Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Die Serie hält

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Auch in meinem fünften Besuch auf dem Betzenberg bleiben die Löwen ungeschlagen und setzen ihre aktuelle „Ungeschlagen-Serie“ fort. Durch das 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern ist unsere Eintracht nun seit vier Spielen am Stück unbesiegt. In einem umkämpften Spiel entführten die Blau-Gelben mit viel Einsatz einen Punkt aus dem Fritz-Walter-Stadion.

Bei bestem Fritz-Walter-Wetter ging es für uns früh ins Stadion. Entgegen der üblichen Praxis, einen „DIN A4“ großen Turnbeutel mit ins Stadion nehmen zu dürfen, musste man diesen in Kaiserslautern abgeben: Vermummungsgefahr, man könnte sich den Beutel ja über den Kopf ziehen…
Ich lasse das mal unkommentiert. Bessere Laune gab es nach dem Besuch am Grillstand. Ich genehmigte mir eine Feuerwurst und war das erste Mal seit längerem wirklich begeistert. Würzig, knackig, gutes Brötchen, einfach eine sehr gute Wurst. Minimale Abzüge, weil Wurst 1 zwar außen kross war, aber etwas zu kalt und Wurst 2 zwar warm, aber nicht ganz kross genug außen war. So gibt es bockstarke 9,5/10 von mir. Eine absolute Weiterempfehlung!

Feuerwurst in Kaiserslautern

Und dann ging es auch schon los: Löwen-Trainer Michael Schiele stellte ohne den erkrankten Pherai wie folgend auf: Fejzic (TW, C) – Marx (85. Multhaup), de Medina, Behrendt, Benkovic, Donkor – Krauße (85. Peña Zauner, 90.+4 Schultz) , Nikoalou, Henning (67. Kaufmann) – Lauberbach (85. Endo), Ujah

Nach etwas Abtasten hatten die Hausherren den ersten Abschluss: Klements Versuch aus etwa 20 Metern ging knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite konnte Ujah einen Marx-Freistoß kurz vor dem Tor nicht kontrollieren. Dann kam wieder der FCK: Boyd legte sich den Ball etwas unsauber vor, als er über links in den Strafraum eindringen konnte, sodass der Winkel spitz wurde und Fejzic den wuchtigen Abschluss parieren konnte. Die folgende Ecke wurde abgefälscht und landete am Außennetz, wieder Ecke. Und die wurde richtig gefährlich: Tomiak schädelte die Ecke auf den zweiten Pfosten, Fejzic war bereits geschlagen, doch Krauße rettete noch vor der Linie. Auf der anderen Seite schlenzte Ujah aus 20 Metern klar über den Kasten der Roten Teufel. Wenig später wurden die Löwen dann gefährlicher: Lauberbach setzte sich nach einem Einwurf gegen seinen Gegenspieler durch und probierte es aus sehr spitzem Winkel und kurzer Distanz direkt: Spahic parierte zur Ecke.

Die Fans vom FCK sorgten für eine tolle Stimmung

Nur zwei Minuten später kam Boyd nach einer Flanke nicht richtig an die Kugel, die harmlose Bogenlampe pflückte Fejzic locker aus der Luft. Im Gegenzug zappelte der Ball im Netz: Ujah hatte eine Marx-Ecke wuchtig eingeköpft. Da er sich dabei etwas aufgestützt hatte, zählte das Tor aber nicht, der Schiedsrichter entschied auf Foulspiel. Nicht unbedingt falsch, manch ein Schiri hätte das vielleicht auch durchgehen lassen. Vor allem aber unnötig, da Ujah ohne Aufstützen möglicherweise ebenfalls getroffen hätte. Wenige Minuten später wurde nach einer Freistoßflanke von Klemet erst Boyds Kopfball geblockt und dann sein Nachsetzen mit dem Fuß ebenfalls. Kurz darauf trat Klement eine Ecke gefährlich vor den Kasten, wieder gewann Tomiak das Kopfballduell, wieder war Fejzic schon geschlagen, wieder klärte Krauße noch vor der Linie. Doch dieses Mal blieb die Situation heiß: Boyd zog aus wenigen Metern ab: Nikolaou warf sich dazwischen und blockte den harten Schuss zur Seite. Dort kam Henning an den Ball und wurde danach von Boyd ordentlich umgeflext. Der FCK-Stürmer kam aber ohne gelbe Karte davon.

Danach beruhigte die Partie sich etwas. Ungefähr eine halbe Stunde war gespielt, als Krauße einen Freistoß ziemlich flach in den Fünfer trat: Dort fabrizierte Boyd einen Querschläger: Der Ball flog knapp über den Querbalken. Nach der folgenden Ecke kam Henning über Umwege aus spitzem Winkel zum Schuss: Etwa einen Meter daneben. Fünf Minuten später kam der Ball von Ritter zu Klement, der sich vor dem Strafraum drehte und abzog: Genau in die Arme von Fejzic. Kurz vor der Pause blieb Klement mit einem Freistoß in der Mauer hängen, anschließend schaltete sich der VAR zur Überprüfung ein, konnte aber am Ende doch kein strafbares Handspiel erkennen.

Mehr passierte nicht, torlos ging es in die Pause. Die Gastgeber mit den etwas klareren Chancen und mehr Spielanteilen, die Eintracht mit einem irregulären Tor, bei dem Ujah etwas zu sehr mit den Armen arbeitete. Nach viereinhalb Spielen war ich also immer noch ohne Gegentor auf dem Betzenberg.

Der Blick ins Fritz-Walter-Stadion

Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als die Löwen einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen bekamen. Krauße trat an und zirkelte den Ball auf rechten Winkel. Durm kam noch mit der Stirn an die Kugel, der Ball flog ein Stück am Tor vorbei. Die anschließende Ecke trat erneut Marx und fand in der Mitte Benkovic, der klar über den Kasten köpfte. Zwei Minuten später zielten die Löwen besser: Krauße bekam 40 Meter vor dem Tor den Ball und hatte viel freie Wiese vor sich: Unser Kampfschwein ging einige Meter und steckte im richtigen Moment auf den startenden Lauberbach durch, der die Kugel sauber kontrollierte, nur noch Torhüter Spahic vor sich hatte und eiskalt flach in die rechte Ecke vollstreckte: 0:1, die Eintracht lag in Führung!

Quasi mit dem ersten Offensivbemühen nach dem Tor wurden Kaiserslautern wieder richtig gefährlich: Nach einem Eckball jagte Redondo den Ball per Dropkick auf die lange Ecke. Wieder war Fejzic bereits geschlagen, wieder wurde der Ball vor der Linie geklärt. Dieses Mal aber durch Ujah und nicht durch Krauße. Den Abpraller klärte Marx nur unzureichend, sodass ein FCK-Spieler den Ball umgehend wieder hoch in den Strafraum schlagen konnte. Dort gelangte der Ball über Umwege zu Kraus, der aus spitzem Winkel an Fejzic scheiterte: Wieder Ecke. Und bei Eckbällen hatten die Löwen heute ihre Probleme und irgendwann ist es dann einfach ein Versuch zu viel: Wieder gewann Tomiak das Kopfballduell. Sein Kopfball flutschte Donkor durch die Beine und wurde dadurch noch leicht abgefälscht. Der Ball hoppelte an Krauße und Fejzic vorbei ins rechte Eck, der schnelle Ausgleich: 1:1. Mein erstes Gegentor auf dem Betzenberg.

Nach dem Spiel holte sich die Mannschaft den Applaus der mitgereisten Anhänger ab

Zwei Minuten später gewann erneut ein FCK-Spieler das Kopfballduell nach einer Ecke, dieses Mal Kraus, sein Kopfball ging aber nicht aufs Tor. Fünf Minuten später stahl sich Boyd davon und wurde mit einem einfachen langen Ball bedient. Nach einer starken Ballmitnahme hatte der US-Amerikaner nur noch Fejzic vor sich und wurde von de Medina und Behrendt verfolgt. Fejzic blieb lange stehen, tauchte dann im richtigen Moment ab und verhinderte mit einer starken Parade den Rückstand im 1gg1. Den Abpraller sicherte sich Behrendt, der einen Schritt eher da war als Boyd. Auf der Gegenseite wurde ein Schussversuch von Ujah geblockt. Nur Augenblicke später chippte Krauße den Ball von der linken Seite in den rechten Strafraumbereich. Dort stürmte Marx heran, der die Kugel mit viel Risiko direkt nahm. Der Ball rauschte knapp am kurzen Eck vorbei.

Etwa fünf Minuten später zückte Schiedsrichter Schröder den roten Karton: Standardspezialist Klement hatte Ujah mit offener Sohle und viel Schwung am Knöchel getroffen. Schröder wurde von seinem Videoassistent in die Review-Area gebeten und sah dort, dass Klement vor dem durchaus heftigen Treffer den Ball spielte und nahm die rote Karte zurück. Über die hatte sich Klement übrigens nicht mal groß beschwert.

Schiri Schröder in der Review-Area

Danach ging es dann auch mit Fußball weiter: Eine etwas zu weit gewordene Marx-Flanke spitzelte Donkor noch irgendwie Richtung Tor: Sichere Beute für Spahic. Für etwa zehn Minuten fand kein Team den Weg zu einer klaren Chance bis Ujah kurz vor Ende der regulären Spielzeit nach einem Kaufmann-Steilpass frei durch ist, kurz bevor er von Tomiak eingeholt wurde sich aber gegen einen Abschluss aus etwa 14 Metern entschied und einen Haken schlug und den anschließenden Zweikampf gegen Tomiak verlor. Es folgte eine lange Nachspielzeit und Kaiserslautern hatte noch einen im Köcher: Ein missglückter Befreiungsschlag prallte von Zuck zu Lobinger, der aus 14m flach abzog. Fejzic machte sich lang, konnte mit einer klasse Parade den Einschlag verhindern und begrub anschließend den freien Ball vor dem heranstürmenden Zuck unter seinem Körper.

Wenig später war Schluss! Viele Lauterer Abschlüsse reichten nur zu einem Tor, da Fejzic und die Linienretter Ujah und Krauße den ein oder anderen Einschlag vereitelten. Offensiv gelang den Löwen ebenfalls nur ein reguläres Tor. Ein Remis, mit dem wir gut leben können, denke ich. Am kommenden Samstag um 13 Uhr soll es gegen den FC St. Pauli dann um den dritten Heimsieg in Serie gehen.

Bis dahin

Euer Kivi

1 thought on “Die Serie hält

  1. Ein Remis, mit dem man leben kann, unnötig war mal wieder das viel zu schnelle Gegentor.

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