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Auswärtssieg in Norderstedt

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Die U19 siegt erneut und bleibt auch im fünften Sieg in Serie ohne Gegentor. Am Samstagnachmittag gewannen die Löwen beim FC Eintracht Norderstedt mit 0:2. In einem intensiven Spiel war die Mannschaft von Marc Pfitzner die fußballerisch und körperlich überlegene Mannschaft, musste sich aber ordentlich anstrengen, um gegen die heimstarken und mit viel Einsatz kämpfenden Gastgeber drei Punkte zu entführen. Vor etwa 60 Zuschauern trafen Benjamin Mbom und Maksym Tytarenko. Durch den Sieg von Spitzenreiter Osnabrück bleiben die Blau-Gelben auf Relegationsplatz zwei.

U19-Coach Marc Pfitzner entschied sich für folgende Aufstellung: Tobias Büchmann (TW) – Adem Zeciri, Maxim Root, Leon Suzuki (C), Florian Ohk (89. Ensar Maloku) – Finn Hoffmann (46. Len Schneider), Rami Zouaoui (85. Luis Hoßbach), Jona Borsum, Robin Placinta (77. Arlind Sadiku) – Maksym Tytarenko, Benjamin Mbom

Den ersten Schuss hatten die Löwen früh, genau genommen sogar sofort. Benjamin Mbom versuchte den sehr hoch stehenden Keeper direkt vom Anstoßpunkt zu überraschen. Das gelang auch, doch der Ball flog ein Stück links am Tor vorbei. Die Gastgeber gaben dem Spiel sofort eine unglaublich hohe Intensität, es war durchgehend eng und ein Zweikampf folgte auf den anderen. Doch auch die Löwen pressten hoch und lauerten auf Ballgewinne. Blitzschnell lief der Ball durch beide Reihen, allerdings sorgte die merkwürdige Platzbeschaffenheit für das ein oder andere Wegrutschten der Blau-Gelben. Die Gastgeber kamen damit etwas besser zurecht, konnten daraus aber auch kein Kapital schlagen. Etwa fünf Minuten waren gespielt, als ein langer Ball von Maxim Root bei Maksym Tytarenko landete, dessen Schuss aus 20 Metern abgefälscht und entschärft wurde, sodass der Schlussmann der Gastgeber sicher zupacken konnte. Ein paar Minuten danach drang Tytarenko energisch in den Strafraum ein, seinen Querpass klärten die Norderstedter in höchster Not ins Toraus. Die anschließende Ecke wurde gefährlich, zum Abschluss kamen die Löwen aber nicht.

Nur eine Zeigerumdrehung später hatte die Eintracht die erste richtig dicke Gelegenheit. Eine Halbfeldflanke von Florian Ohk segelte in den Strafraum, Maksym Tytarenko ging dem Ball entgegen und hielt die Innenseite hin. Der Torhüter war schon geschlagen, doch der Ball prallte von der Latte ins Toraus. Auf der anderen Seite kamen auch die Gastgeber mal vors Tor. Nach einem Freistoß von der linken Seite folgte ein scheinbar harmloser Abschluss von halbrechts. Doch ein Norderstedter kam noch dazwischen und erwischte die Kugel vier Meter vor dem Tor, bugsierte das Spielgerät aber rechts am Tor vorbei. 20 Minuten waren gespielt, als sich Linksverteidiger Florian Ohk auf seiner Seite Platz zum Flanken verschaffte. In der Mitte setzte sich Stürmer Benjamin Mbom durch und traf den Ball perfekt mit dem Kopf. Die Kugel setzte noch einmal auf und schlug dann im linken Eck ein. Der Torschütze drehte zur Bank ab und verschwand in einer Jubeltraube, die Führung für die Löwen und das elfte Saisontor für Mbom, der sich somit an die dritte Stelle im internen Torjäger-Ranking setzte. 0:1 für die Eintracht aus Braunschweig!

📸 Stefan Schneider

Fünf Minuten später behauptete Jona Borsum den Ball und suchte Benjamin Mbom, der clever für Finn Hoffmann durchließ. Hoffmann suchte aus 18 Metern den Abschluss, wurde aber geblockt. Die anschließende Ecke von Robin Placinta wurde zu Rami Zouaoui geklärt, dessen Schuss aus 14 Metern geblockt wurde und im hohen Bogen auf dem Tordach landete. Auch der nächste Eckstoß wurde gefährlich. Die Hereingabe von Placinta landete bei Benjamin Mbom, der mit dem Kopf die rechte Ecke anvisierte. Gerade noch vor der Linie rettete ein Verteidiger für seinen bereits geschlagenen Keeper. Eine Minute später zog Zouaoui von der rechten Seite nach innen, rutschte bei seinem Schuss aus 20 Metern aber weg, sodass der Ball links vorbeiging. Kurz darauf konterten die Löwen über Tytarenko, der Hoffmann zur Grundlinie schickte. Dessen Hereingabe klärten die Gastgeber im letzten Moment auf Kosten einer Ecke, diese wurde aber nicht gefährlich. Im Gegenzug rauschte ein Fernschuss knapp am Tor von Tobias Büchmann vorbei.

Wenig später versuchte es Norderstedt erneut aus der zweiten Reihe, aber das war gar kein Problem für Eintracht-Torwart Büchmann. Nur Augenblicke später wurde es auf der anderen Seite gefährlich. Nach einem Einwurf von Florian Ohk ging es ganz schnell. Über Benjamin Mbom und Finn Hoffmann kam der Ball zu Rami Zouaoui, der vom Strafraumrand aus der Drehung zum Abschluss kam, die Kugel aber zu zentral platzierte, sodass der Torwart zupacken konnte. Fünf Minuten vor der Pause brannte es bei zwei aufeinanderfolgenden Ecken lichterloh im Strafraum der Gastgeber, doch die Löwen kamen nicht zum Abschluss. Die reguläre Spielzeit war fast abgelaufen, als Benjamin Mbom einen Steilpass von Florian Ohk mit einem tollen Sprint im Spiel hielt, in den Strafraum zog und den Kopf hochnahm. Er sah und fand den im Rückraum lauernden Maksym Tytarenko, der sofort abzog. Sein Flachschuss passte genau unten links eben den Pfosten und zappelte im Netz, das 0:2 für die Eintracht und der 14. Treffer für Tytarenko!

Kurz darauf war auch Halbzeit. Eine verdiente Führung für die Löwen, die sich zweikampfstark und souverän präsentierten. Gerade bei Flanken waren die Blau-Gelben ihren Gegenspieler vollkommen überlegen. Torhüter Tobias Büchmann musste bis auf wenige Flanken nicht ernsthaft eingreifen, musste bei strahlendem Sonnenschein in seinem komplett schwarzen Trikotsatz aber vermutlich dennoch ordentlich schwitzen.

Früh in der zweiten Hälfte musste Büchmann dann doch mal seine Handschuhe an den Ball bringen. Norderstedt zog einen Freistoß aus gefährlicher Position direkt aufs Tor, doch ehrlicherweise hätte Büchmann den harmlosen Versuch auch mit dem Fuß annehmen können. Kurz darauf behauptete der nach der Pause eingewechselte Len Schneider den Ball und steckte im richtigen Moment auf den startenden Maksym Tytarenko durch. Der umkurvte den Schlussmann und spielte den Ball von der Grundlinie vors Tor. Dort zog Benjamin Mbom aus kürzester Distanz ab, doch ein Abwehrspieler schmiss sich noch in die Schussbahn und lenkte das Leder irgendwie noch an die Latte. Anschließend konnte Norderstedt klären. Nur zwei Minuten später überraschte Florian Ohk die Norderstedter Abwehr mit einem schnellen Einwurf. Len Schneider konnte von der linken Seite ungestört flanken. Erneut setzte sich Benjamim Mbom im Luftduell durch und köpfte den Ball aufs linke Eck. Der Torhüter kam noch mit den Fingerspitzen an den Ball, konnte das Spielgerät aber erst im Nachfassen sichern. Der ein oder andere hatte den Ball schon hinter der Linie gesehen, der Schiedsrichter ließ das Spiel aber weiterlaufen.

Im Gegenzug ballerten die Gastgeber aus 20 Metern klar über den Querbalken. Fünf Minuten später war ein harmloser Fernschuss sichere Beute für Tobias Büchmann. Dann kamen wieder die Löwen: Florian Ohk spielte einen Doppelpass mit Len Schneider und gab das Leder weiter zu Maksym Tytarenko, der wiederum Robin Placinta bediente. Dessen Direktabnahme geriet etwas zu zentral, sodass der Schlussmann den Ball festhalten konnte. Zehn Minuten danach versuchte es Rami Zouaoui bei einem Freistoß aus 18 Metern direkt und verfehlte den linken Winkel nur um Haaresbreite. Norderstedt wurde nun drückender und brachte den ersten wirklich gefährlichen Schuss aufs Tor. Doch Tobias Büchmann hatte bei dem Versuch aus 14 Metern aufgepasst und lenkte das Leder um den Pfosten. Die anschließende Ecke pflückte der BTSV-Keeper aus der Luft.

📸 Stefan Schneider

Wenig später gab es den nächsten Eckball. Dieses Mal köpften die Gastgeber aufs Tor. Auf der Linie rettete ein Eintracht-Spieler, dem der Ball bei der Rettungsaktion von seinem Knie an die Hand sprang. Nach langem Zögern entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß und zückte die Rote Karte. Bitter für die Löwen, da es eher nicht nach einem strafbaren Handspiel aussah. Doch wie die Profis wurden auch gegen die Junglöwen schon mehrere Elfmeter verschossen und so blieb es auch beim 0:2. Der Strafstoßschütze ballerte das Spielgerät weit über die Latte. Die letzten fünf Minuten liefen bereits, als Maksym Tytarenko nach einer Balleroberung den weit aufgerückten Torwart bemerkte und von der Mittellinie einfach mal abzog. Der Ball hätte gesessen und der Torhüter benötigte seine gesamte Körpergröße, um den Einschlag zu verhindern.

Die Gastgeber ballerten nochmal aus der zweiten Reihe drüber, dann war Schluss! Die U9 gewinnt erneut und baut ihre Siegesserie auf fünf Spiele aus. In dieser Zeit blieb das Team von Marc Pfitzner zudem ohne Gegentor. Am kommenden Sonntag steht gegen Absteiger FC Oberneuland das letzte Liga-Spiel der Saison an. Bei einem Patzer von Spitzenreiter Osnabrück ist sogar noch der direkte Aufstieg möglich. Sonst geht es in zwei Relegationsspielen gegen den Halleschen FC um den Aufstieg in die Bundesliga. Anstoß im NLZ ist um 13 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr im Flickr-Album.

Bis dahin

Euer Kivi

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