Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Auswärtssieg!

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Schön war es nicht, was die Eintracht in Kaiserslautern auf das Spiel auf dem Betzenberg brachte. Zur Pause war mehr als jeder zweite Pass nicht beim Mitspieler gelandet. Doch da die Blau-Gelben defensiv sicher standen und vorne zumindest einen Fehler der schwachen Gastgeber ausnutzten, stand die Pausenführung. Ausgerechnet der aus Kaiserslautern ausgeliehene Alidou hatte getroffen. Nach dem Seitenwechsel blieb es auf beiden Seiten auf beschaulichem Niveau. Aber wieder reichte ein zielstrebiger Angriff und Erencan Yardimci erlöste die mitgereisten Anhänger vor über 44.000 Zuschauern. Von dem 2:0 erholten sich die Roten Teufel nicht mehr und die Eintracht durfte den ganz wichtigen vierten Auswärtssieg der Saison feiern!

Für 4,50 Euro gab es eine Rote Wurst. Und die war wirklich klasse. Gut gegrillt, knackig und ein sehr passender Geschmack. Da kann man nicht viel meckern, da auch das Brötchen wirklich top war. 9/10 von mir.

Eintracht-Coach Lars Kornetka entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW, C) – Mehmet Can Aydin, Kevin Ehlers, Andi Hoti, Leon Bell Bell – Max Marie, Florian Flick – Johan Gómez (77. Fabio Kaufmann), Lino Tempelmann (58. Robin Heußer) – Faride Alidou (58. Erencan Yardimci), Johan Mijatovic (90. Sidney Raebiger)

Spieler der Eintracht umarmen sich nach dem Sieg, während Rauch im Stadion zu sehen ist.

Die Gastgeber begannen durchaus schwungvoll, bis auf einen geblockten Schuss von Joly passierte aber erstmal nichts. Stattdessen zog Lino Tempelmann mit Ablauf der Anfangsviertelstunde aus etwa 20 Metern einfach mal ab. FCK-Keeper Kamga konnte den recht zentralen Fernschuss nicht festhalten und ließ den Ball nach vorne abprallen. Der von den Gastgebern an die Eintracht verliehene Faride Alidou reagierte am schnellsten und spitzelte das Leder am Schlussmann vorbei. Riesenjubel im Gästeblock, die erste Führung seit Mitte März, das 1:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Fünf Minuten später musste der mit Schirmmütze ausgestattete Thorben Hoffmann erstmals eingreifen. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Joly aus kurzer Distanz zum Kopfball, Hoffmann parierte den Abschluss aus spitzem Winkel ins Toraus. Kurz darauf wurde es nach einer erneuten Ecke gefährlich, Leon Bell Bell konnte den Versuch von Sahin aber blocken. Eigentlich hatten nur noch die Roten Teufel den Ball, zwischenzeitlich war der Ballbesitzanteil auf 80 % gewachsen. Die nächste richtig dicke Chance hatten aber die Roten Löwen: Nach einem ungenauen Rückpass versprang FCK-Keeper Kamga der Ball bei der Ballannahme, Alidou schnappte sich im Zweikampf mit dem Schlussmann das Spielgerät, kam aufs leere Tor im Fallen und unter Bedrängnis aber nicht kontrolliert zum Abschluss. Das Leder rollte rechts am Tor vorbei.

Und dann war Halbzeit. Mit lauten Pfiffen ging es in die Kabine, das war wirklich ein schwacher Auftritt der Hausherren gewesen, denen hier gar nichts gelungen war. Als neutraler Zuschauer wahrscheinlich ein Spiel am Rande des Erträglichen, auch von den ebenfalls sehr harmlosen Blau-Gelben, die aber durch eine aufmerksame Aktion von Alidou führten. Trainer Lars Kornekta verzichtete auf Wechsel.

Auf dem Spielfeld umarmt eine Gruppe von Fußballspielern in blauen Trikots ihre Teamkollegen und Trainer, umgeben von einer rauchigen Atmosphäre nach einem Spiel.

Nach Wiederanpfiff brachen die Löwen zweimal gefährlich über den linken Flügel zur Grundlinie, die Hereingaben waren aber so ungefährlich, dass diese nur nennenswert sind, da sonst weiterhin wenig passierte. Zehn Minuten waren gespielt, als eine Flanke von Leon Bell Bell zu Jovan Mijatovic abgefälscht wurde, der aus zehn Metern doch deutlich verzog. Der rechte Fuß ist dann doch eindeutig der schwächere. Im Gegenzug landete eine Hereingabe von Bassette im Strafraum bei Skyttä, der das Leder aus spitzem Winkel am Tor vorbeispitzelte. Zehn Minuten später legte der eingewechselte Yardimci für den eingewechselten Heußer ab, der es aus 22 Metern versuchte. Da der Mittelfeldspieler beim Abschluss wegrutschte, verzog er doch klar. Fünf Minuten später brach Jovan Mijatovic über rechts in den Strafraum, fand keine Anspielstation und traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

Wenige Augenblicke danach legte Erencan Yardimci das Leder auf den falschen Fuß von Mijatovic, der aus elf Metern keinen Druck hinter seinen Schuss bekam, sodass ein Abwehrspieler noch blocken konnte. Etwas mehr als eine Viertelstunde war noch zu spielen, als die Gastgeber nach einem Einwurf den Ball verloren und es die Eintracht endlich mal schnell machte. Robin Heußer spielte einen überragenden Pass durch die Schnittstelle in den Lauf von Florian Flick, der mit Ball Meter machte und im perfekten Moment auf Erencan Yardimci durchsteckte. Dieser war im Laufduell mit Gyamfi klarer Sieger, tauchte halblinks vor dem Tor auf und ließ Kamga mit einem platzierten Schuss genau in die untere linke Ecke keine Chance. Nun explodierte der Auswärtsblock, die Fahrt hatte sich gelohnt, das 2:0!

Das Endstand-Signalbild eines Fußballspiels zeigt den Score 1. FC Kaiserslautern 0, Eintracht Braunschweig 2, umgeben von leichter Rauchentwicklung im Stadion.

Kurz darauf folgte der erste Schuss aufs Tor der Eintracht nach dem Seitenwechsel. Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte Hanslik allerdings sehr harmlos genau in die Arme von Thorben Hoffmann, der mittlerweile ohne Mütze das Tor hütete. Wenig später kam Ritter nach einer Ecke aus spitzem Winkel zum Abschluss, wieder direkt in die Arme von Hoffmann. Mit Ablauf der regulären Spielzeit zog Mijatovic per Volley-Direktabnahme von der Strafraumkante ab, jagte das Leder aber beinahe aus dem Stadion.

Stadionansicht mit Fankultur, Flaggen und Rauch während eines Spiels, das Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Kaiserslautern zeigt. Im Hintergrund ist die Anzeigetafel mit dem Spielstand 0:2 zu sehen.

Dann war Schluss! Der erste Sieg nach vier Spielen ohne dreifache Punkteausbeute und er könnte so wichtig sein. Nun kann man in Ruhe beobachten, wie sich die Konkurrenz schlägt und dann im besten Falle in Kiel nachlegen. Alles gut war heute sicherlich nicht, am Ende interessieren die Tabelle aber nur die Ergebnisse, nicht die Leistungen. Immer weiter!

Bis dahin

Euer Kivi

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