Start ins Trainingslager
5 min readVor dem ersten Testspiel im Sommer-Trainingslager unserer Eintracht erhaltet ihr hier wieder die Eindrücke von mir direkt vor Ort. Dabei erzähle ich euch von meiner Anreise, meinem Alltag und meinen Erlebnissen mit den Blau-Gelben. Viel Spaß beim Lesen!
Bereits am Mittwoch ging es los, aufgrund anderer Termine aber erst am späteren Vormittag und auch nur bis Regensburg. Mit dem eigenen Auto kamen wir gut durch und trafen am frühen Abend in der Unterkunft ein, die glücklicherweise sogar klimatisiert war. Nach kurzem Frischmachen ging es in die Innenstadt der wirklich schönen Stadt an der Donau. In einem Brauhaus trafen wir uns mit anderen Eintracht-Fans, die ebenfalls Zwischenstopp in Regensburg machten.
Für mich gab es ein Schnitzel, in dessen Panade unter anderem Bergkäse eingearbeitet war, sehr lecker! Abenteuerlich war es nur, als das Wasserglas Flügel bekam, als es die Kellnerin servieren wollte. In wirklich viele Scherben zerbrach dieses auf dem Tisch, einige dieser Scherben landeten leider auch in meinem Schnitzel und das noch vor dem ersten Bissen. Immerhin war das Restaurant bereit, mir ein neues Schnitzel zuzubereiten, dieses Mal ohne die Glasbeilage.

Mit einem Umweg über die Steinerne Brücke und zwei Kugeln Eis (Pistazie war sehr lecker, Cheesecake mit Nutella dafür leider gar nicht mein Fall) ging es zurück ins Hotel. Dort verfolgte ich das Halbfinale der Weltmeisterschaft. Doch irgendwie ein anderer Sport als der unserer Eintracht. Und so war der „Zwischenreise“-Tag auch schon beendet.
Früh am nächsten Morgen ging es dann weiter Richtung Österreich, das Land, in dem unser Chef-Trainer Lars Kornekta bis vor Kurzem die Nationalmannschaft als Co-Trainer betreute. Auch diese Reise lief ohne Probleme und im Gegensatz zum Mannschaftsbus auch ohne Reifenplatzer. So trafen wir zur Mittagszeit in unserer Unterkunft ein. Zwar nicht im Trainingsort Windischgarsten, aber mit dem Auto recht kurzfristig erreichbar. Nach einer kurzen Mittagsstärkung wurde der Ort erkundet und eingekauft, ehe wir die Unterkunft dann auch wirklich beziehen konnten. Allerdings vorerst ohne WLAN und da auch kein Handy-Hotspot funktionieren wollte, kam gestern dann auch kein Bericht. Mittlerweile ist der Schreiberling-Laptop aber wieder online.
Da sich aufgrund der bereits genannten Panne unserer Löwen das Eintreffen des Eintracht-Trosses stark verzögerte, fiel auch die Trainingseinheit aus. Der Trainingsplatz wurde kurzerhand zum Treffpunkt der mitgereisten Fans umfunktioniert und auch der ein oder andere separat angereiste Eintracht-Verantwortliche und sogar Hotelbesitzer Horst Dilly wurden dort angetroffen. Für mich ging es mit einigen anderen Fans in ein Restaurant in der Nähe eines Freibads. Auch das hat klasse geschmeckt und machte eine Wiederholung eigentlich unabdingbar.
Und so startete mit dem Freitag der erste richtige Trainingstag. Der für weite Teile des Tages angekündigte Regen und auch das Gewitter hatten sich auf die Nacht beschränkt und so begleitete die etwa 40 Trainingskiebitze hauptsächlich strahlender Sonnenschein. Sonnenmilch statt Regenschirm war angesagt. Leider gab es im Zuschauerbereich bis auf zwei kleine Sonnenschirme quasi gar keinen Schatten, das war schon etwas für echte Sonnenanbeter. Zu meinem persönlichen Glück vertrage ich Sonne und Hitze ziemlich gut. Nur eine Möglichkeit, gekühlte Getränke zu erwerben, wäre neben etwas Schatten perfekt gewesen. Ein Problem der Zukunft wird sicherlich sein, dass kein Schatten auch keinen Regenschutz bedeutet. Regenschirm und Regenjacke werden als wichtige Utensilien für die kommenden Tage.
Am Freitag war es aber erst einmal die Sonne, die mit den Eintracht-Fans um die Wette strahlte. Doch bevor die erste Einheit richtig losging, mussten zwei Geburtstagskinder noch etwas durchleben. Athletik-Coach Tizian van der Pütten und Neuzugang Samuele di Benedetto hatten am Anreisetag ihren Ehrentag gefeiert und durften dafür durch einen Spalier flitzen, während die Mitspieler mit schlagkräftigen Argumenten gratulierten. Lautstarke Freude garantiert!

Danach wurde es sportlich und trainingslagertypisch sehr intensiv. Bei der Passübung in verschiedenen Varianten ging es so schnell hin und her, dass man selbst beim Zuschauen kaum hinterherkam. Die Abspielübungen wurden anschließend etwas verändert und um den Torabschluss ergänzt. Dabei konnte man das ein oder andere herrliche Tor beobachten. Zum Abschluss der Vormittagseinheit ging es auf den zweiten Trainingsplatz, dort behandelte das Trainerteam vor allem Hereingaben von den Flügelpositionen. Natürlich mit einer Menge an Torschüssen.
Und dann war die erste Einheit in Windischgarsten auch schon vorbei. Für einige Eintracht-Fans ging es anschließend gemeinsam in ein Restaurant. Dort bediente man uns sehr nett, obwohl wir ziemlich knapp vor Küchenschluss eingetroffen waren. Und richtig lecker war es auch noch. Für mich gab es Pasta, der Rest verarbeitete Pizzen in Kraft für eine weitere spannende Eintracht-Saison. Anschließend trennten sich die Wege bis zur zweiten Einheit des Tages. Für mich ging es zur Abkühlung in das Freibad, welches ich bereits gestern vom Restaurant aus beobachten konnte. Mit meiner Aktiv-Karte war der Eintritt sogar frei. Ein eher kleines Freibad, 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein, unter zehn Gäste, so etwas sieht man wirklich selten. Das Wasser war gerade noch kühl genug, um eine echte Erfrischung zu sein.

Kurz darauf ging es dann schon wieder zurück zum Trainingsplatz. Um 17 Uhr sollte die zweite Einheit beginnen und etwas davor trafen die ersten Blau-Gelben ein. Die Fans selbst konnten die hohe Anzahl vom Vormittag nicht ganz bestätigen, zeigten sich aber dennoch in deutlich stärkerer Anwesenheit als in den Vorjahren. Respekt an alle, die mit dabei sind!
Nun knallte die Sonne erbarmungslos vom Himmel. Auf den Zuschauerrängen spürte man die Hitze gleich von zwei Seiten, da die Betonstufen ordentlich aufgeheizt waren. Näher am Rasen war es dann etwas kühler, ohne viel Trinken war das Ganze aber schon nicht mehr ungefährlich. Zum Glück schienen in dem Bereich alle gut ausgestattet zu sein. Als es in die ersten Übungen mit Ball ging, wurde es gleich intensiv. In einer Passübung mit kleinem Wettkampfgedanken wurde vor allem Kevin Ehlers als echter Lautsprecher hörbar zum Führungsspieler. Und auch der ein oder andere Fan von Dynamo Dresden schaute vorbei. Dynamo absolvierte sein Trainingslager im gleichen Hotel wie die Eintracht, nutzte aber einen anderen Platz.

Danach wurde fast der gesamte Platz genutzt für eine spielerische Einheit, an der auch die Co-Trainer Marc Pfitzner und Marcel Goslar teilnahmen. Auch dort gab es schöne Angriffe und das ein oder andere Tor zu sehen. Zum Abschluss wurde das Spielfeld verkürzt und auch schmaler gemacht. Dafür verließen die Co-Trainer den aktiven Part auch wieder. Immer wieder unterbrach das Trainerteam das Spiel für Korrekturen, im Trainingslager geht es natürlich auch um den Feinschliff.
Und so war der erste Trainingstag Geschichte. Für einige Fans und mich ging es zu einem Campingplatz, wo das nächste wirklich empfehlenswerte Restaurant getestet wurde. Am Nachbartisch fanden sich etwas später weitere Blau-Gelbe ein. So konnte man den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Morgen steht eine kurze Vormittagseinheit an, ehe es Richtung Linz geht. Um 18 Uhr steht dann das Testspiel bei Blau-Weiß Linz an.
Bis dahin
Euer Kivi
