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Testspielsieg gegen VSG Altglienicke

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Am Donnerstag um 12:30 hieß es das letzte Mal „Testspielzeit“, bevor der Löwentross am Samstag ins Trainingslager nach Spanien aufbricht. Zu Gast war VSG Altglienicke aus Berlin. Der Regionalligist (Nordost) steht in der Tabelle im Mittelfeld. Vor etwa 167 Zuschauern stand nach 4×30 Minuten ein 2:0-Erfolg für die Blau-Gelben. Saulo Decarli brachte die Eintracht früh in Front, Manuel Wintzheimer erzielte per Freistoß das zweite und letzte Tor des Tages.

Chef-Coach Schiele entschied sich für folgende Aufstellung: Ron-Thorben Hoffmann (60. Lennart Schule Kökelsum, 90. Justin Duda, TW) – Jan-Hendrik Marx (60. Maurice Multhaup), Danilo Wiebe (60. Nathan de Medina), Saulo Decari (60. Linus Gechter), Niko Kijewski (90. Benjamin Mbom), Anton Donkor (60. Mehmet Ibrahimi), Jannis Nikolaou (90. Rami Zouaoui, 106. Leon Suzuki), Keita Endo (60. Enrique Peña Zauner), Fabio Kaufmann (60. Robin Krauße), Manuel Wintzheimer (60. Tarsis Bonga), Lion Lauberbach (80. Emil Kischka)

Der erste Angriff kurz nach Spielbeginn endete in einer Standardsituation. Ein langer Ball auf Lauberbach wurde zur Ecke geklärt. Diese brachte Jan-Hendrik Marx vors Tor, wo Saulo Decarli am höchsten stieg und einen Abwehrspieler der Gäste anköpfte. Von dem sprang der Ball über die Linie: Das ganz frühe 1:0! Wenig später wurde eine Flanke von Donkor geblockt, auf der Gegenseite klärte er Augenblicke später eine brenzlige Situation mit einem weiten Schlag. Dann kamen wieder die Löwen: Wintzheimer bediente Lion Lauberbach, der aber nicht am letzten Verteidiger der Gäste vorbeikam. Die anschließende Ecke von Marx erwischte Lauberbach mit dem Kopf, die Gäste klärten erneut auf Kosten einer Ecke, die aber nichts einbrachte. Zwei Minuten später setzte Kaufmann Wintzheimer in Szene, der aus etwas spitzem Winkel von rechts den Schlussmann der Gäste nicht überwinden konnte.

Torjubel nach dem frühen 1:0

Die anschließende Ecke kam zu Nikolaou, der das Leder mit dem Fuß aufs Tor bugsierte, aber kaum Druck dahinter brachte. So konnte der Torwart den Ball fangen. Ein paar Minuten danach eroberte Lauberbach mit einer tollen Grätsche den Ball im letzten Drittel. Über Wintzheimer kam der Ball zu Endo, der von der Strafraumkante flach abzog. Der Ball hüpfte am linken Pfosten vorbei. Wenig später scheiterte Wintzheimer aus etwa 14 Metern nach Querpass von Donkor am gegnerischen Keeper, aber die Fahne war bereits hochgegangen: Abseits! Der nächste Abschluss kam dann wieder von Endo, der nach Vorlage von Marx aus etwa 20 Metern zwei Meter über den Kasten schoss. Auf der anderen Seite strich ein Fernschuss der Gäste knapp am Tor vorbei.

Über Lauberbach und Marx entstand die nächste Chance der Löwen: Letzterer bediente Kaufmann, der aus spitzem Winkel aber noch geblockt wurde. Die anschließende Marx-Ecke verlängerte Kaufmann an den zweiten Pfosten, wo Nikolaou mit dem Schädel an den Ball kam. Die Kugel senkte sich allerdings nur aufs Tordach. Fünf Minuten später spielte Donkor den Ball nach innen zu Wintzheimer, der aus aussichtsreicher Position abzog, aber geblockt wurde. Etwa 25 Minuten waren gespielt, als Marx nach Kaufmann-Zuspiel rechts im Strafraum auftauchte. Sein erster Versuch wurde noch geblockt, der Nachschuss landete am linken Pfosten. Nach einer halben Stunde unterbrach der Schiedsrichter zur großen Überraschung der Fans die Partie. Wenig später wurde klar: Das heutige Testspiel wird über 4×30 Minuten ausgetragen.

Ohne Seitenwechsel ging es weiter. Kurz nach Wiederanpfiff bekam Marx rechts im Strafraum den Ball und zog ab. Der Torwart konnte parieren, der Nachschuss von Endo wurde geblockt. Kurz darauf fing Marx einen Pass des gegnerischen Torwarts an der Mittellinie ab, entschied sich gegen den Schuss aus großer Ferne und steckte nach ein paar Metern Dribbling auf Lauberbach durch, der im 1gg1 nicht am Gäste-Keeper vorbeikam. Nur eine Minute später kam Lauberbach nach Kaufmann-Zuspiel erneut im Strafraum zum Abschluss, aus vollem Lauf und mit dem schwächeren rechten Fuß war das ganze aber schwieriger und so flog der Ball doch ein Stück am Tor vorbei. Zwei Minuten darauf setzte Jannis Nikolaou mit einem tollen Pass Lion Lauberbach ein, der sich die Kugel etwas zu weit vorlegte, sodass der Schlussmann der Gäste eher am Ball war.

Auf der anderen Seite wurde es nach einem Ballverlust von Donkor gefährlich. Die Flanke der Gäste wischte Hoffmann ins Seitenaus. Ein paar Minuten danach wurde Kaufmann von Nikolaou freigespielt und kam von halbrechts zum Abschluss. Der Flachschuss ging knapp am langen Pfosten vorbei. Wenig später war wieder Hoffmann gefragt, der einen Fernschuss der Gäste im Nachfassen sicher hatte. Etwas mehr als 50 Minuten waren gespielt, als die Löwen einen Freistoß in der Nähe des linken Strafraumecks zugesprochen bekamen. Manuel Wintzheimer versuchte es direkt. Von der Mauer unhaltbar abgefälscht schlug der Ball im rechten Eck ein, 2:0! Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel prallte der Ball am Strafraumrand zu Marx, der sofort abzog. Der Ball zischte hauchzart am Tor vorbei.

Torjubel nach dem 2:0

Auf der anderen Seite packte Hoffmann bei einem Flachschuss aus 20 Metern sicher zu und leitete den Gegenangriff ein. Marx konnte flanken, Lauberbach versuchte es mit einem Flugkopfball, erschwischte die Kugel aber nicht richtig, sodass der Schlussmann der Gäste locker fangen konnte. Kurz vor der Halbzeitpause spielte Wintzheimer bei einem Konter einen tollen Pass in den Lauf von Lauberbach, der sich im Sprintduell gegen den letzten Mann der Gäste durchsetzte, sich dann das Leder aber zu weit vorlegte, sodass der Torwart den Ball aufnehmen konnte.

Dann war Halbzeit. Zur Pause wechselte Schiele fast komplett durch. Nur Lauberbach, Kijewski und Nikoloau blieben auf dem Rasen, nahmen aber auch neue Positionen ein. Kijewski rückte aus der 3er-Kette auf die linke Außenbahn, Nikolaou vom Mittelfeld in die 3er-Kette und Lauberbach vom Sturm ins Mittelfeld. Die Löwen hatten das Spiel im Griff und hatten sich auch einige Chancen erspielt. In der Defensive ließen die Blau-Gelben zudem kaum Nennenswertes zu.

Kurz nach Wiederanpfiff legte Probespieler Tarsis Bonga den Ball per Kopf in den Lauf von Peña Zauner, der 30 Meter vor dem Tor eigentlich freie Bahn hatte, die Kugel aber nicht kontrollieren konnte. Auf der anderen Seite wurde Schulze Kökelsum mit einem Freistoß aufs kurze Eck geprüft. Der junge Torwart war aber rechtzeitig da und wehrte zur Ecke ab. Einige Minuten später tauchte ein VSG-Akteur nach einem Konter rechts im Strafraum auf und hatte nur noch Schulze Kökelsum vor sich, legte das Leder aber am langen Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite marschierte Bonga über rechts, seine Hereingabe wurde allerdings zur Ecke geklärt. Diese führte Maurice Multhaup aus. In der Mitte setzte sich Robin Krauße durch und drückte die Kugel aufs Tor. auf der Linie klärte ein Spieler der Gäste.

Dann kamen erneut die Gäste an den Löwen-Strafraum. Den Volley von der Strafraumkante wischte Schulze Kökelsum über den Querbalken. Der kurz zuvor eingewechselte Emil Kischka schickte kurz darauf Bonga zur Grundline, dessen Hereingabe die Gäste aber erneut klären konnten. Die anschließende Ecke von Kijewski verursachte ein ordentliches Durcheinander im Strafraum der Gäste. Die Kugel sprang zu Nathan de Medina, dessen Versuch aus kürzester Distanz vom Torwart der Gäste abprallte. Kurz vor der letzten Unterbrechung kamen die Gäste noch einmal zum Abschluss. Schulze Kökelsum tauchte bei dem Flachschuss aus 22 Meter aber rechtzeitig ab und hielt den Schuss fest.

Zum letzten Viertel kamen noch die U19-Akteure Benjamin Mbom und Rami Zouaoui sowie Torwart Justin Duda in die Partie. Zouaoui wurde nach einer Viertelstunde durch Leon Suzuki ersetzt, der ebenalls zur U19 gehört. 100 Minuten waren gespielt, als Benjamin Mbom einem langen Ball hinterhereilte. Der Keeper der Gäste hatte das Tempo es U19-Stürmers anscheinend etwas unterschätzt, ging noch einen Schritt nach vorne und fing den Ball. Allerdings außerhalb des Strafraums. Er kam ohne Karte davon, Freistoß aus 17 Meter Entfernung gab es aber trotzdem. Multhaup trat an, rutschte aber bei der Ausführung aus und verfehlte das Tor dadurch klar. Wenig später wurde eine Multhaup-Ecke an den Strafraumrand zu Ibrahimi geklärt, der aus 18 Metern abzog. Der Ball wäre klar neben das Tor geflogen, doch Bonga hielt etwa zehn Meter vor dem Tor noch den Fuß rein. Trotzdem ging der Ball recht klar daneben, aber immerhin auf der anderen Seite des Tores. Fünf Minuten später wurde ein Schuss von Ibrahimi zur Ecke abgefälscht. Diese brachte Multhaup auf den Kopf von Kischka, der den Torwart zu einer Parade zwang.

Von links: Linus Gechter, Emil Kischka, Rami Zouaoui und Justin Duda

Danach passierte nichts mehr, sodass es nach 120 Minuten 2:0 für die Löwen stand. Nach unterhaltsamen ersten 60 Minuten waren die Highlights in den zweiten 60 Minuten deutlich rarer gesät. Am Samstag geht es dann ins Trainingslager, wo Testspiele gegen die zweite Mannschaft des FC Sevillas und den VfB Lübeck anstehen.

Bis dahin

Euer Kivi

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