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Raus im Viertelfinale

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Für die 1. Frauen ist die Pokalsaison vorbei. Gegen die SG Timmel/Moormerland/Nortmoor mussten sich die Löwinnen mit 0:1 geschlagen geben. Das war nicht unverdient, hatten die Blau-Gelben doch nicht gerade einen guten Tag erwischt. Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten häuften sich gegen Gäste, die sich in der Schlussviertelstunde für einen großen Kampf und viel Auswand belohnten. Die Löwinnen rannten in den letzten Minuten vor 150 Zuschauern noch einmal an, doch das kam zu spät. Zu lange war die Eintracht völlig harmlos gewesen, zu oft hatte man den Gegner eingeladen und so stand am Ende das bittere Aus im Niedersachsen-Pokal.

Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Laura Engler (TW) – Sophia Koschick (62. Lea Eggers), Antonia Farr, Anna Fries (75. Julia Meißner), Lena Ahl (75. Rona Riemer) – Neele Wunsch (62. Jolie Just), Franziska Knopp (C), Victoria Wiedermann (62. Celina Klebe) – Cindy Kaufmann, Lyn Meyer, Jill-Lina Lange

Noch in der ersten Spielminute setzte Neele Wunsch am rechten Strafraumeck Lyn Meyer in Szene, die aus der Drehung abzog. Ihr Flachschuss ging rechts am Tor vorbei. Nach dem folgenden Abstoß standen die Löwinnen ungeordnet und die Gäste brachen über rechts in den Strafraum. Aus leicht spitzem Winkel kam der Abschluss alleine vor dem Tor auf die kurze Ecke, doch Laura Engler reagierte klasse und parierte ins Toraus. Die anschließende Ecke wurde kurz ausgeführt und scharf vors Tor getreten. Der Ball rutschte bis zum zweiten Pfosten durch, wo zwei TiMoNo-Spielerinnen am Ball vorbei rauschten. Eine Zeigerumdrehung später klappte der gleiche Trick nochmal. Die Ecke wurde kurz ausgeführt, die Gäste-Akteurin marschierte unbedrängt zum rechten Strafraumeck und zog ab, der Ball segelte aber weit über den Kasten.

Fünf Minuten danach bekam Cindy Kaufmann den Ball von Franziska Knopp und suchte mit einer Flanke Mitspielerinnen. Ihre Hereingabe wurde zu Jill-Lina Lange geklärt, die aus 16 Metern volley abzog und den Ball nur knapp über die Latte knallte. Zehn Minuten später bugsierten die Gäste eine Freistoßflanke von Franziska Knopp aufs eigene Tor, doch die Torfrau packte sicher zu. Kurz darauf geriet ein Knopp-Fernschuss zu zentral. Zehn Minuten vor der Pause erwischte Sophia Koschick eine Flanke von Lena Ahl mit dem Kopf, konnte die Kugel aber nicht Richtung Tor drücken.

Auf der anderen Seite tauchte die Nummer 11 der Gäste nach zwei kollektiven Tiefschläfen der Blau-Gelben Abwehr jeweils völlig frei vor dem Tor auf, jagte den Ball aber beim ersten Mal aus 14 Metern zehn Meter rechts vorbei und ließ die Kugel beim zweiten Mal so weit vom Fuß springen, dass Laura Engler den Ball unter sich begraben konnte. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Lyn Meyer nach einem Kaufmann-Einwurf für Franziska Knopp ablegte. Die Kapitänin zog aus 18 Metern ab, aber ein Abwehrbein kam noch dazwischen und entschärfte den Schuss entscheidend, die Torfrau nahm den Ball locker auf. Im direkten Gegenzug kamen die Gäste auf der Strafraumkante zu Abschluss, die Kugel zischte knapp über den Querbalken.

Dann war Halbzeit. Die Löwinnen hatten große Probleme, die langen und steilen Bälle der Gäste zu verteidigen und hatten in Laufduellen regelmäßig das Nachsehen. Zudem sorgten haarsträubende Stockfehler und katastrophale Fehlpässe immer wieder für Gefahr gegen die hochmotivierten Gäste, die hier jedem Ball mit vollem Willen hinterher rannten.

Kurz nach Wiederanpfiff dribbelte sich Lyn Meyer auf der rechten Seite in eine Schussposition, ihren Abschluss aus 18 Metern hielt die Torfrau aber fest. Die Gäste wollten von hinten aufbauen, aber Neele Wunsch eroberte das Spielgerät mit einer überragenden Grätsche und bediente sofort Lyn Meyer, die ihre Gegenspielerin austanzte, aus 14 Metern mit dem schwächeren linken Fuß aber links am Tor vorbei schoss. Auf der anderen Seite klärten die Löwinnen einen der vielen weiten Gäste-Einwürfe unzureichend. Die Direktabnahme der TiMoNo-Akteurin strich rechts am Tor vorbei. Kurz darauf tauchte Laura Engler unter einer Ecke hindurch, ein Blau-Gelbes Abwehrbein klärte den folgenden Kopfball aber noch von der Linie.

Fünf Minuten später spielte Franziska Knopp einen Freistoß von der linken Seite flach an den ersten Pfosten. Lyn Meyer lief durch und hielt den Fuß rein, aber die Torfrau reagierte klasse und verhinderte die Eintracht-Führung. Der Ball prallte zurück zu Franziska Knopp, die für Lea Eggers ablegte. Die kurz zuvor eingewechselte Eggers zog aus 25 Metern ab, verfehlte das Tor aber klar. Im Gegenzug packte Laura Engler bei einem harmlosen Kopfball sicher zu. Eine Zeigerumdrehung danach spielte Kapitänin Knopp den nächsten Freistoß flach in den Lauf von Lyn Meyer, die ihre Verfolgerin abschüttelte und aus acht Metern aus der Drehung mit dem schwächeren linken Fuß abzog, das Tor aber doch um ein gutes Stück verfehlte.

Aus dem Abstoß heraus entwickelte sich ein Querschläger, der die Gäste plötzlich frei vors Tor brachte. Lena Ahl konnte noch entscheidend stören, sodass der Schuss aus 14 Metern in den Armen von Laura Engler landete. Sofort ging es in die andere Richtung, von der rechten Seite flanke Lea Eggers an den zweiten Pfosten, wo Jill-Lina Lange völlig frei stand, die Hereingabe aber etwas in den Rücken bekam und die Kugel somit nicht aufs Tor drücken konnte. Eine Viertelstunde vor dem Ende war es wieder mal ein langer Ball, der die Eintracht-Abwehr knackte. Gleich zwei Verteidigerinnen wurden trotz mehreren Metern Vorsprungs deutlich überlaufen und auch das Laufduell mit Laura Engler gewann die Stürmerin mit der Nummer 11, die die Eintracht-Torfrau mit viel Gefühl überlupfte. Unter großem Jubel der zahlreich mitgereisten Gästefans schlug der Ball unter der Latte ein, das 0:1.

Nun rannten die Löwinnen an und spielten druckvoller auf das Tor. Eine Flanke von Ronja Riemer köpfte Lyn Meyer aber rechts am Tor vorbei. Während des nächsten aussichtsreichen Angriffs der Löwinnen rannte plötzlich ein Hund der Gästefans aufs Spielfeld. Es dauerte ein paar Minuten, bis dieser eingefangen war. Als es dann weiterging, zog Jolie Just aus großer Distanz ab und verfehlte das Ziel nur knapp. Auf der anderen Seite wurde es nach einer Ecke gefährlich, nach dem Kopfball aus kurzer Distanz war Laura Engler bereits geschlagen, aber zu zweiten Mal an diesem Tag klärten die Löwinnen auf der Linie. Zwei Minuten später brachen die Gäste frei durch, doch Laura Engler blieb im direkten Duell mit einer überragenden Fußabwehr Siegerin und fischte sich den Nachschuss mit einer starken Flugeinlage.

Im direkten Gegenzug steckte Jolie Just auf Celina Klebe durch, die an der letzten Verteidigerin vorbeizog, die Kugel aber acht Meter vor dem Tor im Fallen nicht mehr voll traf. Den wenig druckvollen Schuss konnte die Torfrau somit gerade noch parieren. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Lyn Meyer einen langen Ball von Jolie Just klasse verarbeitete, mit einem Haken aber an der letzten Verteidigerin hängen blieb. Andernfalls wäre die Torjägerin frei vor dem Tor aufgetaucht. Die Nachspielzeit war bereits abgelaufen, als es noch einmal Ecke für die Löwinnen gab. Torfrau Laura Engler war mit im Strafraum, aber die so wichtige Ecke geriet viel zu weit.

Direkt danach war Schluss. Den Löwinnen war kein Tor gelungen und irgendwann hatten die Gäste eine der vielen Einladungen dann doch angenommen. Der Sturmlauf nach dem Rückstand war beeindruckend, zuvor war das aus dem Spiel heraus viel zu ungefährlich gewesen, was die Blau-Gelben in diesem wichtigen Spiel gezeigt hatten. Somit ist das Pokalaus besiegelt, in der Liga geht es nun darum, zumindest den zweiten Tabellenplatz zu sichern. Am kommenden Sonntag geht es wieder um Punkte, dann reisen die Löwinnen zum MTV Barum. Anstoß beim Tabellenachten ist um 13 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel gibt es hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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