Am gestrigen Sonntag ging es für mich gleich zwei Mal zu Blau-Gelben U17-Teams. Am Mittag zur Herren-U17, am Abend zur Damen-U17. Beide Spiele fasse ich hier in einem doppelten Spielbericht zusammen.

Herren-U17

Den Auftakt machten die NLZ-U17 der Profis. Im Heimspiel trat man gegen den Blumenthaler SV an. Die Gäste stiegen in der vergangenen Saison souverän in die Regionalliga auf, während unsere U17 ziemlich chancenlos in die Regionalliga abstieg. Jetzt spielten also beide Teams in einer Liga und waren in den ersten drei Spielen ungeschlagen geblieben, bei jeweils einem Sieg und zwei Remis. Viel los war nicht, unter den Zuschauern waren eigentlich nur Angehörige der Spieler. Der Großteil der Zuschauer hielt es mit Blumenthal. Für mich als Dauerkarteninhaber war der Eintritt frei, sonst beträgt der Eintritt drei Euro.

Nachwuchslöwen-Trainer Kosta Rodrigues stellte sein Team wie folgend auf: Jascha Semmelrogge (TW), Jonas Kübler (51. Marlon Seiffert), Nicholas Zogalla (C, 70. Bennet Pavlic), Levin Mischek, Levi Waldmann (60. Joel Broda), Constantin Aue (60. Jan-Luca Bugaj), Philip Munzel, Karim Hassanin, Emil Noster (51. Malik Missun), Liam-Dean Marheinke, Oskar Mundry

Die erste Chance hatten die Löwen: Ein Flachpass rutschte durch, in der Mitte kam Levi Waldmann einen Schritt zu spät, Levi Mischek kam zum Abschluss, sein Schuss wurde aber kurz vor der Linie zur Ecke abgefälscht. Diese brachte nichts ein. Wenig später chippte Marheinke in den Lauf von Munzel, der zur Grundlinie ging. Seine Flanke wurde aber geklärt. Auf der anderen Seite kam Blumenthal nach einem langen Ball zum Abschluss, der zentrale Schuss aus 15m war aber kein Problem für Jascha Semmelrogge. Fünf Minuten später rutschte ein Gäste-Stürmer hauchzart an einer abgefälschten Flanke vorbei. Ecke gab es trotzdem für die Hausherren.

Und die wurde eigentlich überhaupt nicht gefährlich und dann plötzlich doch. Nach einem Luftduell entschied der Schiedsrichter auf Handelfmeter. Die Gäste hatten zuvor nicht reklamiert, seitens der Braunschweiger wurde aber auch überhaupt nicht protestiert. Ich konnte kein Handspiel erkennen und war genauso verblüfft wie die meisten Zuschauer, kuriose Szene. Die Nummer sieben der Gäste, Arda Halicioglu verwandelte flach mit Hilfe des Pfostens in die linke Ecke: 0:1. Wenig später wurde die nächste scheinbar harmlose Ecke der Gäste erneut gefährlich. Kniehoch an den kurzen Pfosten strahlte die Flanke wenig Gefahr aus, doch ein Blumenthaler verlängerte den Ball sehenswert mit der Hacke. Nach etwas Getümmel direkt vor dem Tor hatte Löwen-Schlussmann Semmelrogge den Ball aber sicher.

Zwei Minuten später die nächste Chance der Gäste: Nach einem Ballverlust der Blau-Gelben an der eigenen Grundlinie folgte der Abschluss aus spitzem Winkel. Semmelrogge konnte den Schuss aber sogar festhalten. Zehn Minuten vor der Pause nahm Levin Mischek einen langen Ball runter, drang in den Strafraum ein und suchte den Abschluss. Dabei wurde er stark bedrängt, sodass der Torversuch im Endeffekt sichere Beute für den Gäste-Keeper war. Die letzte Aktion vor der Pause hatte Nicholas Zogalla: Der Mannschaftskapitän zog aus der zweiten Reihe ab, verfehlte das Ziel aber doch um ein gutes Stück.

Nach dem Torjubel schnell zurück in die eigene Hälfte

Dann war Halbzeit. Keine wirklich gute Leistung der Löwen, irgendwie passte nichts so richtig zusammen in allen Bereichen. Blumenthal war auch nicht wirklich stark, aber doch klar überlegen. Die Blau-Gelben fanden einfach kein Mittel um über längere Zeit Gefahr auszustrahlen. Defensiv ließen sie aber auch nicht zu viel zu bisher und hatten etwas Pech bei der Entstehung des Elfmeters, der dann zum Rückstand führte.

Im zweiten Durchgang wurden die Gäste zuerst gefährlich. Ziemlich unnötig und ohne große Not verursachte die Blau-Gelbe Hintermannschaft einen Freistoß aus aussichtsreicher Position. Diesen trat Blumenthal eigentlich direkt in der Mauer, die aber ein riesiges Loch offenbarte. Semmlrogge reagierte blitzschnell und lenkte das Leder mit einem Hechtsprung um den Pfosten zur Ecke. Auf der anderen Seite brachten die Löwen eine Ecke im Gewühl irgendwie aufs Tor, der Gästekeeper fing das Spielgerät aber sicher. Zehn Minuten später verschaffte sich Oskar Mundry mit einer tollen Drehung Platz im Strafraum, zögerte mit dem Abschluss vielleicht etwas zu lange und wurde zur Ecke geblockt. Fünf Minuten später schlug Liam-Dean Marheinke einen Freistoß aus dem Halbfeld in die Gefahrenzone. Dort verlängerte Blumenthal den Ball aufs eigene Tor, wirklich gefährlich wurde es aber erneut nicht.

Mitte der zweiten Halbzeit gab es eine Ecke für die Löwen. Der Ball setzte sich zentral vor dem Tor fest, die Blumenthaler konnten sich nicht befreien, die Blau-Gelben kamen nicht so richtig zum Abschluss, bis die Kugel zu Oskar Mundry prallte, der das Leder aus kurzer Distanz über die Line knallte, 1:1! Nur fünf Minuten später kamen die Löwen nach einem weiten Einwurf erneut gefährlich vors Tor. Karim Hassanin legte den Ball am Torwart vorbei, wurde dann aber etwas zu weit nach Außen gedrängt und kam nicht mehr zum Abschluss. Auf der anderen Seite prallte ein Freistoß etwas unglücklich ab und wurde zur perfekten Vorlage. Blumenthal kam aus kürzester Distanz zum Abschluss. Mit einem tollen Reflex verhinderte Semmelrogge den Rückstand, doch der Ball kam wieder zu Blumenthal. Aus drei Metern bugsierte der Stürmer den Ball aber über das Tor, Semmelrogge hätte keine Abwehrchance gehabt.

Nicht mal eine Minute später flog eine lange Flanke in den Löwen-Strafraum. Aus wenigen Metern kam Blumenthal völlig frei zum Kopfball. Der Ball klatschte an die Latte und sprang zurück in den Strafraum. Dort war wieder ein Blumenthaler schneller und zuerst am Ball. Der vierte Abschluss aus kurzer Distanz innerhalb einer Minute war dann aber doch drin, 1:2 nur wenige Minuten vor dem Ende. In der Nachspielzeit kam der zweite Ball nach einem Freistoß zu Jan-Luca Bugaj, der vom Strafraumrand sofort abzog, knapp daneben. Die letzte Aktion hatten die Löwen, einen Freistoß köpfte der mit nach vorne gekommene Torwart Jascha Semmelrogge knapp am am Tor vorbei.

Dann war Schluss. Eine durchaus verdiente Niederlage, auch wenn die Löwen nicht allzu viel zuließen. Offensiv war das insgesamt einfach zu wenig. Weiter geht es für die Nachwuchslöwen in der Regionalliga am 17.09. beim FC St. Pauli 2.

Damen-U17

Für mich ging es nach kurzer Pause Zuhause mit dem Fahrrad zu der Damen-U17 an den Biberweg. Im ersten Spiel der Bezirksliga-Saison empfingen die letztjährigen Kreisliga-Meisterinnen den TSV Limmer. Gegen die spielen auch die 1. Damen in der Oberliga. Limmer ist eine von vier 11er-Teams der Liga. Daher wurde auf dem großen Feld gespielt.

Eine Aufstellung gibt es nicht, da nicht alle Namen öffentlich im Spielberichtsbogen eingetragen wurden. Daher verzichte ich bei den entsprechenden Spielerinnen auch in meinem Spielbericht auf die Namensnennung. Ersatzweise gebe ich hier die Rückennummer an.

Von Beginn an schnürten die Nachwuchslöwinnen die Gäste hinten ein, die so gar nicht richtig wussten wie ihnen geschah und die völlig überrumpelt wirkten. Bereits in der ersten Spielminute kam Ilyada Karamus nach einer Flanke volley zum Abschluss, der Ball flog aber über den Kasten. Eine Minute später zog Jinen Zoe Ben Chelbia einen Freistoß direkt aufs Tor. Im Nachfassen hatte die Torhüterin der Gäste den Ball sicher. Kurz darauf zog Alysha Jakubowski aus der Ferne ab, mit etwas Problemen verhinderte die Torfrau erneut den Rückstand. Wenige Augenblicke später drang unsere Nummer 6 mit viel Tempo in den 16er ein und legte den Ball gefühlvoll an der herausstürmenden Torhüterin vorbei. Das Spielgerät trudelte knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten später rollte der nächste schnelle Angriff der Löwinnen. Limmers letzte Abwehrspielerin wusste sich nur mit einem Foul zu behelfen und verhinderte somit das die Eintracht frei vor dem Tor auftauchen konnte. Der Schiedsrichter entschied sich für den gelben Karton, der Freistoß war dennoch in einer gefährlichen Position: Neele Klache legte sich den Ball zurecht und zielte flach auf die linke Ecke. Vom Pfosten sprang der Ball in die falsche Richtung und ging ins Toraus.

Auf der anderen Seite kam Limmer zu einem Schuss aus der Drehung vom Strafraumrand, der Ball ging aber nicht aufs Tor. Wenig später wurde es etwas gefährlicher, als ein Limmer-Fernschuss an die Latte klatschte. Kurz darauf hatten die Löwinnen richtig Pech. Eine Flanke von Limmer fälschten gleich zwei Löwinnen ab, der Ball drehte sich schlussendlich irgendwie ins Tor. 0:1 für Limmer ohne richtig aufs Tor geschossen zu haben. Doch die Löwinnen schlugen sofort zurück: Maja Nicken brach in den 16er ein, blieb vollkommen cool und vollendete flach zum schnellen 1:1-Ausgleich. Kurz darauf prallte ein abgefälschter Fernschuss zu Nicken, die aus zentraler Position abzog, diesmal packte die Limmer-Torfrau sicher zu. Eine andere e.V.-Jugend unterstützte lautstark mit Eintracht-Liedern von der Seitenlinie. Coole Aktion!

Fünf Minuten vor der Pause gingen die Blau-Gelben in Führung: Nach einem schönen Doppelpass mit Karamus stand Neele Klache alleine vor der gegnerischen Torhüterin und netzte überlegt zum völlig verdienten Führungstreffer ein. Nur eine Minute später ließ unsere Nummer 6 mit einem tollen Dribbling gleich mehrere Gegenspielerinnen stehen, ihre Hereingabe konnte aber in höchster Not geklärt werden. Der nächste Abschluss kam von Karamus, ihr Fernschuss war aber leichte Beute für die Torhüterin. Dann wurde Limmer mal wieder gefährlich. Einen Fernschuss wehrte unsere Torhüterin noch mit dem Fuß ab, der Nachschuss aus 14m flog über den Querbalken. In den letzten Zügen der ersten Halbzeit kamen nochmal die Löwinnen: Unsere Nummer 6 erlief einen Steilpass, schüttelte ihre Gegnerin ab und zog aus spitzem Winkel ab. Die Torhüterin wehrte zur Ecke ab. Diese köpfte Maja Nicken am Tor vorbei.

Torjubel der Junglöwinnen

Dann war Halbzeit. Die Löwinnen waren eigentlich über die gesamte erste Hälfte vollkommen dominant und ließen sich auch durch das unglückliche Gegentor nicht aus der Bahn werfen. Wenige Minuten vor der Pause fiel dann auch der absolut verdiente Führungstreffer.

Direkt nach Wiederanpfiff spielte Jinen Zoe Ben Chelbia einen schnellen Doppelpass mit Neele Klache und schob ein, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits, knappe Sache. Doch nur drei Minuten später war es dann wirklich soweit. Neele Klache steckte super auf unsere Nummer 6 durch, die wieder mal viel schneller als ihre Gegenspielerin war, alleine vor dem Tor auftauchte und flach in die lange Ecke verwandelte, 3:1! Eine Minute später schlenzte Ben Chelbia vom linken Strafraumeck knapp an der langen Ecke vorbei. Nur wenige Augenblicke später konnte unsere Nummer 6 zur Grundlinie durchdringen, ihr Querpass auf Klache wurde im letzten Moment geklärt. Der nächste Abschluss kam wieder von Jinen Zoe Ben Chelbia, erneut schlenzte unsere Nummer 10 vom linken Strafraumeck, wieder flog der Ball nur knapp am Tor vorbei. Kurz darauf zog unsere Nummer 6 flach von halbrechts ab, konnte die Torhüterin aber nicht überwinden. Dann zog erneut Ben Chelbia ab, ihren Aufsetzer aus 18m lenkte die Limmer-Torfrau an den Pfosten.

Mit der nächsten Aktion war es dann endlich wieder soweit: Jinen Zoe Ben Chelbia eroberte im Strafraum den Ball und knallte das Spielgerät kompromisslos unters Tordach: 4:1, überfällig. Vier Minuten später konnten die Gäste eine Ecke nicht entscheidend klären, Neele Klache zog sofort ab, knapp vorbei. Einige Minuten danach setzte Maja Nicken zu einem tollen Dribbling an, ließ gleich eine ganze Hand voll Gegnerinnen aussteigen und suchte den Abschluss, wieder knapp vorbei. Danach nahmen die Junglöwinnen ein paar Gänge raus, zudem wurde gleich mehrfach gewechselt. Noch nicht ganz sortiert, leisteten die Blau-Gelben sich einen Ballverlust am eigenen Strafraum, Limmer zog sofort ab. In der langen Ecke schlug der Ball zum Anschlusstreffer ein. Sofort legten die Löwinnen wieder den Vorwärtsgang ein.

Vier Minuten nach dem Anschlusstreffer zwang Neele Klache die gegnerische Torhüterin mit einem Schuss aus 18m zu einer tollen Parade. kurz darauf setzte sich Kapitänin Dilara Esen klasse gegen eine Gegenspielerin durch und wollte den Gegenangriff einleiten. Ihre Gegenspielerin leistete sich allerdings einen Frustritt von hinten in die Beine der Abwehrspielerin. Der Schiedsrichter reagierte sofort mit einer fünf-Minütigen Zeitstrafe. Aus dem folgenden Freistoß fiel gleich das nächste Tor. Der lange Ball landete bei Ben Chelbia, die das Spielgerät super kontrollierte, nach innen zog und den Ball in die lange Ecke schlenzte: 5:2!

Dann war Schluss! Die Damen-U17 gewinnt hochverdient mit 5:2 und holt sich so gleich im ersten Spiel den ersten Sieg in der neuen Liga. Weiter geht es am kommenden Samstag beim HSC Hannover um 15 Uhr, dann aber auf dem 9er-Feld.

Bis Dahin

Euer Kivi

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