Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Ujah! Ujah!

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Anthony “Lebensversicherung” Ujah trifft doppelt gegen den 1. FC Nürnberg. Da die Löwen durch Unachtsamkeiten ebenfalls zwei Tore kassierten, hieß es am Ende vor knapp 20.000 Zuschauern 2:2 Unentschieden. Im Abstiegskampf hilft das nur bedingt weiter, die Mannschaft von Jens Härtel steht nach vier Spielen ohne Sieg weiter auf einem direkten Abstiegsplatz. Nur der VfL Osnabrück steht als Schlusslicht mit noch weniger Zählbarem da.

Eintracht-Trainer Jens Härtel entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Danilo Wiebe, Sebastian Griesbeck, Robert Ivanov, Anton Donkor – Robin Krauße, Jannis Nikolaou (C), Johan Gómez (76. Þórir Helgason)- Fabio Kaufmann (46. Youssef Amyn), Anthony Ujah (90.+5 Hasan Kurucay), Florian Krüger (76. Maruice Multhaup)

Vor dem Spiel zeigte das Eintracht-Stadion eine tolle und sehr sehenswerte Choreo. Vor 100 Jahren wurde unser Tempel mit einem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg eröffnet. Passend dazu hatte die aktive Fanszene eine tolle Choreo gezaubert, großer Respekt!
Den ersten Abschluss hatten aber die Gäste: Goller legte mit der Hacke für Okunuki ab, der im Strafraum abzog. Hoffmann machte sich lang und verhinderte mit einer tollen Parade den frühen Rückstand. Einige Minuten später hatten die Eintracht-Fans bereits den Torschrei auf den Lippen. Eine weite Flanke von Fabio Kaufmann nahm Anthony Ujah mit vollem Risiko volley: Sein Schuss aus elf Metern flog hauchzart rechts vorbei. Zwei Minuten später zog Johan Gómez vom Strafraumrand ab. Der Ball klatschte an die Hand von Marquez. Doch trotz kurzer VAR-Überprüfung blieb es dabei: kein Handelfmeter. Für so etwas gab es schonmal den Pfiff, ist wohl aber auch ok, diese Szene ungeahndet zu lassen.

Im Gegenzug war Onkunuki nach einem Steckpass frei durch, doch Hoffmann verließ seinen Strafraum rechtzeitig und bereinigte die Situation. Eine Minute später versuchte es Robin Krauße nach einem Einwurf aus der zweiten Reihe: meterweit am Tor vorbei. Danach passierte einige Minuten nichts mehr in den Strafräumen, bis Anton Donkor auf der linken Seite etwas Platz hatte und die Kugel in die Mitte flankte. Anthony Ujah setzte sich im Luftduell gegen Gürleyen durch, erwischte das Leder mit dem Kopf super und brachte das Spielgerät zur Führung im rechten Eck unter. Das 1:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Ein paar Minuten danach äußerte Kaufmann seinen Unmut nach zwei diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen viel zu heftig und hatte etwas Glück, nur einmal gelb zu sehen. Nach einer klaren Ansage von Kapitän Jannis Nikolaou beruhigte sich der Flügelspieler aber wieder. Anschließend köpfte Gurleyen eine Freistoßflanke direkt in die Arme von BTSV-Schlussmann Thorben Hoffmann. Kurz darauf leitete ein katastrophaler Fehlpass von Robin Krauße den Ausgleich ein. Unbedrängt spielte der Mittelfeldspieler den Ball Goller in die Füße, der sofort auf Onkunuki durchsteckte. Dieser tauchte alleine vor Hoffmann auf, ließ dem Löwen-Keeper keine Chance und traf ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich.
Doch damit nicht genug: Nur etwas mehr als eine Zeigerumdrehung später hatte Handwerker halblinks vor dem Strafraum zu viel Platz. Seine Mischung aus Schuss und Flanke landete bei Goller, der im Rücken von Ivanov die Kugel ins Netz grätschte. Der Doppelschlag, plötzlich stand es 1:2.

Beinahe hätte es nach einer Unsicherheit von Wiebe die nächste Riesenchance für die Franken gegeben, doch im Verbund konnten die Blau-Gelben doch noch klären. Kurz darauf konterten die Gäste, am Ende setzte Castrop die Kugel aus guter Position rechts vorbei, stand aber ohnehin in der verbotenen Zone, Abseits. Bereits in der Nachspielzeit der ersten Hälfte verschlief Donkor einen langen Freistoß der Gäste völlig und plötzlich war Goller frei durch. Alleine vor Hoffmann schlug er noch einen Haken und rutschte dabei weg. Riesenglück für die Eintracht.

Kurz darauf war Pause. Die Löwen ließen lange wenig zu, passten kurz vor der Pause aber gleich mehrfach nicht auf und wurden dafür zweimal bestraft. Somit war der Führungstreffer von Ujah zu einem Pausenrückstand gebogen. Jens Härtel reagierte und brachte Youssef Amyn für den gelb-rot gefährdeten Fabio Kaufmann.

Die Blau-Gelben kamen mit etwas mehr Offensivdrang aus der Kabine. Danilo Wiebe versuchte es nach etwas Durcheinander im FCN-Strafraum aus der Drehung, aber das war kein Problem für Gäste-Keeper Mathenia. Kurz darauf rutschte Donkor eine Flanke ab, die sich gefährlich auf den Kasten senkte, aber nur auf dem Tordach landete. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Florian Krüger eine Flanke klar am Tor vorbeiköpfte. In der 64. Spielminute leitete Jannis Nikolaou den nächsten Angriff mit einem Ballgewinn ein. Krüger konnte am linken Strafraumeck flanken, in der Mitte macht es Ujah dann einfach klasse. Der Stürmer hielt sich Gegenspieler Güleyen vom Leib, nahm die Kugel klasse runter und vollendete mit einem satten Linksschuss ins untere Eck. Der Ausgleich und der nächste Treffer für die Torfabrik im Blau-Gelben Trikot. Anthony Ujah erzielte somit vier der bisher sieben Braunschweiger Saisontreffer (Liga und Pokal).

Nur wenige Minuten später klärte Handwerker nach einer scharfen Flanke in höchster Not vor dem einschussbereiten Amyn. Eine Zeigerumdrehung danach versuchte es Krauße aus 18 Metern, ein Stück zu hoch. Im Gegenzug bediente Schleimer den eingewechselten Kania, der vom Strafraumrand abzog. Vom rechten Pfosten prallte der Ball an den Rücken von Hoffmann und von dort ins Toraus. Kurz darauf wurde es erneut knapp, als Griesbeck eine Flanke unglücklich aus eigene Tor verlängerte. Doch Hoffmann war da und hielt den Ball sogar fest. Fünf Minuten später fiel der Ball Danilo Wiebe vor die Füße, der aus 22 Metern per Dropkick abzog, links vorbei. Nach einem tollen Ballgewinn von Wiebe hatten die Löwen die nächste Chance: Amyn steckte zu Multhaup durch, der sich gegen den Querpass entschied und aus spitzem Winkel abzog. Da fehlte aber deutlich an Druck hinter dem Schuss, ganz einfache Aufgabe für Mathenia im Tor der Gäste. Da war deutlich mehr drin für die Eintracht.

Auf der anderen Seite ballerte Handwerker einen Freistoß weit am Tor vorbei. In der Nachspielzeit gab es doch noch die Riesengelegenheit zur späten Führung. Eine Ecke von der linken Seite rutschte bis zum zweiten Pfosten durch, wo Ujah noch entscheidend gestört wurde und die Kugel so aus einem halben Meter nicht über die Linie drücken konnte. Am Ende hatte Mathenia den Ball. Doch es war noch nicht vorbei. DIe Nachspielzeit war bereits fast abgelaufen, als Nikolaou die Kugel nochmal in den Strafraum löffelte. Ujah gab alles, setzte zum Sprint an und ging mit vollem Risiko zum Ball. Doch FCN-Torwart Mathenia war einen Hauch eher da, boxte den Ball weg und räumte Ujah heftig ab. Dabei wurde der Stürmer schmerzhaft an der Schulter getroffen und konnte nicht weitermachen. Alle Daumen sind gedrückt, dass Ujah keine Verletzung davongetragen hat, das wäre eine absolute Katastrophe.

Kurz darauf war Schluss. Ein Unentschieden, das wohl einigermaßen leistungsgerecht ist. Im Abstiegskampf sollte man aber irgendwann auch mal wieder dreifach punkten, um nicht angehängt zu werden. Denn das droht der Mannschaft von Trainer Jens Härtel. Im schlimmsten Fall ist der Relegationsplatz am Sonntag bereits drei Zähler entfernt. Dazu kommt noch das schwache Torverhältnis der Löwen. Am kommenden Samstag besteht die Chance auf den zweiten Sieg der Saison. Dann geht es um 13 Uhr im Ostseestadion gegen Hansa Rostock.

Bis dahin

Euer Kivi

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3 thoughts on “Ujah! Ujah!

  1. Viel zu wenig, viel zu wenig, viel zu wenig! Fällt Ujah auch erstmal aus?, wird das kaum mehr mit anzusehen sein.

  2. du bist ja hellseher könnte man glauben aber du treibst zuviel in anderen foren rum und ich glaube nicht das du einträchler bist

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