Flutlichtsieg gegen den HSV
7 min readHeimsieg! Nach dem kleinen HSV schlagen die Löwen auch den großen HSV. Gegen die Rothosen zeigte die Mannschaft von Trainer Daniel Scherning lange eine überragende Leistung vor über 22.000 Zuschauern. Auch ein verschossener Elfmeter brachte die Blau-Gelben nicht aus dem Tritt und so war es abermals Rayan Philippe, der zur umjubelten Führung traf, die auch bis zum Pausenpfiff hielt. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, ehe der eingewechselte Fabio di Michele Sánchez nach Vorlage von Johan Gómez zum 2:0 traf und das Eintracht-Stadion in Freudentaumel versetzte. Einige dicke nicht genutzte Gelegenheiten später war es erneut Rayan Philippe, der mit dem 3:0 scheinbar den Deckel draufmachte, doch die Hamburger kamen noch zum 3:1 und scheiterten mehrfach nur knapp am Anschlusstreffer. Doch es blieb beim 3:1 und so feiern sich die Einträchtler mit einem breiten Grinsen ins Wochenende!
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Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Marko Johansson (TW) – Paul Jaeckel, Ermin Bičakčić (C), Kevin Ehlers – Fabio Kaufmann, Robin Krauße (90. Jannis Nikolaou), Sven Köhler, Leon Bell Bell (46. Fabio di Michele Sánchez) – Johan Gómez (81. Christian Conteh) – Levente Szabó (76. Sebastian Polter), Rayan Philippe
Nach einer tollen Choreo war die Stimmung in der Südkurve super und Marko Johansson sorgte früh dafür, dass es auch erstmal so blieb. Denn nach einem Steckpass von Selke tauchte Königsdörfer frei vor dem Löwen-Schlussmann auf, der das direkte Duell mit einer tollen Parade für sich entscheiden konnte. Auf der anderen Seite versuchte es kurz darauf Leon Bell Bell aus spitzem Winkel, schoss die Kugel aber links am Tor vorbei. Eine Zeigerumdrehung später konnte der Linksverteidiger nach einem Doppelpass mit Szabó flanken, seine Hereingabe köpfte Krauße aus wenigen Metern rechts am Tor vorbei.

Ein paar Minuten danach wurde es nach einer Kaufmann-Flanke turbulent. Die Kugel kam zu Sven Köhler, der Katterbach aussteigen ließ und dann klar zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Siebert entschied sofort auf Elfmeter. Der VAR prüfte, ob der Ball bei der Flanke von Kaufmann bereits im Toraus war. Und obwohl die Bilder eher für das Überqueren der Torauslinie sprachen, blieb es bei der Entscheidung: Strafstoß für den BTSV! Johan Gómez legte sich die Kugel für seinen ersten Saisontreffer bereit, machte es dann aber ganz schwach und fabrizierte einen unplatzierten Schuss aufs halbrechte Eck. Heuer Fernandes hatte die Ecke geahnt und dann war es eine leichte Aufgabe für den Gäste-Keeper. Kein Tor für den umtriebigen Gómez, kein Tor für die Eintracht, weiter 0:0.
Aus dem gehaltenen Elfmeter hatte sich ein Einwurf für die Löwen ergeben und nach diesem wurde es sofort wieder gefährlich: Philippe kam vor dem HSV-Torwart an den Ball, konnte die Kugel aber nicht aufs Tor drücken. Etwas mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als Elfadli eine Dompé-Flanke nur knapp am Tor der Löwen vorbei köpfte. Zehn Minuten vor der Pause brachte das Pressing den Ballgewinn und dann ging es ganz schnell: Von Szabó kam die Kugel zu Rayan Philippe, der Meffert einfach abschüttelte und dann elegant an Schonlau vorbeizog. Alleine vor dem Tor vollstreckte die Braunschweiger Torfabrik eiskalt in die lange Ecke. Riesenjubel im Eintracht-Stadion, die Führung für den BTSV: das 1:0!

Fünf Minuten später versuchte es Dompé mit einem Abschluss aus 16 Metern, aber das war eine leichte Übung für Johansson, der sicher zupackte. Kurz darauf köpfte Schonlaus in aussichtsreicher Position klar am Tor vorbei. Die Nachspielzeit lief bereits, als Gómez über die rechte Seite marschierte und im Zentrum Rayan Philippe suchte, der im letzten Moment noch am Torschuss gehindert wurde.
Dann war Halbzeit. Die Eintracht hatte den vergebenen Elfmeter gut verdaut und konnte wieder einmal auf Rayan Philippe vertrauen, der mit seinem sechsten Saisontor zur Führung getroffen hatte. Bis auf den Schreckmoment kurz nach Anpfiff hielt die Blau-Gelbe Defensive dicht. Dennoch musste Daniel Scherning einen Wechsel vornehmen. Für den gelb-rot gefährdeten Bell Bell kam Fabio di Michele Sánchez in die Partie.

Und dieser Wechsel zahlte sich sehr schnell aus. Auf eine Art und Weise, die nicht unbedingt zu erwarten war. Doch kurz zuvor verpasste Köhler nach einem tollen Dribbling den richtigen Moment für den Abschluss und bediente Fabio Kaufmann, der aus leicht spitzem Winkel am langen Pfosten vorbeischoss. Zwei Zeigerumdrehungen später war dann Joker-Timer an der Hamburger Straße. Johan Gómez zog mit einem herrlichen Dribbling in den Strafraum und zog ab. Der Schuss misslang, wurde aber zur perfekten Vorlage für Fabio di Michele Sánchez, der die Kugel direkt nahm und in den linken Knick donnerte. Das 2:0 durch den gerade erst eingewechselten Linksverteidiger, der an der Eckfahne in einer Jubeltraube verschwand!
Zwei Zeigerumdrehungen später marschierte Gómez über die linke Seite in den Strafraum, bediente nun absichtlich den mitgelaufenen Fabio Kaufmann, der aus leicht spitzem Winkel frei vor dem Tor auftauchte, den Ball aber nicht perfekt traf und das Spielgerät somit links am Tor vorbei bugsierte. Fünf Minuten danach war Johan Gómez dann zu uneigennützig. Der US-Amerikaner spritze bei einem Pass dazwischen und hatte dann völlig freie Bahn, zog in den Strafraum und entschied sich halblinks vor dem Tor für den Querpass, doch Schonlau konnte den Ball noch abfangen. Da hätte Gómez selbst schießen müssen.

Kurz darauf setzte sich Fabio di Michele Sánchez über die linke Seite klasse durch und fand im Zentrum Gómez, der gleich zweimal geblockt wurde. Die Kugel fiel vor die Füße von Rayan Philippe, der das Leder sofort Richtung Tor knallte, doch ein Verteidiger fälschte noch zur Ecke ab. Diese landete auf dem Kopf von Ermin Bičakčić, der die Kugel eigentlich zurück in die Mitte hätte köpfen können, doch aus spitzem Winkel ans Außennetz köpfte. Kurz vor der Meisterminute war es dann so weit. Rayan Philippe war nach einem Steckpass von Paul Jaeckel bereits an der Mittellinie auf und davon, war mit Ball von niemandem mehr einzuholen und marschierte unaufhaltsam Richtung Daniel Heuer Fernandes. Philippe zog aus 16 Metern flach und wuchtig ab, die Kugel schlug genau im unteren rechten Eck ein und ließ das Eintracht-Stadion explodieren: Drei! Zu! Null!
Nur etwas mehr als eine Minute später suchte der Franzose mit den vielen Toren erneut den Abschluss, war dieses Mal etwas aber zu eigensinnig und blieb trotz guter Abspieloptionen an einem HSV-Bein hängen. Kurz darauf tanzte Gómez auf der rechten Strafraumkante seinen Gegenspieler aus und legte die Kugel zu Köhler, der einen Haken schlug und Gómez erneut bediente. Dieser suchte den Abschluss, schoss aus leicht spitzem Winkel aber klar am langen Pfosten vorbei. Glück für den HSV in der Szene: Köhler war beim Abspiel leicht von Meffert getroffen worden, der VAR griff aber nicht ein und es gab keinen zweiten Strafstoß für die Löwen. Fast im direkten Gegenzug trafen die Hamburger. Etwas glücklich kam die Kugel zu Poreba, der aus 17 Metern zu viel Platz hatte, es anschließend aber auch klasse machte. Der Ball schlug unhaltbar im linken Eck ein, nur noch 3:1, es wurde also nochmal spannend!

Ein paar Minuten danach blieb den Eintracht-Fans kurz der Atem stehen. Nach einer Hereingabe von Jatta kam Stange aus kurzer Distanz zum Abschluss. Doch Johansson lenkte die Kugel noch an die Latte, von wo der Ball an den Pfosten und zurück ins Feld sprang. Kapitän Ermin Bičakčić bugsierte die Kugel im Liegen aus dem Strafraum, aber genau zu Elfadli, dessen Direktabnahme aus 17 Metern knapp über den Querbalken sauste. Der Fernschuss von Dompé kurz darauf war dann eine leichte Aufgabe für Johansson. Eine Zeigerumdrehung später bekam der Schwede abermals Unterstützung vom Gebälk. Davie Selke kam nach einer Flanke von Richter aus kurzer Distanz zum Kopfball, köpfte das Leder aus spitzem Winkel aber an den linken Pfosten. Alles roch nach einer anstrengenden Nachspielzeit, doch in dieser lösten es die Löwen clever und hielten mit Conteh und Polter den Ball an der Eckfahne.
Dann war Schluss! Der BTSV schlägt den ewigen Aufstiegsaspiranten, den Hamburger SV, verdient mit 3:1! Bis in die Schlussphase sah es durch ein klares Chancenplus nach einer eindeutigen Sache aus, durch den etwas überraschenden Treffer der Gäste wurde es dann aber doch noch spannend. Durch den Sieg gehen die Blau-Gelben mit einem guten Gefühl in die letzte Länderspielpause des Jahres. Weiter geht es erst am Sonntag, dem 24. November. Dann ist die Scherning-Elf zu Gast auf dem Betzenberg. Anstoß ist um 13:30 Uhr.
Bis dahin
Euer Kivi
