Ujah!? Oh ja!

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Heimsieg! Zum dritten Mal in Folge bleiben die Löwen ungeschlagen und holen den zweiten Heimsieg in Folge! Gegen den Karlsruher SC schnappten sich die Löwen durch die doppelte Co-Produktion von Immanuel Pherai und Anthony Ujah den 2:1-Heimerfolg!

Pünktlich zur Öffnung der Stadiontore ging es ins Eintracht-Stadion. Dort wurde mit den bekannten Gesichtern gequatscht und dann ging es auch schon los: Löwen-Trainer Michael Schiele schickte erneut die gleiche Startaufstellung auf den Rasen: Fejzic (C) – Marx, de Medina, Behrendt, Benkovic, Donkor (89. Kijewski) – Krauße, Nikolaou (46. Wiebe), Pherai (78. Henning) – Kaufmann (71. Multhaup), Ujah (89. Lauberbach)

In den ersten fünf Minuten passierte eigentlich nichts, doch dann konnte die Blau-Gelbe Abwehr einen Freistoß aus dem Halbfeld nicht klären, am Ende kam Schleusener aber auch nicht zum Abschluss. Auf der anderen Seite wurde Pherai nach einer sehenswerten Ballmitnahme aus 17 Metern geblockt. Nur eine Minute später wurde es dann richtig gefährlich: Ujah wurde von Pherai hoch angespielt, nahm das Leder super mit der Brust aus der Lauf und legte sich die Kugel an Franke vorbei. Aus etwa zwölf Metern zog er ab, sein Flachschuss zwang Gersbeck zu einer Glanzparade. Der anschließende Eckball wird ebenfalls aufs Tor gebracht, allerdings sichere Beute für Gersbeck. Mitte der ersten Halbzeit konterten die Gäste nach einem schwach getretenen Eintracht-Standard. Kurz vor dem Löwen-Strafraum hatte die KSC-Offensive sogar Überzahl, den schlampigen Querpass konnte die Eintracht-Defensive aber doch noch abfangen.

Nun hatten die Karlsruher Blut geleckt, nur wenig später kam Fejzic bei einer Freistoßflanke etwas zu zögerlich raus und erwischte das Leder nicht mehr entscheidend. Der Ball landete bei Gondorf, der sich aber zu viel Zeit ließ und den Ball nicht zu einem Mitspieler bringen konnte. Nur eine Minute später köpfte Wanitzek eine Thiede-Flanke zurück vors Tor, wo Batmaz sofort volley abzog: Hauchzart links am Tor vorbei. Auf der Gegenseite verzog Kaufmann nach einem Konter aus spitzem Winkel deutlich. Einige Minuten später zog Krauße aus der zweiten Reihe ab, der Schuss kam aber zu zentral aufs Tor um gefährlich zu werden. Im Gegenzug köpfte Schleusener eine Wanitzek-Flanke ein Stück am Tor vorbei.

Das Endergebnis

Eine Minute vor der Halbzeit holte Pherai einen Freistoß raus, den er aus dem Halbfeld selbst in den Strafraum zirkelte. Dort stieg Anthony Ujah am höchsten und köpfte den Ball etwas unplatziert in Richtung Tor. Da Gersbeck aber noch schlechter platziert war als der Ball, kam der KSC-Schlussmann nicht mehr an die Kugel und konnte das Spielgerät anschließend nur noch aus dem Netz fischen: 1:0, psychologisch wichtiger Zeitpunkt!

Kurz danach war dann auch Halbzeit. Eine Führung, die einigermaßen in Ordnung ging, hatte Ujah KSC-Keeper Gersbeck zuvor schon zu einer klasse Parade gezwungen. Die Gäste von der Spielanlage her besser, aber bisher ohne größere Aufgaben für BTSV-Torwart Jasmin Fejzic.

Es dauerte etwas, bis sich beide Teams nach mehreren Wechseln wieder sortiert hatten. Einige Minuten nach Wiederanpfiff ging Benkovic nach einem Zweikampf an der Mittelinie zu Boden, das Spiel lief aber weiter und der KSC konnte in Überzahl angreifen. Am Ende knallte Nebel den Ball aus zehn Metern über den Kasten. Wenig später war es dann doch soweit: Der KSC-Kaufmann konnte in den Strafraum eindringen und zog von links ab. Fejzic parierte, doch der Ball landete bei Gondorf, der überlegt querlegte. Wanitzek bekam den Ball und traf zum 1:1-Ausgleich.

Danach stellte der KSC seine Offensivbemühungen erstmal wieder ein, beziehungsweise rappelte sich die Löwen-Abwehr nach einigen Wacklern wieder auf und hielt die Gäste vom eigenen Tor entfernt. Fünf Minuten nach dem Ausgleich nahm Ujah eine verlängerte Ecke volley und traf genau in den Knick. Doch leider stand der Stürmer dabei klar im Abseits, sodass sein Treffer nicht zählte. Wenig später brach Ujah auf der linken Seite zu einem Sturmlauf auf und hatte erst auch viel Platz, wurde dann aber von mehreren KSC-Verteidigern eingeholt und verlor bei einem Haken etwas die Ballkontrolle, sodass er die Kugel verlor, bevor er abschließen konnte. Kurz darauf probierte es Marx aus der zweiten Reihe, im Nachfassen hatte Gersbeck die Pille sicher. Auf der Gegenseite zog KSC-Kaufmann aus 13m ab, sein Schuss aus spitzem Winkel, war aber deutlich zu hoch angesetzt.

Die verdienten Sieger ließen sich feiern

In der 72. Minute steckte Marx im richtigen Moment auf den startenden Pherai durch, der in den Strafraum eindrang, den Kopf hochnahm und den Ball in die Mitte gab. Dort setzte sich der mitgelaufene Ujah durch und drückte das Leder zum 2:1 über die Linie. Der Stürmer sprang über die Bande und ließ vor der explodierenden Südkurve feiern, die Stimmung in der zweiten Halbzeit war grandios und nach der erneuten Führung kochte das Eintracht-Stadion aber so richtig. Nur wenige Minuten später kam Multhaup aus 14 Metern zum Abschluss, nachdem er sich mit viel Einsatz durchgesetzt hatte. Gersbeck rettete mit einer starken Fußabwehr zur Ecke. Ein paar Minuten später versuchte es Krauße aus der zweiten Reihe: Drüber.

Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hätte Henning alles klar machen MÜSSEN! Ujah kontrollierte eine Flanke stark und legte direkt vors Tor, wo Henning sich eigentlich eine Ecke aussuchen konnte, seine Direktabnahme aber genau mittig platzierte und somit an KSC-Schlussmann Gersbeck scheiterte. Zwei Minuten später köpfte Ujah eine Flanke aufs Tor, dieses Mal hatte Gersbeck den Ball aber sicher und fing die Kugel aus der Luft. Mit dem Ende der regulären Spielzeit setzte Multhaup im Laufduell mit Gondorf robust seinen Körper ein und tauchte alleine vor Keeper Gersbeck auf. Doch unsere Nummer 7 wurde zurück gepfiffen, da der Schiedsrichter auf Foulspiel entschieden hatte. Sah für mich im Stadion nach einer harten Entscheidung aus.

Die Nachspielzeit war schon abgelaufen, als der KSC den Ball nochmal in den Strafraum brachte. Viel Gewusel, ich hab den Ball drei Mal drin gesehen, doch die Abwehr klärte und Lauberbach trieb den Ball zum Konter voran, zusammen mit Multhaup gegen einen einzigen KSC-Verteidiger. Lauberbach legte quer, Multhaup nahm den Ball an und zog vom Strafraumrand flach ab, wieder parierte Gersbeck klasse und verhinderte die Vorentscheidung.

Ujah feierte nach Abpfiff mit einer Fahne

Aber nicht besonders lange, denn die Ecke wurde gar nicht mehr wirklich ausgeführt! Die Eintracht gewinnt gegen den KSC verdient mit 2:1 und springt vorerst von den Abstiegsplätzen! Jetzt ist erstmal Länderspielpause, bevor es am ersten Oktoberwochenende zum 1. FC Kaiserslautern geht.

Bis Dahin

Euer Kivi

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