Blau-Gelber Staffelsieg
9 min readStaffelsieg! Die 1. Frauen betreiben Chancenwucher und spielen mit ordentlich Pech und durch eine starke Gäste-Torfrau „nur“ 2:2 gegen BW Tündern. Trotz diverser hochkarätiger Torchancen fast aller Feldspielerinnen war es nur Celina Klebe, die per Strafstoß und Abstauber traf und das Spiel nach zwischenzeitlichem Rückstand drehte. Nach dem späten Ausgleich durch einen zweifelhaften Strafstoß blieb es beim 2:2-Unentschieden, das dennoch den Staffelsieg und die Teilnahme am Aufstiegsspiel in die Regionalliga bedeutet! Jetzt können die Löwinnen erstmal ordentlich feiern, ehe die Vorbereitung auf das Aufstiegsspiel am 30. Mai in Barsinghausen beginnt.

Für den Eintritt bei den Löwinnen gibt es einen Verzehr-Rabatt von 1,00 Euro. Dies wurde in die XXL-Bratwurst im Baguette investiert. 3,50 Euro statt 4,50 Euro. Preislich in Ordnung und auch der Rest war in Ordnung. Eine solide 7,5/10 von mir.
Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Nele Schäfer (TW) – Antonia Farr, Jolie Just, Gina Berger (88. Lena Ahl) – Jill Lange (70. Charlotte Brühler), Neele Wunsch, Leandra Hampe-Michels (70. Marie Gollmer), Cindy Kaufmann (80. Victoria Wiedermann) – Imke Wiedenroth – Celina Klebe (80. Maya Andresen), Lyn Meyer (C)
Kurz nach Anpfiff rutschte ein Steckpass durch die Blau-Gelbe Abwehrkette, doch Nele Schäger stürmte aus ihrem Strafraum und drosch den Ball aus der Gefahrenzone. Im Gegenzug kam der Ball über Gina Berger und Celina Klebe zu Lyn Meyer, deren Abschluss aus 15 Metern etwas zu zentral geriet, die Torhüterin konnte parieren. Fünf Minuten später drehte Lyn Meyer nach einem Einwurf von Jill Lange auf und verschaffte sich etwas Platz. Aus 14 Metern visierte sie die untere rechte Ecke an, doch die Gäste-Torfrau verhinderte den 40. Saisontreffer der Torjägerin. Wenige Augenblicke später spielte Imke Wiedenroth einen Doppelpass mit Lyn Meyer, ihr Abschluss im Strafraum wurde zur Ecke abgefälscht. Diese servierte Neele Wunsch auf den Kopf von Lyn Meyer, die das Leder links neben den Kasten bugsierte.

Kurz darauf zog Leandra Hampe-Michels aus der zweiten Reihe ab, ihr Schuss zischte rechts am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später spielte Gina Berger einen Freistoß vom rechten Strafraumrand flach auf den ersten Pfosten, Lyn Meyer war perfekt eingelaufen, scheiterte aus kurzer Distanz aber an der nächsten Glanztat der Torhüterin. Fünf Minuten später legte Meyer für Leandra Hampe-Michels ab, deren Schuss aus 20 Metern rechts am Tor vorbeiflog. Eine Minute danach fand Jill Lange rechts am Strafraum eine Flankenposition, ihre Hereingabe landete bei Celina Klebe, die am zweiten Pfosten aus wenigen Metern abziehen konnte. Mit einer sehenswerten Fußabwehr verhinderte die Torfrau erneut den Einschlag.
Kurz darauf zischte ein von Jill Lange flach und direkt getretener Freistoß aus 19 Metern Torentfernung knapp am rechten Pfosten vorbei. Wenige Augenblicke später stieß Leandra Hampe-Michels den Ball mit dem Knie in den Lauf von Jill Lange, die ihren Körper überragend einsetzte und so Lyn Meyer in Szene setzen konnte. Die Stürmerin drehte sich elegant um ihre Gegenspielerin und zog 13 Meter halbrechts vor dem Tor ab, der Ball zischte hauchzart links am Tor vorbei. Eine Minute danach drang Lyn Meyer über die linke Grundlinie in den Strafraum ein und bediente Cindy Kaufmann, die aus elf Metern an der nächsten Wahnsinnstat der Torhüterin scheiterte. Doch der Ball blieb im Spiel und kam zu Neele Wunsch, die es aus 25 Metern einfach mal probierte. Ihr Fernschuss setzte kurz vor dem Tor noch einmal unangenehm auf und hätte genau neben den linken Pfosten gepasst, doch die Torhüterin war blitzschnell unten und lenkte das Spielgerät mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

Zwei Zeigerumdrehungen später zog Lyn Meyer von der rechten Seite unnachahmlich nach innen und suchte aus 20 Metern den Abschluss. Die Kugel zischte denkbar knapp am linken Winkel vorbei. Eine Minute danach überraschte Cindy Kaufmann mit einem schnellen Einwurf die gegnerische Abwehrkette, Lyn Meyer drehte sich geschickt um ihre Gegenspielerin und hatte freie Bahn, zwölf Meter vor dem Tor traf sie aber nur das linke Außennetz. Kurz darauf knallte Leandra Hampe-Michels das Leder aus der zweiten Reihe über den Kasten. Zwei Minuten danach rutschte eine Hereingabe von Imke Wiedenroth an den zweiten Pfosten durch, Cindy Kaufmann legte sich das Leder zurecht, ballerte aus 14 Metern aber links am Tor vorbei.
Im Gegenzug rutschte ein Steckpass durch, Nele Schäfer bewies im direkten Duell mit der Stürmerin aber ihre Klasse und verhinderte mit einer tollen Parade den Rückstand. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff zog Gina Berger einen Freistoß von der rechten Strafraumkante direkt aufs Tor. Der Ball hätte genau unter die Latte gepasst, doch mit den Fingerspitzen lenkte die Torfrau die Kugel noch über den Querbalken. Kurz darauf erlief Lyn Meyer einen langen Ball, drang in den Strafraum ein und zog aus 15 Metern volley ab. Der Ball hätte ziemlich genau in den linken Winkel gepasst, doch mit einer echten Wahnsinnstat bekam die Torfrau irgendwie noch die Hand an den Ball und verhinderte das Traumtor. Aus der folgenden Ecke spielte Celina Klebe einen Doppelpass mit Cindy Kaufmann und schlenzte das Spielgerät vom linken Strafraumeck auf die lange Ecke. Dieses Mal konnte die Torfrau nur hinterherschauen, doch der Ball klatschte direkt über dem rechten Winkel an die Latte, unfassbar!
Dann war Halbzeit. Auf eine Nachspielzeit hatte die Schiedsrichterin trotz haufenweiser Ecken und Abstöße tatsächlich verzichtet. Unglaublich, was die gegnerische Torfrau hier auf den Platz brachte. Zwar hätten es die Löwinnen in mehreren Szenen durchaus genauer machen können, doch bei gleich einigen Glanztaten wollte der Ball einfach nicht rein. Mindestens ein Punkt war heute nötig, um auch punktemäßig alleine an der Spitze zu stehen.

Eine Minute war nach dem Seitenwechsel gespielt, als sich Lyn Meyer nach einem Zuspiel von Jill Lange leichtfüßig um ihre Gegenspielerin drehte, in den Strafraum marschierte und freie Schussbahn hatte. Aus zehn Metern zielte sie aber zu zentral, erneut parierte die Torhüterin stark. Ein langer Lange-Einwurf brachte kurz darauf Lyn Meyer in die nächste Abschlussposition, aus der Drehung und aus spitzem Winkel rauschte der Ball links am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen danach verlängerte Lyn Meyer eine Klebe-Ecke auf den zweiten Pfosten, wo Imke Wiedenroth aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, die wieder einmal stark reagierende Torfrau allerdings nicht überwinden konnte. Im direkten Gegenzug rutschte ein Steckpass durch die Abwehrkette, Nele Schäfer blieb im direkten Duell mit der Stürmerin aber erneut Siegerin, den Nachschuss blockte Cindy Kaufmann ins Toraus. Bei der folgenden Ecke gingen die Löwinnen dann aber nicht energisch genug zum Ball, sodass die Nummer 6 per Kopf traf, das 0:1.
Das hatte sich nicht unbedingt angebahnt, aber wer sie vorne nicht macht, bekommt sie halt hinten rein. Lyn Meyer zog eine Minute nach dem Rückstand aus 18 Metern ab, doch erneut parierte die Torfrau. Zwei Zeigerumdrehungen danach fand Jolie Just mit einem langen Ball aus der eigenen Abwehrkette Jill Lange, die halbrechts im Strafraum auftauchte, völlig freie Bahn hatte, aber etwas zu überhastet den Abschluss suchte und rechts am Tor vorbeischoss. Fünf Minuten nach dem Rückstand war das intensive Pressing von Cindy Kaufmann erfolgreich. Nach ihrer Balloberung stieß sie das Spielgerät zu Jill Lange, die Lyn Meyer in Szene setzte. Die Torjägerin tanzte eine Verteidigerin aus und zog aus 13 Metern ab. Wieder parierte die Gäste-Torfrau glänzend, doch der Ball prallte genau zu Celina Klebe, die im Fallen ins leere Tor vollstreckte. Der hochverdiente Ausgleich: das 1:1!

Beinahe hätten sich die Löwinnen umgehend selbst um den Lohn gebracht, als sie den Ball am eigenen Strafraum leichtfertig herschenkten, doch auf Nele Schäfer war auch heute Verlass, sie parierte im direkten Duell mit der Stürmerin glänzend. Eine Zeigerumdrehung später zog Lyn Meyer nach einem Einwurf von Jill Lange in den Strafraum und fand 14 Meter vor dem Tor eine Lücke zum Abschluss: rechts am Tor vorbei. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Lyn Meyer durch den Strafraum dribbelte, leicht getroffen wurde und zu Boden ging. Die Schiedsrichterin entschied auf Strafstoß, etwas glücklich für die Löwinnen. Celina Klebe legte sich den Ball zurecht und versenkte die Kugel in der linken Ecke! Spiel gedreht: das 2:1!
Anschließend wurde es ein Spiel auf ein Tor: Die Löwinnen wollten mit aller Macht den Deckel auf das Spiel machen und das 3:1 erzwingen. Angriff um Angriff rollte auf das Gäste-Tor zu. Neele Wunsch bediente Cindy Kaufmann, die halblinks im Strafraum abzog, den Ball aber rechts neben das Tor schoss. Fünf Minuten später setzte Lyn Meyer nach einem tollen Dribbling Marie Gollmer in Szene, die aus 13 Metern abzog, ihren Flachschuss parierte die Gäste-Torhüterin aber stark. Zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Antonia Farr den Ball 30 Meter vor dem gegnerischen Tor, ging noch ein paar Schritte und bediente dann Marie Gollmer, die aus 25 Metern einfach mal abzog. Die Torhüterin flog vergebens, doch der Ball klatschte nur an den linken Pfosten. Den Nachschuss jagte Celina Klebe über das Gebälk.

Eine Zeigerumdrehung später leitete Lyn Meyer einen Pass von Antonia Farr mit der Hacke auf Celina Klebe weiter, die aus 14 Metern völlig unbedrängt zum Abschluss kam, doch die Torhüterin zauberte die nächste Wahnsinnsparade aus der Zauberkiste und lenkte den Ball noch um den Pfosten. Anscheinend war auch die Schiedsrichterin von den vielen Paraden verwirrt und gab Abstoß. Den Abstoß fingen die Löwinnen ab. Neele Wunsch versuchte es aus 20 Metern, konnte die Torfrau mit dem Flachschuss aber nicht überwinden. Drei Minuten später chippte Imke Wiedenroth den Ball in den Lauf von Lyn Meyer, die es unter Bedrängnis mit einem Lupfer versuchte. Die Torfrau brachte erst die Fingerspitzen an den Ball und hatte die Kugel dann sicher.
Kurz darauf köpfte Lyn Meyer eine Freistoßflanke von Jolie Just haarscharf am langen Pfosten vorbei. Dann wurde es kurios. Bei einem eigentlich harmlosen Ball waren sich mehrere Löwinnen uneinig und so wäre die Stürmerin beinahe noch an den Ball gekommen. Doch im letzten Moment schnappte sich Nele Schäfer das Spielgerät. Im Gewühl hatte sich eine Spielerin der Gäste wehgetan. Daher unterbrach die Schiedsrichterin die Partie. Nach einigen Sekunden nahm die Schiedsrichterin plötzlich den Ball aus den Händen von Nele Schäfer und legte ihn auf den Elfmeterpunkt. Ohne ein Handzeichen oder einen weiteren Pfiff gab es plötzlich unerklärlicherweise Strafstoß! Selbst beide Assistenten waren überrascht, erklärte uns Assistentin Nummer 1, dass nicht wegen eines Fouls, sondern wegen der Behandlung unterbrochen wurde und Assistent Nummer 2 weiter an der Außenlinie stand und von der Schiedsrichterin zum Strafstoß gerufen werden musste. Der Strafstoßschützin war es egal, sie verwandelte eiskalt unten links, das 2:2.

Selbst bei einem Remis wäre die Eintracht sicher im Aufstiegsspiel, nur bei einer Niederlage und einem Sieg mit 18 Toren von Verfolger Lehrte wäre der Platz an der Spitze in Gefahr, danach sah es aber natürlich nicht aus. Nach einem langen Ball von Jolie Just war Maya Andresen zwar vor der Torfrau am Ball und konnte diese überlupfen, doch der Ball flog auch über den Kasten. Die letzte Aktion hatten die Gäste, die nach einer Ecke aus dem Gewühl den linken Pfosten trafen.
So endete das letzte Ligaspiel immerhin nicht mit einer Niederlage, das Unentschieden war anhand der Chancenverteilung schon kurios genug. Vielleicht ist es auch ein kleiner, aber wichtiger Hinweis, dass im Aufstiegsspiel voller Fokus und das nötige Glück notwendig sein werden. Glück, das heute gespart und hoffentlich beim Aufstiegsspiel ausgeschöpft wird. Die Löwinnen durften sich heute feiern lassen und taten dies auch. Erst in zwei Wochen steht dann das wichtigste und entscheidende Spiel der Saison an. Am 30. Mai geht es im August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen um den Aufstieg in die Regionalliga. Die Uhrzeit steht noch nicht ganz offiziell fest, ihr werdet es aber erfahren. Gegner ist der ungeschlagene Sieger der West-Staffel, der SV TiMoNo. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
