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Testspiel gegen die Freien Turner

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Nur zwei Tage lagen zwischen dem Aufstieg und dem ersten Testspiel der U19. In Abwesenheit der eingesetzten Aufstiegshelden, die die U19 ja ohnehin zum Teil in Richtung Herrenfußball verlassen, empfing eine Mannschaft mit vielen neuen Gesichtern einen Stadtrivalen: die Freien Turner. Mit einigen vermeintlichen Probespielern und möglichen Neuzugängen, sowie wenige Aufrücker aus der U17 versehen, war der Spieltagskader ziemlich groß und es konnte komplett durch gewechselt werden. Die Abstimmung passte noch nicht, das merkte man schnell. Es gelang noch lange nicht alles und eine Eingespieltheit war natürlich auch noch nicht gegeben. So stand es nach einem Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten 3:3-Unentschieden.

Da nicht alle Spielernamen veröffentlicht wurden, nutze ich bei diesen Spielern auf die Rückennummer und verzichte auf eine Mannschaftsaufstellung. Folgende bereits bekannte Spieler wurden eingesetzt: Louis Krüger (TW, C), Ioannis Dangalis (TW), Jannis Soetebeer, Emil Noster, Liam Marheinke, Luis Hoßbach, Nilavan Prabakaran, Enio Karepi, Jan Philip Meinhardt, Jonas Kübler, Justin Hoya

Den ersten Abschluss hatten die Blau-Gelben, doch die Nummer 7 verzog aus der zweiten Reihe klar. Wenig später rutschte der Nummer 6 eine Flanke etwas ab, die so zum Torschuss wurde, aber doch noch knapp am Tor vorbeiflog. Im Gegenzug blockte Jannis Soetebeer einen gefährlichen Torschuss mit einer starken Grätsche. Augenblicke später musste Löwen-Keeper Louis Krüger erstmals eingreifen und pflückte einen Fernschuss locker aus der Luft. Im direkten Gegenzug fand die Nummer 4 mit einem langen Ball Liam Marheinke, der das Leder klasse mitnahm und per Volley abzog. Der Ball strich nur knapp über die Latte, aber die Fahne ging hoch: Abseits. Drei Minuten später köpfte Soetebeer eine Freistoßflanke von Luis Hoßbach knapp am Tor vorbei. Fünf Minuten danach erwischte Prabakaran einen langen Ball der Nummer 4 per Kopf, bugsierte das Spielgerät aber am Tor vorbei.

Dann war wieder Louis Krüger gefragt, der nach den Aufstiegsfeierlichkeiten auch auf dem Platz gut drauf war und einen brandgefährlichen Fernschuss entschärfte und mit den Fingerspitzen noch über den Querbalken lenkte. Nur eine Minute später musste Krüger nach einem langen Ball aus seinem Strafraum raus, nahm dem Stürmer den Ball mit einer Grätsche ab und bereinigte die Situation mit einem weiten Schlag. Zwei Zeigerumdrehungen danach versuchte es die Nummer 7 erneut aus der Distanz, der Ball flog links am Tor vorbei. Den Blau-Gelben gelang bis hierhin noch kein Schuss aufs Tor und so erledigten die Gäste dieses Thema quasi in Eigenregie. Ein Rückpass fast von der Mittellinie entwickelte sich zum kapitalen Missverständnis. Der Torhüter kam nicht mehr dran und die Kugel kullerte über die Torlinie. Ein kurioses Eigentor und das 1:0 für den BTSV.

Fast im direkten Gegenzug faustete Louis Krüger einen gefährlichen Freistoß aus der Gefahrenzone. Doch eine Viertelstunde vor der Pause war auch der starke Eintracht-Schlussmann machtlos. Nach einem langen Ball misslang die Klärungsaktion seiner Vorderleute und so hatte er einen Stürmer vor sich, der eiskalt und unhaltbar in die linke Ecke vollendete. Der Ausgleich zum 1:1.
Im direkten Gegenzug köpfte Nilavan Prabakaran eine Freistoßflanke von Hoßbach klar am Kasten vorbei. Sofort ging es in die andere Richtung und nach einer schnellen Kombination tauchten die Gäste erneut alleine vor Louis Krüger auf, der dieses Mal aber nicht eingreifen brauchte, da der Schuss knapp links am Tor vorbeiging. Zwei Minuten später prallte der Ball am Strafraumrand einem Turner-Akteur vor die Füße, der das Leder unorthodox über die Latte bugsierte. Einige Minuten danach drückte die Nummer 10 eine Prabakaran-Flanke am Tor vorbei. Wenig später schirmte die 22 einen Steilpass gut ab und war plötzlich frei durch, scheiterte aber mit einem Flachschuss am Keeper der Freien Turner. Die erste Halbzeit war schon fast vorbei, als Luis Hoßbach von seiner linken Seite nach innen zog und vom linken Strafraumeck mit rechts abzog. Sein Schuss geriet aber etwas zu zentral, sodass der Torwart zupacken konnte.

Dann war Halbzeit. Ein wirklicher Ligenunterschied war hier nicht zu spüren, dafür merkte man, dass sich die Blau-Gelben noch nicht so lange kannten. Es funktionierte wenig und längere Ballstafetten gab es auch nur äußerst selten zu sehen. Aber bis zum Bundesligastart Anfang August ist ja auch noch etwas Zeit.

Der zweite Durchgang war noch sehr jung, als ein Turner-Freistoß von der Mauer an die Latte abgefälscht wurde. Beim Abpraller war die Nummer 18 zuerst da und köpfte die Kugel über die Linie. Das 1:2 für die Gäste aus dem Prinzenpark. Nur zwei Minuten später konnte sich der zur Pause für Louis Krüger eingewechselte Ioannis Dangalis erstmals auszeichnen und parierte einen Abschluss aus spitzem Winkel. Kurz darauf bekam die Nummer 11 an der Mittellinie den Ball und zündete den Turbo, dabei ließ er alle Gegner stehen und blieb auch nach einer eigentlichen Notbremse auf den Beinen, umrundete den Torwart und schon zum 2:2-Ausgleich ins leere Tor ein. Kurz darauf verpassten Freund und Feind eine gefährliche Freistoß-Hereingabe von der Nummer 18. Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Gäste nach einem schnellen Einwurf auf der linken Seite zu einer flachen Flanke. Da kein Eintracht-Abwehrspieler klären konnte, drückte die Nummer 9 den Ball zum 2:3 über die Linie.

Nach einer sehenswerten Balleroberung reichte den Freien Turnern ein Pass, um alleine vor Löwen-Keeper Dangalis aufzutauchen, doch der Schuss ging links am Tor vorbei. Zwei Minuten später kam die Nummer 20 nach einem Missverständnis in der Turner-Abwehr etwas glücklich im Strafraum an den Ball und wurde dann gelegt. Folgerichtig gab es Strafstoß für die Blau-Gelben. Die Nummer 10 trat an und verwandelte links. Der erneute Ausgleich, das 3:3.

Fünf Minuten später tauchten die Gäste nach einem langen Ball erneut frei vor dem Tor auf. Ein herrlicher Lupfer folgte und Dangalis schien schon geschlagen, doch der Ball prallte vom Pfosten in die Arme des Löwen-Keepers. Zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zog die 20 vom Strafraumrand aus der Drehung ab, doch der Turner-Schlussmann hielt den Ball fest. Ein paar Minuten danach zog Enio Karepi aus etwa 18 Metern ab und setzte den Schuss nur etwas zu hoch an. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als Dangalis einen wuchtigen Fernschuss nur nach vorne klatschen lassen konnte. Den Nachschuss ballerten die Gäste über den Querbalken.

Dann war Schluss. Die Nachwuchskräfte der Eintracht und der Freien Turner trennen sich mit 3:3-Unentschieden. Es bleibt also noch einiges zu tun für die Verantwortlichen vor dem Start in die U19-Bundesliga. Am kommenden Samstag steht das nächste Testspiel an. Dan empfängt man um 14 Uhr den FC Rot-Weiß Erfurt im NLZ. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr im Flickr-Album.

Bis dahin

Euer Kivi

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