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100 Tore und noch ein kleiner Schritt

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Die 1. Frauen machen gegen die SVG Göttingen die 100 Saisontore voll. Mit 7:1 besiegten die Löwinnen den Tabellenfünften und holten somit den dritten hohen Heimsieg in Folge. Am Sonntagnachmittag sorgte Lyn Meyer mit zwei ihrer drei Treffer für die Führung, ehe Celina Klebe vom Punkt für den 3:0‑Pausenstand sorgte. Im zweiten Durchgang war den Gästen der Ehrentreffer vergönnt, anschließend schraubten die angesprochene Lyn Meyer, sowie Cindy Kaufmann, Katharina Kölbel und Marie Gollmer das Ergebnis weiter in die Höhe. Mit dem klaren Sieg sieht es so aus, als würden die Löwinnen im Aufstiegsspiel stehen, rein rechnerisch fehlt noch ein Punkt.

Eintracht-Coach Simont Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Nele Schäfer – Victoria Wiedermann (72. Jill Lange), Antonia Farr, Anna Fries (87. Yara Gad), Gina Berger, Cindy Kaufmann (84. Charlotte Brühler) – Neele Wunsch (87. Katharina Kölbel), Leandra Hampe-Michels, Imke Wiedenroth (72. Marie Gollmer) – Celina Klebe, Lyn Meyer (C)

Ein paar Minuten waren gespielt, als Imke Wiedenroth auf Celina Klebe durchsteckte, die zwölf Meter vor dem Tor freie Bahn hatte, die Kugel aber nicht perfekt traf. So hoppelte das Spielgerät weit rechts am Tor vorbei. Die Anfangsviertelstunde war gerade abgelaufen, als Neee Wunsch eine Ecke von der rechten Seite in die Gefahrenzone zirkelte. Die Torfrau tauchte unter dem Ball durch, am zweiten Pfosten reagierte Lyn Meyer blitzschnell und köpfte das Leder in die Maschen. Das dritte Spiel in Folge, in dem die Torjägerin die Führung erzielte: das 1:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Feiernde Fußballspielerinnen in gelben Trikots mit blauen Hosen nach einem Tor auf dem Spielfeld, im Hintergrund eine Zuschauerin.

Zwei Zeigerumdrehungen später köpfte Leandra Hampe-Michels den Ball in den Lauf von Lyn Meyer, die zur linken Grundlinie vordringen konnte und den Ball scharf vor das Tor brachte. In der Mitte verpasste Celina Klebe die Hereingabe knapp. Auf der anderen Seite rutschte ein langer Ball durch, doch Nele Schäfer blieb im direkten Duell lange stehen und verhinderte mit einer Glanztat den Ausgleich. Fünf Minuten später leisteten sich die Löwinnen einen gefährlichen Ballverlust am eigenen Strafraum, doch die Gäste ballerten aus 18 Metern klar am Tor vorbei.

Im Gegenzug marschierte Cindy Kaufmann über links bis zur Grundlinie und spielte den Ball flach in den Strafraum. Die Klärungsaktion der Gäste landete erneut bei Kaufmann, die aus spitzem Winkel abzog, aber nur Leandra Hampe-Michels traf, von der die Kugel ins Aus prallte. Etwas mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als Imke Wiedenroth 20 Meter vor dem Tor gefoult wurde. Neele Wunsch legte sich den Ball zurecht und überraschte die gegnerische Abwehr, indem sie einen Flachpass spielte, statt den Ball direkt aufs Tor zu ziehen. Lyn Meyer startete im perfekten Moment und vollstreckte aus kurzer Distanz aus der Drehung eiskalt. Der Doppelpack und das 2:0!

Eine Spielerin in gelbem Trikot jubelt nach einem Tor, während die gegnerischen Spielerinnen in schwarz dabei sind, sich zu positionieren. Im Hintergrund ist das Tor und die Torhüterin zu sehen.

Eine Minute später schlug Leandra Hampe-Michels den Ball von der Mittellinie in den Lauf von Lyn Meyer, die sich an der linken Grundlinie behauptete und im Strafraum Celina Klebe bediente, die aus leicht spitzem Winkel abzog, den Ball aber nicht perfekt traf. So kam noch eine Verteidigerin dazwischen und konnte klären. Im Gegenzug rutschten zwei lange Bälle durch, doch beide Male rettete Nele Schäfer überragend und verhinderte den Anschlusstreffer. Kurz darauf brach erneut eine SVG-Spielerin frei durch, doch Schäfer stürmte aus ihrem Kasten und begrub das Spielgerät unter sich. Quasi im direkten Gegenzug dribbelte Lyn Meyer in den Strafraum und wurde unfair zu Boden gebracht: Strafstoß! Celina Klebe trat an und verwandelte humorlos in die untere linke Ecke: 3:0!

Zwei Zeigerumdrehungen danach steckte Lyn Meyer aus der Drehung auf Celina Klebe durch, die freie Schussbahn hatte, aus elf Metern aber nicht an der Torfrau vorbeikam. Wenige Augenblicke später brach Lyn Meyer in den Strafraum und wurde klar per Grätsche abgeräumt. Doch tatsächlich zeigte der Schiedsrichter an: „Ball gespielt“. Eine klare Fehlentscheidung. Eine Minute später drang Lyn Meyer über links in den Strafraum ein und bediente Leandra Hampe-Michels am Elfmeterpunkt, die sofort abzog: rechts am Tor vorbei.

Vier Spielerinnen der Eintracht Braunschweig feiern einen Torerfolg auf dem Spielfeld, während der Schiedsrichter in der Nähe steht.

Dann war Halbzeit. Drei Standardsituationen hatten die Löwinnen zum Erfolg gebracht. Ein paar Torchancen aus dem Spiel heraus hätten sicherlich besser genutzt werden können, doch Trainer Simon Wintgen konnte grundsätzlich zufrieden sein. Allerdings brachten sich die Löwinnen zu häufig durch eigene leichtfertige Ballverluste in Bedrängnis.

Drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als ein Steckpass durch die Blau-Gelbe Abwehrkette rutschte. Dieses Mal blieb Nele Schäfer im direkten Duell mit der Stürmerin chancenlos, der Ball schlug im linken Eck ein: nur noch 3:1.

Eine Spielerin der Braunschweiger Eintracht trägt ein gelbes Trikot und dribbelt den Ball auf einem Fußballfeld, während eine Verteidigerin der SVG Göttingen versucht, den Ball zu erobern.

Im direkten Gegenzug versuchte eine Verteidigerin, eine Flanke von Celina Klebe zu klären, trat dabei in den Bauch von Cindy Kaufmann. Wieder gab es keinen Strafstoß. Die Löwinnen waren nun zeitweise unaufmerksam. Nach einem Ballverlust am eigenen Strafraum flog ein Lupfer der Gäste über Nele Schäfer hinweg, aber auch neben den Kasten. Nach dem folgenden Abschluss verschenkten die Blau-Gelben den Ball am eigenen Strafraumrand, wieder war nur noch Nele Schäfer zwischen Stürmerin und dem 3:2, verhinderte den zweiten Gegentreffer aber mit einer starken Parade. Die folgende Ecke klärte die Eintracht in die Füße von einer SVG-Akteurin, die aus 20 Metern über den Kasten schoss.

Anschließend wachten die Löwinnen wieder auf. Eine Flanke von Leandra Hampe-Michels aus dem rechten Halbfeld verpasste Cindy Kaufmann zwar knapp, aber am zweiten Pfosten rauschte Celina Klebe heran und drosch das Leder auf die linke Ecke. Vom Innenpfosten prallte der Ball zurück ins Feld, Imke Wiedenroth setzte zum Nachschuss an, eine Verteidigerin blockte zur Ecke. Dieser servierte Celina Klebe auf den zweiten Pfosten, wo sich Lyn Meyer in die Luft schraubte, aus sechs Metern aber knapp über die Latte köpfte.

Feiernde Spielerinnen der Braunschweiger Eintracht in gelben Trikots auf dem Spielfeld nach einem Tor.

Fünf Minuten später prallte der Ball vor die Füße von Imke Wiedenroth, die das Leder aus 19 Metern weit über den Kasten knallte. Zehn Minuten danach machte Lyn Meyer einen langen Ball von Gina Berger fest, drehte auf und verfehlte ihr Ziel aus 18 Metern nur knapp. Die Schlussviertelstunde brach an und den Gästen schwanden merklich die Kräfte: Nach einem langen Ball von Neele Wunsch setzte sich Cindy Kaufmann resolut durch und brachte sich 14 Meter vor dem Tor in eine Abschlussposition. Von dort ließ sie ein echtes Geschoss ab, die Torhüterin konnte nur ungläubig hinterherschauen, wie das Spielgerät im linken Eck einschlug. Die Entscheidung: das 4:1!

Zwei Zeigerumdrehungen später fing Neele Wunsch einen Ball im Mittelfeld ab und setzte sofort Lyn Meyer in Szene, die elegant zwei Gegenspielerinnen austanzte und die Kugel halblinks vor dem Tor von der Strafraumkante auf die lange Ecke schlenzte. Vom rechten Innenpfosten prallte die Kugel über die Linie. Der Dreierpack für die Torjägerin, der in den vergangenen drei Spielen ebenfalls jeweils mindestens drei Treffer gelungen waren. Das 39. Ligator der Braunschweiger Torfabrik und das 5:1!

Eine Gruppe von Fußballspielerinnen in gelben Trikots feiert auf dem Spielfeld in einer grünen Umgebung, nachdem sie ein Tor erzielt haben.

Auf der anderen Seite kamen die Gäste nach einem Steckpass aus leicht spitzem Winkel frei vor Nele Schäfer zum Abschluss, die erneut stark parierte und den zweiten Gegentreffer verhinderte. Wieder sorgte ein Standard für den nächsten Eintracht-Abschluss: Celina Klebe spielte die Kugel nach einem Freistoß vom linken Strafraumrand flach auf den ersten Pfosten, von dort legte Lyn Meyer für Marie Gollmer ab die halblinks im Strafraum abzog und den Ball nur hauchzart rechts neben das Tor schoss. Es lief bereits die Nachspielzeit, als eine Ecke von Celina Klebe schon zu weit schien, doch Gina Berger machte das Leder per Kopf noch einmal scharf. Wenige Meter vor dem Tor wurde es unübersichtlich, doch Katharina Kölbel behielt im Gewühl die Übersicht und schob per Flachschuss ein. Der erste Treffer für Kölbel und nun war das halbe Dutzend voll, das 6:1!

Doch einen hatten die Löwinnen noch im Köcher und es war Jill Lange, die mit einem eigentlich unmöglichen Sprint den Ball noch im Spiel hielt. Über Charlotte Brühler und erneut Jill Lange landete der Ball bei Marie Gollmer, die schon zuvor bewiesen hatte, einen guten Fuß für Distanzschüsse zu haben. Der Winterneuzugang zog von der linken Seite nach innen und donnerte das Spielgerät aus 20 Metern in den linken Knick. Das schönste Tor des Tages, der dritte Fernschusstreffer von Marie Gollmer und Tor Nummer 100 in der Oberliga in dieser Saison. Das 7:1!

Eine Gruppe weiblicher Fußballspieler, einige in gelben Trikots und andere in schwarzen Trikots, umarmen sich auf einem Fußballfeld. Im Hintergrund sind Bäume und ein Tor zu sehen.

Das war für den Schiedsrichter auch so schön, dass dieser glatt die Nachspielzeit doch noch um eine Minute verkürzte. So hieß es am Ende also Oker-Brasilianisch 7:1 für die Braunschweiger Eintracht. Mit drei Punkten und 18 Toren Vorsprung auf den Tabellenzweiten Lehrte ist der Staffelsieg damit quasi sicher, rein rechnerisch fehlt noch ein Punkt. Natürlich wollen die Löwinnen die Liga-Phase mit einem Sieg beenden und sich bestmöglich auf das dann folgende Aufstiegsspiel vorbereiten. Das letzte Liga-Spiel der Saison ist ebenfalls ein Heimspiel. Anstoß gegen Blau-Weiß Tündern ist am Samstag um 17 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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