Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Siegreiche Generalprobe

6 min read

Die Löwen schließen die Testspielzeit erfolgreich ab und schlagen den Drittligisten Rot-Weiß Essen über 120 Minuten mit 1:0. Viele Highlights bekamen die 2.685 Zuschauer nicht zu sehen, defensiv stand man über weite Teile der Partie einigermaßen sicher, offensiv mangelte es etwas an Torgefahr. Anthony Ujah war es, der nach einer schönen Kombination per Lupfer das einzige Tor des Tages erzielte. In einer Woche heißt es dann endlich wieder „2. Bundesliga“ im Eintracht-Stadion, dann kommt zum ersten Spieltag Holstein Kiel an die Hamburger Straße.

Jens Härtel entschied sich im letzten Test vor dem Liga-Auftakt für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW, 61. Tino Casali) – Jannis Nikolaou (C, 90. Rayan Philippe), Robert Ivanov (79. Saulo Decarli), Keita Endo (61. Sidi Sané, 92. Maksym Tytarenko), Anthony Ujah (61. Kaan Caliskaner), Danilo Wiebe (90. Marvin Ritmüller), Niko Kijewski (90. Anton Donkor), Hasan Kuruçay (79. Brian Behrendt), Sebastian Griesbeck (79. Robin Krauße), Fabio Kaufmann (61. Maurice Multhaup), Johan Gómez (61. Youssef Amyn)

Kurz nach Wiederanpfiff schickte Kijewski Endo zur Grundlinie, dessen Flanke klärten die Gäste zur Ecke, die aber nichts einbrachte. Eine Minute später verpasste Kaufmann eine Gómez-Flanke vom rechten Strafraumeck nur knapp. Im Gegenzug musste Hoffmann erstmals eingreifen, hatte den harmlosen Flachschuss aber sicher. Zehn Minuten danach verlängerte Griesbeck eine Halbfeldflanke von Ivanov etwas unkonventionell aufs lange Eck, doch RWE-Keeper Golz lenkte die Bogenlampe noch am Tor vorbei. Die anschließende Ecke wurde nicht gefährlich. Fünf Minuten später klärte Ivanov auf der anderen Seite eine Flanke mit dem Kopf an den Strafraumrand, Eisfeld nahm den Ball direkt, knapp rechts vorbei. Ein paar Minuten später leistete sich Griesbeck am eigenen Strafraum einen gefährlichen Ballverlust, Kijewski konnte den daraus entstehenden Abschluss aber noch ans Außennetz blocken. Die folgende Ecke pflückte Hoffmann aus der Luft. Zwei Minuten danach köpfte Ivanov einen Kijewski-Freistoß genau in die Arme vom Torwart. Kurz darauf bekamen die Löwen eine Flanke nicht geklärt, Doumbouya ballerte vom Strafraumrand aber über den Kasten.

Dann gab es eine kurze Pause, denn es wurde über viermal 30 Minuten gespielt. Ohne Seitenwechsel ging es weiter und die Löwen fanden besser in die Partie. Endo nahm einen Diagonalpass von Kaufmann klasse mit und legte die Kugel dann mit der Hacke auf Kijewski, dessen Flanke geblockt wurde. Die anschließende Ecke landete über Umwege bei Gómez, der das Tor aus der zweiten Reihe ganz klar verfehlte. Etwas gefährlicher wurde wenig später die Ecke der Gäste, denn der Kopfball aus kurzer Distanz ging nur knapp links vorbei. Dann wurde es richtig schön: Nikolaou gewann das Kopfballduell, Endo spielte im ersten Kontakt zu Gómez, der mit der Hacke sofort zurück in den Lauf von Endo spielte. Der lief einige Meter mit dem Ball und übergab dann an Anthony Ujah, der den Kopf hochnahm und Gómez in den Strafraum schickte. Dieser nutzte erneut die Hacke und legte den Ball zu Nikolaou der aus zehn Metern sofort abzog, aber nur den rechten Pfosten traf.

Zwei Minuten danach spielte Kaufmann den Ball im Fallen über den eigenen Kopf hinweg in den Lauf von Ujah, der sich gegen seinen Gegenspieler behauptete. Über Gómez kam das Leder zu Jannis Nikolaou. Der Mannschaftskapitän zog aus etwa 17 Metern ab, scheiterte aber an einer guten Parade von Golz. Kurz darauf ging es schnell und wunderschön Richtung Gäste-Tor: Kuruçay fand am Mittelkreis Ujah, der den Ball im ersten Kontakt zu Nikolaou spielte, der ebenfalls nur einen Kontakt brauchte und das Leder an Griesbeck weitergab. Dieser ließ einfach nur klatschen, Ujah war perfekt durchgelaufen, legte sich den Ball am Gegenspieler vorbei und tauchte frei vor dem Kasten auf. Mit einem Lupfer, der fast genau im Winkel einschlug, ließ er dem heraus eilenden Torwart keine Chance. Ein richtig schönes Tor und das 1:0 für den BTSV zehn Minuten vor der Halbzeit!
Fünf Minuten später ballerte Kijewski einen Freistoß über den Querbalken. Auf der anderen Seite kam Essen nach einem Konter zum Abschluss, der Schuss aus 17 Metern rauschte knapp am Tor vorbei.

Dann war Halbzeit. Die Blau-Gelben waren durchaus überlegen und erspielten sich vor allem in den zweiten 30 Minuten auf ansehnliche Art und Weise Abschlussgelegenheiten. Der Drittliglist war aber auch das ein oder andere Mal gefährlich zum Abschluss gekommen. Das Tor von Ujah war somit auf jeden Fall sehenswert. Zum Seitenwechsel verzichtete Härtel auf viele Spielerwechsel und brachte mit Casali, Sané, Multhaup und Amyn nur vier Neue. Dafür blieben Hoffmann, Ujah, Kaufmann und Endo draußen.

Etwas mehr zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Amyn nach innen zog und von der Strafraumkante den Abschluss suchte. Sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht, die aber nichts einbringen sollte. Drei Minuten später kamen die Löwen nach einer Ecke auch mal zum Abschluss: Nikolaou verlängerte eine Multhaup-Ecke, Neuzugang Sidi Sané bekam den Ball aus extrem spitzen Winkel per Volley aber nicht aufs Tor. Fünf Minuten danach kam der Ball über Mutlhaup, Sané und Nikolaou zu Kijewski, der aus 22 Metern abzog, knapp drüber. Einige Minuten später lief der Konter über Amyn, der Flügelflitzer ließ seinen Gegenspieler ins Leere rutschten und steckte auf Caliskaner durch, der frei vor dem Tor auftauchte, aber zurückgepfiffen wurde: Abseits! Auf der anderen Seite flog ein Fernschuss meterweit am Tor von Tino Casali vorbei. Eine Minute danach versuchte Kijewski, mit einem überraschend direkt getretenen Freistoß den gegnerischen Torhüter zu überraschen, traf aber nur das Außennetz. Kurz vor der letzten Pause eroberte Sané den Ball: Nikolaou steckte auf Multhaup durch, der über halbrechts in den Strafraum zog, mit seinem Flachschuss aus 14 Metern aber ebenfalls nur das Außennetz traf.

Dann unterbrach der Schiedsrichter zum letzten Mal die Partie und Härtel tauschte auch die letzten aus der Startelf verbliebenen Spieler aus. Noch in der ersten Minute des letzten Viertels spritze Sané bei einem ungenauen Pass im Aufbauspiel der Gäste dazwischen und wurde rüde von Bollenberg umgetreten wurde. Der Neuzugang von der U23 von Schalke 04 konnte nicht weitermachen und wurde durch U23-Akteur Maksym Tytarenko ersetzt. Gute Besserung, Sidi! In den folgenden Minuten wurde der Übeltäter, der zurecht gelb gesehen hatte, ausgepfiffen und verlängerte unfreiwillig einen langen Ball von Rittmüller in den Lauf von Maurice Multhaup. Dieser lief von Kourouma verfolgt aufs Tor zu, scheiterte aber an einer tollen Parade von RWE-Schlussmann Wienand. Die anschließende Ecke zog Multhaup direkt aufs Tor, Wienand faustete die Kugel weg.

Zehn Minuten später zog Maksym Tytarenko über rechts in den Strafraum, sein Querpass auf Philippe wurde aber abgefangen. Fünf Minuten danach setzte Amyn Philippe ein, dessen Flanke knapp vor Multhaup zur Ecke geklärt wurde. Die Ecke schlug Multhaup in die Mitte und fand dort Decarli, der den Ball per Aufsetzer genau in die Arme von RWE-Keeper Wienand köpfte. Auf der anderen Seite wurde es ebenfalls nach einer Ecke gefährlich: Casali verschätzte sich etwas, stand beim anschließenden Kopfball aber entscheidend im Weg. Im direkten Gegenzug wurde Philippe am Strafraumrand geblockt. Die reguläre Spielzeit war bereits fast abgelaufen, als Tytarenko das Spiel auf die rechte Seite verlagerte. Caliskaner hatte das Auge und den perfekten Pass für Rayan Philippe, der seinem Gegenspieler davon lief, sich den Ball aber vielleicht etwas zu weit vorlegte und aus kurzer Distanz nicht an Wienand vorbeikam. Die anschließende Ecke wurde zur umgekehrten Co-Produktion: Philippe schlug den Ball an den Rand des Fünf-Meter-Raums, Caliskaner erwischte die Kugel mit dem Kopf. Der Ball tischte einmal auf und sprang dann knapp über die Latte.

Direkt danach war Schluss und es gab Applaus von den Eintracht-Fans, die anschließend zu großen Teilen zum Südkurven-Sommerfest pilgerten. Die Leistung der Löwen war ok, es war kein berauschendes Spiel. Am Ende war der Sieg aber verdient und über weite Teile der Partie zeigten die Blau-Gelben eine souveräne Leistung, denn nachdem die Gäste den ersten 30 Minuten hin und wieder durchaus gefährlich wurden, hielten die Löwen ihren Gegner anschließend ganz gut vom Tor weg. Mehr Bilder zum Spiel gibt es hier.

Bis dahin

Euer Kivi

Kommentar verfassen

Entdecken Sie mehr von

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen