Niederlage beim Schlusslicht
5 min readAuswärtsspiel in Meppen? Dazu ist der Gegner das Schlusslicht der Liga? Bei unserer Eintracht sind das keine guten Vorzeichen und auch die U23 konnte den Trend nicht stoppen. Gegen die Zweitvertretung vom Regionalligisten SV Meppen verlor die Mannschaft von Trainer Fabian Adelmann mit 2:0. Gegen die zuvor auf heimischem Platz noch sieglosen Gastgeber entwickelte sich vor 200 Zuschauern ein ereignisarmes Spiel mit leichten Vorteilen für die jungen Löwen, die offensiv aber nur selten gefährlich wurden und zu viele Einladungen an die Hausherren verteilten. Und so fingen sich die Blau-Gelben in der Schlussphase ein unglückliches Tor ein: Nachdem Justin Duda bei einem Rückpass den Halt auf dem Boden verlor und wegrutschte, nutzten die Meppener die sich bietende Gelegenheit eiskalt und erhöhten nach einem Steckpass in der Nachspielzeit auf den 2:0-Endstand. Aus den vergangenen sechs Partien holten sich die jungen Löwen somit nur vier Punkte.
U23-Coach Fabian Adelmann musste gleich auf einige Spieler verzichten und entschied sich für folgende Aufstellung: Justin Duda (TW) – Leon Taiyo Suzuki, Gabriel Jerome Michalek, Salem Nouwame – Maxim Root (57. Ensar Maloku), Lukas Sommer (85. Aaron Tshiumanga), Karim Hüneburg, Robin Placinta (77. Anthony Reid) – Leonard Laatsch (58. Francis Mbassi) – Benjamin Mbom (C), Linus Queißer

In der Anfangsphase passierte erstmal überhaupt nichts. Fast eine Viertelstunde war gespielt, als Linus Queißer auf Maxim Root durchsteckte, der aus halbrechter Position ziemlich frei zum Schuss kam. Sein Abschluss aus 14 Metern parierte der Torwart aber zur Ecke. Diese sollte nichts einbringen. Fünf Minuten später brachen die Gastgeber über links in den Löwen-Strafraum, die flache Hereingabe saß punktgenau, den folgenden Schuss aus zehn Metern lenkten Torwart Justin Duda oder auch ein Abwehrspieler gerade noch am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später bekam Leonard Laatsch von Kapitän Benjamin Mbom und setzte Linus Queißer in Szene, der eine gute Schussposition hatte, diese aber nochmal verbessern wollte und versuchte, mit einem schnellen Haken am letzten Verteidiger vorbeizugehen. Dies misslang und der Abwehrspieler schnappte sich das Spielgerät.
Ein paar Minuten danach prallte der Ball im Strafraum glücklich zum SVM, doch der Stürmer war so überrascht, dass er aus spitzem Winkel weit am Tor vorbeischoss. Eine Viertelstunde danach sorgte ein katastrophaler Fehlpass im Aufbauspiel der Blau-Gelben dafür, dass plötzlich ein Spieler der Hausherren frei vor Justin Duda auftauchte, doch der Löwen-Keeper reagierte herausragend und entschied das direkte Duell mit einer klasse Tat für sich. Kurz vor der Pause trat ein SVM-Verteidiger über den Ball und plötzlich jagten Benjamin Mbom und Linus Queißer völlig frei dem Ball hinterher. Mbom kam vor dem Torwart an den Ball und stieß dann heftig mit dem Schlussmann zusammen. Die Frage, ob Strafstoß oder Stürmerfoul erübrigte sich, denn die Fahne ging hoch: Der Kapitän hatte sich beim ursprünglichen Abspiel anscheinend in der verbotenen Zone aufgehalten: Abseits.
Dann war Halbzeit. Viel war nicht passiert vor beiden Toren. Bei der Eintracht scheiterte es oft an eigenen Ungenauigkeiten, bevor es richtig gefährlich wurde und so hatten beide Torhüter bis auf wenige Ausnahmen eine ruhige erste Halbzeit. Justin Dudas Kontrahent im anderen Kasten konnte nach dem Zusammenstoß mit Benjamin Mbom nicht weitermachen und wurde zum Seitenwechsel ersetzt. Gute Besserung an der Stelle!

Kurz nach Wiederanpfiff jagten die Hausherren einen Fernschuss weit über den Kasten der Blau-Gelben. Eine Zeigerumdrehung später steckte Benjamin Mbom im richtigen Moment auf Linus Queißer durch, der mit Ball schneller als zwei Gegenspieler war, den Ball aus 15 Metern aber knapp rechts am Tor vorbei setzte. Vier Minuten danach zirkelte Robin Placinta einen Freistoß aus 23 Metern über die Mauer, aber auch knapp am Tor vorbei. Eine Viertelstunde später zogen die Gastgeber mit schnellen und direkten Pässen die Eintracht-Defensive auseinander, ehe ein Steilpass die Blau-Gelbe Abwehrkette endgültig überwand. Ein Meppen-Akteur rannte alleine auf Justin Duda zu, der lange stehen blieb, aber nicht eingreifen musste, da der Schuss aus leicht spitzem Winkel denkbar knapp links am Tor vorbeizischte.
Einige Minuten danach flipperte die Kugel im Eintracht-Strafraum hin und her und landete vor den Füßen eines Meppeners, der aus zehn Metern abzog, doch im letzten Moment war noch ein Blau-Gelbes Bein davor und fälschte zur Ecke ab. Eine Zeigerumdrehung später kam Lukas Sommer aus 18 Metern zum Abschluss, jagte den Ball aber über den Kasten. Wenige Augenblicke danach brach Karim Hüneburg über links bis zur Grundlinie durch, seine scharfe Hereingabe verpassten aber gleich mehrere Gegenspieler knapp. Und so plätscherte das Spiel dem Ende entgegen, bis in die Schlussphase hinein gab es nicht einmal „beinahe“-Chancen auf beiden Seiten.

Doch wenige Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war die Blau-Gelbe Hintermannschaft nach einer falschen Abseitsentscheidung (der Ball war von einem Meppener zum im Abseits stehenden Löwen gekommen) auf der anderen Spielfeldseite für Unruhe. So sorgte der folgende lange Ball für Gefahr. Leon Taiyo Suzuki wollte per Kopf zurück zu Torwart Justin Duda spielen, doch der rutschte ausgerechnet in diesem Moment weg und so kam die Nummer 12 der Gastgeber noch an den Ball und schob die Kugel ins leere Tor. Riesenpech für die jungen Löwen, wie der Treffer zustande gekommen war: das 1:0 für die Meppener. Der Torschütze Leon Kugland kam 2022 sogar zu einem Einsatz in der 3. Liga, es sollte aber sein einziger Einsatz für die erste Mannschaft der Meppener bleiben.
Vier Minuten später kamen die Gastgeber nach einer Flanke von der linken Seite völlig frei und ungestört aus kurzer Distanz zum Kopfball. Justin Duda war bereits geschlagen, doch auf der Linie klärte Innenverteidiger Michalek die Kugel im allerletzten Moment. Die Nachspielzeit hatte gerade begonnen, als ein Steckpass der Hausherren durchrutschte und gleich zwei Meppener aus leicht abseitsverdächtiger Position völlig freie Bahn hatten und auf Justin Duda zuliefen, der chancenlos war. Die Nummer 9 schob die Kugel ins leere Tor: Das war die Entscheidung, das 2:0 für die Zweitvertretung vom SV Meppen.

Dann war Schluss! Die U23 bleibt im dritten Anlauf in Folge ohne Sieg und konnte aus den letzten sechs Partien nur einmal gewinnen. In einer insgesamt schwachen Partien sorgte großes Pech für den Rückstand, der die jungen Löwen entscheidend aus der Bahn warf. Weiter geht es für das Team von Trainer Fabian Adelmann am kommenden Samstag. Dann ist um 14 Uhr der FC Verden 04 zu Gast in der Rheingoldarena. Auch in der Länderspielpause ist der Eintritt mit eurer Dauerkarte frei, kommt doch mal vorbei! Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
