Sieg gegen den TSV Havelse

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Freitagsspiel der Profis bedeutet für mich: Viel Zeit für Spiele der restlichen Eintracht-Teams. Und so ging es am Samstagmittag zur U19 von Trainergespann Marc Pfitzner und Benjamin Kessel ins NLZ. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen waren die Nachwuchslöwen perfekt in die Saison gestartet. Heute sollte gegen TSV Havelse nachgelegt werden. Die Gäste waren zwei Punkten und nur einem Tor aus den ersten drei Spielen eher dürftig in die Saison gestartet. Nach einem packenden Spiel setzten sich die Nachwuchslöwen am Ende mit 3:2 durch.

U19-Coach Marc Pfitzner stellte wie folgt auf: Louis Krüger (TW), Leon Suzuki (C), Maxim Root, Jona Borsum, Rami Zouaoui (75. Armagan Kücük), Florian Ohk, Maksym Tytarenko, Len Luca Schneider (60. Robin Placinta), Adem Zeciri (75. Jan Philip Meinahrdt), Moritz Gollmer (81. Luis Raphael Hoßbach), Benjamin Mbom (60. Arlind Sadiku)

Nicht lange war gespielt, als ein langer Ball in den Lauf von Len Luca Schneider gespielt wurde, der nur noch den gegnerischen Torwart vor sich hatte, sich den Ball aber etwas zu weit vorlegte und somit einen Schritt zu spät kam. Auf der Gegenseite konnten die Nachwuchslöwen einen Angriff nicht entscheidend klären, es folgte wildes Gewusel wenige Meter vom Kasten von Louis Krüger. Havelse kam dann auch zum Abschluss, dieser wurde aber zur Ecke geblockt, die nichts einbrachte. Dann wieder der BTSV: Florian Ohk flankte von der linken Seite in den Strafraum, wo sich Rami Zouaoui durch setzte, sein Kopfball ging dann aber doch klar am Tor vorbei. Einige Minuten später kamen die Gäste im Anschluss an eine Ecke zu einem Schuss aus der zweiten Reihe. Abgefälscht landete der Ball genau in den Armen von Krüger.

Wenig später konterten die Löwen: Rami Zouaoui steckte im richtigen Moment auf den startenden Maksym Tytarenko durch, der mit dem Abschluss vielleicht etwas zu lange zögerte und somit im direkten Duell am Schlussmann der Gäste scheiterte. Einige Minuten danach köpften die Gäste den Ball nach einem Freistoß in die Arme von Eintracht-Schlussmann Krüger. Danach neutralisierten sich beide Teams eine ganze Weile, bis sich Jona Borsum ein Herz nahm und aus der zweiten Reihe abzog. Der Schuss wurde nochmal abgefälscht und wurde dadurch entschärft, keine Gefahr für den TSV Havelse. Auf der Gegenseite schnappte sich Torwart Krüger einen ungefährlichen Freistoß. Einen besseren Freistoß trat wenig später Rami Zouaoui: Kurz vor dem Tor fand seine Hereingabe Kapitän Leon Suzuki, der aus wenigen Metern über den Kasten köpfte.

Fünf Minuten vor der Pause war der Ball dann aber doch drin: Plötzlich ging es ganz schnell. Maksym Tytarenko wurde über links freigespielt und drang in den Strafraum ein. Die Nummer 15 nahm den Kopf hoch und spielte einen überlegten Querpass in die Mitte. Dort lief Benjamin Mbom ein und drückte das Leder über die Linie: 1:0! Nach einem haarsträubenden Fehlpass im Blau-Gelben Aufbauspiel hatte Havelse die Chance auf die schnelle Antwort, doch der flache Drehschuss aus etwa 14 Metern war dann doch kein Problem für Krüger. Kurz vor der Pause noch ein Schreck für alle Beteiligten: Len Luca Schneider bekam im Zweikampf einen Arm ins Gesicht und blutete anschließend heftig aus der Nase. Nach Behandlung in der Halbzeitpause konnte er aber mit „reparierter“ Nase weiterspielen.

Der etwas lädierte Len Luca Schneider

Dann war auch Halbzeit. Nicht allzu viele große Chancen, die Löwen aber mit den etwas besseren Abschlussmöglichkeiten. Somit eine durchaus verdiente Pausenführung im NLZ.

Der zweite Durchgang hatte kaum begonnen, als es plötzlich 1:1 stand: Ein eher harmloser Fernschuss rutschte Eintracht-Schlussmann durch die Hände und die Beine und kullerte dann über die Linie. Zehn Minuten später fing der Löwen-Torwart den nächsten Fernschuss aber wieder sicher. Auf der anderen Seite zog Mbom aus 18 Metern ab, der Ball wurde aber so abgefälscht, dass der Havelse-Keeper das Spielgerät locker aufnehmen konnte. Wenig später zog Rami Zouaoui einen Freistoß aus 20m direkt auf die kurze Ecke, konnte den Torwart aber nicht überwinden. Dann konterten die Gäste: Den folgenden Schuss aus 14m hielt Krüger aber sogar fest.

In der 67. Minute gingen die Löwen wieder in Führung. Und das mit einem echten Traumtor: Moritz Gollmer flankte den Ball von der rechten Seite an den Strafraumrand. Dort stand Rami Zouaoui mit dem Rücken zum Tor, doch das war der Nummer 10 aber mal sowas von egal. Mit dem Rücken zum Tor nahm er den Ball volley und brachte ihn in der unteren rechten Ecke im Tor unter. Im Jubelpulk ließ er sich an der rechten Eckfahne von seinen Mitspielern feiern: 2:1! Etwa zwei Minuten später wurde Arlind Sadiku steil in den Strafraum geschickt, kam mit einem Haken am herauseilenden Torwart vorbei, ging noch ein paar Schritte und traf ins leere Tor: Doppelschlag, 3:1! Im mittlerweile strömenden Regen formierte sich erneut die Jubeltraube an der rechten Eckfahne.

Jubel im strömenden Regen

Fünf Minuten später klatsche ein Havelse-Freistoß aus großer Entfernung an die Latte, Louis Krüger wäre aber wohl da gewesen. Fünf Minuten vor dem Ende sah Löwen-Trainer Marc Pfitzner eine gelbe Karte, nachdem er sich über eine Entscheidung des Schiedsrichters beschwerte: Wer sich Sorgen machte, dass ein Traineramt unseren Pfitze zu zahm machen würde, kann also durchatmen. Unser Grätschen- und Fallrückzieherspezialist ist immer noch mit Leib und Seele dabei. Wenige Augenblicke später musste der U19-Coach sich aber über den Anschlusstreffer ärgern. Eine Freistoßflanke prallte im Getümmel ab, die Havelse-Offensive reagierte schneller als die Eintracht-Defensive und drückte den Ball zum 3:2 über die Linie.

Jetzt wurde es nochmal hektisch: Der TSV Havelse warf alles nach vorne und die Balu-Gelben hatten Probleme, den Ball auf dem rutschigen Untergrund weit herauszuschlagen und konnten somit die ein oder andere Szene nicht klar bereinigen. Nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer bekamen die Löwen einen Freistoß einfach nicht aus der Gefahrenzone, am Ende flog der Schuss aus der zweiten Reihe klar am Tor vorbei. Zu Beginn der Nachspielzeit flog ein Havelse-Akteur wegen einer Beleidigung vom Platz. Wenig später konnte Arlind Sadiku in den Strafraum eindringen und legte zum mitgelaufenen Armagan Kücük quer. Dieser schoss aus 15 Metern am langen Pfosten vorbei und verpasste die Vorentscheidung. Fast hätte sich das noch gerächt, denn in der gefühlt zehnten Minute der Nachspielzeit tauchte ein Havelse-Spieler plötzlich frei vor Krüger auf, konnte den Eintracht-Keeper aber nicht überwinden.

Florian Ohk beim Einwurf

Somit blieb es beim 3:2, denn direkt danach war Schluss! Die Löwen behalten somit vor zwischenzeitlich genau 67 Zuschauern ihre blütenreine Weste und bleiben ohne Punktverlust. Kommenden Samstag geht es gegen den JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Bargstedt/Heeslingen/Harsefeld um den nächsten Sieg. Anstoß ist wieder im NLZ um 13 Uhr. Ich bin dabei und werde berichten.

Bis Dahin
Euer Kivi

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