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FC Schwülper mit Kantersieg

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Bevor es am Nachmittag zu den 2. Herren unserer Braunschweiger Eintracht ging, besuchte ich am Vormittag das Frauenteam meines Dorfvereines. Zuletzt mit Problemen aufgrund eines kleinen Kaders konnte der FC Schwülper heute auf zwei Auswechselspielerinnen zurück greifen. Doch als die eingewechselt wurden, war die Vorentscheidung bereits gefallen. Am Ende hieß es deutlich 7:1 für die Gastgeberinnen aus Schwülper gegen den STV Holzland.

FCS-Trainer Gerd Wittich entschied sich für folgende Aufstellung: Larina Ludewig (TW), Kira Altenburg, Lisa Altenburg (46. Lea-Josephine Jung), Ines Baußmann (C), Leonie Kramer, Annika Graf (73. Fabienne Stahl), Merle Jassens, Nele Ikas, Valeska Volny, Anne-Christin Henne, Marissa Kakas

Es ging gleich kurios los: Die Gäste vom STV (Sisbeck, Twülpstedt, Volkmarsdorf) stießen an, die Kapitänin wollte den ersten Pass des Spiels annehmen, rutschte aus und tat sich dabei weh. Erst nach kurzer Behandlung konnte sie zum Glück weitermachen. Wenige Augenblicke nachdem die Gäste wieder vollzählig waren, stand es auch schon 1:0. Lisa Altenburg schickte die schnelle Anne-Christin Henne die Linie runter, die nahm den Kopf hoch und flankte von der Grundlinie flach vors Tor. Der Ball landete punktgenau bei der mitgelaufenen Merle Jassens, die das Spielgerät aus einem Meter über die Linie drückte. Die frühe Führung nach nicht einmal zwei Minuten.

Auf der anderen Seite kläre Marissa Kakas eine gefährliche Hereingabe sicher und leitete den Konter ein. Erneut kam Henne zum Flanken, doch dieses Mal passte die Holzland-Hintermannschaft auf und verhinderte den Gegentreffer. Drei Minuten später rollte ein schneller Gegenangriff auf das Schwülper-Tor. Valeska Volny letzte sich im Laufduell durch und drängte ihre Gegenspielerin ab, sodass Torfrau Larina Ludewig den Ball aufnehmen konnte. Die Holzland-Stürmerin sprang ohne Chance auf den Ball in die Torhüterin hinein und traf sie schmerzhaft. Zum Glück ging es für Ludewig kurz darauf weiter. So konnte sie von hinten beobachten, wie Leonie Kramer den Ball auf ihrer linken Seite behauptete und vor den Strafraum legte. Dort rauschte Ines Baußmann heran und zog aus etwa 20 Metern direkt ab: Knapp drüber.

Hattrick-Heldin Jassens kontrolliert den Ball

Zwei Minuten später zogen die Schwülperanerinnen hohes Pressing auf. Anne-Christin Henne gewann im gegnerischen Strafraum den Ball und flankte halbhoch kurz vors Tor. Die Torhüterin verpasste die Flanke, wieder stand Merle Jassens goldrichtig und drückte das Spielgerät aus einem Meter über die Linie, 2:0 nach etwas mehr als zehn Minuten. Wenige Minuten später steckte Baußmann für Kakas durch, die sich halbrechts im Strafraum den Abschluss nahm, aber knapp am rechten Pfosten vorbei schoss. Kurz danach dribbelte Jassens am 16er und hatte das Auge für Henne, die sofort flach abzog: wieder knapp daneben. Wenig später gab es eine Ecke. Diese konnten die Gäste erst klären, doch der Ball landete bei Henne, die zur Grundlinie zog und flankte. Erneut kam die Torhüterin nicht an die hohe Flanke, erneut stand Merle Jassens goldrichtig. Und wieder drückte sie den Ball aus einem Meter über die Linie, dieses Mal aber mit dem Kopf. 3:0 nach etwas mehr als einer Viertelstunde und ein lupenreiner Hattrick für Jassens, die alle drei Tore von Henne vorgelegt bekam.

Nur eine Minute nach dem Anstoß kombinierten sich Baußmann und Henne in den Strafraum. Im zweiten Versuch traf Henne das Außennetz. Etwa fünf Minuten später gab Kramer den Ball an Henne weiter, die in den Strafraum eindringen konnte und abzog. Die Torhüterin der Gäste parierte zur Ecke. Einige Minuten später kamen auch die Gäste zu einem gefährlichen Abschluss. Bei dem etwas verdeckten Schuss war Larina Ludewig aber hellwach und wischte den Ball ins Toraus. Im Gegenzug setzte Jassens Annika Graf in Szene, die das Tor aus 14 Metern knapp verfehlte. Zwei Minuten später war es Jassens, die sich mal in umgekehrter Rolle an einer Flanke versuchte. In der Mitte versuchte eine Holzland-Verteidigerin zu klären, verursachte dabei aber beinahe ein Eigentor. Hauchzart flog der Ball am Tor vorbei.

Kurz danach setzte sich Ines Baußmann mit einem starken Dribbling über die linke Seite gleich gegen mehrere Gegenspielerinnen durch und gab den Ball an den Strafraumrand weiter. Dort stand Annika Graf, die sofort abzog, den Ball aber nicht voll erwischte. So war der Schuss leichte Beute für die STV-Torfrau. Die letzte Chance im ersten Durchgang hatte die wieder mal sehr aktive Anne-Christin Henne: Nach einem langen Steilpass lief sie allen Verteidigerinnen davon und suchte aus leicht spitzem Winkel den Abschluss. Die Torhüterin reagierte stark und wehrte zur Ecke ab.

Torhüterin Ludweig hatte eher selten etwas zu tun, war dann aber hellwach

Kurz darauf war Halbzeit. Eine hochverdiente Führung mit drei quasi baugleichen Toren. Es roch nach Vorentscheidung, denn die Gäste hatten dem FC Schwülper nicht besonders viel entgegen zu setzen. Und wenn, war die weitgehend beschäftigungslose Torhüterin Ludewig da und verhinderte Schlimmeres.

Der erste zielstrebige Angriff im zweiten Durchgang war dann auch gleich drin: Die gerade eingewechselte Lea-Josephine Jung wurde steil geschickt, lief ihrer Gegenspielerin davon, drang halbrechts in den Strafraum ein und zog aus etwas spitzem Winkel völlig alleine vor der STV-Torfrau ab. Auf der Linie klärte eine Abwehrspielerin noch für die bereits geschlagene Torhüterin, doch Jung setzte nach und drückte den Ball zum 4:0 über die Linie. Jetzt waren auch die letzten Zweifel beseitigt, kurz nach Wiederanpfiff standen die Siegerinnen bereits fest. Doch damit nicht genug: Nicht einmal eine volle Minute später steckte Jung im richtigen Moment auf die startende Henne durch, die aus leicht spitzem Winkel von rechts in die lange Ecke vollendete: 5:0 nach 49 Minuten.

Beinahe wäre aus dem Doppelschlag ein Dreierschlag geworden: Jung eroberte gegen die letzte Verteidigerin den Ball, konnte dann aber im direkten Duell die Torhüterin nicht überwinden. Fünf Minuten später kam die Kugel von Baußmann zu Jung, die eine Flanke schlug. Diese erreichte zwar keine Mitspielerin, drehte sich aber fast noch ins Tor. Auf der Gegenseite packte Ludewig bei einem eher harmlosen Fernschuss sicher und souverän zu. Dann wieder Schwülper: Jung fing wenige Meter vor dem Strafraum einen Pass ab und suchte sofort Henne mit einem Steilpass. Dieser geriet allerdings einen Tick zu steil, sodass die Torhütern noch vor Henne an den Ball kam. Fünf Minuten später durfte sich Ludewig auszeichnen: Ein satter Fernschuss flog in Richtung Winkel, doch die Schwülper-Torfrau sprang im richtigen Moment ab, flog und wischte die Kugel noch aus dem Kreuzeck. Tolle Parade!

Einer von sieben Schwülper-Torjubeln

Wenig später war sie dann machtlos, als der STV sich relativ einfach an das linke Strafraumeck kombinierte. Von da aus knallte die Nummer 16 den Ball aufs kurze Eck und versenkte das Spielgerät im Winkel. Ludewig brachte noch eine Hand an die Kugel, konnte den Einschlag aber nicht verhindern und kollidierte danach mit Pfosten und Netz. Nach kurzem Durchatmen ging es aber weiter, „nur noch“ 5:1. Wenige Minuten später stellten die Gastgeberinnen den alten Abstand wieder her: Anne-Christin Henne antizipierte einen Querpass vorm gegnerischen Strafraum und hatte freie Bahn. Uneigennützig legte sie quer zur mitgelaufenen Jung, die den Ball annahm und in die kurze Ecke pfefferte: 6:1!

Waren die bisherigen Schwülper-Tore alle über recht wenige Stationen und sehr gradlinig gefallen, zeigten die Gastgeberinnen wenig später, dass es auch anders ging. Vom eigenen Strafraum an starteten die Schwülperanerinnen eine Kombination, an der fast alle Spielerinnen beteiligt waren. Mehr als ein Dutzend Pässe später waren sie am gegnerischen Strafraum angekommen. Lea-Josephine Jung steckte auf Anne-Christin Henne durch, die links im Strafraum den Ball bekam und herrlich in die lange Ecke schlenzte. Klasse Abschluss, klasse Mannschaftsleistung vor dem Tor! 7:1!

Wenig später suchte Jung mit einem langen Ball die nimmermüde Henne, die den Ball kontrollierte und das Spielgerät stark bedrängt von zwei Gegenspielerinnen an der Torhüterin vorbei legte. Der Ball rollte neben das Tor, doch Merle Jassens spritze noch dazwischen: Außennetz! Trotz Doppelpack, vierfacher Vorbereitung und vielen langen Sprints war Anne-Christin Henne immer noch nicht müde und zündete in der Nachspielzeit nochmal eben locker einen 50 Meter Sprint. Am Ende legte sie quer zur erneut mitgelaufenen Lea-Josephine Jung, die den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei grätschte. Eine Minute später versuchte es Jassens aus der Ferne, konnte die Torhüterin aber vor keine größeren Probleme stellen.

Kramer im Dribbling über die linke Seite

Kurz darauf hatte Fabienne Stahl noch einen Abschluss aus spitzem WInkel, scheiterte aber an der STV-Torfrau. Dann war Schluss! Der FC Schwülper schießt den STV Holzland mit 7:1 ab! Weiter geht es kommenden Sonntag beim VfR Wilsche-Neubokel. Anstoß ist wie gewohnt um 11 Uhr.

Bis dahin

Euer Kivi

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