Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Torloses Remis in Paderborn

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Keine Tore, ein Punkt. Die Eintracht spielt zum zweiten Mal in Folge unentschieden und kann beim neuen und zu Hause ungeschlagenen Tabellenzweiten SC Paderborn eine 20-minütige Überzahl nicht entscheidend nutzen. In einem lange extrem ereignisarmen Spiel fiel der Mannschaft von Daniel Scherning lange wenig in der Offensive ein, dafür stand man in der Defensive sicher, BTSV-Torwart Marko Johansson hatte nur sehr selten etwas zu tun. Nachdem der VAR eine Tätlichkeit der Hausherren erkannt hatte, waren die Löwen in Überzahl am Drücker, konnte aber gleich mehrere Gelegenheiten nicht nutzen. Da auch die Paderborner ihre Chancen nicht nutzen konnten, war es am Ende das erste torlose Remis der Saison für die Blau-Gelben. Knapp 2.000 Eintracht-Fans hatten die Löwen nach Paderborn begleitet.

Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Marko Johansson (TW) – Paul Jaeckel, Ermin Bičakčić (C), Kevin Ehlers – Fabio Kaufmann, Robin Krauße (84. Sidney Raebiger), Sven Köhler, Leon Bell Bell – Johan Gómez (84. Levente Szabó) – Rayan Philippe, Christian Conteh (64. Sebastian Polter)

Nach 95 besuchten Spielen in Folge blieb für mich krankheitsbedingt nur das Sofa mit Decke. Und so sah ich im TV, wie die Löwen den ersten Abschluss hatten: Christian Conteh kam von der Strafraumkante zum Schuss, wurde aber geblockt. Auf der anderen Seite konnte Bell Bell eine Flanke nur unzureichend klären, sodass Engelns aus leicht spitzem Winkel zum Kopfball kam, das Leder aber links am Tor vorbei. Ein paar Minuten danach lief der Eintracht-Konter über Gómez, der Christian Conteh in Szene setzte. Dieser zog über links in den Strafraum und suchte aus zwölf Metern den Abschluss. Sein Schuss aus spitzem Winkel ging aber ein gutes Stück rechts am Tor vorbei.

Kurz darauf schickte Gómez auf der linken Seite Leon Bell Bell auf die Reise, der sich am linken Strafraumeck festsetzte und die Kugel dann in den Rückraum spielte. Rayan Philippe nahm die Kugel direkt, sein Schuss aus 18 Metern flog aber knapp rechts am Tor vorbei. Zehn Minuten vor der Pause prallte der Ball nach einem Freistoß der Gastgeber Curda vor die Füße, dessen Flanke sich aufs Tor drehte und von der Latte zurück ins Feld prallte. Anschließend konnten die Blau-Gelben klären.

Dann war Halbzeit. Viel war nicht passiert, die Löwen verteidigten wieder einmal diszipliniert, konnten aus den Kontern aber noch keinen richtig gefährlichen Abschluss generieren. Daniel Scherning konnte gegen einen starken Gegner also zufrieden sein und verzichtete vorerst auf Wechsel.

Auch im zweiten Durchgang hatte die Eintracht den ersten Abschluss, doch der Fernschuss von Köhler wurde geblockt. Eine Viertelstunde danach blockte ein Löwen-Bein einen Schuss von Kostons zur Ecke. Diese wurde nicht gefährlich. Zwei Minuten danach suchte Johan Gómez mit einer scharfen Hereingabe Rayan Philippe, der den Ball nur knapp verpasste. Kurz darauf kam der Franzose dann doch zum Abschluss: Sein flacher Drehschuss aus 15 Metern war aber leichte Beute für SCP-Torwart Schubert. 20 Minuten waren noch zu spielen, als sich Hoffmeier in einem intensiven Zweikampf mit Polter zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Schiedsrichter Halsberger hatte die Situation übersehen, bekam aber eine Info vom VAR und entschied nach kurzem Video-Studium auf Platzverweis. Die Eintracht war ab sofort in Überzahl!

Und beinahe hätte es direkt im Anschluss geklingelt: Johan Gómez setzte auf der linken Seite Leon Bell Bell in Szene, der die Kugel sofort in die Mitte gab. Dort kam der völlig freie Rayan Philippe elf Meter vor dem Tor einen halben Schritt zu spät und traf das Spielgerät so nicht perfekte. Der Franzose drückte den Ball rechts am Tor vorbei. Dicke Chance zur Führung!

Zwei Zeigerumdrehungen später verlagerte Philippe das Spiel klasse auf die linke Seite. Bell Bell zog aus der zweiten Reihe ab: links vorbei. Zehn Minuten vor dem Ende flankte Paul Jaeckel die Kugel nach einem Kaufmann-Einwurf aus dem rechten Halbfeld in die Gefahrenzone. Kevin Ehlers konnte sich im Luftduell durchsetzen und köpfte den Ball aus kurzer Distanz aufs rechte Eck. Mit den Fingerspitzen verhinderte Schubert den Einschlag und lenkte den Ball noch über den Querbalken.

Auf der anderen Seite pennten die Blau-Gelbe Hintermannschaft komplett und verlor Scheller aus den Augen, der somit zwei Meter vor dem Strafraum völlig frei an den Ball kam und sofort abzog. Johansson konnte zur Seite abwehren, aber dort stand Ansah, der ebenfalls blitzschnell den Abschluss suchte. Bell Bell sprang in die Schussbahn und konnte blocken, doch der Ball prallte vom Linksverteidiger zurück zu Ansah und vom Paderborner zurück aufs Tor, doch erneut war Johansson da und parierte zur Ecke.

Die Nachspielzeit war bereits in den letzten Zügen, als eine Flanke von Fabio Kaufmann nur einen Hauch zu ungenau für Sebastian Polter war, der die Kugel so nicht aufs Tor drücken konnte. Doch noch war die Partie nicht vorbei, wenige Sekunden später kam Sidney Raebiger an der Strafraumkante den Ball und visierte die untere linke Ecke an. Aber Schubert war erneut da, tauchte ab und wehrte den Ball zur Seite ab. Dort stand Leon Bell Bell, doch der Linksverteidiger war zu überrascht und konnte den scharfen Abpraller nicht kontrollieren. Andernfalls hätte er aus wenigen Metern völlig freie Bahn gehabt.

Direkt danach war Schluss. Die Eintracht am Ende als mit Chancenplus, aber keinen Toren. Schwierig zu bewerten, ob es ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene sind. In unserer Situation muss man eigentlich jede Situation nutzen, um die größtmögliche Punktzahl mitzunehmen. Das ist heute nicht gelungen. Andererseits ist ein Punkt beim Tabellenzweiten absolut in Ordnung. Das Team von Daniel Scherning rutscht damit auf den vorletzten Platz. Weiter geht es bereits am Freitag, dann ist um 18:30 Uhr der HSV zu Gast im Eintracht-Stadion.

Am Ende noch ein kleiner Ergebnisdienst aus dem NLZ: Die jungen Löwen konnten auswärts gewinnen. Die U23 schlug Wilhelmshaven mit 0:1, die U10 den VfL Osnabrück mit 0:1 und die U17 gewann bei Hansa Rostock mit 1:2.

Bis dahin

Euer Kivi

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