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Niederlage im Pokalfinale

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Schade! Die Löwinnen unterliegen im Finale des NFV-Pokals vor 500 Zuschauern gegen den TSV Barmke aus der Regionalliga mit 1:3. Nach einem frühen Schock kamen die Blau-Gelben schnell per Strafstoß zurück, konnten nach zwei ärgerlichen Gegentreffern aber zwei weitere Strafstöße nicht verwerten und brachten auch aus dem Spiel heraus den Ball nicht noch einmal im gegnerischen Tor unter. So setzte es am Ende eine Niederlage, die in Ordnung geht, da Barmke die etwas bessere Mannschaft war, über ein anderes Ergebnis hätte sich der letztjährige Aufsteiger aber auch nicht beschweren können. Dennoch können die Löwinnen mit erhobenem Haupt in das viel wichtigere Aufstiegsspiel am kommenden Sonntag gehen, welches ebenfalls im August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen ausgetragen wird.

Das Eintracht-Trainergespann aus Simon Wintgen und Benjamin Knoll entschied sich für folgende Aufstellung: Laura Engler (TW) – Cindy Kaufmann, Antonia Farr, Michelle Bröckel, Lena Ahl (57. Jill-Lina Lange) – Anna Fries (67. Victoria Wiedermann), Franziska Knopp (80. Sophia Koschick), Caren Holzenkamp – Gesa Radtke, Lyn Meyer (C), Lenja Kastner (46. Ronja Riemer)

Die Partie startete mit einer kalten Dusche für die Eintracht. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als sich Welt- und Europameisterin sowie Triple-Siegerin Martina Müller den Ball 25 Meter vor dem Tor zurechtlegte und abzog. Laura Engler machte sich ganz lang, konnte den Einschlag genau unter der Latte aber nicht mehr verhindern. Bitter für die Löwinnen: Bei der Ballannahme sprang Müller das Spielgerät an die Hand. Knifflige Sache, Zweitligaschiedsrichterin Willms bewertete die Szene als nicht strafbares Handspiel, 0:1 aus Sicht der Eintracht.
Doch die Antwort erfolgte prompt. Fast im direkten Gegenzug startete Lyn Meyer ein schnelles Dribbling, ging an mehreren Gegenspielerinnen vorbei und zog in den Strafraum. Dort ließ sie auch TSV-Torfrau Jana Tauer aussteigen, die ein Bein ausfuhr und Meyer zu Fall brachte. Ganz klare Sache: Strafstoß! Caren Holzenkamp legte sich den Ball zurecht und verwandelte in die Mitte. Der schnelle Ausgleich zum 1:1!

Auf der anderen Seite packte Engler bei einem harmlosen Fernschuss sicher zu. Fünf Minuten später setzte sich Martina Müller nach einem langen Ball clever durch und lief alleine auf Laura Engler zu. Von halblinks visierte sie mit einem Flachschuss die rechte Ecke an, doch Laura Engler kratzte den gefühlt unhaltbaren Schuss mit einer Wahnsinnstat noch aus dem Tor und verhinderte den erneuten Rückstand. Danach neutralisierten sich beide Teams etwas, Barmke hatte viel den Ball und beackerte Lyn Meyer immer mit mehreren Verteidigerinnen, sodass Torraumszenen Mangelware blieben. Zehn Minuten später war Martina Müller nach einem Missverständnis scheinbar erneut frei durch, nahm Kurs aufs Tor und überlegte sich schon, in welche Ecke sie schießen würde, als Lena Ahl in Höchstgeschwindigkeit angerannt kam und mit einer herausragenden Grätsche im allerletzten Moment klären konnte. Tolle Aktion der Linksverteidigerin!

Im direkten Gegenzug konterten die Löwinnen. Lyn Meyer behauptete gegen die halbe Barmker Mannschaft den Ball und legte für Caren Holzenkamp ab, die das linke Eck nur knapp verfehlte. Wenige Minuten vor der Pause wurschtelte sich die Nummer 23 über die Grundlinie in den Eintracht-Strafraum und zog aus kurzer Distanz ab. Laura Engler konnte zwar parieren, aber in der Mitte reagierte Martina Müller am schnellsten und drückte das Leder in die Maschen. Die erneute Führung für den TSV Barmke, das 1:2. Bereits in der Nachspielzeit zog Barmke noch einmal aus der zweiten Reihe ab, doch der Fernschuss strich knapp über den Querbalken hinweg ins Aus.

Dann war Halbzeit. Die Löwinnen hatten hier noch nicht so richtig in ihr Offensivspiel gefunden und wurden zweimal von der Klasse einer Martina Müller überrumpelt, die das Leben der Blau-Gelben wieder einmal schwer machte. Die 101-fache Nationalspielerin zeigte in ihrem letzten Spiel für die 1. Mannschaft vom TSV Barmke, dass sie auch mit 43 Jahren noch kicken kann. Da der Regionalligist nur geringfügig besser spielte, war das Spiel aber noch nicht gegessen.

Doch auch im zweiten Durchgang verlief der Start alles andere nach Maß. Ein herber Ballverlust rief erneut Martina Müller auf den Plan, die blitzschnell schaltete und einen tödlichen Pass in den Lauf von Johanna Bartel spielte. Die schüttelte die gesamte Eintracht-Abwehr ab, behielt vor der herausstürmenden Laura Engler die Nerven und vollendete per Flachschuss in die lange Ecke. Nicht einmal eine Minute war im zweiten Durchgang gespielt und die Löwinnen lagen mit 1:3 zurück.
Im direkten Gegenzug behauptete Lyn Meyer gegen sechs(!) Gegenspielerinnen den Ball, zog zur Grundlinie und schaffte es den Ball im Fallen irgendwie zu Anna Fries zu bugsieren, die das Spielgerät aus kurzer Distanz nicht perfekt traf, sodass die Kugel genau in den Armen von Jana Tauer landete. Auf der anderen Seite flog ein Fernschuss weit am Tor von Laura Engler vorbei.

Fünf Minuten später wurde es nach einem Konter schon etwas gefährlicher. Eine Barmkerin zog von rechts nach innen und zog vom Strafraumrand ab. Laura Engler riss die Fäuste hoch und parierte. Der anschließende Volley-Nachschuss aus zwölf Metern ging am Tor vorbei. Kurz darauf stupste Lyn Meyer einen Ball aus der Luft zu Gesa Radtke, die aus 14 Metern das lange Eck nur knapp verfehlte. Nur eine Zeigerumdrehung später eroberte Caren Holzenkamp am gegnerischen Strafraum den Ball. Meyer legte für Jill-Lina Lange ab, deren Schuss aus 18 Metern geblockt wurde. Eine Minute danach wurde eine Knopp-Ecke vor die Füße von Anna Fries geklärt, die von der Strafraumkante abzog, aber ebenfalls geblockt wurde. Ein paar Minuten später rettete Ronja Riemer nach einer Flanke in höchster Not und verhinderte eine dicke Gelegenheit für Barmke.

Die Löwinnen fanden immer besser ins Spiel und kamen immer besser mit dem recht großen Platz zurecht. Mittlerweile waren die Blau-Gelben ordentlich am Drücker. Eine Viertelstunde vor dem Ende lief Lyn Meyer ihrer Gegenspielerin nach einem langen Abschlag von Laura Engler wieder einmal davon und wurde erneut unfair im Strafraum gestoppt. Es gab den zweiten Strafstoß des Tages. Erneut trat Caren Holzenkamp an und zielte dieses Mal auf die rechte Ecke. Doch das hatte TSV-Torfrau Tauer geahnt und parierte den Elfmeter, es blieb beim 1:3. Doch der Ball blieb im Besitz der Löwinnen und nur Sekunden später kam Lyn Meyer von der Strafraumkante aus der Drehung zum Abschluss. Den wuchtigen Versuch hatte Jana Tauer erst im Nachfassen sicher. Einige Minuten danach bugsierte Jill-Lina Lange eine Ecke von Ronja Riemer am kurzen Eck vorbei.

Zehn Minuten waren noch auf der Uhr, als Barmke nach einer Verletzung einer Eintracht-Spielerin den Ball nicht ins Aus spielte und einen Angriff startete, aus dem ein Freistoß in aussichtsreicher Position entstand. Dieser wurde allerdings nicht gefährlich und landete in den Armen von Laura Engler. Im direkten Gegenzug behauptete Lyn Meyer im gegnerischen Strafraum den Ball und wurde unter sowohl heftig gezogen als auch am Fuß getroffen, sodass die Torjägerin zu Boden ging. Erneut entschied die Schiedsrichterin korrekterweise auf Strafstoß. Für den dritten Elfmeter des Tages legte sich Spielführerin Victoria Wiedermann den Ball auf den Punkt und zielte flach auf die Mitte. TSV-Torhüterin Jana Bauer war zwar in die rechte Ecke unterwegs, fuhr aber den Fuß aus und konnte erneut abwehren. Eintracht setzte nach, eine Barmke-Spielerin fiel vor einen Schuss und blockte mit der Hand, doch zuvor hatte die Schiedsrichterin ein Offensiv-Foul erkannt. Bereits in der Nachspielzeit legte Lyn Meyer für Victoria Wiedermann ab, die aus der zweiten Reihe abzog. Der Ball ging knapp links vorbei. Jill-Lina Lange grätschte in die Schussbahn, verpasste das Leder aber.

Direkt danach war Schluss. Die Löwinnen verlieren das NFV-Pokalfinale gegen den TSV Barmke mit 1:3. In einer mehr als annehmbaren zweiten Halbzeit vergaben die Blau-Gelben mehrere gute Chancen und verschossen zudem zwei Elfmeter. Am Ende nutzten die Barmkerinnen ihre Gelegenheiten besser und verdienten sich durch eine überlegene erste Halbzeit den Sieg. Großartig beschweren hätte sich der Regionalligist über einen Ausgleich aber auch nicht. Bereits in einer Woche reisen die Löwinnen erneut nach Barsinghausen, dann geht es um 14 Uhr gegen die SpVg Aurich um den Aufstieg in die Regionalliga. Kommt vorbei und unterstützt unsere Farben! Mehr Bilder zum Spiel findet ihr im Flickr-Album.

Bis dahin

Euer Kivi

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