Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Serie gerissen

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Nach einer harmlosen Leistung verlieren die Löwen in einem zähen Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Es war die erste Niederlage seit Ende August. Einmal zu oft passten die Blau-Gelben hinten nicht auf, offensiv gelang quasi gar nichts. Somit wird es zwei Spiele vor der Winterpause wieder spannend: Der Abstand auf Platz 17 beträgt nur noch zwei Punkte, Tabellenplatz bleibt Platz elf.

Vor dem Spiel gegen die ebenfalls im Abstiegskampf befindlichen Kleeblätter gab es ordentlich Blau-Gelb aus der Südkurve. Die Ultras hatten Konfetti und Wurfrollen in Blau und Gelb verteilt, die auf ein Kommando in den Innenraum geworfen wurden.

Löwen-Trainer Michael Schiele hatte sich für folgende Aufstellung entschieden: Jasmin Fejzic (C, TW) – Jan-Hendrik Marx (67. Maurice Multhaup), Nathan de Medina, Filip Benkovic, Danilo Wiebe, Anton Donkor – Robin Krauße (84. Michael Schultz), Jannis Nikolaou, Keita Endo – Lion Lauberbach (67. Fabio Kaufmann), Anthony Ujah (24. Bryan Henning)

Die Gäste begannen mit hoher Intensität und wurden in der siebten Minute erstmals gefährlich: Ache brach über die rechte Seite durch und legte für Sieb quer, der aber aus etwa zehn Metern den Ball nicht traf. Eine Minute später köpfte Sieb nach einem Freistoß am Tor vorbei. Immer wieder verloren die Löwen den Ball schnell und konnten sich kaum klar befreien. Nach einer Viertelstunde lag Ujah am Mittelkreis auf dem Boden und musste behandelt werden. Der Stürmer versuchte es danach noch ein paar Minuten, musste aber dann doch verletzt ausgewechselt werden. Noch mit Ujah auf dem Platz erspielten sich die Fürther die nächste Gelegenheit: Ache fabrizierte aus spitzem Winkel eine Mischung aus Schuss und Pass, in der Mitte sprang Meyerhöfer knapp am Ball vorbei.

Einige Minuten später eine bezeichnende Szene für die Blau-Gelben Offensivbemühungen: Einen Freistoß wurde schnell ausgeführt, Marx hatte damit aber nicht gerechnet und so trudelte der Ball ins Aus. Etwa eine halbe Stunde war gespielt, als die Fürther zum nächsten Torabschluss kamen: Eine Ache-Flanke wurde zu Christensen abgefälscht, der im Strafraum volley abzog. Aber der Ball ging genau auf Fejzic, der das Leder im Nachfassen sicher hatte. Im Gegenzug holte Endo einen Freistoß etwa 20 Meter vor dem gegnerischen Tor raus. Krauße führte aus und brachte den Ball auch aufs Tor, aber mit zu wenig Druck, sodass Kleeblatt-Keeper Linde das Spielgerät locker aus der Luft pflückte.

Fünf Minuten vor der Pause stoppte Donkor einen Fürther Konter mit einem Foul, es gab Freistoß an der Mittellinie. Diesen trat John eigentlich viel zu weit nach Außen, doch Donkor und Nikolaou gingen beide ins Kopfballduell mit einem Fürther und behinderten sich gegenseitig. Von Nikolaous Kopf kam der Ball dann direkt vors Tor. Dort stand Sieb, der zum Fallrückzieher ansetzte und das Leder perfekt traf. Ein ziemlich schönes Tor, wäre es nicht gegen unsere Eintracht gefallen.

Dann war Halbzeit. Keine gute Leistung der Löwen bisher, Defensiv zu viel zugelassen und in der Offensive ohne wirkliche Gefahr. Der Rückstand zur Pause war nicht unverdient, besonders viel gelang den Franken allerdings auch nicht.

Das musste ihnen im zweiten Durchgang auch nicht, denn die Gäste lagen schließlich in Führung. Und so lauerten die Fürther auf Konter und standen etwas defensiver. Die Löwen wollten nun öfter den Ball haben und versuchten es immer wieder mit Kombinationen, so richtig gefährlich wurde es aber lange Zeit nicht. Und so dauerte es bis zur 60. Minute, bis etwas nennenswertes passierte: Eine schwach getretene Ecke konnte die Gäste klären, über Umwege kam der Ball aber zu de Medina, der von der Strafraumgrenze abzog. Der Ball rollte knapp am rechten Pfosten vorbei. Fünf Minuten später zimmerte Raschl das Spielgerät aus der zweiten Reihe gleich mehrere Meter am Tor von Fejzic vorbei. Zehn Minuten später hatten dann einige Eintracht-Fans fast den Torschrei auf den Lippen: Eine Ecke von Multhaup bringt Wiebe leicht abgefälscht aufs Tor, Linde parierte aber sehenswert. Den freien Ball nickte Benkovic wieder in Richtung Tor, scheiterte aber am linken Außenpfosten.

Die große Schluss-Offensive blieb aus, es kam zu keiner weiteren Torchance auf beiden Seiten. Somit geht die lange Serie ohne Niederlage zu Ende. Nun befindet man sich wieder mitten im Abstiegskampf, kann bei den beiden verbleibenden Spielen aber noch wichtige Punkte sammeln.

Leider gab es nach dem Spiel noch eine sehr traurige Nachricht, die das Ergebnis in den Hintergrund rücken ließ. In der Nordkurve gab es während des Spiels einen medizinischen Notfall. Ein Eintracht-Fan ist verstorben. Unsere Gedanken und aufrichtige Anteilnahme gelten der Familie des Verstorbenen sowie seinen Angehörigen.

You’ll never walk alone.

1 thought on “Serie gerissen

  1. Was für ein blutleerer Auftritt, erinnerte mich an das Spiel gegen Darmstadt wo auch rein gar nix zusammen lief. Leider passenderweise, dazu auch noch dieses „Unglück“ mit dem Fan, das alles zusammenkommt, als wärs nicht schon schlimm genug solch eine unterirdische Leistung geboten bekommen zu haben.

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