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Auswärtssieg im Regen

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Auswärtssieg! Die U19 holt den dritten Sieg in Serie und schlägt eine Woche nach dem Heimspiel die JFV Calenberger Land auch auf dem gegnerischen Platz. Bei starkem Regen und tiefem Boden konnte man zwar keine Ballzauberei beobachten, doch die beiden Treffer von Doppelpacker Fin Hoffmann waren wirklich schön herausgespielt. Die von Marc Pfitzner trainierten Nachwuchslöwen bleiben somit weiter oben dran.

In der Halbzeitpause schaffte ich es mir, trotz strömendem Regen, eine Bratwurst zu holen. Die Toastscheibe war dann allerdings klitschnass. Die Wurst hingegen konnte durchaus überzeugen, ohne aber zu glänzen. Bei einem Preis von 2,70 Euro kann man verglichen mit den Bundesligapreisen auch wirklich nicht meckern. 7,5/10 von mir.

Marc Pfitzner entschied sich für folgende Aufstellung: Louis Krüger (TW) – Moritz Gollmer, Maxim Root (C), Adem Zeciri, Luis Hoßbach – Jona Borsum, Rami Zouaoui, Maksym Tytarenko – Fin Hoffmann (87. Jannis Soetebeer), Arlind Sadiku (80. Florian Ohk), Robin Placinta (28. Benjamin Mbom)

Kurz nach Anpfiff führte Rami Zouaoui einen Freistoß blitzschnell aus. Robin Placinta ging zur Grundlinie und brachte den Ball in die Gefahrenzone, der Torwart der Gastgeber konnte die Kugel aber vor dem einschussbereiten Jona Borsum abfangen. Ein paar Minuten danach prallte der Ball Maksym Tytarenko vor die Füße, der es aus 16 Metern einfach mal selbst versuchte. Sein Schuss geriet aber zu zentral, sodass der JFV-Schlussmann den Ball im Nachfassen sicher hatte. Eine Zeigerumdrehung danach schickte Fin Hoffmann Arlind Sadiku mit einem Heber aus dem Fußgelenk auf die Reise. Im Vollsprint legte sich der Stürmer das Spielgerät mit der Brust aber etwas zu weit vor. Auf der anderen Seite gab es einen eher ungerechtfertigten Freistoß 18 Meter vor dem Tor der Eintracht. Doch Louis Krüger war auf dem Posten und boxte das Leder aus dem rechten Eck. Wenig später versuchten die Gastgeber es mit einem Schlenzer vom linken Strafraumeck: klar vorbei. Dann kamen wieder die Löwen: Rami Zouaoui brachte einen Freistoß vors Tor, Jona Borsum bugsierte den Ball irgendwie Richtung Tor, aber leider auch hauchzart neben den Kasten.

Etwa eine halbe Stunde war vorbei, als Rami Zouaoui nochmal einen Freistoß ausführte. Robin Placinta zündete den Turbo und marschierte zur Grundlinie. Seine flache Hereingabe ließ Jona Borsum geschickt durch und so hatte Fin Hoffmann eine wunderbare Schussposition, die er trotz rappelvoller Torlinie zum 0:1 nutzte! Das war die Führung und zugleich sehr sehenswert herausgespielt!
Direkt danach mussten beide Teams wechseln. Robin Placinta war bereits bei der Vorlage angeschlagen und konnte nicht mehr weitermachen. Der Torwart der Gastgeber hatte sich bei seiner fehlgeschlagenen Rettungstat ebenfalls wehgetan und konnte nach längerer Behandlung ebenfalls nicht weitermachen. Gute Besserung an der Stelle von mir!

Einige Minuten danach zog Rami Zouaoui mit einer Bewegung an drei Gegenspielern vorbei und drang in den Strafraum ein. Er legte den Ball zurück an den Strafraumrand, wo ein Loch im Rasen verhinderte, dass Hoffmann direkt abziehen konnte. Mit einer schnellen Reaktion leitete er das Leder an Moritz Gollmer weiter, der die Kugel an den eingewechselten Benjamin Mbom weitergab. Der Stürmer zog aus spitzem Winkel ab, traf aber nur das Außennetz. Kurz bevor der Schiedsrichter die erste Halbzeit beendete, kamen die Gastgeber erstmals richtig gefährlich vors Tor: Beim Kopfball nach einem Freistoß kratzte Kapitän Maxim Root das Spielgerät gerade noch von der Linie.

Dann war Halbzeit. Regen und Platzverhältnisse machten es beiden Teams schwer, Kombinationen über mehrere Stationen aufzuziehen. Man konnte sich bereits denken, dass die sieben Tore aus dem Hinspiel nicht wiederholt werden. Da die Löwen die besseren Chancen hatten, war die Führung zur Pause nicht unverdient.

Kurz nach Wiederanpfiff beförderte Fin Hoffmann die Kugel nach einem Gollmer-Einwurf Richtung Tor. Da der Torschütze zum 0:1 dabei wenig Druck hinter den Ball brachte, hatte der Schlussmann der Gastgeber kein Problem, den Ball zu fangen. Fünf Minuten später antizipierte Jona Borsum stark und eroberte 40 Meter vor dem Tor den Ball und verlagerte das Geschehen auf die rechte Seite. Dort war Arlind Sadiku mitgelaufen, der den Kopf hochnahm und eine Flanke vors Tor schlug. Der JFV-Torwart flog am Ball vorbei, die Flanke war aber auch ein Stück zu hoch, sodass Benjamin Mbom nicht perfekt an den Ball kam und über das leere Tor köpfte. Auf der anderen Seite blockten die Löwen wenig später zwei gefährliche Schüsse der Gastgeber. Danach passierte längere Zeit nichts. Viele Zweikämpfe und versprungene Bälle auf beiden Seiten zeichneten das Spiel. Der nicht nachlassende Regen tat sein Übriges und ich war wirklich froh, überdacht stehen zu können.

Mitte der Zweiten Halbzeit kam der Ball nach einem Einwurf von Luis Hoßbach über Hoffmann und Zouaoui zu Moritz Gollmer, der es einfach mal aus der zweiten Reihe versuchte und nur knapp verzog. Einige Minuten danach trieb Rami Zouaoui den Ball voran und gab an Luis Hoßbach weiter, der sah, dass der Keeper weit vor seinem Tor stand und aus über 30 Metern einfach mal abzog. Der Ball schien weit über den Querbalken zu fliegen, senkte sich dann plötzlich aber doch wie ein Stein. Der Torwart musste sich ordentlich strecken, um das Geschoss noch am Tor vorbei zu lenken. Die anschließende Ecke brachte nichts ein. Zehn Minuten vor Ende der Partie schlug Rami Zouaoui einen Freistoß aus dem Mittelkreis auf den Elfmeterpunkt. Zwei Löwen waren mit dem Kopf dran, dann lag der Ball im Netz. Doch der Schiedsrichter-Assistent hatte eine Abseitsstellung erkannt, somit zählte der Treffer nicht.

Die letzten fünf Minuten liefen schon, als ein Seitenwechsel bei Luis Hoßbach landete, der mit dem Rücken zum Tor stand und einen Geistesblitz hatte. Der Linksverteidiger legte sich den Ball aus der Luft über sich und seinen Gegenspieler, drehte sich und sprintete an seinem überrumpelten Gegenspieler vorbei. Mit viel Tempo brach er in den Strafraum, wurde von einer Grätsche leicht getroffen, lief aber weiter Richtung Grundlinie. Dort nahm er den Kopf hoch und legte in die Gefahrenzone. Benjamin Mbom rutschte noch am Ball vorbei, doch am zweiten Pfosten grätschte Fin Hoffmann das Spielgerät über die Linie. Großer Jubel bei den Balu-Gelben, die alle zusammen an der Eckfahne jubelten. Nach 85. Minuten Regentanz rutscht es sich auch einfach gut beim Jubeln. Die Gastgeber hatten zwar lange gedrückt, aber bekamen einfach keine nennenswerten Torchancen zustande. Louis Krüger war bis dahin beinahe beschäftigungslos geblieben. Der Doppelpack von Hoffmann und das gleichbedeutende 0:2 konnte man durchaus als Vorentscheidung sehen. Doch die Gastgeber wollten zumindest den Anschlusstreffer erzielen. Beinahe wäre dieser im direkten Gegenzug gelungen, als der Flügelspieler aus stark abseitsverdächtiger Position startete und mit seiner Hereingabe einen Mitspieler fand. Doch dieser drückte das Leder aus zehn Metern am Tor vorbei. In der Nachspielzeit wurde es dann doch fast noch spannend, als die Löwen nach einem taktischen Foul und der folgenden gelb-roten Karte in Unterzahl weitermachen mussten.

Doch mehr als ein harmloser Fernschuss gelang der JFV Calenberger Land nicht. Krüger packte sicher zu und dann war Schluss! Die U19 fuhr vor 67 Zuschauern den dritten Sieg in Serie ein. Doppelpacker Hoffmann stand zwei Mal goldrichtig und konnte sein Torekonto somit verdoppeln. Durch das Remis zwischen dem Zweitplatzierten Eimsbütteler TV und dem Fünftplatzierten SC Vorwärts Wacker ist die Tabelle noch einmal enger geworden. Weiter geht es für die U19 am kommenden Freitag beim TSV Havelse. Anstoß auf dem Kunstrasenplatz in Havelse ist um 19.00 Uhr.

Bis dahin

Euer Kivi

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