Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Flutlicht-Remis

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Die 2. Frauen kommen in dieser Saison auf fremden Plätzen nicht so richtig aus dem Tritt. Dabei war die Reise zu den Freien Turner beim Stadtduell die kürzeste in der Landesliga Braunschweig. Gegen den Drittletzten sollte es am Freitagabend bei ständigem Regen und kühlen Temperaturen bei einem 1:1-Unentschieden bleiben, die erst zweite Punkteteilung der Löwinnen in dieser Saison. In einer eigentlich guten ersten Halbzeit verpassten die Blau-Gelben die verdiente Führung, kamen dann aber nicht gut aus der Kabine. Die Freien Turner gingen früh nach dem Seitenwechsel in Führung, doch Leandra Hampe-Michels hatte mit einem satten Flachschuss aus 20 Metern das letzte Wort und bescherte ihrer Mannschaft immerhin einen Punkt.

Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Theresa Roer – Lotta Bierschwall (67. Pia Meyer), Alicja Goller, Marie Brunner – Alysha Jakubowski, Lisa-Marie Naujoks (C), Josephine Michler, Svenja Lemke (57. Sophie Muschellak) – Leandra Hampe-Michels (75. Aileen Willeke) – Melina Melzig (67. Dilara Gruschka), Vanessa Schäfer

Nicht einmal eine Minute war gespielt, als die Eintracht das erste Mal zum Abschluss kam: Vanessa Schäfer zog von der rechten Seite nach innen und fand 17 Meter vor dem Tor eine Lücke zum Abschluss, ihr Flachschuss geriet aber zu zentral, um wirklich gefährlich zu werden. Zwei Zeigerumdrehungen später brachte Alysha Jakubowski eine Ecke von der linken Seite auf den ersten Pfosten. Dort setzte sich Josephine Michler im Luftduell durch, köpfte die Kugel aber links am Tor vorbei. Wenige Augenblicke danach schlug Alysha Jakubowski den Ball auf der linken Außenbahn von der Mittellinie perfekt durch die Schnittstelle. Vanessa Schäfer war im richtigen Moment gestartet, lief ihrer Verfolgerin davon, blieb mit einem Haken aber an der Torfrau hängen.

Fünf Minuten später versuchten es die Freien Turner erstmals mit einem Torschuss, der Schuss aus der zweiten Reihe flog aber deutlich drüber. Im direkten Gegenzug setzte sich die pfeilschnelle Melina Melzig auf der linken Seite durch. Ihre Hereingabe wurde zu Vanessa Schäfer abgefälscht, die den Ball wenige Meter vor dem Tor nicht richtig traf und so über den Kasten bugsierte. Von den Gastgeberinnen kam weiterhin wenig bis auf einzelne Fernschüsse und auch der nächste flog klar am Tor vorbei. Mitte der ersten Halbzeit fing Svenja Lemke einen Befreiungsschlag der Torfrau ab und zog sofort aus 25 Metern ab, schoss aber links am Tor vorbei. Eine Minute später überrumpelte Leandra Hampe-Michels die gegnerische Abwehrkette mit einer überragenden Halbfeldflanke in den Strafraum. Vanessa Schäfer pflückte das Leder elegant aus der Luft, zog dann aber völlig frei etwas zu überhastet ab und schoss aus 14 Metern rechts neben das Tor.

Zwei Zeigerumdrehungen danach marschierte Schäfer mit langen Schritten zum Strafraum, wurde aus 18 Metern aber geblockt. Wenige Augenblicke danach fiel der Ball Josephine Michler vor die Füße, die aus 22 Metern einfach mal aufs Tor knallte. Der wuchtige Fernschuss zischte knapp über den Querbalken hinweg. Fünf Minuten später bekam Lisa-Marie Naujoks den Ball 30 Meter vor dem Tor von Marie Brunner. Die Spielführerin zog aus der Ferne einfach mal ab, doch ihr Distanzschuss geriet etwas zu zentral. Zwei Minuten waren noch zu spielen, als Leandra Hampe-Michels mit feinem Fuß die Abwehr filetierte und auf Svenja Lemke durchsteckte. Die linke Schienenspielerin tauchte alleine vor dem Tor auf, schoss aus spitzem Winkel aber nur ans Außennetz. Zwei Minuten danach schickte Melina Melzig auf der rechten Seite Alysha Jakubowski zur Grundlinie, ihre Hereingabe verpasste Svenja Lemke in der Mitte um wenige Zentimeter.

Dann war Halbzeit, die Eintracht war hier klar überlegen, hatte aus ihrer Vielzahl von Chancen aber auch nur wenig wirklich gefährlich aufs Tor bringen können. Dennoch wäre die Führung nicht nur absolut verdient gewesen, sondern eigentlich auch ebenso überfällig wie notwendig. Dennoch konnte Trainer Sebastian Thies grundsätzlich zufrieden sein. Dementsprechend verzichtete er auf Wechsel.

Und auch im zweiten Durchgang hatten die Blau-Gelben den ersten Abschluss. Nach einem Diagonalball von Leandra Hampe-Michels hatte Melina Melzig links vor dem Strafraum etwas Platz und versuchte es aus etwa 20 Metern einfach mal, zielte aber etwas zu zentral. Doch irgendwas passte nach dem Seitenwechsel nicht mehr. Die Gastgeberinnen waren nun deutlich aktiver, bei der Eintracht hingegen reihten sich Ungenauigkeiten aneinander. So kamen die Freien Turner mit einfachen Mitteln zu den ersten richtigen Torchancen. Nachdem eine eigentlich harmlose Flanke billig verlängert wurde, lief nur eine Turner-Akteurin durch und kam völlig frei vor Theresa Roer zum Abschluss, bugsierte die Kugel aus sieben Metern aber drüber. Sieben Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als die gesamte Blau-Gelbe Defensive einen langen Ball unterschätzte. So brach die Nummer 18 frei durch und zog halbrechts vor dem Tor aus 13 Metern ab. Der Flachschuss prallte an den linken Innenpfosten und rollte ins Tor. Der Rückstand mit dem ersten Schuss aufs eigene Tor, das 0:1 aus Sicht der Löwinnen.

Das war natürlich bitter, hatte BTSV-Torfrau Roer bisher noch gar nicht eingreifen müssen. Aber so ist es im Fußball doch hin und wieder. Fortan sah es wieder aus wie in der ersten Halbzeit. Eintracht spielte, die Freien Turner verteidigten. Zwei Minuten nach dem Rückstand hebelte Lisa-Marie Naujoks mit einem herrlichen Diagonalball die Abwehrkette aus. Alysha Jakubowski und die Torfrau rannten zum Ball. Jakubowski kam mit einem langen Bein nicht an die Kugel, die Torhüterin rutschte Richtung Spielgerät, riss mit ihren ausgestreckten Armen aber nur Alysha Jakubowski um. Auch wenn die rechte Schienenspielerin vermutlich nicht mehr an den Ball gekommen wäre, das war ein klares Foul und hätte Strafstoß geben müssen. Stattdessen gab es Ecke und das war auch falsch, denn von den Gastgeberinnen war ebenso eindeutig niemand am Ball gewesen.

Den Eckstoß brachte Jakubowski dann auch in die Gefahrenzone. Dort gewann Lisa-Marie Naujoks das Kopfballduell, doch noch vor der Linie konnte eine Verteidigerin klären. Der Ball prallte zu Melina Melzig, die das Leder aus 17 Metern per Direktabnahme Richtung Tor feuerte. Ihr Schuss zischte haarscharf rechts am Tor vorbei. Es dauerte eine Viertelstunde bis zum nächsten Eintracht-Abschluss. Dann prallte die Kugel nach einer Ecke von Leandra Hampe-Michels vor die Füße von Lisa-Marie Naujoks, die aus 14 Metern halblinks im Strafraum abzog, aber geblockt wurde. Etwas mehr als eine Viertelstunde war noch zu spielen, als Leandra Hampe-Michels mit langen Schritten Richtung Strafraum marschierte. Eine Zuschauerin rief „Leandra, schieß doch mal!“. Und die Mittelfeldspielerin tat genau das. 20 Metern halbrechts vor dem Tor nahm sie Maß und traf den Ball perfekt. Durch die Beine einer Gegenspielerin hindurch zischte die Kugel Richtung unteres linkes Eck. Vom linken Innenpfosten prallte der Ball über die Linie, der absolut verdiente Ausgleich, 1:1!

Eine Minute später verlängerte Dilara Gruschka einen Freistoß aus dem Halbfeld von Marie Brunner per Kopf Richtung Tor, doch die Torfrau packte sicher zu. Zwei Zeigerumdrehungen danach machte Vanessa Schäfer den Ball im gegnerischen Strafraum stark fest, tanzte ihre Gegenspielerin aus und zog aus leicht spitzem Winkel aus der Drehung ab: knapp rechts vorbei. Kurz darauf boxte die Torfrau eine Schäfer-Flanke mit beiden Fäusten zu Aileen Willeke, die aus 14 Metern sofort abzog. Eine Verteidigerin warf sich in die Schussbahn und fälschte zur Ecke ab. Eine Minute später kam die Kugel über Dilara Gruschka zu Vanessa Schäfer, die am Strafraumrand für Lisa-Marie Naujoks ablegte. Deren Direktabnahme aus 20 Metern flog haarscharf am rechten Winkel vorbei. Direkt nach dem folgenden Abstoß eroberte Alysha Jakubowski den Ball und setzte Vanessa Schäfer in Szene, die aus 21 Metern abzog, aber zu zentral zielte. Den letzten Abschluss der Partie hatte Josephine Michler, die aus der zweiten Reihe den Abschluss suchte, aber auch ihr Fernschuss flog am Tor vorbei.

Dann war Schluss! Die 2. Frauen werden sich ärgern müssen, trotz dieser Überlegenheit nicht gewonnen zu haben. Am Ende brachten die Löwinnen zu wenig wirklich gefährliche Schüsse auch aufs Tor und brachten sich durch einen ausbaufähigen Start in den zweiten Durchgang um den verdienten Lohn. So bleibt es bei einem Auswärtssieg in dieser Saison, der ausgerechnet beim Tabellenführer und der besten Heimmannschaft eingefahren wurde. Weiter geht es für die Löwinnen bereits am Mittwoch im Flutlicht-Pokal. Dann ist das Team von Trainer Sebastian Thies zu Gast beim Bezirksliga-Spitzenreiter Lehndorfer TSV. Anstoß ist um 19.30 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 1:0 (53. Spielminute, Alissa Lange), 1:1 (73. Spielminute, Leandra Hampe-Michels)

Bis dahin

Euer Kivi

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