Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Zweistellig am Biberweg

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Eine Menge Grund zum Jubeln gab es am Sonntagvormittag bei den 2. Frauen. Gegen die TV Brüderschaft Schöningen gab es ein sattes 11:1 zu sehen! In dem immer einseitigeren Spiel trafen für die Löwinnen Dilara Gruschka und Lenja Kastner per Dreierpack, Romina Lani schnürte den Doppelpack, jeweils einmal trafen Top-Torjägerin Christiane Sturm, Lilly Schröder und Svenja Lemke. Der Abstand auf Spitzenreiter Barmke beträgt weiterhin zwei Punkte, durch den haushohen Sieg ist man nun aber mit der Tordifferenz wieder in Reichweite.

Eintracht-Trainer Marvin Maniora entschied sich für folgende Aufstellung: Johanna Bogon (TW) – Deike Hicken, Alina Schiedung (60. Leandra Hampe-Michels), Dilara Esen – Svenja Lemke (46. Josephine Michler), Katharina Zimmermann (C), Aileen Willeke, Lenja Kastner – Dilara Gruschka (60. Stefanie Siegl), Pia Broders (46. Lilly Schröder) – Christiane Sturm (69. Romina Lani)

Nicht einmal eine halbe Minute war gespielt, da brach Christiane Sturm bereits frei durch. Doch alleine vor dem Tor kam sie aus zehn Metern nicht an der Torhüterin vorbei, die im Gegensatz zu ihrer Abwehr schon hellwach war. Eine Minute später versuchte es Katharina Zimmermann aus der zweiten Reihe, doch der Schuss der Kapitänin geriet zu zentral. Wenige Augenblicke später steckte Pia Broders für Svenja Lemke durch, die gefährlich im Strafraum auftauchte. Ihr Querpass wurde aber geblockt. Im Gegenzug rutschte ein hoher Ball durch und plötzlich musste sich Torfrau Johanna Bogon in einem „eins gegen eins“-Duell beweisen. Den Schuss von halbrechts wehrte sie mit einer tollen Fußparade ab und war wenige Sekunden später rechtzeitig da und begrub einen Steilpass unter sich. Es lief die fünfte Spielminute, als Christiane Sturm nach einem langen Freistoß den Turbo zündete und ihre Gegenspielerin einfach überrannte. Im Strafraum angekommen, nahm Sturm den Kopf hoch und legte den Ball uneigennützig quer. Lenja Kastner ließ sich die Chance nicht entgehen und schob zum 1:0 ein. Das erste Saisontor für Kastner und die Führung für die Löwinnen!

Eine Minute später landete eine Ecke von Pia Broders bei Aileen Willeke, die aus kurzer Distanz allerdings nicht genügend Druck hinter den Ball bekam. Auf der anderen Seite wurde ein katastrophaler Fehlpass fast zur perfekten Vorlage für die TVB-Stürmerin, doch Johanna Bogon tauchte klasse ab und lenkte den Flachschuss mit den Fingerspitzen an den linken Pfosten. Sofort ging es in die andere Richtung, zwei gefährliche Flanken von Dilara Gruschka konnten die Gäste aber klären. Wenige Augenblicke später fand Lemke mit einem langen Ball Lenja Kastner, die aus der Drehung vom Strafraumrand abzog. Ihr Flachschuss geriet aber zu zentral und wurde von der Torhüterin aufgenommen. Eine Zeigerumdrehung danach versuchte es Katharina Zimmermann aus etwa 23 Metern. Der Ball senkte sich gefährlich, ging dann aber doch knapp drüber. Kurz darauf versuchte es Pia Broders nach einer Flanke von Aileen Willeke aus spitzem Winkel, doch der Ball flog genau in die Arme der Torhüterin. Eine Minute später steckte Dilara Gruschka nach tollem Dribbling zu Lenja Kastner durch. Deren Flanke verpasste Christiane Sturm nur knapp. Den daraus resultierenden Eckstoß schlug Kastner auf den Kopf von Dilara Gruschka, rechts vorbei. Die Anfangsviertelstunde war immer noch nicht vorbei, als Christiane Sturm nach einer starken Ballmitnahme zu einem Sprint ansetzte. Die Gäste kamen nicht hinterher und Sturm spielte den Ball vom rechten Strafraumrand in den Rückraum. Lenja Kastner nahm die Kugel direkt und schnürte den Doppelpack: das 2:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Zwei Minuten später war Kastner schneller als zwei Gegenspielerinnen und legte für Dilara Gruschka ab, die aus 14 Metern wuchtig abzog. Im Nachfassen hatte die Torfrau den Ball sicher. Ein paar Minuten danach sorgte ein ebenso unnötiger wie katastrophaler Ballverlust mal wieder für eine Großchance der Gäste. Der Schuss aus 18 Metern flog aber hauchzart links am Tor vorbei. Fünf Minuten später nutzten die Gäste den nächsten haarsträubenden Ballverlust dann aber aus. Johanna Bogon kam zwar noch an den Ball dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Der Anschlusstreffer zum 2:1.
Doch nur wenige Minuten später startete Christiane Sturm bei einem Steilpass im perfekten Augenblick, legte erneut uneigennützig quer und sah mit an, wie Dilara Gruschka den Ball über die Linie grätschte. Der alte Abstand war wieder hergestellt: das 3:1!
Kurz darauf köpfte Gruschka einen Lemke-Einwurf zu Pia Broders, die sofort auf Christiane Sturm durchsteckte. Die Stürmerin kam aus 13 Metern aber nicht an der Torhüterin vorbei. Eine Zeigerumdrehung später tauchte Sturm erneut nach einem Steilpass im Strafraum auf, wieder parierte die Torfrau, doch Svenja Lemke versenkte den nicht einfach zu nehmenden Abpraller im Netz. 4:1 für die 2. Frauen!

Drei Minuten später spielte Gruschka den Ball mit der Hacke zu Christiane Sturm, die für Katharina Zimmermann ablegte. Der Schuss der Kapitänin zischte knapp links am Tor vorbei. Kurz vor der Halbzeit bekamen die Löwinnen eine Ecke und ich durfte meinen eigenen Torriecher beweisen. Ich gab Edelfan und Fotograf David Bescheid, dass die Ecke gleich von Dilara Gruschka ins Tor geköpft wird. Gesagt, getan: Die letztjährige Gewinnerin des Blau-Gelben Schuhs setzte sich im Strafraum klasse von ihrer Gegenspielerin ab und köpfte die Hereingabe von Lenja Kastner wuchtig in die Maschen. Das 5:1!
Eine Minute danach fand Svenja Lemke mit einer flachen Flanke Pia Broders, die halbrechts im Strafraum links am Tor vorbeischoss. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Christiane Sturm einem Gruschka-Steilpass hinterhereilte und knapp vor der Torhüterin an den Ball kam. Doch die Torfrau brachte noch die Fingerspitzen an den Ball und hatte die Kugel im Nachfassen sicher.

Dann war Halbzeit. Bis auf einige unnötige Ballverluste tief in der eigenen Hälfte lief alles ziemlich perfekt. Die Löwinnen führten verdient und hätten sogar noch mehr Tore erzielen können. Zum Seitenwechsel tauschte das Trainerteam doppelt: Josephine Michler und Lilly Schröder kamen für Svenja Lemke und Pia Broders in die Partie.

Wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff bereitete Schröder auch gleich den ersten Torschuss vor. Gegen mehrere Gegenspielerinnen behauptete sie die Kugel und legte für Willeke ab, die aus 22 Metern allerdings zu zentral zielte. Zwei Minuten später schickte Willeke Sturm in den Strafraum, die aus spitzem Winkel abzog. Eine Verteidigerin klärte noch vor der Linie, Lilly Schröder stocherte den Ball zu Lenja Kastner, die aus zwölf Metern in die Arme der Torfrau schoss. Wenige Augenblicke danach spielte Gruschka den Ball aus der Drehung perfekt in den Lauf von Sturm, die mit ihrem ersten Versuch aus etwas spitzem Winkel an einer guten Parade der Torhüterin scheiterte. Der Nachschuss wurde geblockt, Versuch Nummer drei von Lenja Kastner parierte dann wieder die Torfrau. Eine Zeigerumdrehung später packte die Torhüterin bei einem direkt aufs Tor getretenen Freistoß von Aileen Willeke sicher zu. Eine Minute später bekam Lilly Schröder an einen Steilpass von Dilara Gruschka nur noch mit der Fußspitze dran und konnte den Ball somit nicht an der Torfrau vorbei bugsieren. Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als das halbe Dutzend voll wurde. Eine scharfe Flanke von Christiane Sturm wurde vor die Füße von Dilara Gruschka geklärt, die das Leder aus 20 Metern humorlos in die Maschen donnerte und somit den Dreierpack schnürte! 6:1 für die Blau-Gelben!

Dann kamen auch mal wieder die Gäste aus Schöningen, doch der harmlose Fernschuss war leichte Beute für Johanna Bogon. Auf der anderen Seite probierte es Dilara Gruschka ebenfalls aus der zweiten Reihe, knapp rechts vorbei. Und dann war es endlich so weit: Deike Hicken schickte mit einem Volley-Pass Christiane Sturm, die nach einem Sprint über 40 Meter mit Ball in den Strafraum zog und das Leder aus spitzem Winkel in die Maschen knallte. Endlich hatte die Stürmerin ihren Treffer erzielt und ein Jubelschrei schallte über den Platz. Es war der elfte Saisontreffer für Christiane Sturm und gleichzeitig das 7:1 für die Löwinnen!
Ein paar Minuten danach bekam Leandra Hampe-Michels den Ball und hatte 14 Meter vor dem Tor freie Bahn. Da eine Spielerin der Gäste verletzt am Boden lag, spielte sie den Ball aber fair ins Aus. Für die angeschlagene Spielerin konnte es ohne Behandlung weitergehen. Ein paar Minuten danach zog Josephine Michler aus der zweiten Reihe wuchtig ab, zielte aber etwas zu zentral, sodass die Torhüterin sicher zupacken konnte.

Drei Minuten später ließ Leandra Hampe-Michels aus 18 Metern ein echtes Geschoss ab, doch die Torfrau lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen noch an die Latte. Wenige Augenblicke danach kam der Ball über Hampe-Michels und Lani zu Aileen Willeke, die aus 20 Metern über das Tor schoss. 20 Minuten vor dem Ende bekam Lilly Schröder von Romina Lani den Ball und steckte auf der Drehung zu Lenja Kastner durch, die alleine vor dem Tor ganz cool blieb und zu 8:1 vollstreckte. Auch Kastner schnürte somit den Dreierpack!
Kurz darauf prallte ein langer Ball von Lani zu Kastner, die zu Schröder querlegte. Die Stürmerin knallte das Ding alleine vor dem Tor an den linken Pfosten. Drei Minuten später köpfte Leandra Hampe-Michels einen Einwurf der Gäste in den Lauf von Lilly Schröder, die den Kopf hochnahm und Romina Lani bediente. Die vollendete den Angriff in die linke Ecke. 9:1 für den BTSV!

Zwei Minuten danach köpfte Michler einen Seitenwechsel von perfekt in den Lauf von Lilly Schröder, die alleine vor dem Tor zu zentral zielte. Im Nachfassen hatte die Torhüterin den Ball sicher. Wenige Augenblicke später versuchte es Schröder aus der zweiten Reihe, wieder zu zentral. Die einfachen Dinger wollten bei der Stürmerin heute einfach nicht rein gehen, dafür klappte es wenig später schwer und schön: Lenja Kastner löffelte in den Lauf von Schröder, die 22 Meter vor dem Tor den Ball aus der Luft direkt nahm und per Volley über die Torhüterin lupfte. Der Ball titschte noch einmal auf und sprang genau in den rechten Winkel. Und so durfte auch Schröder ihren Treffer bejubeln und schraubte das Ergebnis in die Zweistelligkeit: 10:1!
Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen und die Tporhüterin hatte sich bei der Szene verletzt, doch der Schiedsrichter bestand auf einer vierminütigen Nachspielzeit. Also musste eine Feldspielerin ins Tor. Doch der Torhunger der Löwinnen war noch nicht gestillt: Leandra Hampe-Michels bediente Romina Lani, die das Spielgerät aus 20 Metern in den linken Winkel jagte.

Das war dann auch der Endstand. 11:1 besiegten die Blau-Gelben den TVB Schöningen. Das hat auf dem Platz und als Zuschauer Spaß gemacht, zumindest, wenn man es mit den Löwinnen hielt. Weiter geht es für die 2. Frauen am kommenden Sonntag im Stadtduell. Dann geht die Reise zum VfL Bienrode. Anstoß ist um 11 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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