „Torwart!“-Schrei der Bienrode-Torhüterin trudelte der Ball über die Torlinie. Kurios, zählt aber genauso viel wie ein Traumtor: 2:0! Das Tor wurde als Eigentor gewertet. Nur einige Minute später zog Hampe-Michels aus 20 Metern wuchtig ab, dieses Mal konnte die Torhüterin aber parieren und ließ den Flachschuss nicht gewähren.

Ein paar Minuten später versuchte es Bienrode mal aus der Distanz, der Ball flog aber mehrere Meter am Kasten von Christiane Sturm vorbei. Auf der Gegenseite schlug Hampe-Michels eine Ecke in die Gefahrenzone, dort stieg Naujoks hoch und köpfte das Leder aus kurzer Distanz knapp über den Querbalken. Nur eine Minute später steckte Lilly Schröder den Ball herrlich in den Lauf von Dilara Gruschka, die mit viel Tempo in Richtung Tor ging. Im ersten Versuch kam sie im direkten Duell nicht an der Torhüterin der Gäste vorbei, den Nachschuss bugsierte Gruschka übers Tor. Den direkten Gegenangriff klärte Elsen mit einer resoluten Grätsche, bevor es richtig gefährlich werden konnte. Dann wieder die Eintracht: Leandra Hampe-Michels schlug einen Freistoß von der Mittellinie vors Tor, dort verlängerte eine Bienrode-Verteidigerin aufs eigene Tor, doch die VfL-Torfrau kratzte die Kugel noch aus der Ecke.

Wenig später legte Hampe-Michels für Naujoks auf, die es aus der zweiten Reihe probierte, die Torhüterin aber nicht überwinden konnte. Der nächste Abschluss kam wieder von Hampe-Michels, deren satter Freistoß knapp rechts am Tor vorbeizischte. Bei dem folgenden Abschlag passte Lisa-Marie Naujoks auf und köpfte den Ball in den Lauf von Dilara Gruschka, die erneut auf und davon war. Im hohen Tempo umkurvte die die Bienrode-Torfrau und grätschte die Kugel über die Torlinie. Jetzt hingen die Köpfe bei den Gästen. 3:0! Kurz darauf leitete Naujoks eine Ecke von Hampe-Michels per Kopf zu Schröder weiter, deren Flachschuss aus 13 Metern geblockt wurde.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit zog Fastnacht aus der Distanz ab, stellte Sturm im Tor der Löwinnen aber vor keine Probleme. Allerdings wurde eine andere Bienrode-Spielerin während des Schusses gefoult, sodass es 18 Meter zentral vor dem Tor einen brandgefährlichen Freistoß gab. Die Blau-Gelbe Mauer konnte blocken, doch da sich die Mauer zu früh bewegt hatte, wurde der Freistoß wiederholt. Dieses Mal knallte Fastnacht die Kugel auf die linke Ecke, Sturm reagierte toll und kratzte die Kugel aus dem Eck, doch die Szene blieb heiß und Bienrode setzte nach: Es folge ein Querpass und in der Mitte stand Wichmann parat und drückte den Ball irgendwie über die Linie. Anschlusstreffer, nur noch 3:1. Eine Chance hatten die Löwinnen noch, doch beim Steilpass von Schröder auf Gruschka war die gegnerische Torhüterin einen Schritt schneller.

Dann war Halbzeit. Die Eintracht dominant, überlegen und mit einigen Chancen. Daher ging es mit einer verdienten Führung in die Pause. Die Abwehr hatte Fastnacht weitgehend im Griff.

Die Gäste kamen etwas besser und wacher aus der Kabine. Wenige Augenblicke waren gespielt, als Fastnacht eine Unaufmerksamkeit im Spielaufbau der Blau-Gelben nutzte, den Ball eroberte und auf und davon war. Alleine vor Christiane Sturm blieb sie eiskalt und ließ der Löwinnen-Torhüterin keine Chance. Unten links schlug die Kugel ein, nur noch 3:2. Ein Weckruf für die Eintracht, die jetzt mit mehreren schnellen Angriffen immer wieder gefährlich wurde. Nur zwei Minuten nach dem 3:2 spielte Hampe-Michels einen Doppelpass mit Gruschka, ging zur Grundlinie und gab den Ball flach vors Tor. Dort stand Lilly Schröder, die den Ball aus zwölf Metern vorbeischob. Wenig später prallte ein Ball etwas glücklich in den Lauf von Schröder, die über rechts ganz viel Platz hatte, sich aber etwas abdrängen ließ und vom rechten Strafraumeck am Tor vorbei schoss.

Nur eine Zeigerumdrehung später spielte Gruschka auf der linken Seite einen klugen Steilpass auf Naujoks, die von der Grundlinie aus flach in die Mitte flankte. Dort stand Schröder, die sofort abzog, die Kugel aber nicht voll traf, sodass die Torhüterin parieren konnte. Wenige Augenblicke später eroberte Schröder 25 Meter vor dem gegnerischen Tor den Ball, ging noch ein paar Schritte und versuchte es aus 20 Metern mit einem Flachschuss. Die Torfrau parierte mit einer starken Fußabwehr. Im Gegenzug startete Fastnacht aus stark abseitsverdächtiger Position, doch Christiane Sturm hatte sowieso aufgepasst, verließ ihren Kasten und klärte mit einem weiten Schlag.

Fünf Minuten später marschierte Leandra Hampe-Michels über die linke Seite, nahm den Kopf hoch und flankte in die Mitte. Dort ließ Stefanie Siegl den Ball zurück in den Hinterraum klatschen. Lisa-Marie Naujoks schnappte sich den Ball, ging mit einem Haken an ihrer Gegenspielerin vorbei und knallte das Spielgerät aus etwa 20 Metern in die linke Ecke. Ein richtig sehenswerter Treffern zum 4:2! Bienrode wollte sofort zurückschlagen, doch Charlotte Riediger hatte aufgepasst und fing einen gefährlichen Pass ab. Wenig später packte Christiane Sturm bei einem direkten Freistoß aus großer Entfernung sicher zu. Ein paar Minuten danach konterten die Löwinnen mal wieder, Lilly Schröder suchte Dilara Gruschka, doch der Steilpass geriet einen knappen Meter zu steil. Augenblicke später flankte Naujoks aus dem Halbfeld und fand im Strafraum die erneut völlig alleingelassene Schröder, die den Ball aus der Luft direkt nahm. Die Torhüterin riss die Arme hoch und parierte zur Ecke.

Die anschließende Ecke brachte Leandra Hampe-Michels in die Gefahrenzone. Lisa-Marie Naujoks stieg hoch und köpfte wuchtig ein. So einfach kann Fußball sein! 5:2, das war die Vorentscheidung. Die Löwinnen gingen aber gnadenlos auf das nächste Tor. Deike Hicken bediente Dilara Gruschka, die in den Lauf von Lilly Schröder chippte, der Pass geriet aber einen Hauch zu steil. Wenige Minuten danach brachte Hampe-Michels einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum. Dort wurde Lisa-Marie Naujoks zu Fall gebracht: Elfmeter! Den Ball legte sich Leandra Hampe-Michels zurecht und knallte die Kugel auf die rechte Ecke. Doch die Torhüterin der Gäste hatte den Braten gerochen und parierte stark, weiterhin 5:2.

Das finale Tor durch Lisa-Marie Naujoks

Kurz darauf hätte Torhüterin Christiane Sturm fast einen Assist verbuchen können, als Lilly Schröder nach einem langen Ball von Sturm freie Bahn hatte. Doch die Bienrode-Torhüterin war einen Schritt schneller am Ball und schlug das Spielgerät ins Seitenaus. Eine Zeigerumdrehung später spielte Gruschka in den lauf von Hampe-Michels, die einen Schritt später am Ball war als die Torhüterin. Der nächste Abschluss kam von Deike Hicken, die es nach Vorlage von Siegl vom rechten Strafraumeck versuchte, den Ball aber etwas zu zentral platzierte, kein Problem für die Torfrau der Gäste. Die letzte Chance im Spiel hatte Nadine Fastnacht, die einem Steilpass hinterhersprintete und freie Bahn hatte. Doch Löwinnen-Torhüterin Christiane Sturm kam mutig aus dem Kasten, war schneller am Ball und beförderte diesen aus der Gefahrenzone. Beide Spielerinnen blieben liegen, doch das Spiel lief weiter. Als der Ball ins Aus ging und der Schiedsrichter unterbrich, stand Christiane Sturm aber schon wieder. Fastnacht musste behandelt werden, Sturm reichte eine kurze Pause auf dem künstlichen Grün und ein paar Mal durchschnaufen.

Kurz darauf war dann auch Schluss! Die Löwinnen schlagen den ehemaligen Spitzenreiter VfL Bienrode am Ende doch souverän mit 5:2! Eine tolle Leistung von allen Spielerinnen!

Bis dahin

Euer Kivi

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