Eintracht an der Spitze
6 min readAuswärtssieg! Die Löwinnen marschieren weiter durch die Oberliga und holen sich den neunten Sieg. Beim Tabellenvierten SVG Göttingen völlig souverän und absolut ungefährdet mit 4:1. Bereits in der ersten Spielminute köpfte Gina Berger eine Ecke von Celina Klebe ins Netz, ihr erster Treffer im Eintracht-Trikot! Keine zehn Minuten später setzte Charlotte Brühler mit einem feinen Pass Lyn Meyer in Szene, die zum 2:0 traf. Noch in der Anfangsviertelstunde erhöhte Maya Andresen auf 3:0. Nach einer Freistoßflanke knallte sie den Ball mithilfe der Latte ins Tor. Charlotte Brühler sorgte dann kurz nach Wiederanpfiff für die Vorentscheidung, eroberte an der Strafraumkante den Ball und traf kompromisslos zum 4:0. Die Gastgeberinnen kamen zwar noch zum Ehrentreffer, vor 110 Zuschauern blieb es dann aber beim 4:1-Auswärtssieg.
Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Laura Engler (TW) – Antonia Farr, Anna Fries, Gina Berger – Charlotte Brühler, Celina Klebe, Jolie Just (85. Melanie Würmel), Lena Ahl – Jill Lange (62. Matilda Querfurth) – Maya Andresen, Lyn Meyer (C)
Es war noch keine Minute gespielt, als sich die Löwinnen auf der linken Seite eine Ecke erspielten. Celina Klebe signalisierte mit einer Gestik eine bestimmte Variante und schlug den Ball in die Gefahrenzone. Dort setzte sich Gina Berger im Luftduell durch. Die Innenverteidigerin erwischte die Kugel mit dem Kopf und traf aus kurzer Distanz zur ganz frühen Führung. Zudem war es ihr erster Treffer bei der Braunschweiger Eintracht! Das 1:0 für die Blau-Gelben!

Zwei Zeigerumdrehungen danach spielte Charlotte Brühler den Ball von der rechten Seite an den Strafraumrand zu Lyn Meyer, die mit viel Übersicht für Celina Klebe ablegte. Die Mittelfeldspielerin kam aus 17 Metern völlig frei zum Abschluss, jagte die Kugel aber knapp über den Querbalken. Kurz darauf versuchte es Jolie Just aus der zweiten Reihe, zielte aber zu zentral. Die ersten zehn Minuten waren gerade abgelaufen, als Charlotte Brühler auf dem rechten Flügel den Ball führte und im perfekten Moment auf die startende Lyn Meyer durchsteckte. Die Torjägerin ließ mit einem Haken die letzte Gegenspielerin aussteigen, blieb alleine vor dem Tor eiskalt und vollstreckte in die untere rechte Ecke. Das 14 Liga-Tor für die Blau-Gelbe Torfabrik und das frühe 2:0!
Auf der anderen Seite klärten die Löwinnen eine Flanke zu kurz und so kamen die Gastgeberinnen aus 15 Metern zum ersten Abschluss. Laura Engler reagierte aber klasse, war blitzschnell unten und lenkte das Leder noch um den Pfosten. Zwei Minuten später schlug Celina Klebe eine Ecke von der linken Seite an den zweiten Pfosten. Anna Fries hatte sich freigelaufen und hielt den Fuß hin, drückte das Leder aber etwas zu zentral aufs Tor, sodass die Torfrau parieren konnte. Eine Minute später, es lief noch immer die Anfangsviertelstunde, gab es einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld. Innenverteidigerin Gina Berger zirkelte diesen mit dem linken Fuß Richtung zweiter Pfosten. Dort war Maya Andresen als einzige Spielerin durchgelaufen und schmiss sich irgendwie in die Kugel. Mit einer Mischung aus Grätsche und Schuss donnerte die Stürmerin den Ball gegen die Latte. Von dort sprang das Spielgerät ins Netz! Das 3:0 nach gerade einmal 15 Minuten!

Damit war das Spiel bereits 75 Minuten vor dem Abpfiff entschieden. Anschließend ließen es die Löwinnen etwas gemütlicher, oder auch gnädig angehen. Zehn Minuten nach dem 3:0 rutschte ein Steckpass durch die Blau-Gelbe Abwehrkette. Der folgende Schuss aus spitzem Winkel rutschte aber am Tor von Laura Engler vorbei. Zehn Minuten vor der Pause drehte sich eine Ecke von Celina Klebe beinahe direkt ins Tor, doch auf der Linie rettete eine Verteidigerin für ihre bereits geschlagene Torhüterin. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Jolie Just tief in der gegnerischen Hälfte den Ball eroberte und die Kugel sofort an Lyn Meyer weitergab. Die steckte den Ball mit dem Außenrist auf Maya Andresen durch, die im Laufduell mit der Torfrau einen Schritt zu spät kam.
Dann war Halbzeit. Die Eintracht war klar überlegen und führte auch in der Höhe verdient. Von einem Spitzenspiel war hier zumindest von einer Seite wenig zu sehen. Die Löwinnen wurden ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht und untermauerten ihre Ansprüche eindeutig. Da Trainer Simon Wintgen nur eine Feldspielerin auf der Bank hatte, verzichtete er auf Wechsel.

Und auch im zweiten Durchgang erwischten die Löwinnen einen echten Frühstart. Drei Minuten waren gespielt, als Charlotte Brühler am gegnerischen Strafraum einen Pass abfing, sich die Kugel kurz zurechtlegte und das Leder aus 15 Metern kompromisslos in die linke Ecke schweißte. Bereits am vergangenen Wochenende hatte die rechte Schienenspielerin kurz nach Wiederanpfiff getroffen und heute erneut. Das 4:0 für die Braunschweiger Eintracht!
Für den neutralen Zuschauer tat das dem Spiel nicht gut. Denn es wirkte so, als schonten die Löwinnen anschließend etwas ihre Kräfte, hatten sie doch nur eine dünn besetzte Bank und den Sieg bereits in der Tasche. So kamen die Gastgeberinnen hin und wieder zu Gegenstößen. Erstmal schoss aber wieder die Eintracht: Im Anschluss an eine Ecke von Jolie Just kam Lena Ahl aus 19 Metern zum Abschluss, jagte das Leder mit dem schwächeren rechten Fuß aber klar am Tor vorbei. Zwei Minuten danach brach die SVG über rechts in den Strafraum. Nur noch Laura Engler stand zwischen der Stürmerin und dem Ehrentreffer. Und die Torfrau machte es überragend, tauchte blitzschnell ab und parierte den Flachschuss stark. Ein starke Grätsche von der zurückgeeilten Charlotte Brühler verhinderte, dass eine weitere Gegenspielerin ins leere Tor einschieben konnte.

Kurz darauf schlug Jolie Just einen Freistoß aus dem linken Halbfeld auf den Elfmeterpunkt. Dort schraubte sich Lyn Meyer in die Luft und erwischte die Kugel mit einem Kopfball aus dem Lehrbuch. Doch die SVG-Torfrau reagierte stark und hatte das Leder im Nachfassen sicher. Auf der anderen Seite brachen die Gastgeberinnen nach einem langen Ball, allerdings aus sehr deutlicher Abseitsposition, frei durch. Alleine vor Laura Engler versagten der Stürmerin aber die Nerven, sodass ihr Abschluss eher Richtung Eckfahne rollte und noch vor der Torauslinie liegen blieb. Im Gegenzug erarbeiteten sich die Löwinnen einen Eckball, den Celina Klebe auf den Kopf von Lyn Meyer schlug, die dieses Mal aber links neben das Tor köpfte. Acht Minuten vor dem Ende kamen die Göttingerinnen über rechts in eine Flankenposition, am zweiten Pfosten stand die Nummer 4 völlig frei und köpfte die Kugel gegen die Laufrichtung von Laura Engler in die rechte Ecke. Der Ehrentreffer zum 4:1.
Wenig später gab es die nächste Chance für die SVG, wieder aus klarer Abseitsposition. Der Schuss aus 17 Metern flog aber ohnehin deutlich über den Querbalken. Den letzten Abschluss der Partie hatte mit Melanie Würmel eine eigentlich gelernte Torfrau, die wie bereits in der vergangenen Woche als Stürmerin eingewechselt worden war. Würmel zog aus etwa 18 Metern ab, ihr Schuss setzte noch einmal auf und wurde dadurch gefährlicher, doch die Torhüterin lenkte den Schuss um den rechten Pfosten.

Dann war Schluss! Spitze im Spitzenspiel war hier nur die Eintracht, die somit hochverdient siegt und weiterhin ohne Niederlage an der Tabellenspitze steht. Die Löwinnen marschieren weiter durch die Liga. Zwar beträgt der Vorsprung auf Verfolger Lehrte nur drei Punkte, doch mit einem Spiel weniger und einem um zehn Tor besseren Torverhältnis sieht die Tabelle dann doch ganz gut aus. Weiter geht es für die Löwinnen am kommenden Sonntag gegen den SV Wendessen, während im Eintracht-Stadion das Derby ausgespielt wird. Anstoß ist um 14.00 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Tore: 0:1 (1. Spielminute, Gina Berger), 0:2 (10. Spielminute, Lyn Meyer), 0:3 (15. Spielminute, Maya Andresen), 0:4 (48. Spielminute, Charlotte Brühler), 1:4 (82. Spielminute, Luisa Grösch)
Bis dahin
Euer Kivi
