Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Die erste Niederlage

5 min read

Die Eintracht verliert vor über 22.000 Zuschauern das erste Mal in dieser Saison. Gegen den VfL Bochum starteten die Löwen stark in die Partie, verpassten aber die frühe Führung. Stattdessen pennte die Blau-Gelbe Hintermannschaft bei einem schnell ausgeführten Freistoß und wurde von Ex-Löwen Hofmann mit dem 0:1 bestraft. Trotz großem Einsatz gelang der Eintracht kein Treffer, sodass am Ende einer ausgeglichenen Partie die erste Niederlage im zweiten Spiel stand.

Eintracht-Coach Lars Kornetka entschied sich für folgende Aufstellung: Torben Hoffmann (TW, C) – Mehmet Aydin, Kevin Ehlers, Andi Hoti (79. Lukas Frenkert), Fabio di Michele Sánchez – Florian Flick, Samuele di Benedetto (46. Maximilian Entrup) – Yann Sturm, Max Marie (90. Jovan Mijatovic), Aaron Opoku (63. Junior Zé) – Jan Urbich (63. Lino Tempelmann)

Die Eintracht legte sofort los und spielte sich bereits in der ersten Minute nach vorne. Urbich setzte auf der linken Seite Opoku ein, dessen Hereingabe gerade noch von einem Bochumer zur Ecke geklärt wurde. Diese landete bei Aydin, der aus der zweiten Reihe zum Abschluss kam. Urbich hielt den Kopf rein und lenkte die Kugel etwas gefährlicher Richtung Tor, doch am Ende flog der Ball doch am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später war es wieder Opoku, der über seine linke Seite eine Ecke herausholte. Die Kugel sprang hin und her, erst wurde Hoti geblockt, der Nachsetzer von Urbich aus kürzester Distanz landete dann in den Armen von VfL-Keeper Horn.

Wieder nur zwei Minuten danach steckte Opoku links im Strafraum auf Max Marie durch, der aus spitzem Winkel freie Schussbahn hatte: links am Tor vorbei. Kurz darauf versuchte es Mehmet Aydin bei einem Freistoß aus knapp 40 Metern direkt und der Versuch wurde sogar einigermaßen gefährlich. Mit den Fingerspitzen lenkte Horn den Ball über den Querbalken. Auf der anderen Seite kam Bochum aus der zweiten Reihe durch Miyoshi zum Abschluss, Hoffmann packte bei dem zentralen Schuss aber sicher zu. Kurz darauf grätschte Samuele di Benedetto etwas zu resolut im Mittelfeld in die Beine von Cokaj. Mit Gelb war er da fast noch gut bedient.

Danach war die Dominanz der Eintracht erstmal vorbei, auch wenn die nächste Situation den Löwen gehörte. Fabio di Michele Sánchez brach nach einem Doppelpass mit Yann Sturm in den Strafraum, wurde von Olsen leicht getroffen und ging zu Boden. Für einen Strafstoß war das aber zu wenig. 18 Minuten waren gespielt, als die Blau-Gelbe Defensive bei einem schnell ausgeführten Freistoß aus dem Mittelfeld böse pennte. Andi Hoti verschätzte sich sowohl im Stellungsspiel zu Gegenspieler Miyoshi als auch beim Timing zum Kopfball und segelte unter dem Spielgerät hindurch. So konnte der Bochumer das Leder im Strafraum festmachen und hebelte mit einem Querpass Fabio di Michele Sánchez aus, Kevin Ehlers kam ebenfalls zu spät. Alleine vor Hoffmann konnte somit Ex-Löwe Hofmann abziehen konnte und das Leder in die lange Ecke nagelte. Das 0:1 mit der ersten richtigen Torchance der Gäste.

Im Gegenzug ging es trotz eines rustikalen Fouls an Marie weiter. Beinahe hätte die Eintracht die Vorteilsauslegung des Schiedsrichters ausgenutzt, doch nach einem Steilpass von Opoku kam Jan Urbich im Laufduell mit Horn einen Schritt zu spät. Eine Viertelstunde vor der Pause kam Ex-Löwe Hofmann nach einem Heber-Pass von Ex-Löwe Holtmann aus kurzer Distanz per Kopfball zum Abschluss. Jetzt-Löwe Hoffmann parierte stark, konnte den Ball aber nicht festhalten. Miyoshi konnte den Abpraller beinahe nutzen, knallte das Leder aber aus wenigen Metern über die Latte. Eine Zeigerumdrehung später zog Taz aus der zweiten Reihe ab und jagte die Kugel nur Zentimeter über den rechten Knick vom Eintracht-Kasten. Jetzt spielte nur noch der Gast: Holtmann setzte im Strafraum Miyoshi in Szene, der das Ziel aus 14 Metern aber klar verfehlte.

Zwei Minuten später rollte der nächste Konter, dieses Mal kam Hofmann im Strafraum zum Abschluss. Kevin Ehlers blockte zur Ecke. Im Gegenzug setzte Aaron Opoku links im Strafraum Yann Sturm in Szene, der aus spitzem Winkel abzog, seinen Versuch aber rechts neben das Tor setzte. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Yann Sturm mit einem herrlichen Dribbling an mehreren Gegenspielern vorbeiziehen und bis in den Strafraum vordringen konnte. Dort verpasste der Flügelspieler aber den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss und wurde geblockt.

Dann war Halbzeit. Die Löwen hatten sich in einer starken Anfangsphase nicht belohnt und nach dem überraschenden 0:1 einige Minuten gewackelt. So war es im Ganzen eine ausgeglichene Halbzeit. Allerdings kein ausgeglichener Spielstand. Trainer Lars Kornetka brachte Maximilian Entrup für den gelb-rot-gefährdeten Samuele di Benedetto.

Auch in den zweiten Durchgang starteten die Löwen druckvoll. Erst fand eine scharfe Hereingabe von Fabio di Michele Sánchez keinen Abnehmer, dann verpasste Entrup eine Aydin-Hereingabe knapp. Der Österreicher stand zuvor aber ohnehin im Abseits. Nach einer Ecke kamen die Gäste zum nächsten Abschluss, Pannewig köpfte die Kugel aus spitzem Winkel nur ans Außennetz. Quasi im direkten Gegenzug kam Yann Sturm nach einem Doppelpass halblinks im Strafraum zum Abschluss: drüber. Nur wenige Augenblicke später kam die Kugel über Entrup und Sturm zu Jan Urbich, der aus 17 Metern abzog, sein Flachschuss geriet aber zu zentral, um wirklich gefährlich zu sein.

Eine Minute danach probierte es Opoku bei einem Freistoß links vor dem Strafraum direkt: drüber. Kurz darauf suchte Enrtup aus dem Gewühl den Abschluss, wurde aber geblockt. So auch wenig später Junior Zé, der nach einem tollen Dribbling vom Strafraumrand abgezogen hatte. Auch Lino Tempelmann zog aus ähnlicher Position ab, wurde aber ebenso geblockt. Im Gegenzug zog Rassmussen vom linken Strafraumeck ab: drüber. Zehn Minuten waren noch zu spielen, als Maximilian Entrup den Ball durch die Abwehrkette chippte. Kevin Ehlers warf sich in die Kugel, sein Flugkopfball verfehlte das Ziel aber. Auf der anderen Seite wurde es nach einer Ecke schon etwas knapper. Mbom, Bruder von Ex-U23-Stürmer Benjamin Mbom, köpfte das Leder aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei. Die Nachspielzeit war bereits in den letzten Zügen, als Lukas Frenkert eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld von Mehmet Aydin mit dem Kopf erwischte. Doch sein Kopfball landete nur am Außennetz.

Dann war Schluss! Die Eintracht muss die erste Niederlage hinnehmen und wurde für einen kurzen Tiefschlaf sofort bestraft. Ohne eigenes Tor kann man allerdings auch kein Spiel gewinnen. Nun geht es darum, diesen Tiefschlag abzuschütteln und im DFB-Pokal die große Chance zu nutzen. Dort geht es gegen den Bundesligisten Union Berlin. Anstoß ist am Sonntag um 15.30 Uhr.

Bis dahin

Euer Kivi

Kommentar verfassen

Entdecken Sie mehr von

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen