Nullnummer gegen Hapoel Tel Aviv FC
4 min readIm Testspiel gegen den israelischen Erstligisten Hapoel Tel Aviv FC gab es für die zahlreich erschienen Zuschauer wenig Highlights und keine Tore zu sehen. Die Löwen dominierten das Spiel im GWG-Stadion Flutmulde in Gifhorn zwar, kamen aber kaum zu nennenswerten Abschlüssen. Die Gäste strahlten selbst allerdings auch kaum Torgefahr aus, scheiterten mit der besten Chance des Spiels eine Viertelstunde vor Schluss aber am stark reagierenden Tino Casali.
Bevor es auf dem Rasen losging, wurden sowohl die Bratwurst (3 Euro), als auch der Schinkengriller getestet. Dazu gab es jeweils eine halbe Scheibe Toast. Der Schinkengriller war wirklich klasse, das gibt es nicht viel zu kritisieren. Der letzte „Pep“ fehlte noch, daher „nur“ 9/10. Die Bratwurst war ok. Etwas überdurchschnittlich, bis auf die Größe, etwas größer hätte die Bratwurst gerne sein können. 7,5/10 gibt es von mir.

In der ersten Hälfte entschied sich Jens Härtel für folgende Aufstellung: Tino Casali (TW) – Hasan Kuruçay, Robert Ivanov, Niko Kijewski – Danilo Wiebe, Jannis Nikolaou (C), Sebastian Griesbek, Anton Donkor – Johan Gómez, Anthony Ujah, Keita Endo
Der erste Abschluss entstand durch einen Standard. Anton Donkor wurde auf der Torauslinie gefoult. Kijewski spielte den Ball flach auf den Strafraumrand, Nikolaous Direktabnahme zischte knapp am Winkel vorbei. Eine Zeigerumdrehung später chippte Kijewski in den Lauf von Endo, dessen Volley-Flanke aber vom Torhüter der Gäste abgefangen wurde. Kurz darauf spielte Donkor einen schnellen Doppelpass mit Endo, allerdings fand auch seine Flanke keinen Abnehmer. Wenige Augenblicke später kam Donkor erneut in eine Flankenposition, dieses Mal klatschte seine Hereingabe an den Außenpfosten und sprang von dort ins Toraus. Zehn Minuten danach kam ein Freistoß von Kijewski über Umwege zu Gómez, der links vor dem Strafraum abzog. Der Flachschuss aufs rechte Eck wurde vom Hapoel-Keeper aber festgehalten.

Wenige Augenblicke später spielte Endo Donkor frei. Dessen Flanke landete am zweiten Pfosten bei Danilo Wiebe, der das Leder direkt in die Gefahrenzone zurückspielte. Knapp vor dem einschussbereiten Gómez konnten die Gäste zur Ecke klären. Die Ecke brachte allerdings nichts ein. Auf der anderen Seite sprang der Ball bei einer Flanke Donkor an die Hand und direkt im Zweikampf danach wurde ein Hapoel-Spieler zu Fall gebracht. Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein, die für den TSG Bad Harzburg pfeift, entschied auf „Weiterspielen“. Im direkten Gegenzug setzte Nikolaou mit einem herrlichen Chip-Pass Anton Donkor ein, der seine Hereingabe aber zu nah ans Tor zog, sodass der Torwart zupacken konnte. Kurz vor der Pause eroberte Griesbeck den Ball und gab das Leder an Nikolaou weiter. Der neu bestimmte Kapitän zog aus über 25 Metern ab, verfehlte das Tor aber deutlich.
Dann war Halbzeit. Die Blau-Gelben waren zwar klar überlegen, viel zu tun hatte der Schlussmann der Gäste aber nicht. Tino Casali im Tor der Löwen verlebte bis dato aber ebenfalls einen ruhigen Abend. Zur Pause wurde fast komplett durch gewechselt.

In der zweiten Halbzeit schickte Jens Härtel folgende Löwen aufs Feld: Tino Casali (TW) – Marvin Rittmüller, Brian Behrendt (67. Saulo Decarli), Leon Suzuki – Maurice Multhaup, Robin Krauße, Maksym Tytarenko, Youssef Amyn – Fabio Kaufmann, Kaan Calsikaner (67. Rami Zouaoui), Rayan Philippe
Kurz nach Wiederanpfiff schlug Brian Behrendt einen herrlichen langen Ball in den Lauf von Philippe, der etwas zu lange für seinen Querpass brauchte und somit noch zur Ecke geblockt wurde. Diese brachte allerdings nichts ein. Drei Minuten danach fand Rittmüller mit einer Flanke aus dem Halbfeld Philippe, der scheinbar freie Bahn hatte und aus 14 Metern abzog. Doch mit einer sehenswerten Grätsche konnte der Hapoel-Verteidiger doch noch blocken. Der anschließende Eckball landete über Umwege bei Kaufmann, dessen Flanke Calsikaner mit dem Kopf erwischte, das Leder aber zu zentral platzierte. Genau in die Arme des Torhüters.

Kurz darauf kam der Ball über Amyn und Philippe zu Multhaup, der vom Strafraumrand flach abzog, doch ein Abwehrspieler hielt den Fuß rein und konnte die Situation somit bereinigen. Auf der anderen Seite flog ein Schuss der Gäste aus der zweiten Reihe ein Stück über den Kasten von Tino Casali. Nur wenige Augenblicke später rauschte eine flache Flanke gefährlich durch den Löwen-Strafraum, aber weder Freund noch Feind kamen an den Ball. Zehn Minuten später köpfte Philippe einen weiten Kaufmann-Einwurf aufs Tordach. Wiederum zehn Minuten später kam die Kugel über Kaufmann und Multhaup zu Krauße, dessen Schuss aus etwa 20 Metern geblockt wurde und in einen Konter mündete: Nach einem langen Ball tauchte die Nummer 45 frei vor Casali auf, der mit einer starken Fußabwehr Sieger im direkten Duell blieb und die weiße Weste bewahrte. Kurz darauf wurde Multhaup in aussichtsreicher Position gefoult, der anschließende Freistoß von Philippe flog aber deutlich über den Querbalken. Dann kamen nochmal die Gäste nach einer Flanke, doch die Direktabnahme verfehlte das Tor um ein paar Meter. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als Maksym Tytarenko einen Kaufmann-Einwurf per Kopf ans Außennetz verlängerte.

Dann war Schluss! Eintracht trennte sich 0:0 von Hapoel Tel Aviv FC. Im Endeffekt ein Ergebnis, das in Ordnung ging, denn wirklich klare Chancen hatten beide Teams kaum. Am Samstag heißt es für die Blau-Gelben „Generalprobe“, denn im letzten Testspiel vor dem Liga-Auftakt geht es im Eintracht-Stadion gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen um die letzten Eindrücke. Tickets könnt ihr hier erwerben. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
