Auswärtssieg zum Abschluss
6 min readDie U19 gewinnt ihr letztes Spiel der Saison und schlägt Viktoria Berlin mit 6:1. Am Tag des DFB-Pokalfinals waren einige Fans vom FC Bayern München und vom VfB Stuttgart gekommen, um bei Blau-Gelbem Fußball auf den bevorstehenden Abend eingestimmt zu werden. In einem einseitigen Spiel dominierten die jungen Löwen klar und gingen durch zwei Treffer von Arda Aksac in Führung. Noch vor dem Seitenwechsel konnten die Gäste auf 2:1 verkürzen. Nach Wiederanpfiff trafen Mika Ketzscher, Sebastian Dabrowski und Jonah Funk innerhalb weniger Minuten und sorgten für die Entscheidung. Den Schlusspunkt setzte Jan Strauß, der damit auch das halbe Dutzend vollmachte. Die U19 springt dadurch auf den fünften Tabellenplatz.

Da es beim Spielort weder Essen noch Getränke gab, gibt es heute einen anderen Essensbericht: Am Spandauer Bahnhof war ein Wochenmarkt. An einem Grillstand gab es „zwei Currywürste mit Pommes“ für 8,00 Euro. Zwei kleine Würste, aber doch mehr, als man als Niedersachse von einer Imbiss-Currywurst gewohnt ist. Und richtig lecker noch dazu. Die Portion hielt zudem bis zur Halbzeit des Pokal-Finals satt. 9/10 von mir!
U19-Coach Niklas Bahr entschied sich für folgende Aufstellung: Laurin Peters (TW) – Jakin Abdaoui, Len Schütt, Ben Fuchs (82. Mads Runge), Lasse Noster – Jonah Funk (C), Luca Gille (29. Chris-Calvin Bessambo) – Mika Ketzscher (72. Jan Strauß), Sebastian Dabrowski (82. Bastian Redecker), Milan Gryglewski (82. Maurice Karp) – Arda Aksac
Den ersten Abschluss hatten die jungen Löwen: Eine Ecke von Sebastian Dabrowski köpfte Ben Fuchs aber rechts am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später legte Mika Ketzscher am Strafraumrand für Dabrowski ab, der knapp über die Latte ballerte. Im direkten Gegenzug versuchten es die Gäste aus der zweiten Reihe, Laurin Peters packte bei dem recht zentralen Fernschuss aber sicher zu. Etwas mehr als zehn Minuten waren gespielt, als Luca Gille bei einem Pass im Aufbauspiel der Gastgeber super antizipierte und das Spielgerät in Strafraumnähe eroberte. Der Mittelfeldspieler setzte mit einem feinen Pass in den Strafraum sofort Milan Gryglewski in Szene, der aus spitzem Winkel freie Schussbahn hatte, aber uneigennützig querlegte. Arda Aksac blieb acht Meter vor dem Tor eiskalt und tunnelte den Schlussmann. Die frühe Führung, das 1:0!

Kurz darauf zwang Jakin Abdaoui den gegnerischen Torwart zu einem Pressschlag, der Ball prallte aber nicht Richtung Tor. Ein paar Minuten danach steckte Luca Gille auf Arda Aksac durch, der aus spitzem Winkel zum Abschluss kam, doch der Torwart parierte ans Außennetz. Zwei Zeigerumdrehungen später fing Milan Gryglewski einen Pass vom Schlussmann ab und versuchte es 20 Meter vor dem Tor mit einem Lupfer, dieser geriet aber etwas zu flach und landete in den Armen des Viktoria-Torwarts. Eine gute Viertelstunde nach der Führung schlug Len Schütt einen Ball aus der eigenen Abwehrkette weit in die gegnerische Hälfte. Der letzte Verteidiger der Berliner hatte das Tempo von Arda Aksac völlig unterschätzt und wurde von dem Stürmer einfach überrannt, der somit freie Bahn hatte und den Torwart mit einem Heber überwinden konnte. Der Doppelpack für Aksac und das 2:0 für die Braunschweiger Eintracht!
Fünf Minuten danach brach Sebastian Dabrowski über die linke Seite zur Grundlinie und spielte die Kugel flach vor den Kasten. Dort grätschte Ben Fuchs denkbar knapp an der Kugel vorbei. Wenige Augenblicke später schlug Len Schütt einen herrlichen Diagonalball genau in den Fuß von Milan Gryglewski, der sofort auf Arda Aksac durchsteckte. Der Pass schien eigentlich zu steil, doch der pfeilschnelle Aksac gab den Ball nicht verloren und kam nach einem starken Sprint noch mit der Fußspitze vor dem Schlussmann an den Ball. So spitzelte er das Spielgerät am Torwart vorbei, musste aber mit ansehen, wie die Kugel knapp rechts neben dem Tor ins Aus kullerte. Kurz darauf bekam Lasse Noster von Arda Aksac den Ball und zog von der linken Seite nach innen. Sein Schuss aus 18 Metern flog aber weit über den Kasten. Und die Gastgeber? Die blieben so harmlos, dass Laurin Peters im Eintracht-Tor zu übermütig wurde und ins Dribbling ging. Das klappte allerdings nicht so, wie der Löwen-Schlussmann es sich vorgestellt hatte, denn er verlor den Ball und die Nummer 11 schob ins leere Tor ein: nur noch 2:1.
Quasi direkt danach war Halbzeit. Eine einseitige Partie mit einer tollen Leistung der jungen Löwen, die sich noch nicht ganz im Ergebnis widerspiegelte. Trainer Niklas Bahr konnte in seinem letzten Spiel bei der Eintracht vor seinem Wechsel zur Mainzer U16 also durchaus zufrieden sein. Bei knallendem Sonnenschein waren nur die Zuschauer im Schatten, dennoch ging es vorerst ohne Wechsel weiter.

Und die zweite Halbzeit ging interessant los, denn Kapitän Jonah Funk versuchte es vom Anstoß direkt. Nachdem der Mittelfeldspieler in der Vorwoche aus ähnlicher Position nur am Aluminium gescheitert war, wurde es auch dieses Mal knapp. Der Torwart wirkte schon geschlagen, doch die Kugel rauschte knapp über den Querbalken hinweg. Zwei Minuten danach erwischte Ben Fuchs eine Ecke von Sebastian Dabrowski mit dem Kopf, beförderte die Kugel aber genau in die Arme vom Torwart der Berliner. Auf der anderen Seite versuchten es die Berliner aus der zweiten Reihe, Laurin Peters packte aber sicher zu. Etwa zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Lasse Noster auf der linken Seite einen tollen Ball in den Lauf von Sebastian Dabrowski spielte, der das Spielgerät behauptete und im Strafraum Chris-Calvin Bessambo fand. Der Mittelfeldspieler legte das Leder mit der Hacke sofort wieder in den Lauf von Dabrowski. Der hatte eigentlich eine gute Schussposition, entschied sich aber für den Querpass auf Mika Ketzscher, der mit einem feinen Haken am Verteidiger vorbeizog und die Kugel aus 13 Metern unter die Latte knallte. Das 3:1 für den BTSV!
Zehn Minuten passierte nichts, dann steckte Jonah Funk aus der eigenen Hälfte auf Sebastian Dabrowski durch und hebelte damit die hochstehende Abwehr der Berliner aus. Dabrowski war dann mit Ball deutlich schneller als sein Verfolger, hatte freie Bahn und vollstreckte alleine vor dem Schlussmann mit einem strammen Schuss in die untere linke Ecke. Die Vorentscheidung, das 4:1!
Nun ließen die Berliner die Köpfe hängen und die Eintracht setzte sofort nach. Nur etwas mehr als eine Minute nach dem vierten Treffer folgte auch gleich Treffer Nummer fünf: Sebastian Dabrowski revanchierte sich und legte vor dem Strafraumrand mustergültig für seinen Kapitän ab. Jonah Funk zog aus 20 Metern ab, sein Fernschuss wurde abgefälscht und schlug im Kasten ein, das 5:1 für die jungen Löwen!

Kurz darauf brach Milan Gryglewski über die linke Seite durch, seine Hereingabe landete genau bei Jonah Funk, der volles Risiko ging und es vom Elfmeterpunkt mit einer Volley-Direktabnahme versuchte. Doch der Kapitän traf die Kugel nicht perfekt, die so ohne Druck und zu zentral aufs Tor kam, leichte Beute für den Schlussmann. Ein paar Minuten später setzte Lasse Noster mit einem Flugball auf die rechte Seite Milan Gryglewski ein, der die Kugel mit dem Außenrist in den Strafraum zirkelte. Len Schütt bugsierte den Ball mit dem Kopf aber über den Querbalken. Im direkten Gegenzug rutschte ein Steckpass durch, doch Lauin Peters reagierte im direkten Duell mit dem Stürmer überragend und verhinderte mit einer tollen Fußabwehr den zweiten Gegentreffer. Zwei Minuten später stellten sich die jungen Löwen im eigenen Strafraum ungeschickt an und verursachten einen Strafstoß. Der Viktoria-Schütze visierte die untere linke Ecke an, doch das hatte Laurin Peters geahnt, tauchte blitzschnell ab und konnte parieren!
Im direkten Gegenzug wurde es wild: Die Eintracht kam über einen starken Konter in den Berliner Strafraum. Dort verschaffte sich Jan Strauß mit einem schnellen Haken etwas Platz und zog aus 14 Metern ab. Es folgte eine starke Parade eines Viktoria-Akteurs, doch nicht vom Schlussmann, sondern vom weit ausgestreckten Arm eines Verteidigers. Kurioserweise gab es tatsächlich keinen Strafstoß. Davon ließen sich sogar Spieler der Gastgeber irritieren. Dadurch konnte Chris-Calvin Bessambo nachsetzen, eroberte noch im Strafraum den Ball zurück und setzte Jan Strauß in Szene, der sich die zweite Chance nicht nehmen ließ und aus elf Metern in die untere linke Ecke vollstreckte. Damit war das halbe Dutzend voll, das 6:1 für die Braunschweiger Eintracht!

Kurz darauf unterlief den Gastgebern beinahe noch ein Eigentor, am Ende landete die Kugel aber in den Armen des Torwarts und dann war Schluss! Die U19 gewinnt ihr letztes Spiel und springt damit noch auf den fünften Tabellenplatz. Ein einigermaßen versöhnliches Ende einer enttäuschenden Saison also. Für viele Spieler endet die Blau-Gelbe Zeit damit. Ich wünsche für die kommenden Aufgaben viel Erfolg und allseits beste Gesundheit. Das gleiche gilt natürlich auch für die Spieler, die der Eintracht bei der U19 oder auch der U23 erhalten blieben. Wir sehen uns in der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 wieder!
Bis dahin
Euer Kivi
