Kantersieg im Spitzenspiel
6 min readDie 1. Frauen zeigen dem zweitplatzierten SG Rodenberg im Spitzenspiel klar die Grenzen auf und siegen im Spitzenspiel deutlich mit 7:1! Lyn Meyer brachte ihre Löwinnen im ersten Durchgang in Führung. Bis zur Pause mussten die Blau-Gelben eine Druckphase überstehen, taten dies aber unbeschadet. Nach dem Seitenwechsel war es Lena Ahl, die wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff zum 2:0 traf. Kurz darauf machte Charlotte Brühler mit dem 3:0 alles klar. Anschließend schnürte die umtriebige Maya Andresen einen lupenreinen Hattrick innerhalb von sechs Minuten! Und auch auf den Ehrentreffer hatten die Löwinnen eine Antwort: Melanie Würmel traf vom Punkt zum 7:1-Endstand.

Vor dem Spiel ging es zum Nachbarplatz. Dort spielte die neue Spielgemeinschaft vom BSV Ölper und SV Ege. Der Grund für meinen kurzen Abstecher? Dort gab es Köfte im Fladenbrot für 5 Euro. Nur etwas Salat und eine passende Soße hätten noch zur Perfektion gefehlt. 8,5/10 von mir.
Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Laura Engler (TW) – Antonia Farr, Anna Fries, Gina Berger – Charlotte Brühler (72. Pia Meyer), Leandra Hampe-Michels (69. Matilda Querfurth), Neele Wunsch, Lena Ahl (72. Lenja Kastner) – Jill Lange – Lyn Meyer (C), Maya Andresen (81. Melanie Würmel)
Wenige Minuten nach dem Anpfiff legte Lyn Meyer am Strafraumrand für Anna Fries ab, die aus 19 Metern knapp über den Querbalken schoss. Zwei Zeigerumdrehungen später zog Maya Andresen aus der zweiten Reihe ab. Ihr wuchtiger Versuch zischte auf die rechte Ecke, doch die Torfrau war da und parierte zur Ecke. Die Anfangsviertelstunde war gerade abgelaufen, als Charlotte Brühler den Ball hoch in den gegnerischen Strafraum schlug. Dort setzte sich Lyn Meyer im Luftduell gegen zwei Gegenspielerinnen durch und pflückte das Leder mit dem Kopf aus der Luft. Mit einer feinen Körpertäuschung verschaffte sich die Torjägerin anschließend eine kleine Lücke zum Abschluss und platzierte ihren Linksschuss perfekt. In der unteren rechten Ecke schlug die Kugel unhaltbar ein. Ein klasse Tor! Die Führung für die Eintracht, das 1:0!

Es schien hier alles nach Plan zu laufen, schienen die Gäste doch noch so gar nicht im Spiel angekommen zu sein. Doch der Gegentreffer schien ein Weckruf für die Mannschaft mit der bis heute besten Abwehr der Liga zu sein. Einen recht zentralen Freistoß aus 22 Metern hatte Laura Engler im Nachfassen sicher. Fünf Minuten später verloren die Löwinnen leichtfertig am eigenen Strafraum den Ball, die Gäste brachen frei durch und hatten nur noch Laura Engler vor sich, die im direkten Duell mit der Stürmerin klasse parierte. Nur wenige Augenblicke später rutschte ein Steckpass durch, wieder stand nur Laura Engler zwischen dem Ausgleich und der Stürmerin, doch dieses Mal musste die BTSV-Torfrau nicht eingreifen, denn der Schuss aus zehn Metern zappelte nur im Außennetz.
Die Löwinnen kamen nun gar nicht mehr zum Abschluss, auch wenn es den ein oder anderen Entlastungsangriff gab. Fünf Minuten vor der Pause strich ein Fernschuss der Gäste knapp rechts am Tor vorbei. Kurz darauf musste Leandra Hampe-Michels als letzte Verteidigerin in ein brenzliges Laufduell mit der Stürmerin. Diese legte es sehr auf eine Notbremse an und so kam Leandra Hampe-Michels mit einem langen Bein noch an den Ball. Doch die Leihgabe aus der eigenen Zwoten bugsierte den Ball dabei irgendwie Richtung eigenes Tor. Die Klärungsaktion wäre beinahe im eigenen Winkel gelandet, doch Laura Engler verhinderte mit einer echten Wahnsinnstat den Ausgleich. Im direkten Gegenzug löffelte Leandra Hampe-Michels den Ball über die Abwehrkette. Jill Lange zündete den Turbo, kam im Laufduell mit der Torhüterin aber einen Schritt zu spät.

Dann war Halbzeit. Nach ordentlichem Beginn hatte der Führungstreffer der Löwinnen den Spielverlauf deutlich verändert und so hatten sich die Blau-Gelben fast schon in die Pause gerettet. Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die Gäste den Ausgleich erzielt hätten. Doch Laura Engler und ihre Abwehr hatten Stand gehalten bis zum Pausenpfiff. Und in der Kabine schien das Trainerteam die richtigen Worte gefunden zu haben.
Denn die erste Aktion nach Wiederanpfiff war ein Doppelpass von Lena Ahl und Maya Andresen auf dem linken Flügel. Ahl flanke anschließend vom linken Strafraumeck in die Gefahrenzone. Doch ihre Hereingabe drehte sich Richtung Tor. Die Torhüterin streckte sich vergeblich und konnte nur mitansehen, wie die Kugel sich über sie hinweg ins Tor senkte. Jill Lange ging nochmal auf Nummer sicher und donnerte das Spielgerät ins Netz, doch der Treffer wurde Lena Ahl zugeschrieben. Ein ganz wichtiger Treffer, das 2:0!
Die Gäste waren nun schwer getroffen und taumelten. Drei Minuten später schlug Antonia Farr die Kugel von der Mittellinie in den gegnerischen Strafraum. Dort setzte Jill Lange ihren Körper geschickt ein und legte den Ball mit dem Oberkörper clever quer. Charlotte Brühler stand goldrichtig und vollstreckte aus zwölf Metern in die rechte Ecke. Das war richtig schön gespielt und vermutlich die Vorentscheidung, 3:0 für die Löwinnen!

Jetzt lief bei den Gästen gar nichts mehr zusammen. Es spielte nur noch die Eintracht, die immer wieder nach vorne drängte. Nur eine Minute nach dem dritten Treffer steckte Lyn Meyer mit feinem Fuß auf Maya Andresen durch, die sich an der Torfrau vorbei wurschtelte, aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz traf. Zehn Minuten danach rannte Lyn Meyer nach einem langen Ball allen davon, traf aus spitzem Winkel aber ebenfalls nur das Außennetz. In der Meisterminute trieb Lena Ahl auf der linken Außenbahn auf Höhe der Mittellinie den Ball voran und sah die startende Maya Andresen auf dem gegenüberliegenden Flügel. Die linke Schienenspielerin schlug einen überragenden Diagonalball über alle Köpfe hinweg genau in den Fuß von Maya Andresen, die das Leder klasse verarbeitete und freie Bahn hatte. Die Stürmerin tanzte leichtfüßig die Torhüterin aus und schob den Ball ins leere Tor. Das 4:0 für den BTSV!
Nach dem Anstoß eroberten die Löwinnen schnell den Ball zurück: Charlotte Brühler spielte einen weiten Pass in den Strafraum. Dort kam Maya Andresen mit einer resoluten Grätsche vor der Torfrau an den Ball, stand sofort wieder auf und traf ins leere Tor. Der blitzschnelle Doppelpack und das 5:0!

Vier Minuten später kamen die Gäste erstmals im zweiten Durchgang zum Abschluss. Sie brachen über rechts in den Strafraum, der Schuss aus spitzem Winkel flog aber deutlich über den Kasten. Sechs Minuten nach ihrem ersten Treffer schnürte Maya Andresen einen lupenreinen und blitzschnellen Hattrick! Charlotte Brühler hatte mit einem Steilpass Lyn Meyer auf den Plan gerufen, die ihrer Gegenspielerin über 20 Meter acht bis neun Meter abnahm und frei durchbrach. Uneigennützig legte die Torjägerin quer, am zweiten Pfosten war Maya Andresen mitgelaufen und vollstreckte. Sechs Minuten, drei Tore, ein wahnsinnig schneller Hattrick für Andresen! Damit war das halbe Dutzend voll, 6:0 für den BTSV!
Auf der anderen Seite ging es nach einem Ballverlust schnell. Die Nummer 5 brach frei durch und vollendete alleine vor Laura Engler zum Ehrentreffer, „nur“ noch 6:1. Kurz darauf steckte Maya Andresen auf Lyn Meyer durch, die eigentlich freie Bahn hatte, sich die Kugel aber etwas zu weit vorlegte. So kam die Torfrau noch an den Ball und begrub das Spielgerät unter ihrem Körper. Mittlerweile war die eigentliche Torhüterin Melanie Würmel aufs Feld eingewechselt worden und zeigte mit einem feinen Hackentrick am rechten Strafraumrand ihre Klasse am Ball. Dabei wurde sie allerdings gefoult. Den fälligen Freistoß spielte Neele Wunsch auf den ersten Pfosten. Dort kam Lyn Meyer vor ihrer Gegenspielerin an den Ball und ging nach einem klaren Foul zu Boden: Strafstoß. Diesen durfte Melanie Würmel schießen und verwandelte aus elf Metern wuchtig zum 7:1!
Beinahe hätte die Torhüterin sogar den Doppelpack geschnürt, als sie nach einem Steckpass von Matilda Querfurth frei vor der Torhüterin auftauchte. Sie blieb mit ihrem Haken aber an der Torfrau hängen.

Dann war Schluss! Die Löwinnen gewinnen klar gegen den Zweitplatzierten und senden ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz um den Platz an der Tabellenspitze. Denn der gehört der Eintracht und das ist nicht nur nach heute auch absolut verdient so. Eine überragende zweite Halbzeit war heute der Grundstein zum Sieg. Weiter geht es für die Eintracht am kommenden Sonntag. Dann sind die Blau-Gelben bei der SVG Göttingen zu Gast. Es ist das nächste Topspiel, denn die Gastgeber sind Tabellenvierter. Anstoß im Stadion am Sandweg ist um 11 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
