Verdiente Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg
5 min readDie Löwen verlieren auch ihr zweites Spiel und müssen sich gegen den 1. FC Magdeburg verdient mit 2:1 geschlagen geben. Dem Team von Jens Härtel gelang in der Offensive abermals nicht viel, erneut gab es viele technische Mängel und ungenaue Pässe zu sehen. Da die Abwehr ohne Neuzugang Robert Ivanov nicht dicht hielt, stand es bereits zur Pause 2:0. Gegen auch im zweiten Durchgang bessere Gastgeber kam der Anschlusstreffer von Anthony Ujah vor über 28.000 Zuschauern zu spät. Die Blau-Gelben stehen nach dem 2. Spieltag somit auf dem 16. Tabellenplatz.
Vor dem Spiel gab es eine Bratwurst für 3,50 Euro und einmal Pommes für 3 Euro. Die Pommes waren wirklich super, für den ein oder anderen aber vermutlich etwas überwürzt. Die Bratwurst an sich war auch wirklich ordentlich, aber das Brötchen war wieder einmal eine Katastrophe in Magdeburg. Es wirkte erneut wie ein nicht ganz aufgebackenes Aufbackbrötchen. Für die Pommes gibt es 9/10, für die Bratwurst durch das Brötchen eine 6/10.


Jens Härtel entschied sich bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Saulo Decarli, Brian Behrendt, Niko Kijewski (85. Kaan Caliskaner) – Maurice Multhaup (46. Marvin Rittmüller), Sebastian Griesbeck, Jannis Nikolaou (C), Anton Donkor – Fabio Kaufmann (67. Rayan Philippe), Antony Ujah, Keita Endo (46. Johan Gómez)
Sieben Minuten waren gespielt, als es Multhaup per direktem Freistoß von der linken Seite versuchte, weit drüber. Vier Minuten später lenkte Nikolaou den Ball artistisch aufs Tor, konnte aber nicht genug Druck hinter den Ball bringen, leichte Beute für FCM-Keeper Reimann. Einige Minuten danach bediente Schuler Bell Bell, der aus der zweiten Reihe Maß nahm und knapp links vorbeischoss. Auf der anderen Seite hatte Ujah nach einem tollen Flugball von Jannis Nikolaou scheinbar nur noch Torwart Reimann vor sich, wurde aber noch eingeholt und bedrängt, sodass sich sein Lupferversuch als mehr als harmlos herausstellte. Postwendend ging es in die andere Richtung. Atik bekam von Heber den Ball und wurde zentral vor dem Strafraum nicht wirklich angegriffen. Trotz fünf zentralen Defensiv-Akteuren konnten die Löwen nicht verhindern, dass Atik die gesamte Abwehrkette mit einem Steckpass überlistete. Schuler tauchte alleine vor Eintracht-Schlussmann Hoffmann auf und chippte die Kugel über Hoffmann hinweg ins Tor. Das hatte sich nicht unbedingt angedeutet, war aber auch einfach schwach verteidigt, das 1:0 für die Hausherren.

Sechs Minuten danach kam Ujah im links gegnerischen Strafraum zum Abschluss. Sein Dropkick aus spitzem Winkel verfehlte das Tor aber deutlich. Die Gastgeber wurden fortan immer stärker und hatten fast durchgehend den Ball. Die Eintracht zog sich trotz Rückstand weit zurück, zum Teil konnte sogar FCM-Torwart Reimann ungestört den Ball im Mittelkreis führen und nach Anspielstationen Ausschau halten. Reimann war es auch, der nach etwas mehr als einer halben Stunde den nächsten Angriff einleitete. Sein langer Ball erreichte Ceka, der das Spielgerät an Atik weiterleitete. Dieser wurde erneut nicht ausreichend gestört und hatte das Auge für den startenden und völlig freien Condé. Erneut konnten die Blau-Gelben den Steckpass nicht verhindern, der Kapitän tauchte alleine vor Hoffmann auf und traf per Flachschuss zum 2:0. Auch das war leider nicht Zweitligareif verteidigt.
Wenige Minuten später hätte es beinahe erneut geklingelt. Wieder war es Atik, der von der Grundlinie auf Condé legte, der trotz vollzähliger Abwehr frei stand. Condés Schuss flog dann aber knapp über den Querbalken.
Bis zur Pause wurde es noch ein paar Mal beinahe gefährlich für das Tor von der Eintracht, einen nennenswerten Abschluss hatten aber beide Teams nicht mehr. Zur Pause lagen die Löwen verdient zurück, vor allem nach dem 1:0-Rückstand war das einfach zu wenig. Wie schon gegen Holstein Kiel fiel den Blau-Gelben offensiv nicht viel ein. Defensiv machte man es den Magdeburgern zu oft zu einfach und wurde mit zwei Gegentreffern bestraft. Zur 2. Halbzeit kamen Marvin Rittmüller und Johan Gómez für Maurice Multhaup und Keita Endo.

Den ersten Abschluss im zweiten Durchgang hatten die Gastgeber: Ceka versuchte es aus 20 Metern per Flachschuss, Hoffmann zeigte eine starke Parade und lenkte den Ball noch um den Pfosten. Fünf Minuten später ballerte Atik vom Strafraumrand weit drüber. Im Gegenzug versuchte es Kaufmann aus der Distanz, ebenfalls klar drüber. Etwa eine Stunde war gespielt, als Ujah in aussichtsreicher Position gefoult wurde. Die Löwen stellten eine eigene Mauer vor die Mauer der Magdeburger, Behrendt lief an und knallte das Ding in die selbst errichtete Mauer. Der Ball prallte zu Griesbeck, der vom Strafraumrand abzog, aber das war keine wirkliche Herausforderung für FCM-Keeper Reimann. 20 Minuten vor dem Ende drang Ito mit viel Tempo in Richtung Löwen-Strafraum. Seinen Schuss aus 18 Metern parierte Hoffmann stark.
Auf der anderen Seite legte sich Reimann eine eigentlich schwache Donkor-Flanke beinahe selbst ins Netz, doch am Ende landete der Ball nur auf dem Tordach. Die anschließende Ecke passte dann einfach zum Spiel. Eine vermutlich gut durchdachte Ecken-Variante endete in einem Steilpass von Nikolaou für den Gegner. Ito trieb den Konter voran, doch sein Zuspiel auf Atik geriet zu ungenau. Ein paar Minuten danach klappte es umgekehrt besser. Den Pass von Atik nahm Ito gut mit und zog in die Mitte. Sein Schuss von der Strafraumkante flog aber drüber. Kurz darauf zwang Atik Hoffmann mit einem Schuss aus 20 Metern zur nächsten guten Parade. Im Nachfassen hatte der Löwen-Keeper den Ball sicher. Dann kam mal wieder die Eintracht zum Abschluss: Donkor versuchte es nach Vorlage von Gómez von Halblinks, sein Schuss aus 18 Metern strich mehr oder weniger knapp rechts am Tor vorbei.
Es lief bereits die Nachspielzeit, als Nollenberger eine Hereingabe von El Hankouri aus der Drehung verwertete, links vorbei. In der vierten Minute der Nachspielzeit schlug Decarli noch mal einen Ball lang in die gegnerische Hälfte. Lawrence versuchte, Ujah wegzublocken, das misslang aber völlig, sodass der Stürmer alleine vor Reimann auftauchte und aus wenigen Metern zum 1:2 traf. Der erste Saisontreffer der Löwen. Großer Jubel brandete bei den meisten Mitgereisten aber nicht mehr auf, denn die Nachspielzeit war eigentlich bereits abgelaufen. Doch einen Abschluss hatte das Spiel noch im Köcher, allerdings von den Magdeburgern. Bockhorn ballerte vom Strafraumrand drüber.

Dann war Schluss. Eine verdiente Niederlage für unsere Eintracht, die insgesamt einfach von allem zu wenig auf den Platz brachte. Da muss noch deutlich mehr kommen, wenn man die Klasse halten möchte. Die beste Blau-Gelbe Leistung zeigte heute der Gästeblock, denn die 3.000 mitgereisten Eintracht-Fans sangen sich trotz Niederlage die Kehlen heiser. Nicht um Punkte, aber um den Einzug in die 2. Runde geht es am kommenden Freitag. Um 20.45 Uhr empfängt man den FC Schalke 04.
Bis dahin
Euer Kivi
