Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Ein hartes Stück Arbeit

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Die Löwinnen müssen gegen den ESV Rot-Weiß Göttingen hart arbeiten, gewinnen am Ende aber dennoch verdient mit 4:1. Die Tore selber kamen aber nicht nur durch den Kampf, sondern auch fußballerisches Geschick, denn alle vier Tore waren wirklich sehenswert. Gleich dreifach erfolgreich am Biberweg war Torjägerin Lyn Meyer, Caren Holzenkamp war für den weiteren Treffer verantwortlich. Die Blau-Gelben thronen nun mit sieben Punkten Vorsprung und einer um gleich 40 Tore besseren Tordifferenz an der Tabellenspitze, die zur Teilnahme am Aufstiegs-„Play-Off“ berechtigt.

Das Trainergespann Benjamin Knoll und Simon Wintgen entschieden sich für folgende Aufstellung: Laura Engler (TW) – Cindy Kaufmann (79. Josephine Michler), Antonia Farr (35. Jolie Just), Michelle Bröckel, Lena Ahl – Caren Holzenkamp, Anna Fries, Franziska Knopp (C) – Gesa Radtke (81. Carolin Helmerding), Dorothea Prießnitz (70. Lenja Kastner), Lyn Meyer

In der Anfangsphase neutralisierten sich beide Teams, die Gäste standen zwei Wochen nach dem Aufeinandertreffen im Pokal (0:2-Auswärtssieg unserer Eintracht) sicher und attackierten konsequent mit mehreren Spielerinnen. Nach etwa zehn Minuten holte Gesa Radtke eine Ecke raus. Diese brachte Franziska Knopp in die Mitte, es kam aber erstmal niemand an den Ball, sodass dieser am weiten Pfosten bei Dorothea Prießnitz landete. Die Stürmerin nahm den Ball an und zog ab, traf aber aus etwas spitzem Winkel nur das Außennetz. Drei Minuten später gab Holzenkamp den Ball an Meyer weiter, die das Spielgerät in den Lauf von Radtke chippte. Im Strafraum kam Radtke mit einer Grätsche an den Ball, aber ein Abwehrbein klärte zur Ecke. Diese brachte nichts ein.

Kurz darauf holte Anna Fries halblinks einen Freistoß kurz vor der Strafraumkante raus. Franziska Knopp trat an und zirkelte das Leder knapp rechts am Tor vorbei. Fünf Minuten später ging es nach einem Ballverlust im Mittelfeld plötzlich ganz schnell. Göttingen spielte einen blitzschnell vorgetragenen Konter, eine Göttingerin lief der Blau-Gelben Hintermannschaft davon, zog nach innen und vollendete aus etwas spitzem Winkel zum 0:1. Ärgerlich: Das ganze geschah in Unterzahl, da Anna Fries draußen behandelt wurde. Zum Glück konnte Fries weitermachen.
Im Gegenzug warf Cindy Kaufmann einen Einwurf weit in den Strafraum, dort behauptete sich Lyn Meyer, die den Ball dann zu Gesa Radtke ablegte. Radtkes folgender Schuss flog am kurzen Eck vorbei.

Eine Minute später kam eine Knopp-Ecke über Umwege zu Prießnitz, die vom rechten Strafraumeck über das Tor schoss. Auf der anderen Seite kamen die Gäste wieder zu einem Konter, doch Laura Engler verließ im richtigen Moment ihren Strafraum, war bei einem Steilpass als erste am Ball und bereinigte die Situation souverän. Zehn Minuten später fing Knopp einen Abschlag der gegnerischen Torfrau ab und spielte sofort zu Dorothea Prießnitz, die das Leder in den Lauf von Lyn Meyer legte. Die Torjägerin hatte stark bedrängt nur noch die Torhüterin vor sich, blieb ganz cool und überlupfte die herauseilende Torfrau zum 1:1-Ausgleich. Ein klasse Tor! Eine Chance hatten die Blau-Gelben im ersten Durchgang noch: Knopp führte einen Freistoß flach aus, Meyer war schneller gestartet als ihre Gegenspielerin, nahm den Ball an und kam aus kurzer Distanz aus der Drehung zum Abschluss. Dieses Mal konnte die Torhüterin aber parieren.

Dann war Halbzeit. Die Löwinnen hatten ungewohnt wenige klare Torchancen, kamen gegen diszipliniert verteidigende Gäste aber immer besser in die Partie. Da die meisten Verfolger nicht gewonnen hatten, wäre ein Sieg eine Chance um sich weiter absetzen zu können.

Auch im zweiten Durchgang dauerte es etwas, bis die Einträchtlerinnen den ersten Torabschluss hatten. Gesa Radtke verzog per Volley vom rechten Strafraumeck um ein Stück. Den folgenden Abstoß wollten die Gäste flach ausspielen, beim dritten Querpass hatte Lyn Meyer aber aufgepasst und fing das Leder 15 Meter vor dem gegnerischen Tor ab, schlug noch einen Haken und zog dann ab. Der Ball zischte hauchzart am langen Pfosten vorbei.
Sieben Minuten später fiel dann der erlösende Führungstreffer: Caren Holzenkamp bekam auf der rechten Seite den Ball, spielte einen hervorragenden Doppelpass mit Gesa Radtke, ging zur Grundlinie und spielte von da den Ball an den Elfmeterpunkt. Dort stand Lyn Meyer goldrichtig und brachte die Kugel per Direktabnahme im Tor unter: 2:!

Sieben Minuten nach der Führung überraschte Knopp die Abwehr der Gäste erneut mit einem flach ausgeführten Freistoß. Erneut kam Lyn Meyer aus kurzer Distanz aus der Drehung zum Abschluss. Dieses Mal wurde ihr Schuss geblockt, doch die Nummer 6 behielt den Ball und versuchte es mit einem Querpass, der aber an Freund und Feind vorbei rutschte. Ein paar Minuten später eroberte Michelle Bröckel an der Mittellinie den Ball und suchte entschlossen den Weg nach vorne: Die Abwehrspielerinnen lief mit viel Tempo die rechte Seite entlang und kam nach einem Doppelpass mit Radtke zur Grundlinie. Von dort schlug sie eine Flanke an den Elfmeterpunkt. Dort stieg Lyn Meyer am höchsten, entschied sich aber clever, den Ball per Kopf abzulegen, statt aufs Tor zu bringen. Caren Holzenkamp bedankte sich und traf im Fallen mit links (Grüße an David und Ralph) zum 3:1. Ein richtig schön herausgespieltes Tor!

Wenig später versuchte Meyer dann nach einer Knopp-Ecke den Ball mit dem Kopf in Richtung Tor zu bringen, eine Abwehrspielerin klärte aber ebenfalls mit dem Kopf. Zwei Minuten danach kombinierten sich die Löwinnen über Jolie Just, Lenja Kastner und Gesa Radtke an den Strafraum. Radtke probierte anschließend Lyn Meyer mit einem Steilpass in Szene zu setzen, das Abspiel geriet aber etwas zu steil. Einige Minuten später kam Göttingen nach einer Ecke zum Kopfball, Laure Engler fing diesen aber ganz sicher. Auf der anderen Seite versuchte es Jolie Just aus der zweiten Reihe, ihr Schuss geriet aber zu zentral.

Die Schlussphase hatte bereits begonnen, als Franziska Knopp die ESV-Abwehr erneut überraschte. Mit einem langen Ball aus dem Halbfeld hatten die Gäste nicht gerechnet, Lyn Meyer war aber im richtigen Moment gestartet und allen davon gelaufen, nahm das Leder elegant aus der Luft und verwandelte locker und eiskalt zum 4:1, auch dieser Treffer wirklich sehenswert! Göttingen kam aber auch nochmal: Nach einem schnellen Angriff folgte eine gefährliche Flanke, die eine ESV-Spielerin aber knapp am Tor vorbei köpfte. Den letzten Abschluss hatte Carolin Helmerding, die nach etwas Ping-Pong im Strafraum an den Ball kam und nur knapp verzog.

Dann war Schluss! Die Löwinnen gewinnen auch in der Liga gegen den ESV RW Göttingen und bauen ihre Tabellenführung weiter aus. In diesem Jahr stehen noch vier Spiele an, ab Mitte Dezember hat die ligenhöchste e.V.-Mannschaft dann auch Winterpause, ehe Anfang Februar schon die ersten Testspiele anstehen.

Bis dahin

Euer Kivi

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