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Torreiches Spitzenspiel

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Die 2. Frauen setzen sich im Spitzenspiel gegen die Zweitvertretung vom TSV Barmke verdient mit 5:3 durch und behaupten somit den Platz an der Tabellenspitze. Nachdem die Löwinnen bereits früh durch Christiane Sturm in Führung gegangen waren, legte Aileen Willeke wenig später sehenswert mit der Hacke nach. Bei dem 2:0 blieb es eine ganze Weile, da die Blau-Gelben mehrere gute Gelegenheiten liegen ließen. Und so war es die zweifache Weltmeisterin Martina Müller, die mit dem ersten Torschuss der Gäste auf 2:1 verkürzte. Nach dem Seitenwechsel ging es dann richtig zur Sache. Erst sorgten Leandra Hampe-Michels mit einem wunderschönen Freistoßtor und Josephine Michler mit einem Abstauber per Doppelschlag für scheinbar klare Verhältnisse, ehe die Gäste ebenfalls per Doppelschlag wieder herankamen und auf 4:3 stellten. Kurz vor Schluss bereitete Leandra Hampe-Michels mit einem tollen Sololauf die Entscheidung vor. Lisa-Marie Naujoks prügelte den Ball in den linken Knick, sodass die 2. Frauen am Ende über einen 5:3-Erfolg jubeln durften.

Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Darleen Hermanski (TW) – Lotta Bierschwall (90.+2 Anna Eeten), Dilara Esen, Alina Schiedung (57. Michelle-Marie Elsen) – Alysha Jakubowski (90.+1 Deike Hicken), Leandra Hampe-Michels (C), Lisa-Marie Naujoks, Aileen Willeke, Svenja Lemke – Christiane Sturm (67. Dilara Gruschka), Josephine Michler (72. Christiane Sturm)

Drei Minuten waren gespielt, da köpfte Christiane Sturm eine Ecke von Alysha Jakubowski knapp am Tor vorbei. Kurz darauf durfte die Toptorjägerin der Löwinnen aber doch noch jubeln. Erst presste sie super, dann ging sie energisch in einen Pressschlag mit der letzten Verteidigerin. Der Abpraller flog in einem irren Bogen über Barmke-Torfrau Jana Burmeister hinweg und senkte sich unter die Latte! Die ganz wichtige Führung im Duell mit dem Aufstiegskonkurrenten, das 1:0 für die Eintracht!
Nur fünf Minuten später durften die Löwinnen erneut jubeln. Einen Freistoß von Leandra Hampe-Michels aus dem Halbfeld schien Aileen Willeke mit dem Oberschenkel erst nicht optimal zu kontrollieren, hatte dann aber mit dem Rücken zum Tor einen Geistesblitz und vollstreckte mit der Hacke zum 2:0! Ein echtes Kunststück!

Eine Minute danach drehte Leandra Hampe-Michels einen Freistoß von der linken Seite über den Querbalken. Kurz darauf steckte Josephine Michler klasse auf Hampe-Michels durch, die aus leicht spitzem Winkel wuchtig abzog. Jana Burmeister im Tor der Gäste reagierte stark und verhinderte das 3:0. Die Gäste-Torfrau brachte als mehrfache Deutsche Meisterin, Champions-League-Siegerin und Gewinnerin der Fritz-Walter-Medaille übrigens einiges an Erfahrung mit. Zehn Minuten später schickte Alysha Jakubowski Christiane Sturm zur Grundlinie, die in der Mitte Josephine Michler fand. Die bugsierte die Kugel knapp rechts am Tor vorbei. Kurz darauf setzte Jakubowski mit einem genialen Pass Christiane Sturm in Szene, die freie Bahn hatte, mit ihrem Schuss aber nicht an der Gäste-Torfrau vorbeikam. Die Kugel prallte zu Josephine Michler, die sofort Leandra Hampe-Michels bediente. Die Kapitänin knallte das Leder von der Strafraumkante auf die linke Ecke, Burmeister parierte mit beiden Fäusten nach vorne. Christiane Sturm schnappte sich den Abpraller und zog aus 18 Metern ab, flach links vorbei.

Eine Minute später landete eine Ecke von Alysha Jakubowski über Umwege bei Lotta Bierschwall, die das Leder an Christiane Sturm weitergab. Die Stürmerin zog vom Strafraumrand aus der Drehung ab, Burmeister tauchte ab und hielt den Ball fest. Wenige Augenblicke danach zog Lisa-Marie Naujoks aus großer Ferne ab, platzierte ihren Fernschuss aber zu zentral. Und so kam es nach dem ganzen Chancenwucher, wie es kommen musste. Ein langer Ball rutschte durch und die 101-fache deutsche Nationalspielerin Martina Müller war auf und davon. Mit ihrer Erfahrung ließ sie Darleen Hermanski keine Abwehrchance und verkürzte mit dem ersten Torschuss der Gäste auf 2:1.

Dennoch waren anschließend weiterhin die Löwinnen am Drücker: Christiane Sturm setzte sich klasse gegen mehrere Gegenspielerinnen durch und legte ab für Aileen Willeke, die aus 18 Metern knapp links am Tor vorbeischoss. Auf der anderen Seite bekamen die Blau-Gelben einen langen Ball nicht geklärt, Darleen Hermanski packte bei dem Schuss aus 17 Metern aber sicher zu. Die Nachspielzeit hatte bereits begonnen, als Josephine Michler einen Freistoß direkt aufs Tor zog. Der Ball prallte in der Mauer an die Hand von Martina Müller und zurück zu Michler, die mit einem starken Volley Jana Burmeister prüfte, die ebenso stark zur Ecke parierte. Der Schiedsrichter wertete das Handspiel als nicht strafbar.

Und so ging es mit einer hochverdienten und definitiv zu niedrigen 2:1-Führung in die Kabinen. Die Löwinnen waren klar überlegen und hatten mehrere gute Gelegenheiten ungenutzt gelassen. Das Trainerteam aus Sebastian Thies und Marvin Maniora konnte aber zufrieden sein und nahm zum Seitenwechsel keine personellen Veränderungen vor.

Barmke ging es nun offensiver an und hatte die erste Torchance, der Schuss aus 20 Metern flog aber klar am Tor vorbei. Ein paar Minuten danach tauchte Darleen Hermanski bei einem Schuss vom Strafraumrand im richtigen Moment ab und hielt den Schuss souverän fest. Auf der anderen Seite fing Alysha Jakubowski einen Befreiungsschlag der gegnerischen Torfrau ab und setzte sofort Leandra Hampe-Michels in Szene, die aus 19 Metern über den Kasten ballerte. Den folgenden Abstoß fing Hampe-Michels ab und suchte Christiane Sturm, die im Strafraum zum Abschluss kam. Leicht abgefälscht flog der Ball über den Querbalken, eine Ecke gab es allerdings nicht. Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Christiane Sturm im Höchsttempo einem langen Ball hinterher eilte. Die Abwehrspielerin hatte die Geschwindigkeit der Toptorjägerin wohl unterschätzt und rammte Sturm kurz vor dem Strafraum zu Boden, die wohl nicht mehr an den Ball gekommen wurde. Der Schiedsrichter entschied auf Freistoß. Während sich die Gäste lange beschwerten, verstand Leandra Hampe-Michels anschließend keinen Spaß und donnerte das Leder kompromisslos und absolut unhaltbar in die Maschen. 3:1 für die Eintracht!

Eine Minute später bekam Leandra Hampe-Michels den Ball von Josephine Michler und bediente Christiane Sturm mit einem Außenrist-Pass. Sturm legte sich den Ball mit der Hacke um ihre Gegenspielerin und ließ diese dann einfach stehen. Ihr Schuss aus 18 Metern zischte knapp über den Querbalken. Aus dem anschließenden Abstoß resultierte das 4:1: Josephine Michler profitierte von einem katastrophalen Fehlpass und stand genau richtig. Alleine vor Jana Burmeister schob sie den Ball eiskalt über die Linie: Doppelschlag! 4:1 für die Löwinnen!

Doch damit war das Spiel noch nicht gelaufen. Im direkten Gegenzug brach Barmke über rechts in den Strafraum, Darleen Hermanski parierte den Schuss aus spitzem Winkel noch stark, den Abpraller setzte Barmke dann noch an die Latte, Versuch Nummer drei schlug dann aber im Tor ein, nur noch 4:2. Doch damit nicht genug. Erst klärten die Löwinnen nach einer Ecke von Barmke noch vor der Linie, anschließend sausten den Blau-Gelben drei Ecken in Folge um die Ohren. Ecke Nummer vier sorgte dann für eine Extraportion Spannung, denn der Kopfball zappelte im Netz, 4:3!

Fünf Minuten später eroberte Jakubowski stark den Ball und marschierte zur Grundlinie. Ihre flache Hereingabe landete bei Dilara Gruschka, die aus zehn Metern knapp links am Tor vorbeischoss. Im direkten Gegenzug rutschte ein langer Ball durch, doch Darleen Hermanski parierte im direkten Duell überragend. Der Ball prallte allerdings zu einer Barmkerin, die sofort abzog. Michelle-Marie Elsen schmiss sich dazwischen und verhinderte mit einer Monstergrätsche den Ausgleich. Das war hier jetzt ein großer Kampf von beiden Seiten! Eine Minute später folgte die nächste Wahnsinnstat von Darleen Hermanski. Ein brandgefährlicher Fernschuss flog Richtung rechter Winkel, doch die BTSV-Torfrau brachte noch die Fingerspitzen dran, war nach ihrer Flugeinlage sofort wieder auf den Beinen und schmiss sich aufs Spielgerät.

Fünf Minuten später steckte Dilara Gruschka auf Christiane Sturm durch, die im direkten Duell aber nicht an Jana Burmeister vorbeikam. Die anschließende Ecke von Leandra Hampe-Michels köpfte Lisa-Marie Naujoks vorbei. Sofort ging es wieder in die andere Richtung. Aus 22 Metern ließen die Gäste einen scheinbar unhaltbaren Schuss ab, doch Darleen Hermanski hechtete durch die Luft, kam mit den Fingerspitzen noch an die Kugel und lenkte das Spielgerät gerade noch an den Pfosten. Von dort sprang der Ball ins Toraus. Es waren noch sieben Minuten zu spielen, als Lotta Bierschwall mit einem schnellen Einwurf einen wunderschönen Sololauf von Leandra Hampe-Michels einleitete. Gegenspielerin Nummer 1 überrannte die Mannschaftskapitänin einfach, Gegenspielerin Nummer zwei ließ sie mit einer eleganten Bewegung stehen und hatte dann den Blick für den Rückraum. Dort stand Lisa-Marie Naujoks völlig frei und nagelte das Leder per Direktabnahme in den linken Knick. 5:3! Damit war die Frage nach dem siegreichen Team entschieden!

Die Gäste ließen die Köpfe hängen und so konnte Alysha Jakubowski eine Minute später durch die gesamte Hintermannschaft marschieren. Endstation war abermals Jana Burmeister, die im direkten Duell parieren konnte. Kurz darauf steckte Christiane Sturm auf Svenja Lemke durch, die aus spitzem Winkel abschloss, erneut parierte Burmeister. Die Nachspielzeit hatte bereits begonnen, als Dilara Gruschka klasse antizipierte und den Ball eroberte. Der Pass auf Christiane Sturm kam perfekt, doch deren Abschluss aus 17 Metern parierte Burmeister mit einer Fußabwehr.

Dann war Schluss! Die 2. Frauen setzen sich im Spitzenspiel hochverdient mit 5:3 durch und behaupten somit die Tabellenführung. Weiter geht es für die Löwinnen am kommenden Sonntag mit dem nächsten Heimspiel. Um 11 Uhr ist die Zweitvertretung vom SV Wendessen zu Gast. Mehr Bilder findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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