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Testspielniederlage gegen Hertha BSC

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Ein Tor statt 19 hieß nach dem Testspiel gegen den Gegner aus der ersten Runde des DFB-Pokals. Damals waren die Löwen nach einem 10:9-Erfolg im Elfmeterschießen die Sieger. Heute setzten sich die Hauptstädter mit einem 1:0 durch. Eine etwas dezimierten Blau-Gelbe Mannschaft schlug sich wacker, passte aber einmal zu viel hinten nicht auf und konnte vorne keine Torchance zu Zählbarem umwandeln. Somit mussten die 27 Eintracht-Fans im Auswärtsblock ohne Torjubel die Heimreise antreten. Insgesamt waren etwa 400 Zuschauer da.

Etwas kurios war es vor dem Spiel dann doch. Kurz bevor wir in einen der Haupteingänge gehen wollten, wurden wir von einem der leitenden Ordner abgefangen und wir mussten einmal ums ganze Stadion rum zum Gästeeingang. Leider hatte man vergessen, zuvor jemanden an die Abzweigung zu stellen, der die Eintracht-Fans entsprechend umleitet. Verpflegung sollten wir auch nicht mehr holen, da es diese auch im Gästebereich geben sollte. Das war dann leider erstmal nicht so. Später gab es eine junge Frau, die die 200 Meter immer hin und her gelaufen ist um die 27 Leute im Gästeblock zu verpflegen. Warmes Essen gab es dann natürlich nicht, auf Brezeln oder belegte Brötchen hatte keiner Lust. Der extra neu abgesperrte Gästeblock hatte dafür ganz in der Ecke auch nicht die beste Sicht, was aufgrund der etwa 30 Meter, die im Heimbereich auf der Tribüne quasi vollkommen frei waren, für Unverständnis sorgte. Dass Spiel wurde zuvor als ausverkauft gemeldet, es hätten aber noch gut und gerne einige hundert Zuschauer ohne Probleme Platz gefunden. Im Endeffekt waren wir aber auch einfach froh, dabei sein zu dürfen, viele Vereine machen sich die Mühe bei Testspielen ja nicht immer.

Löwen-Coach Michael Schiele setzte den heute ausgerechnet von Hertha BSC ausgeliehenen Linus Gechter noch nicht ein, auch bei seinem eigentlichen Arbeitgeber kam er nicht zum Einsatz, dafür spielten folgende Löwen: Ron-Thorben Hoffmann (TW), Maurice Multhaup (87. Maxim Root), Saulo Decarli (67. Emil Kischka), Michael Schultz (46. Robin Krauße, Danilo Wiebe, Keita Endo (67. Rami Zouaoui), Jannis Nikolaou, Mehmet Ibrahimi (46. Anton Donkor), Enrique Peña Zauner (67. Jona Renner), Lion Lauberbach, Anthony Ujah (46. Fabio Kaufmann)

Die erste Chance hatten die Gastgeber, den Schuss von Zeefuik aus etwas spitzem Winkel parierte Hoffmann aber sicher. Eine Minute später konnte der Löwen-Keeper eine scharfe Flanke nur klatschen lassen kann. Der Nachschuss ging dann drüber, auch weil Michael Schultz gut nachsetzte. Fünf Minuten später setzten die Löwen erstmals ein Zeichen: Nach einem schnellen Konter brach Lion Lauberbach über links in den Strafraum und versuchte es aus spitzem Winkel direkt. Sein Versuch wurde aber zur Ecke abgefälscht. Diese trat Multhaup, im Strafraum stieg Schultz am höchsten, köpfte den Ball aber etwas zu zentral, sodass Hertha-Torhüter Ernst den Ball über den Querbalken lenken konnte. Kurz darauf suche Lauberbach mit einem Steilpass Endo, der Pass geriet aber ein Stück zu steil. Ein paar Minuten danach brach Hertha über halbrechts in den Strafraum, Scherhant kam aus 14 Metern flach zum Abschluss, Hoffmann reagierte stark und verhinderte den Gegentreffer.

Zwischendurch versuchten einige Hertha-Fans mit dem Gesang, „2. Liga, Braunschweig ist dabei“, zu provozieren. Nun ja, das konnte ich dann doch noch verkraften. Kurz danach durfte sich Ron-Thorben Hoffmann erneut auszeichnen. Nach einem blitzsauberen Konter dran Lukebakio über halbrechts in den Strafraum ein und hatte nur noch den Keeper der Löwen vor sich. Doch dieser reagierte glänzend und wehrte den Flachschuss mit einer Fußabwehr ab. Zwei Minuten später hatten dann die Blau-Gelben die nächste dicke Chance: Ujah setzte Lauberbach in Szene, der aus spitzem Winkel nur noch den Torwart vor sich hatte, aber zu spät den mitgelaufenen Peña Zauner sah. Die folgende Mischung aus Querpass und Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Nach der folgenden Ecke herrschte Unordnung im Hertha-Strafraum, aber kein Eintracht-Spieler kam zum Abschluss.

Einige Minuten danach brachte Ujah eine Flanke aus guter Position nicht im Tor unter, er stand aber ohnehin im Abseits. Kurz darauf setzten die Löwen sich am Strafraum der Berliner fest, dann rutschte eine Multhaup-Flanke an allen vorbei und die Hauptstädter bereinigten die Situation. Vier Minuten vor der Pause versuchte es Ejuke mal aus der Distanz, klar vorbei. Dann verloren die Löwen den Ball direkt vor dem eigenen Strafraum, zwar rutschte der Hertha-Stürmer aus, der nächste Blau-Gelbe Defensivmann aber auch, sodass die Gastgeber durch Tousart trotzdem zum Abschluss kamen. Der Schuss wurde abgefälscht, Hoffmann rettete mit einem Hechtsprung noch vor der Linie. Die letzte Chance vor der Pause hatte Hertha durch Scherhant, der aus kurzer Distanz über den Querbalken ballerte.

Dann war Halbzeit. Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel und erspielten sich auch mehrere Abschlussmöglichkeiten, konnten Hoffmann bis dato aber nicht überwinden. Die Löwen hatten auch Gelegenheiten zur Führung, konnten diese aber ebenso wenig nutzen.

Die erste kleine Duftmarke im zweiten Durchgang setzten die Einträchtler, doch Lauberbachs Steckpass wurde im noch geklärt. Im Gegenzug schoss Scherhant halbrechts im Strafraum aus etwa 17 Metern über den Kasten. Wenige Minuten später köpfte Kaufmann einen Krauße-Freistoß daneben, stand aber dabei im Abseits. Dann kam wieder die Hertha: Bei dem Flachschuss aus 18 Metern packte Hoffmann aber souverän zu. Es ging jetzt etwas hin und her: Multhaup schickte Kaufmann, dessen Flanke im letzten Moment vor dem heranstürmenden Lauberbach geklärt wurde. Danach verlagerte sich das Spiel in die Hälfte der Blau-Gelben. Die Herthaner spielten einen schnellen Konter, nach einem steilen Pass hetzten ein Herthaner und Hoffmann in Richtung Ball, der Herthaner war zwar vor Hoffmann an der Kugel, legte sich das Spielgerät aber zu weit vor. Somit trudelte das Leder ins Toraus.

Nach etwa einer Stunde durfte El Jindaoui nach einer Seitenverlagerung flanken, trotz vollständiger Hintermannschaft konnte Ejuke den Ball annehmen, hatte viel Zeit und verschaffte sich mit einem Haken Platz. Sein folgender Abschluss war zwar ein echter Kullerball, aber sehr platziert und trudelte gegen die Laufrichtung mehrerer Blau-Gelber unhaltbar für Hoffmann vom rechten Innenpfosten ins Tor. 1:0 für die Bundesliga-Mannschaft der Berliner.
Wenig später konnte ein Herthaner nach einem schnellen Haken erneut abschließen, dieses Mal ging der Schuss aus 14 Metern aber links am Tor vorbei. Fünf Minuten danach hatten die Hauptstädter Überzahl, Scherhant entschied sich aber für den Schuss aus spitzem Winkel, Hoffmann lenkte den wuchtigen Schuss an den Außenpfosten, von wo der Ball ins Außennetz prallte. Die anschließende Ecke landete zwar bei den Berlinern, ein Blau-Gelbes Abwehrbein blockte den Schussversuch aber und die Eintracht konnte klären.

Fünf Minuten später schickte Krauße den eingewechselten Jona Renner. Renner suchte mit einem Querpass Lauberbach, der das Spielgerät in aussichtsreicher Position aber nicht kontrollieren konnte und wegrutschte. Nicht einmal eine Minute später zog Kaufmann vom Strafraumrand ab, sein Schuss war aber kein Problem für Hertha-Keeper Ernst. Dann gab es einen prominenten Gast im Auswärtsblock: Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport bei den Berlinern, verließ das Stadion durch den Gästeblock. Kurz danach versuchte es Serdar mit einem Fernschuss, Hoffmann war aber da und boxte den Ball zur Seite weg.

Ein paar Minuten danach kontrollierte Lauberbach eine etwas zu lang gewordene Flanke am rechten Strafraumrand und legte den Ball zu Multhaup. Dieser schlug einen Haken und knallte das Leder aufs kurze Eck. Ernst reagierte klasse und wehrte zur Ecke ab. Diese brachte Multhaup auf den Elfmeterpunkt, wo Nikoloau die Kugel mit dem Knie am Tor vorbei bugsierte. Auf der anderen Seite kam „Internet-Star“ El Jindaoui zum Kopfball, Maxim Root klärte mit einem langen Schlag. In der Schlussminute hatte Lauberbach nach einem tollen Diagonalball viel Platz, nach 90 Minuten fehlte ihm gegen einen frischen Gegenspieler aber etwas Kraft und Tempo, sodass sein Schussversuch noch geblockt werden konnte.

Zuletzt bei der Zwoten in der Landesliga im Einsatz, heute bei den Profis: Jona Renner (hinten) und Emil Kischka (vorne)

Dann war Schluss. Die Löwen schlagen sich etwas dezimiert wacker, verlieren aber dennoch gegen den Bundesligisten Hertha BSC mit 1:0. Das nächste und letzte Testspiel vor dem Jahreswechsel gibt es am Dienstag um 12 Uhr in der Rheingoldarena zu sehen. Gegner ist dann der SC Verl aus der 3. Liga. Dort spielen unter Anderem die ExLöwen Leon Bürger und die Otto-Zwillinge Yari und Nick.

Bis dahin

Euer Kivi

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