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Späte Niederlage gegen Holstein Kiel

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Die Löwen verlieren ihr erstes Ligaspiel der Saison 2023/24 spät mit 0:1. In einem ausgeglichenen Spiel ohne viele Torraumszenen traf Gegner Holstein Kiel erst in der Nachspielzeit per Kopf. Zu dem Zeitpunkt spielten die Blau-Gelben nach einer gelb-roten Karte gegen Hasan Kuruçay bereits 40 Minuten in Unterzahl. Defensiv stand die Mannschaft im ersten Pflichtspiel von Jens Härtel solide, in der Offensive strahlten die Braunschweiger aber recht wenig Gefahr aus.

Nachdem Vereinslegende Jasmin Fejzic emotional und mit vielen und lauten Sprechchören verabschiedet wurde, ging es los mit dem ersten Zweitligaspiel in dieser Saison: Jens Härtel entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Hasan Kuruçay (51. Gelb-Rot), Brian Behrendt, Niko Kijewski – Danilo Wiebe, Sebastian Griesbeck, Jannis Nikolaou, Keita Endo (70. Marvin Rittmüller) – Fabio Kaufmann (56. Saulo Decarli), Anthony Ujah (84. Robin Krauße), Johan Gómez (70. Kaan Caliskaner)

Den ersten Abschluss der Partie hatten die Gäste, doch der Versuch von Gómez von der linken Seite flog weit am Tor vorbei. Drei Minuten waren gespielt, als der Ball erstmals im Tor lag. Fabio Kaufmann hatte einen missglückten Fernschuss von Kapitän Jannis Nikolaou über die Linie gedrückt, stand dabei aber in der verbotenen Zone. Bei der Abseitsentscheidung blieb es auch nach Überprüfung durch den VAR. Anschließend waren die Löwen spielbestimmend, aber ohne wirklich gefährlich zu werden. Nach einer Viertelstunde kamen die Kieler zum ersten Mal zum Abschluss, der Fernschuss von Sterner flog aber weit über den Querbalken. Kurz darauf foulte Simakala rustikal Endo, kam aber ohne Gelbe Karte davon. Nicht so gnädig war Schiedsrichter Arne Aarnink wenig später auf der anderen Seite in einer ähnlichen Szene und verwarnte Kuruçay. Kurz darauf gab es Freistoß für die Gäste aus aussichtsreicher Position, da Kuruçay Pichler leicht mit dem Arm im Gesicht traf. Simakala versuchte es direkt und zielte auf den linken Winkel, doch Hoffmann machte sich lang und lenkte das Leder noch um den Pfosten.

Auf der anderen Seite fand Kijewski mit einer Ecke Ujah, doch dieser köpfte die Kugel am kurzen Eck vorbei. Auch die Kieler kamen kurz darauf nach einer Ecke zum Abschluss, doch gleich mehrere Braunschweiger schmissen sich in die Schussbahn und konnten den Schuss von Machino blocken. Zwei Minuten später setzte sich Ujah nach Kaufmann-Flanke gleich gegen zwei Kieler im Luftduell durch, sein Kopfball landete aber genau in den Armen von KSV-Keeper Dähne. Ein paar Minuten vor dem Halbzeitpfiff versuchte es Brian Behrendt bei einem Freistoß aus deutlich über 30 Metern einfach mal direkt. Sein wuchtiger Schuss flog aber doch ein gutes Stück am Tor vorbei. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte setzten die Löwen sich noch einmal am Kieler Strafraum fest. Schlussendlich köpfte Ujah nach Kaufmann-Flanke klar vorbei. Kurz zuvor hatte Pichler aus spitzem Winkel weit über das Tor von Hoffmann geköpft.

Dann war Halbzeit. So richtig gefährlich wurde es auf beiden Seiten noch nicht, die Eintracht-Abwehr stand trotz des kurzfristigen Ausfalls von Robert Ivanov solide. In der Offensive hatte sich im Vergleich zu vielen Spielen der letzten Saison nicht viel an der Chancenarmut getan.

Daran änderte sich im zweiten Durchgang auf beiden Seiten erstmal nicht viel, auch wenn Kiel nach einem langen Ball von Rothe die erste Gelegenheit hatte: Machino tauchte links im Strafraum auf und zielte aus leicht spitzem Winkel nur wenige Zentimeter zu hoch. Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Hasan Kuruçay von hinten in den Zweikampf mit Simakala ging. Mit einer Grätsche traf der Innenverteidiger zwar auch den Ball, räumte Simakala. Im Gegensatz zum Einsteigen Simakalas gegen Endo, der später für ein weiteres Foul doch noch verwarnt wurde, ließ Aarnink keine Milde walten und schickte Kuruçay mit gelb-rot zum vorzeitigen Duschen. Die Löwen also mindestens 40 Minuten in Unterzahl. Wenig später traf Schulz Gómez mit robustem Armeinsatz im Gesicht, auch hier verzichtete Aarnink auf den gelben Karton.

Kurz bevor Decarli die Innenverteidigung wieder vollständig besetzte, Kaufmann musste dafür raus, unterbanden die Gäste einen Gegenstoß von Ujah per Foulspiel. Das hätte man durchaus als taktisches Foul bewerten können, Schiedsrichter Aarnink war anderer Meinung, ich bin aber auch sicherlich nicht unparteiisch. Der anschließende Freistoß von Kijewski wurde zur Ecke geklärt und auch diese brachte nichts ein. Kurz darauf versuchte es Simakala mit einem Fallrückzieher, klar vorbei. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Ujah den ersten und letzten Abschluss eines Eintracht-Spielers hatte. Sein Schuss von der Strafraumkante ging aber ein Stück über den Querbalken.

Zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit bekamen die Gäste nach einem Handspiel von Decarli einen Freistoß zugesprochen. Wenige Minuten danach köpfte Machino eine Flanke in die Arme von Hoffmann. Griesbeck hielt in der Mauer den Kopf hin und verhinderte, dass der Ball aufs Tor kommen konnte. Es lief bereits die zweite Minute der Nachspielzeit, Machino eine Holtby-Flanke mit dem Kopf erwischte. Der Ball flog im hohen Bogen in die Gefahrenzone. Dort setzte sich Friðjónsson clever und robust gegen Behrendt durch und köpfte die Kugel über Hoffmann hinweg in die Maschen. Decarli beschwerte sich vehement, hatte er den Einsatz von Friðjónsson als Foul bewertet. Dafür erhielt er von Schiedsrichter Arnink die Gelbe Karte.

Eine Minute später rollte nach einem missratenen Abschlag von Hoffmann der Konter. Machino traf zur vermeintlichen Entscheidung, hatte bei dem Steckpass aber im Abseits gestanden. Die Nachspielzeit war bereits fast vorüber, als noch einmal ein langer Ball in den Kieler Strafraum geschlagen wurde. Johansson zog Decarli, der zu Boden ging. Ganz Braunschweig protestierte, aber nach Überprüfung durch den VAR gab es statt Strafstoß nur eine Gelbe Karte für Co-Trainer Marc Pfitzner. Die anschließende Ecke schlug Rittmüller viel zu weit, Decarli kam zwar trotzdem noch dran, der Ball landete aber nur am Außennetz.

Direkt danach war Schluss. Eine späte und bittere Niederlage in einem Spiel, in dem die Löwen defensiv gegen einen eher harmlosen Gegner solide standen, offensiv aber wenig Gefahr ausstrahlten. In der zweiten Halbzeit kam das Team um Mannschaftskapitän Jannis Nikolaou nur zwei Mal zum Abschluss. Um in den kommenden Partien Tore bejubeln zu können, muss da natürlich mehr kommen. Heute war man aber auch lange in Unterzahl. Am kommenden Sonntag steht das erste Auswärtsspiel an. Um 13.30 Uhr geht es beim 1. FC Magdeburg um die ersten Punkte.

Bis dahin

Euer Kivi

1 thought on “Späte Niederlage gegen Holstein Kiel

  1. Absolut furchtbar könnte wieder direkt buöööööööööööörg und schon ist es passiert, Danke fürs krank machen Eintracht! Nächste Spiele wird auch nix laufen und dann is man wieder auf Not Transfers von sonst irgendwoher angewiesen.

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