Noch alles drin!
6 min readTrotz einer knappen und eher unverdienten 2:1-Niederlage im Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur U19-Bundesliga ist für die Nachwuchslöwen weiterhin alles drin. Bei hohen Temperaturen und knallender Sonne lieferten die Blau-Gelben sich vor 907 Zuschauern einen heißen Kampf mit dem Halleschen FC und gestalteten die Partie mindestens ausgeglichen. Zwei vermeidbaren Gegentore brachte das Team von Marc Pfitzner zur Pause mit 2:0 ins Hintertreffen, ehe es in Durchgang zwei fast schon ein Spiel auf ein Tor wurde. Arlind Sadiku verkürzte in der Schlussviertelstunde per Strafstoß, ein weiterer Treffer wollte den Löwen aber nicht mehr gelingen. Dennoch ist der Aufstieg im Rückspiel (Samstag, 16.30 Uhr, Rheingoldarena) auf jeden Fall machbar.
„Freundlich“ begrüßt von Polizei und Ordnungsdienst begaben sich die etwa 70 mitgereisten Eintracht-Fans in den doch recht weit vom Spielfeld entfernten Gästeblock mit zwei Dixi-Klos. Getränke gab es war, aber eine Kiste Wasser wurde erst nach mehrmaligem Nachfragen geholt. Kommen wir zum Essensangebot. Es gab Bratwurst und etwas, das eine Frikadelle sein sollte. Bei letzterem überzeugte die optische Erscheinung wirklich überhaupt nicht und so entschied ich mich für die Bratwurst. Ziemlich groß, 2,50 Euro, geschmacklich ok. Das Brot war höchstens unterdurchschnittlich. 6,5/10 gibt es von mir.


Ohne den gesperrten Benjamin Mbom, der mit in den Auswärtsblock kam und sein Team lautstark unterstützte, entschied sich U19-Coach Marc Pfitzner für folgende Aufstellung: Tobias Büchmann (TW) – Moritz Gollmer, Maxim Root, Leon Suzuki (C), Florian Ohk – Jona Borsum, Adem Zeciri (57. Ensar Maloku (65. Len Schneider)), Rami Zouaoui – Finn Hoffmann (46. Arlind Sadiku), Maksym Tytarenko (85. Jan Philip Meinhardt), Robin Placinta
Die Löwen versprühten zuerst Gefahr: Florian Ohk suchte mit einem langen Ball den startenden Rami Zouaoui, doch ehe der Topscorer der Blau-Gelben sich den Ball zurechtlegen konnte, klärte der letzte Mann der Gastgeber. Zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Ohk energisch den Ball und setzte Robin Placinta in Szene, dessen Flanke gerade noch vor dem einschussbereiten Finn Hoffmann geklärt wurde. Dann kamen auch mal die Hallenser in die Gefahrenzone: Nach einem Freistoß von der linken Seite wurde es fast richtig ungemütlich, doch Florian Ohk störte noch entscheidend. Am Ende hatte Löwen-Keeper Büchmann den Ball sicher in den Händen. Kurz darauf unterband Moritz Gollmer mit einer starken Grätsche einen aussichtsreichen Konter der Gastgeber und holte sogar einen Abstoß raus. Auf der anderen Seite antizipierte Rami Zouaoui klasse und schnappte sich das Spielgerät im letzten Drittel und spielte sofort zu Maksym Tytarenko, der das Leder mit einem Kontakt in den Lauf von Robin Placinta weiterleitete. Dieser drang in den Strafraum ein und zog von halblinks ab. Den Flachschuss hatte der Torwart im Nachfassen dann doch sicher.

Ein paar Minuten danach legte Rami Zouaoui für Jona Borsum ab, der die Kugel per Dropkick direkt nahm, rechts daneben. Wenig später jagten die Hallenser eine Direktabnahme aus 22 Metern über den Querbalken. Zwanzig Minuten vor dem Halbzeitpfiff waren die Löwen einmal unsortiert und sofort nutzten die Gastgeber den Raum aus. Von der rechten Seite kam die Hereingabe flach in die Mitte, wo sich die Nummer 7 davongestohlen hatte und Tobias Büchmann aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Die durchaus überraschende Führung, das 1:0 für den Halleschen FC.
Das erste Gegentor für die U19 nach über 580 Minuten! Wirklich verunsichert zeigten sich die Löwen um Mannschaftskapitän Leon Suzuki aber nicht. Nur wenig später eroberte Adem Zeciri mit großem Einsatz den Ball und hielt die Kugel mit einem tollen Sprint im Spiel. Der Ball kam zu Robin Placinta, dessen Flanke knapp vor dem heranstürmenden Finn Hoffmann geklärt wurde. Doch nur wenig später zeigten sich die Hallenser erneut eiskalt. Die Gastgeber kamen einen Freistoß aus gefährlicher Position zugesprochen. Der direkte Versuch wurde abgefälscht, Tobias Büchmann riss die Arme hoch und konnte parieren, doch die Nummer 4 war durchgelaufen und köpfte den Abpraller ins Netz. Das 2:0 für die Gastgeber, zu diesem Zeitpunkt alles andere als verdient und bitter für die Löwen, die hier eigentlich ganz gut im Spiel waren.

Doch die Blau-Gelben ließen sich nicht unterkriegen. Über Florian Ohk und Rami Zouaoui kam der Ball zu Robin Placinta, dessen Hereingabe zwar bei Finn Hoffmann landete, aber die Nummer 9 wurde im letzten Moment am Schuss gehindert. Nur Augenblicke später kam Maksym Tytarenko aus 14 Meter halbrechts zum Abschluss, zielte aber zu zentral, sodass der Torwart parieren konnte. Im Gegenzug musste Tobias Büchmann nach einem langen Ball aus seinem Strafraum raus. Weder er noch der Stürmer trafen den Ball, trafen sich aber gegenseitig. Während der BTSV-Schlussmann verletzt liegen blieb, lief das Spiel weiter! Schlussendlich gewann Florian Ohk seinen Zweikampf und spielte den Ball ins Seitenaus. Während Büchmann ohne Behandlung weitermachen konnte, spielten die Gastgeber den Ball nicht wieder zurück zu den Löwen. Zwei Minuten danach steckte Rami Zouaoui auf Robin Placinta durch, der zur Grundlinie ging und das Leder auf den zweiten Pfosten spielte, wo sich Finn Hoffmann die Kugel zurechtlegte und aus 13 Metern das kurze Eck anvisierte. Doch erneut konnte der Torwart parieren. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde Rami Zouaoui gefoult, es gab Freistoß in aussichtsreicher Position. Robin Placinta zirkelte das Spielgerät um die Mauer, verfehlte das Tor aber um Haaresbreite.
Dann war Halbzeit. Während die Löwen Chancenwucher betrieben, waren die Gastgeber trotz der sommerlichen Temperaturen eiskalt geblieben und in nutzten ihre einzigen Schüsse aufs Tor gleich zu zwei Treffern. Das Spiel war eigentlich eher ausgeglichen und das Chancenplus lag sogar bei den Braunschweigern.

Die Löwen erzeugten früh viel Druck im zweiten Durchgang und hatten schnell die erste Torchance: Der zur Pause eingewechselte Arlind Sadiku bediente Robin Placinta, der in den Strafraum zog und aus etwa 14 Metern flach rechts vorbeischoss. Nicht einmal eine Minute später rutschte eine Halbfeldflanke von Florian Ohk bis zum zweiten Pfosten durch, wo Sadiku das Leder knapp verpasste. Im Gegenzug strich ein Fernschuss vom Halleschen FC knapp drüber, Keeper Büchmann wäre aber vermutlich da gewesen. Fünf Minuten später leitete Rami Zouaoui einen langen Schlag von Maxim Root sehenswert direkt aus der Luft per Hacke in den Lauf von Arlind Sadiku weiter. Seine Flanke konnten die Gastgeber aber klären. Kurz darauf holte Zouaoui eine Ecke raus. Den Eckstoß von Placinta klärten die Hallenser vor die Füße von Florian Ohk, der aus der zweiten Reihe wuchtig abschloss. Sein Schuss wurde aber geblockt. Auf der anderen Seite lief der kurz zuvor eingewechselte Ensar Maloku seinen Gegenspieler souverän ab, wurde von diesem aber umgerissen. Beide Spieler gingen zu Boden. Maloku verletzt sich dabei und konnte nicht mehr weitermachen. Gute Besserung, Ensar!

Ein paar Minuten danach schien eine Ecke der Gastgeber zu weit zu kommen, doch ein HFC-Akteur legte den Ball wieder vors Tor, wo ein Mitspieler den Ball aus kürzester Distanz über den Querbalken bugsierte. Erste wirklich dicke Gelegenheit für die Gastgeber nach dem 2:0. Eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit eroberte Maksym Tytarenko den Ball und gab das Leder an Rami Zouaoui weiter, der sofort auf Arlind Sadiku durchsteckte. Dieser kam vor dem heraus eilenden Torwart an den Ball und wurde anschließend gefoult. Klare Sache und wenig Protest der Gastgeber: Strafstoß!
Der Gefoulte selbst legte sich den Ball zurecht, lief an und zielte mittig. Der Torwart sprang in die linke Ecke und der Ball zappelte im Netz, der Anschlusstreffer, nur noch 2:1.!
Wenig später foulte Len Schneider taktisch clever und verhinderte eine gute Kontergelegenheit. Das schmeckte den Gastgebern gar nicht und es kam zu einer unübersichtlichen Rudelbildung. Am Ende blieb es aber bei je einer Gelben Karte pro Team. Den anschließenden Freistoß drückten die Hallenser aufs Tor, knappe Sache, ob der Ball die Linie überquert hatte, ist am Ende aber egal, denn der Linienrichter hob die Fahne: Abseits. Zwei Minuten danach wurde ein toller Flankenlauf von Florian Ohk nicht belohnt, denn seine Hereingabe wurde noch vor dem lauernden Rami Zouaoui geklärt. Bereits in den letzten Zügen der Partie wurde Jan Philip Meinhardt gefoult. Die Freistoßflanke von Placinta wurde zu Zouaoui geklärt, der vom Strafraumrand volley abzog, aber etwas zu hoch zielte.
Kurz darauf war Schluss. Die Löwen verlieren das Hinspiel der Aufstiegsrelegation bitter und durchaus unverdient mit 2:1. Ein Ergebnis, das man auf jeden Fall noch drehen kann. Erst recht, wenn man so heimstark ist wie unsere Blau-Gelben. Am kommenden Samstag geht es um 16.30 Uhr in der Rheingoldarena also um den Aufstieg in die U19-Bundesliga. Kommt vorbei und unterstützt unsere Jungs! Mehr Bilder zum Spiel findet ihr im Flickr-Album.
Bis dahin
Euer Kivi
