Der erste Sieg im neuen Jahr
6 min readHeimsieg! Nach zwei schlimmen Leistungen im neuen Jahr zeigt sich die Eintracht verbessert und fährt den ersten Sieg ein. Gegen den Karlsruher SC waren die Löwen im ersten Durchgang überlegen und gingen nach einem Tor von Kevin Ehlers mit einer absolut verdienten Pausenführung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel sahen die knapp 19.000 Zuschauer im Eintracht-Stadion ein ausgeglicheneres Spiel, in dem aber beide Teams es verpassten, den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen. So konnten die Blau-Gelben nach einem Pfostentreffer tief in der Nachspielzeit durchatmen und endlich wieder jubeln.
Eintracht-Coach Heiner Backhaus entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW, C) – Kevin Ehlers, Patrick Nkoa, Lukas Frenkert – Johan Gómez, Mehmet Can Aydin (71. Florian Flick), Max Marie, Leon Bell Bell (64. Fabio di Michele Sánchez) – Robin Heußer, Erencan Yardimci (89. Jovan Mijatovic), Sidi Sané (71. Faride Alidou)

Die Eintracht begann das Spiel bemüht und versuchte, früh Torchancen zu erspielen. Nach zehn Minuten klappte dies das erste Mal. Sidi Sané eroberte tief in der gegnerischen Hälfte den Ball, der anschließende Steckpass von Robin Heußer landete bei Erencan Yardimci, der aus dem Gewühl 14 Meter vor dem Tor zum Abschluss kam, seinen Versuch aber zu zentral platzierte. Bernat im Tor der Gäste hatte das Leder im Nachfassen sicher. Zwei Minuten später zog Robin Heußer über die rechte Seite in den Strafraum, wurde aus leicht spitzem Winkel aber zur Ecke geblockt. Diese brachte aber nichts ein. Auf der anderen Seite blockte Frenkert im Duell mit Ben Farhat clever. Nicht ganz 20 Minuten waren gespielt, als Aydin nach einem Bell Bell-Einwurf von der linken Seite flanken konnte. Diese landete eigentlich genau bei KSC-Torwart Bernat, der aber von seinem eigenen Mitspieler Herold behindert wurde. So prallte die Kugel zu Kevin Ehlers, der den Ball per Kopf nur noch im leeren Tor unterbringen musste. Kurios, etwas glücklich, aber egal: Das 1:0 für den BTSV!
Nur eine Zeigerumdrehung später setzte Aydin mit einer flachen Hereingabe Erencan Yardimci in Szene, der wenige Meter vor dem Tor die Beine nicht sortiert bekam und am Ende nicht zum Abschluss kam. Kurz darauf flankte Heußer vom rechten Strafraumeck gefährlich auf den zweiten Pfosten, wo die Gäste gerade noch vor Sidi Sanße klären konnten. Eine halbe Stunde war gespielt, als der Ball plötzlich im Tor der Eintracht lag. Nach einem langen Ball war Schleusener über rechts in den Strafraum gebrochen und hatte Ben Farhat bedient, der nur noch einschieben musste. Aber die Fahne ging hoch: Abseits.

Unbeeindruckt davon suchten die Löwen die Offensive: Johan Goméz verschaffte sich mit einem feinen Haken etwas Platz und visierte mit einem Schlenzer aus 17 Metern den rechten Winkel an. Der hätte genau gepasst, aber Bernat kam mit den Fingerspitzen noch dran und verhinderte das Traumtor mit einer echten Glanztat. Die fällige Ecke servierte Leon Bell Bell auf den zweiten Pfosten, wo Lukas Frenkert aus kurzer Distanz zum Kopfball kam, das Leder aber links neben den Kasten köpfte. Drei Zeigerumdrehungen danach antizipierte Leon Bell Bell super und spielte mit dem ersten Kontakt einen überragenden Steilpass hinter die Abwehrkette, genau in den Lauf von Erencan Yardimci. Der ließ den letzten Verteidiger der Gäste stehen, ließ sich aber etwas zu weit nach außen drängen. So tauchte der Stürmer zwar alleine vor dem Kasten auf, jagte das Leder aus leicht spitzem Winkel aber über den Querbalken.

Ein paar Minuten danach dribbelte sich Robin Heußer in eine Schussposition auf der Strafraumkante, sein Versuch wurde aber geblockt. Es lief bereits die Nachspielzeit im Eintracht-Stadion, als Erencan Yardimci einen langen Ball klasse aus der Luft zu Robin Heußer weiterleitete, der vor der Abwehrkette das Auge und das Können hatte und die Kugel mit dem Außenrist durch eine Lücke streichelte. Sidi Sané war im perfekten Moment gestartet und hatte aus leicht spitzem Winkel freie Bahn, zögerte aber etwas zu lange und zielte mit dem schwächeren linken Fuß zu zentral. Torwart Bernat rettete mit der Brust. Wenige Augenblicke später zog Gómez von der rechten Seite nach innen und versuchte es einfach mal aus der zweiten Reihe, knallte die Kugel aber deutlich drüber.
Dann war Halbzeit! Die Eintracht führte absolut verdient! Und das eigentlich mit einem Tor zu wenig. Dennoch sah das offensiv deutlich zielstrebiger und runder aus als in den vergangenen beiden Spielen. So viele aussichtsreiche Situationen wie in diesen 45 Minuten hatte man in den 180 Minuten zuvor nicht erspielen können. Dementsprechend verzichtete Trainer Heiner Backhaus auf Wechsel.

Auch im zweiten Durchgang hatten die Löwen den ersten Abschluss, Robin Heußer wurde rechts im Strafraum aber geblockt. Im Gegenzug versuchte es Wäschenbach aus der zweiten Reihe, ballerte die Kugel aber mehrere Meter links am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen danach setzte sich Sidi Sané über rechts gegen mehrere Gegenspieler durch und konnte in den Strafraum eindringen, aus spitzem Winkel entschied er sich gegen den Querpass, traf mit seinem Versuch aber nur das Außennetz. Kurz darauf bekamen die Blau-Gelben einen Freistoß 20 Meter vor dem Tor zugesprochen. Max Marie versuchte es direkt, setzte den Ball aber ein Stück über die Latte. In der Meisterminute kamen die Gäste zum nächsten Abschluss: Opitz fand mit seiner Flanke Pinto Pedrosa, dessen Kopfball aber deutlich neben den Kasten flog.
Drei Minuten später war es wieder eine Hereingabe, die der Löwen-Abwehr Probleme bereitete. Schleusener hatte am Elfmeterpunkt ziemlich viel Platz, traf die Kugel aber glücklicherweise nicht richtig: drüber. Zwei Zeigerumdrehungen danach rutschte Hoffmann beim Abschlag weg, konnte die Kugel aber vor dem herannahenden Schleusener klären. Auch zehn Minuten später war es erneut eine Hereingabe: Herold fand Fukuda, dessen Schuss von Patrick Nkoa geblockt wurde, aber direkt zu Laghrissi prallte, der acht Meter vor dem Tor völlig freie Bahn hatte, das Spielgerät aber über den Querbalken jagte. Großes Glück für die Blau-Gelben. Fast im direkten Gegenzug erkannte Robin Heußer bei einem langen Ball, dass sein Gegenspieler sich verschätzte und legte sich die Kugel mit dem Kopf an diesem vorbei. So hatte der ehemalige Karlsruher nur noch Torwart Bernat vor sich, wurde bei seinem Abschluss aus leicht spitzem Winkel aber noch entscheidend von seinen Verfolgern gestört, sodass der Ball etwas zu zentral aufs Tor kam und pariert wurde.

Kurz darauf rollte einer der vielen aussichtsreichen Konter aufs Tor der Gäste zu, wieder einmal machten es die Löwen zu ungenau, immerhin holte Yardimci eine Ecke raus. Diese blieb aber völlig ungefährlich. Kurz vor Anbruch der Nachspielzeit ließ Laghrissi den orientierungslosen di Michele Sánchez einfach stehen, seine Hereingabe köpfte Franke aber deutlich über den Kasten. Auf der anderen Seite dribbelte sich Neuzugang Jovan Mijatovic über die linke Grundlinie sehenswert in den Strafraum und suchte mit einem Querpass einen Mitspieler, doch die Gäste konnten gerade noch vor dem einschussbereiten Gómez zur Ecke klären. Diese trat di Michele Sánchez dann allerdings direkt ins Toraus. Zwei Minuten später setzte Mijatovic erneut Gómez in Szene, der im Zweikampf zu Boden ging. Aber das war für den Schiedsrichter und auch den VAR zu wenig für einen Strafstoß.
Eine Szene hatte die Partie aber noch: Die Nachspielzeit war eigentlich bereits abgelaufen, als Simic nach einer Opitz-Flanke zum Kopfball kam. Thorben Hoffmann flog vergebens und konnte der Kugel nur noch hinterherschauen. Diese prallte an den linken Innenpfosten und sprang zurück in die Gefahrenzone, wo Fabio di Michele Sánchez am schnellsten reagierte und auf Kosten einer Ecke klärte. Nun war auch KSC-Torwart Bernat mit vorne, doch die Eintracht konnte durch Jovan Mijatovic klären.

Und dann war Schluss! Ein absolut verdienter Sieg in einem Spiel, in dem die Löwen erst spät einige gute Chancen zuließen. Heute war aber das Spielglück zumindest in dem Bereich auf Seiten der Blau-Gelben, die sich vorwerfen lassen müssen, mindestens ein Tor zu wenig erzielt zu haben. Doch für das Punktekonto war dies heute nicht relevant. Wichtige drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, die Eintracht bleibt auf dem zwölften Tabellenplatz.
Bis dahin
Euer Kivi
