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Testspielsieg gegen den Halleschen FC

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Am heutigen Sonntag begann nach dem Trainingsauftakt am vergangenen Donnerstag auch die Testspielzeit für die Blau-Gelben. Gegner war der Hallesche FC, für den es das letzte Testspiel der Wintervorbereitung war, denn die 3. Liga startet bereits am kommenden Wochenende in die Restrunde. Im ersten Test des Jahres waren keine Zuschauer erlaubt, dafür übertrug der MDR die Partie auf dem YouTube-Kanal „Sport im Osten“ per Livestream. Die Bilder meines Spielberichtes stammen daher aus der letzten öffentlichen Trainingseinheit. Weiterhin nicht dabei waren neben den Langzeitverletzten Benkovic, Behrendt und Strompf auch Jannis Nikolaou, Bryan Henning, Luc Ihorst und Immanuel Pherai. Am Ende stand ein 3:1-Sieg über den Drittligisten.

Löwen-Coach Michael Schiele wechselte zur Pause fast komplett durch, daher hier die Aufstellungen auf die beiden Hälften verteilt:
Aufstellung 1. Halbzeit: Jasmin Fejzic (TW, C) – Maurice Multhaup, Nathan de Medina, Linus Gechter, Danilo Wiebe, Niko Kijewski – Fabio Kaufmann, Robin Krauße, Lion Lauberbach – Anthony Ujah, Manuel Wintzheimer
Aufstellung 2. Halbzeit: Ron-Thorben Hoffmann (TW) – Jan-Hendrik Marx, Saulo Decarli, Michael Schultz, Nathan de Medina (60. Leon Suzuki, 75. Benjamin Mbom), Anton Donkor – Robin Krauße (60. Emil Kischka), Keita Endo, Enrique Peña Zauner, Mehmet Ibrahimi – Tarsis Bonga (Probespieler)

Die Löwen entfachten von Beginn an Druck und suchten die Offensive. Bereits in der ersten Spielminute legte Kaufmann den Ball zu Manuel Wintzheimer, der erst am Samstag per Leihe ohne Kaufoption aus Nürnberg kam. Der Stürmer zog vom Strafraumrand ab, der Ball flog rechts am Tor vorbei. Drei Minuten später verschaffte sich Maurice Multhaup über rechts Platz und fand vor dem Strafraum Wintzheimer, der auf den startenden Lauberbach durchsteckte. Dieser traf etwas aus der Drehung mit dem schwächeren Rechten aus wenigen Metern nur das Außennetz. Augenblicke später schickte Wintzheimer Kaufmann auf die Reise, der etwa auf Höhe der Strafraumkante mit einem langen Bein an den Ball kam. Der wenig druckvolle Schuss war sichere Beute für den Keeper der Gäste. Kurz darauf nahm Wintzheimer einen Multhaup-Einwurf geschickt mit, wurde dabei aber gefoult. Den fälligen Freistoß von der rechten Seite brachte Robin Krauße in die Mitte. Ein HFC-Akteur verlängert die Freistoß-Flanke, am zweiten Pfosten köpfte Linus Gechter, der von Hertha BSC ausgeliehen ist, klar am Tor vorbei. Zwei Minuten danach fing de Medina einen Ball ab. Das Spielgerät kam zu Kaufmann, dessen Schussversuch geblockt wurde.

Etwa zehn Minuten waren gespielt, als Maurice Multhaup auf der rechten Seite den Ball eroberte und mit einem tollen Dribbling nach innen zog. Kurz vor dem Strafraum steckte er auf Ujah durch, der aus kurzer Distanz die Nerven behielt und mittig zur frühen Führung traf: 1:0 für die Eintracht! Fast hätte der Stürmer einen schellen Doppelpack geschnürt, denn drei Minuten danach fang Wiebe in der eigenen Hälfte einen Ball ab und spielte einen herrlichen Pass in den Lauf von Ujah, der nur noch Winkler vor sich hatte, aber mit einem Übersteiger am letzten Mann der Hallenser hängen blieb. Wenig später marschierte Lauberbach mit langen Schritten über die linke Seite Richtung Strafraum, seine flache Hereingabe konnten die Gäste aber klären.

Sieben Minuten später zeigte sich der HFC erstmals in der Offensive: Die Löwen-Defensive konnte eine Hereingabe von der rechten Seite nicht verhindern, in der Mitte kam Dominik Steczyk als erster an den Ball und traf aus kurzer Distanz ins kurze Eck zum 1:1-Ausgleich. Das kam zu dem Zeitpunkt etwas aus dem nichts, war aber auch einfach nicht gut genug verteidigt. Im direkten Gegenzug versuchte es Kaufmann aus ähnlicher Position mit einer Flanke, schlug diese aber zu nah vors Tor, sodass der Gäste-Keeper die Hereingabe abfangen konnte. Nicht ganz eine halbe Stunde war gespielt, als de Medina zu Kaufmann spielte, der auf der rechten Seite gefoult wurde. Erneut trat Krauße den Freistoß, dieses Mal klärten die Gäste auf Kosten einer Ecke. Den fälligen Eckstoß brachte Multhaup in die Mitte. Der Ball rutschte bis zum zweiten Pfosten durch wo Lauberbach das Spielgerät aber nicht entscheidend kontrollieren konnte.

Wenige Minuten später fing Wintzheimer 35 Meter vor dem Tor den Ball ab und marschierte in Richtung Strafraum. Etwa 20 Meter vor dem Tor konnten die Hallenser unsere Nummer 9 nur durch ein Foul stoppen. Den fälligen Freistoß zirkelte Kijewski in die Mauer, doch die Kugel flog im hohen Bogen aufs Tor. Der Schlussmann der Gäste war eigentlich schon in die andere Ecke unterwegs gewesen, kam aber noch an den Ball und wischte das Leder von der Linie. Doch Anthony Ujah war durchgelaufen und köpfte das Spielgerät im Fallen zur erneuten Führung in die Maschen: 2:1!

Im Gegenzug war Wiebe langsamer als sein Gegenspieler und konnte diesen an der Eckfahne nur mit einem Foul stoppen. Die anschließende Freistoßflanke klärte Ujah per Kopf. Auf der anderen Seite wurde Ujahs Schussversuch am Strafraumrand geblockt. Dann konterten die Gäste, doch de Medina lief seinen Gegenspieler souverän ab. Jasmin Fejzic konnte den Ball locker aufnehmen. Nun kamen wieder die Löwen: Lauberbach schickte Wintzheimer zur Grundlinie, die anschließende Flanke erwischte wieder Lauberbach mit dem Kopf, konnte die Kugel aber nicht aufs Tor drücken. Eine Minute später versuchte es Zimmerschied aus etwa 22 Metern, Fejzic flog und wischte den Ball aus dem rechten Eck. Die anschließende Ecke klärten die Löwen souverän ins Seitenaus.

Fünf Minuten vor der Halbzeit trennte Multhaup den ehemaligen Braunschweiger Louis Samson mit starkem Körpereinsatz vom Ball, hatte aber ein Foul vermutet und joggte von der Szene weg. Der Schiedsrichter hatte das Spiel allerdings nicht unterbrochen. Das wäre eine gute Kontermöglichkeit für die Blau-Gelben gewesen. Wenig später setzten Kaufmann und Multhaup tief in der gegnerischen Hälfte gut nach, anschließend wurde Multhaup gefoult. Erneut gab es Freistoß von der rechten Seite. Wieder führte Robin Krauße aus, seine Hereingabe rutschte an Freund und Feind vorbei bis zwei Meter hinter dem zweiten Pfosten, wo Linus Gechter die Kugel nicht richtig traf.

Dann war Halbzeit. Eine durchaus verdiente Führung für die Eintracht, die die im ebenfalls im Abstiegskampf befindlichen Hallenser weitestgehend im Griff hatten. In der Offensive verzeichneten die Löwen gleich mehrere Abschlüsse, von denen Anthony Ujah zwei zu Toren ummünzte. Zum zweiten Durchgang blieben nur Robin Krauße und der zuletzt angeschlagene Nathan de Medina auf dem Rasen.

Nach etwas Abtasten zu Beginn des zweiten Durchganges bekam Probespieler Bonga in Strafraumnähe den Ball und suchte Peña Zauner. Sein Pass geriet aber viel zu scharf und ungenau. Kurz darauf hatte auch Halle den ersten Abschluss in der zweiten Halbzeit, Zimmerschied verzog aus der zweiten Reihe aber klar. Etwa fünf Minuten später fing Keita Endo 20 Meter vor dem gegnerischen Tor einen Pass vom HFC-Keeper ab und kam zu Fall. Der Schiedsrichter entschied auf Weiterspielen. Louis Samson hatte Endo vermeintlich von hinten getroffen. Der Japaner hätte freie Bahn gehabt. Dann versuchte es der HFC erneut aus der Distanz, erneut flog der Ball weit am Tor vorbei. Wenig später köpfte Schultz einen langen Ball zurück in die Hälfte der Gäste. Enrique Peña Zauner bekam die Kugel und gab an Tarsis Bonga weiter, der aus 20 Meter per Dropkick abzog. Der HFC-Schlussmann konnte nur klatschen lassen, ein Abwehrspieler klärte gerade noch vor dem heranstürmenden Peña Zauner. Den anschließenden Einwurf legte Bonga für Endo ab, der etwas hinter der Strafraumlinie Volley abzog. Der Schuss von der linken Seite zischte aufs kurze Eck, doch der der Gäste-Keeper konnte erneut abwehren. Die anschließende Ecke von Marx geriet einen Tick zu hoch für Krauße.

Zwei Minuten danach setzte sich Ibrahimi mit viel Einsatz über die rechte Seite durch und gab die Kugel an Peña Zauner weiter, der für Jan-Hendrik Marx ablegte. Der Rechtsverteidiger zog in den Strafraum und knallte das Leder weit am Tor vorbei. Kurz danach konnte Marx in den Strafraum eindringen, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Dann war das Spiel auch für Krauße und de Medina beendet. Nach etwa einer Stunde kamen U19-Innenverteidiger Leon Suzuki und Emil Kischka in die Partie. Eine Minute später behauptete Tarsis Bonga einen langen Ball, seine Flanke erreichte aber keinen Mitspieler. Im Gegenzug war U19-Defensivmann Suzuki erstmals gefragt. Im Laufduell setzte er sich locker gegen seinen Gegenspieler durch und holte dann clever einen Einwurf raus. Kurz darauf lief ein Konter über Mehmet Ibrahimi, der das Spielgerät an Tarsis Bonga weitergab. Der Probespieler konnte in den Strafraum eindringen, an seinem Querpass rutschte Peña Zauner aber denkbar knapp vorbei, Halle konnte klären.

In der 67. Spielminute fand Anton Donkor mit seinem Pass Keita Endo, der einige Meter ging und dann im perfekten Zeitpunkt wunderschön in den Lauf von Peña Zauner spielte. Dieser hatte nur noch den gegnerischen Torhüter vor sich und traf mittig zum 3:1. Nur eine Minute später eroberte Emil Kischka mit einem tollen Tackling an der Mittellinie den Ball und wurde dabei gefoult. Da sich Keita Endo das Spielgerät sofort schnappte, entschied der Schiedsrichter auf „Vorteil“. Endo setzte Marx in Szene, der aus etwas spitzem Winkel aufs kurze Eck ballerte. Der Hallenser Torwart konnte zur Ecke parieren. Diese führte Marx aus, aber bereits vor dem ersten Pfosten konnten die Gäste klären. Zwei Minuten danach eroberte Decarli am gegnerischen Strafraum den Ball. Über Marx und Peña Zauner kam der Ball zu Endo, der zentral aus 20 Metern am Tor vorbei schlenzte. Eine Viertelstunde vor dem Ende marschierte Marx über rechts und legte auf den Strafraumrand, wo Endo die Kugel direkt nahm. Das Leder flog weit über den Kasten.

Dann war auch schon wieder Schluss für Leon Suzuki, denn der 18-Jährige war die letzten beiden Tage mit der U19 beim REWE-Juniorcup im Einsatz. Für ihn kam U19-Stürmer Benjamin Mbom in die Partie. Donkor rutschte in die 3er-Kette, Endo auf den linken Flügel. Wenige Augenblicke später stoppte Ex-Löwe Louis Samson einen Konter der Löwen unfair und foulte Peña Zauner. Dafür sah der zentrale Defensivmann die gelbe Karte. Eine Minute danach lieferte sich Ibrahimi nach einem tollen langen Ball von Anton Donkor ein Laufduell mit dem letzten Mann der Gäste, konnte sich aber weder im körperlichen Zweikampf durchsetzen, noch den Ball entscheidend kontrollieren. Wenig später sah auch Tunay Deniz von den Gästen den gelben Karton, da er bei einem Konter Mehmet Ibrahimi unfair stoppte. Eine Minute später war ein langer Ball von Schultz etwas zu steil für Benjamin Mbom, sodass der Gäste-Keeper die Kugel aufnehmen konnte.

Zehn Minuten vor dem Ende klärte Endo eine Ecke per Kopf. Mehmet Ibrahimi schnappte sich das Spielegerät und schickte Tarsis Bonga auf die Reise. Der 1,97 große Offensivmann, der derzeit beim VfL Bochum unter Vertrag steht, trieb den Ball allerdings ohne große Bedrängnis etwas zu weit nach außen. Sein anschließender zu ungenauer Querpass wurde von der Hintermannschaft der Gäste geklärt. Ein paar Minuten später konterten auch die Hallenser mal. Nur noch Endo verteidigte gegen drei HFC-Akteure, passte beim Querpass aber entscheidend auf und bugsierte das Leder mit einem langen Bein ins Toraus. Die anschließende Ecke köpfte ein Gästespieler per Aufsetzer auf die rechte Ecke, Hoffmann flog und lenkte den Ball um den Pfosten, aber der Schiri hatte schon abgepfiffen. Weiter ging es mit Freistoß für die Braunschweiger.

Eine Minute danach versuchte es Deniz aus der zweiten Reihe, wieder flog der Ball ganz klar am von Hoffmann bewachten Tor vorbei. Auf der anderen Seite gewann U19-Stürmer Benjamin Mbom mit einem tollen Zweikampf wenige Meter vor dem Strafraum den Ball. Über Peña Zauner, Bonga und wieder Mbom kam der Ball zurück zu Peña Zauner, der halblinks im Strafraum eigentlich völlig frei vor dem Tor stand, die Chance aber verstolperte. In der letzten Spielminute brachte Jan-Hendrik Marx nochmal einen Freistoß von der rechten Seite vors Tor. Dort kam Saulo Decarli aus kurzer Distanz an den Ball, bekam aber zu wenig Druck hinter die Kugel, sodass der Torwart der Gäste sicher zupacken konnte.

Dann war Schluss! Die Löwen schlagen den Halleschen FC nach einem Doppelpack von Anthony Ujah und einem Treffer von Enrique Peña Zauner relativ souverän mit 3:1. Das nächste Testspiel findet am Donnerstag um 12.30 Uhr gegen VSG Altglienicke statt. Dann dürfen auch Zuschauer in die Rheingoldarena. Am Samstag darauf geht es für die Löwen dann zum Trainingslager nach Chiclana de la Frontera.

Bis dahin

Euer Kivi

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