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Der nächste Heimsieg

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Die 2. Frauen gewinnen auch ihr zweites Heimspiel der Saison und schlagen die Zweitvertretung der SVG Göttingen vor 70 Zuschauern mit 4:1. Nach einem Fernschusstreffer von Lenja Kastner gelang den Gästen noch im ersten Durchgang der Ausgleich. Nach dem Wiederanpfiff war es die eingewechselte Melina Melzig, die die Blau-Gelben erneut in Führung brachte, Dilara Gruschka hatte die Vorarbeit geleistet. In der 67. Minute revanchierte sich Melzig und legte Gruschka das 3:1 auf. Die dritte Torbeteiligung von Melina Melzig an diesem Tag war eine Flanke auf den Elfmeterpunkt, die Vanessa Schäfer zum 4:1-Endstand in die rechte Ecke köpfte.

Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Theresa Roer – Marie Brunner, Dilara Esen, Svenja Zindler – Alysha Jakubowski, Josephine Michler (67. Aileen Willeke), Lisa-Marie Naujoks, Lenja Kastner (76. Stella Steer) – Leandra Hampe-Michels (46. Melina Melzig) – Dilara Gruschka (80. Maya Grabe), Vanessa Schäfer

Fünf Minuten waren gespielt, als die Eintracht tief in der gegnerischen Hälfte den Ball gewann. Vanessa Schäfer zog aus der Drehung ab, ihr Schuss aus 15 Metern geriet aber zu zentral. Eine Minute später legte Leandra Hampe-Michels für Lisa-Marie Naujoks ab, deren Fernschuss rechts am Tor vorbei flog. Zwei Zeigerumdrehungen danach steckte Vanessa Schäfer auf Leandra Hampe-Michels durch, die im direkten Duell aber nicht an der Torfrau vorbei kam und ihren Nachschuss aus spitzem Winkel ans Außennetz setzte. Nach dem Abstoß eroberten die Löwinnen sofort den Ball zurück, Leandra Hampe-Michels knallte das Leder aus 20 Metern über die Latte.

Auf der anderen Seite kamen die Gäste zu ihrer ersten richtig guten Chance, als der Schiedsrichter eine klare Abseitsstellung übersah, Theresa Roer war auf sich alleine gestellt, gewann das direkte Duell gegen die Stürmerin mit der Nummer 5 aber mit einer starken Parade. Fünf Minuten später hatten die Göttingerinnen an der rechten Seite zu viel Platz zum Flanken. Die Nummer 5 kam aus acht Metern völlig frei zum Kopfball, köpfte das Leder aber klar vorbei. Zehn Minuten danach legte Dilara Gruschka für Leandra Hampe-Michels ab, deren Flachschuss aus 20 Metern links am Tor vorbei zischte. Eine halbe Stunde war gespielt, als Vanessa Schäfer auf dem linken Flügel den Ball, der zu Lenja Kastner prallte. Die zog aus 24 Metern einfach mal ab. Die Kugel schlug unter der Latte ein, die Torfrau streckte sich vergebens. Das Ding war drin, das 1:0 für die Löwinnen!

Im direkten Gegenzug übersah der Schiedsrichter erneut eine klare Abseitsstellung, erneut war die Nummer 5 frei durch, ballerte das Spielgerät zwölf Meter vor dem Tor aber ins Seitenaus. Zwei Zeigerumdrehungen danach verlängerte Dilara Esen eine Flanke unfreiwillig Richtung Tor. Mit einem Hechtsprung brachte Theresa Roer noch die Fingerspitzen an den Ball und lenkte die Kugel über den Querbalken. Eine Wahnsinnsparade!
Nach der folgenden Ecke wurde es strittig. Die Gäste kamen zu frei zum Kopfball, doch auf der Linie stand die Nummer 5 im Weg. Diese stand zwar klar im Abseits, doch das hatte der Schiedsrichter abermals übersehen. Beim Nachschuss der Nummer 17 befand sie sich dann abermals im Abseits und behinderte Roer, die somit machtlos war. Auch das übersah der Schiedsrichter und so stand es 1:1.

Fünf Minuten später bekam Josephine Michler den Ball von Leandra Hampe-Michels und zog aus 30 Metern ab, ihr wuchtiger Fernschuss geriet aber zu zentral. Wenige Augeblicke danach landete eine Freistoßflanke von Lisa-Marie Naujoks aus dem linken Halbfeld bei Alysha Jakubowski, die das Leder aber direkt in die Arme der Torfrau bugsierte. Kurz darauf versuchte es Josephine Michler erneut aus großer Ferne, wieder wuchtig, wieder etwas zu zentral. Mit Ablauf der regulären Spielzeit drang Lenja Kastner mit schnellen Schritten über die linke Seite in den Strafraum ein. Ihre Gegenspielerin stolperte im Laufduell und hielt sich an Kastner fest. Beide gingen zu Boden. Dafür kann man auch mal Strafstoß geben, tat der Schiedsrichter aber nicht. Dafür gab es Ecke, obwohl die Verteidigerin eigentlich nicht mal so richtig in die Nähe des Balls gekommen war.

Dann war Halbzeit. Die Löwinnen hatten mehr vom Spiel, waren aber noch nicht besonders oft zu ihren gefährlichen, schnellen Kombinationen gekommen. Und so waren es zumeist Abschlüsse aus der zweiten Reihe, die Richtung Gäste-Tor flogen. Auf der anderen Seite lauerten die Gäste immer wieder nahe der Abseitslinie. Trainer Sebastian Thies brachte Melina Melzig für die bis dahin sehr aktive Leandra Hampe-Michels. Vanessa Schäfer rückte dafür etwas zurück.

Und die flinke Stürmerin sorgte sofort für Gefahr. Etwas mehr als fünf Minuten waren gespielt, als Dilara Gruschka einen tollen Pass durch die Gasse spielte, Melzig war anschließend viel zu schnell für ihre Verfolgerinnen, hatte freie Bahn und blieb alleine vor der Torfrau eiskalt. Sie vollstreckte per Flachschuss in die untere rechte Ecke. Der dritte Saisontreffer für Melina Melzig und die erneute Führung, das 2:1 für die Braunschweiger Eintracht!

Zwei Zeigerumdrehungen danach setzte Josephine Michler mit einem herrlichen Flugball zum linken Strafraumeck Lenja Kastner in Szene, die per Volley abzog, die Kugel aber klar neben das Tor ballerte. Zehn Minuten später fing Melina Melzig einen Pass nahe am gegnerischen Strafraum ab und bediente sofort Vanessa Schäfer, die aus 14 Metern aus der Drehung abzog: knapp drüber. Es lief die 67. Spielminute, als Lenja Kastner einen überragenden Pass auf Melina Melzig spielte, die auf dem linken Flügel gleich mehrere Gegenspielerinnen überrannte. Nur eine konnte mithalten: Dilara Gruschka. Die Stürmerin lief in der Zentrale mit und Melzig fand ihre Sturmpartnerin mit einem mustergültigen Querpass. Gruschka verarbeitete das Leder klasse, umkurvte leichtfüßig die Torfrau und schob das Leder mit dem rechten Außenrist lässig ins leere Tor. Das 3:1 und das erste Saisontor für die langjährige Löwin!

Eine Minute später landete ein Abstoß der SVG-Torfrau bei Aileen Willeke, die das Leder im ersten Kontakt zu Dilara Gruschka spielte, die die Kugel ebenfalls mit nur einem Kontakt zu Vanessa Schäfer weiterleitete. Diese legte sich den Ball noch einmal zurecht und zog aus 20 Metern ab. Das Spielgerät flog knapp an der linken Ecke vorbei. Eine Viertelstunde vor dem Ende hielt Melina Melzig die Kugel auf dem linken Flügel mit einem tollen Spring im Spiel, ging mit einem feinen Haken an ihrer Gegenspielerin vorbei. Am linken Strafraumrand hatte sie die Übersicht und zirkelte den Ball butterweich auf den Elfmeterpunkt. Dort hatte sich Vanessa Schäfer freigelaufen und köpfte das Leder in die rechte Ecke. Der bereits vierte Treffer in dieser Saison für Vanessa Schäfer und die Vorentscheidung, das 4:1!

Drei Minuten danach lupfte Schäfer den Ball in den Lauf von Alysha Jakubowski, die die Kugel mit dem Oberschenkel in den Laufweg von Melina Melzig beförderte. Die kratzte den Ball nach einem eindrucksvollen Sprint noch von der rechten Grundlinie. Ihre Flanke drehte sich aufs Tor. Die Torfrau konnte nur noch hinterherschauen, doch der Ball klatschte an die Latte und sprang von dort ins Aus. Kurz darauf warf Alysha Jakubowski einen Einwurf zu Vanessa Schäfer, die auf der rechten Seite in den Strafraum marschierte. Ihre flache Hereingabe wurde im letzten Moment vor der einschussbereiten Melina Melzig geklärt.

Dann verloren die Löwinnen im Aufbau zu leichtfertig den Ball und schalteten nicht schnell genug in den Rückwärtsgang. Die Gäste tauchten zu dritt frei vor Theresa Roer auf, die Glück hatte, dass sich die Stürmerin aus spitzen Winkel gegen den Querpass und für den Abschluss entschied. Diesen parierte Roer mit einem starken Reflex zur Ecke. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit rutschte eine Freistoßflanke durch und eine SVG-Akteurin kam aus elf Metern völlig frei zum Abschluss, jagte das Leder aber über den rechten Knick.

Dann war Schluss! Die 2. Frauen gewinnen auch ihr zweites Heimspiel und schlagen die Zweitvertretung der SVG Göttingen verdient mit 4:1. Weiter geht es für die Löwinnen am kommenden Sonntag. Dann geht die Reise zum 1. FC Wolfsburg, der heute einen 11:1-Kantersieg feiern durfte. Die Defensive von Trainer Sebastian Thies wird also aufpassen müssen. Anstoß in Wolfsburg ist um 11 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 1:0 (30. Spielminute, Lenja Kastner), 1:1 (33. Spielminute, Margarethe Aurin), 2:1 (51. Spielminute, Melina Melzig), 3:1 (67. Spielminute, Dilara Gruschka), 4:1 (75. Spielminute, Vanessa Schäfer)

Bis dahin

Euer Kivi

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