Kantersieg in Adersheim

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Blau-Gelber Jubel zu irgendeinem Tor (echt keine Ahnung welches)

Im letzten Testspiel der 2. Herren vor dem Start der Landesliga gewannen die Löwen klar beim FC Arminia Adersheim. Am Mittwochabend auf dem Sportplatz an der Kreisstraße fanden sich etwa 80 Zuschauer ein. auf der Seite des Vereinsheims hinter dem Tor und einer Längsseite konnte man die Banden als Stehstange benutzen. Weiteren Ausbau gab es neben hohen Fangzäunen nicht.

Verpflegung gab es auch, allerdings etwas unorganisiert, sodass ich erst einige Minuten nach Anpfiff in die Bratwurst im Brötchen beißen könnte. Diese war ok. Durch das gemeinsame Braten mit Krakauer auf einer Grillmatte etwas fettig und an einigen Stellen noch sehr blond. Zudem ein eher durchschnittlicher Geschmack. Nicht schlecht, aber auch absolut nicht besonders, aber dafür ordentlich heiß. Das Brötchen war gut, aber die Kruste etwas zu hart. Preis war 3 Euro. Für mich 6/10.

Die Bratwurst vom FC Arminia Adersheim

Löwen-Trainer Marcus Danner schickte folgende Löwen ins Testspiel: Leon Frelke (46. Tom Thurau), Abdullah Abu Rashed, Dylan Gyamenah (46. Boubacar Barry), Damir Vrancic (C), Nils Gehde, Hendrik Neumann, Jona Renner, Moritz Hindermann (67. Tyron Gyamenah), Jan Schenk, Ibrahim Diallo, Leander Petry

Die Blau-Gelben übernahmen sofort die Spielkontrolle, Bezirksligist Adersheim war nur in der Defensive. Bereits nach wenigen Augenblicken kam Dylan Gyamenah kurz vor dem Strafraum zum Abschluss, zielte aber zu zentral. Kurz darauf legte Rashed den Ball in den Lauf von Renner, der sich die Kugel aber etwas zu weit vorlegte, sodass der Torwart den Ball aufnehmen konnte. Eine Minute später schlenzte Vrancic den Ball aus der zweiten Reihe auf die lange Ecke und ließ den gegnerischen Keeper fliegen, der den Ball fangen konnte. Drei Minuten danach spielte Diallo einen blitzsauberen Doppelpass mit Jona Renner, doch erneut war der Abschluss zu zentral. Die nächste Szene entstand wieder über Diallo, dessen Flanke ein Abwehrspieler mit der Hacke an den eigenen Pfosten lenkte. Den Abpraller konnte der Schlussmann aufnehmen. Dann fiel doch das sich immer stärker andeutende 0:1. Jan Schenk zog aus 25m ab und erzielte ein echtes Sahnetor! Wie an der Schnur gezogen knallte der Ball an den linken Pfosten und sprang von da genau in den Winkel, ein richtig geiler Treffer!

Nach einer Ecke kam Damir Vrancic frei zum Kopfball, wurde aber geblockt. Nils Gehde passte auf und nahm sich den freien Ball. Sein Nachschuss wurde aber pariert. Wenig später kam Neumann nach einem Abpraller an den Ball und zog aus der zweiten Reihe ab, klar drüber. Kurz darauf war der Ball dann erneut drin: Jona Renner tanzte leichtfüßig an seinen Gegnern vorbei und kam aus spitzem Winkel zum Abschluss. Der Torwart riss die Arme hoch und konnte parieren, doch der Ball blieb heiß. Abdullah Abu Rashed hatte aufgepasst und drückte das Leder über die Linie: 0:2. Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß tankte sich Rechtsverteidiger Leander Petry zur Grundlinie durch und brachte den Ball in die Mitte wo Nils Gehde einen Schritt zu spät kam. Der geklärte Ball landete genau bei Ibrahim Diallo, der mit viel Mut direkt abzog: Knapp drüber. Fünf Minuten später zeigte Jona Renner eine seiner vielen starken Pressingläufe tief in der gegnerischen Hälfte. Damit konnte die Defensive der Gastgeber so gar nicht umgehen, der Torwart spielte weit vor seinem eigenen Tor den folgenschweren Fehlpass, Renner brachte den Ball mit einem langen Bein zu Dylan Gyamenah. Dieser lupfte den Ball aus 25m ganz cool über den Keeper und ohne, dass der Ball vorher aufsetzte, ins Tor: 0:3!

Hendrik Neumann am Ball

Die nächste Offensivaktion war eine schöne Kombination über Dylan Gyamenah, Renner und Nils Gehde, der sofort flach abzog und nur hauchzart rechts vorbei schoss. Ein paar Minuten danach wurde Rashed über die linke Außenbahn geschickt. Seine Flanke fand Renner, dessen Abschluss geblockt wurde. Der Abpraller landete bei Gehde, der aus 25m knapp verzog. Nur eine Zeigerumdrehung später zog Moritz Hindermann aus 23m ab, etwas zu zentral, sichere Beute für den Keeper. Dann setzte Ibrahim Diallo zu einem Dribbling an und setzte seinen Gegenspieler mit einer geschickten Körpertäuschung auf den Hosenboden. Seine Flanke konnte aber geklärt werden. Zwei Minuten später zog Jan Schenk aus der zweiten Reihe ab, rutschte dabei aus, verfehlte das Ziel aber dennoch nur knapp. Die letzte Aktion vor der Pause hatten natürlich die Blau-Gelben, Leon Frelke im Eintracht-Kasten konnte seine Handschuhe unbenutzt in die Sporttasche packen. Rashed flankte, Moritz Hindermann köpfte den Ball eigentlich sehr clever gegen die Laufrichtung des Keepers, der Ball aber trotzdem irgendwie festhalten konnte.

Dann war Halbzeit. Das Spiel ging gegen sehr tief stehende Gastgeber nur auf ein Tor und die Blau-Gelben hatten eigentlich die ganze Zeit den Ball. Das sollte sich im zweiten Durchgang auch nicht großartig ändern.

Damir Vrancic war es, der den ersten Torschuss der zweiten Hälfte verbuchte. Mit einem Freistoß ließ er die Blau-Gelben Anhänger vom Aufstiegsfreistoß in Ingolstadt träumen. Dieses Mal kam der Ball aber etwas zentraler, sodass der Schlussmann ihn knapp unter der Latte ins Toraus boxen konnte. Bei der anschließenden Ecke prallte der Ball irgendwie zu Hendrik Neumann, der den Ball aus kürzester Distanz aber nicht richtig traf. Es ging weiter mit Abstoß Adersheim. Kurz danach kam das runde Leder über Barry und Renner zu Gehde. Dessen Flachschuss parierte der Heim-Torwart. Wenige Augenblicke setzte Hindermann Gehde auf der rechten Seite in Szene, dessen Hereingabe gerade so vorm heranstürmenden Boubacar Barry geklärt wurde. Die folgende Ecke von Jona Renner köpfte Damir Vrancic über den Kasten. Nach dem Abstoß fingen die Löwen den Ball ab und kamen durch Schenk sofort zum Abschluss. Sein Versuch aus etwa 20m wurde zur Ecke pariert. Diese wurde geklärt, landete aber bei Rashed, der aus über 20m abzog und ein Stück über den Kasten schoss.

Sechs Tore fielen im zweiten Durchgang

Dann fiel endlich das überfällige erste Tor im zweiten Durchgang. Leander Petry marschierte über die rechte Seite und gab flach in die Mitte. Dort drückte Nils Gehde den Ball mit einem langen Bein über die Torlinie, 0:4. Der nächste Abschluss kam erneut vom Gewinner des Blau-Gelben Schuhs: Eine Renner-Flanke köpfte er allerdings daneben. Kurz darauf marschierte Petry erneut. Der großgewachsene Rechtsverteidiger zog nach Innen und suchte den Abschluss. Seinen flachen Linksschuss konnte der Heim-Tormann aber parieren. Direkt nach dem Abstoß pressten die Löwen erneut hoch und provozierten einen Ballgewinn tief in der gegnerischen Hälfte. Moritz Hindermann brachte den Ball zu Jona Renner, der zwar ausrutschte aber im Liegen trotzdem zum Abschluss kam. Der Keeper parierte und im Gewühl suchte ein Löwe den Abschluss, mehrere Spieler fielen übereinander und der Ball war im Toraus. Der Schiedsrichter entschied auf Eckball. Und die führte über Umwege zum 0:5. Eigentlich war der Ball schon geklärt, doch Nils Gehde eroberte seinen runden Freund 25m vor dem Tor zurück, ging ein paar Schritte und knallte das Leder humorlos halbhoch in die linke Ecke. Überhaupt keine Abwehrchance für den Torwart, der sich nicht mal bewegte.

Der nächste Abschluss kam von Barry, der nach Renner-Steilpass aus spitzem Winkel flach abzog, den Torwart aber nicht überwinden konnte. Kurz danach klingelte es zum halben Dutzend. Gehde legte an die rechte Strafraumseite zu Tyron Gyamenah. Der wirklich riesengroße Offensivmann nahm den Kopf hoch, sah und fand in der Mitte Jona Renner, der den Ball über die Linie grätschte. Der junge 10er hatte auch den nächsten Abschluss, sein flacher Versuch aus 22m war aber leichte Beute für den vielbeschäftigten Schlussmann. Und dann hatte Adersheim auch eine Offensivaktion, bei der sich der eingewechselte Tom Thurau auszeichnen konnte. Der Schuss wurde noch eklig abgefälscht, doch der junge Keeper hechtete in die Ecke, hielt den Ball fest und leitete den Gegenangriff ein. Über mehrere Stationen landete der Ball bei Rashed, der aus 18m aus dem Fußgelenk in die lange Ecke schlenzte: 0:7! Die Adersheimer hatten gerade angestoßen, als der nimmermüde Jona Renner wieder hoch anlief und die Abwehrreihe unter Druck setzte. Die Nummer 10 erzwang den Fehlpass und hatte nur noch den Torwart vor sich. Der erste Versuch klatschte an den Pfosten, doch Renner setzte nach und kam selber zum Abschluss. Aufs leere Tor drückte er den Ball zum 0:8 über die Linie.

Leander Petry auch mal in der eigenen Hälfte

Einige Minuten später kam Boubacar Barry zu einer Flanke, die gerade so vor Rashed und Schenk geklärt werden konnte. Die folgende Ecke landete bei Vrancic, dessen Kopfball geblockt wurde. Der Ball fiel Nils Gehde vor die Füße. Die Nummer 6 hatte immer noch viel Kraft in den Beinen und donnerte das Leder kurz vor dem Strafraum in den Winkel. Nur eine Minute nach dem 0:9 dribbelt Barry über den halben Platz und schickte Gehde auf der Außenbahn. Seine Hereingabe wurde im letzten Moment zur Ecke geklärt. Diese kam über Umwege zu Hendrik Neumann, der volley abzog, den Ball aber nicht richtig traf und den Keeper so vor keine größeren Probleme stellte. Der nächste Abschluss kam von Tyron Gyamenah, der aus 14m geblockt wurde. Im Gegenzug kamen die Gastgeber zum Schuss, aber es kam nur ein Kullerball dabei heraus, den Thurau ohne Probleme aufnehmen konnte. Der anschließende Gegenangriff landete bei Rashed, dessen Schlenzer ein Stück am Tor vorbei ging. Die letzte Chance der Partie hatte Gehde, der eine Renner-Flanke genau auf den Torwart köpfte.

Somit wurde es nicht zweistellig und blieb beim 0:9. Eine klasse Leistung der Löwen, das hat richtig Spaß gemacht. Zuzuschauen!

Bis Dahin

Euer Kivi

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