Wacker geschlagen

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Für fast alle Eintracht-Teams ist die Saison bereits beendet. So wurde die Chance genutzt mal wieder bei der Damenmannschaft meines Heimatvereins vorbei zu schauen. Diese traten heute bei der zweiten Mannschaft vom TSV Barmke an, die als SG Helmstedt-Barmke auftritt. Da die Gastgeberinnen nicht auf andere Trikotsätze zurückgreifen konnten/wollten, spielte der FC Schwülper mit Leibchen. Erschwerend kam hinzu, dass die Gäste aufgrund von mehreren Ausfällen nur zu zehnt spielen konnten. Das ganze auf dem sehr großen Platz in Barmke und bei 25°C. Barmke begann mit elf Spielerinnen.

Folgende Aufstellung ging für Schwülper in die Partie: Valeska Volny (TW), Kira Altenburg, Lisa Altenburg, Julia Wintgen, Nele Ikas, Ines Baußmann (C), Sahra Bartkowiak, Lea-Josephine Jung, Fabienne Stahl, Anne-Christin Henne

Die erste Chance hatte Schwülper: Henne wurde stark angespielt war schneller als ihre Gegenspielerin und drang in den Strafraum ein. Dort zog sie ab, eine Abwehrspielerin hielt das Bein hin und bugsierte den Ball ins eigene Tor. Der Treffer wurde Anne-Christin Henne zugeschrieben, die somit in dieser Saison zweistellig traf! Die Gäste lagen also trotz Unterzahl in Führung und verlegten sich aufs Verteidigen. Die Gastgeberinnen versuchten ihre Überzahl und ihren großen Platz auszunutzen und probierten es oft mit langen, steilen Pässen. Kurz nach dem 0:1 musste Torfrau Volny aus dem Kasten eilen um einen Steilpass zu klären. Danach wurde sie von der zu spät kommenden Stürmerin umgeräumt, der Schiri ließ aber weiterlaufen. Volny war sofort wieder oben, eilte zurück und fing den Fernschuss einer Barmker Spielerin aus der Luft. Kurz darauf musste sie erneut ihren Strafraum verlassen, war wieder hellwach und schlug den Ball aus der Gefahrenzone

Lea-Josephine Jung bei der Ballannahme

Nach etwa 20 Minuten zog Barmke zweimal kurz hintereinander vom Strafraumrand ab, zielte aber jeweils ein Stück zu hoch. Wenige Minuten später nutzten die Gastgeberinnen ihre Überzahl und standen plötzlich mit vier Spielerinnen gegen zwei Abwehrspielerinnen und Torfhüterin Volny vor dem Schwülperaner Kasten. Zwei Abschlüsse aus kürzester Distanz konnte Volny parieren, den dritten Abschluss bugsierte die Abwehr mit vereinten Kräften irgendwie am Tor vorbei. Dann hatte Barmke einen Freistoß aus etwa 25m, der immer länger wurde und dann tatsächlich aufs Tor kam. Volny streckte sich, konnte den Einschlag zum Ausgleich aber nicht mehr verhindern: 1:1. Schwülper ließ sich davon nicht aus der Bahn werfen und kam fast postwendend zurück: Erneut drang Henne in den Strafraum ein, ihr Querpass versuch wurde gerade noch vor der einschussbereiten Jung geblockt. Doch Henne blieb wach und zog wuchtig aus 11m ab. Die Barmke-Torfrau riss die Fäuste hoch und konnte den erneuten Führungstreffer gerade noch verhindern. An der Szene konnte man sehen, warum sie eigentlich zum Oberliga-Kader gehörte.

Drei Minuten später hatten die Gäste Pech: Ein Ball prallte gleich zweimal ab und landete zufällig genau bei der Nummer 2 von Barmke, die sofort abzog und aus 16m Valeska Volny im Tor überhaupt keine Abwehrchance ließ: 2:1. Wenig später konterten die Barmkerinnen und kamen aus spitzem Winkel zum Abschluss: Volny fischte den Schuss aus der kurzen Ecke. Ein paar Minuten später durfte sie sich erneut auszeichnen als Barmke bei einem erneuten Konter flach aufs Tor schoss. Volny tauchte ab und sicherte das Spielgerät. Fünf Minuten später war wieder Schwülper dran. Erst wurde ein brandgefährlicher Steilpass von Henne im letzten Moment geklärt, Jung wäre auf und davon gewesen. Dann wurde Jung hoch angespielt und nahm den Ball mit einer tollen Bewegung sehenswert mit und spielte dabei ihre Gegenspielerin aus. Ihr Abschluss wurde aber von der Torhüterin pariert. Danach war Halbzeit: Schwülper hielt gut mit und schlug sich wacker.

Ines Baußmann im Dribbling

Die erste Szene im zweiten Durchgang hatten die Gastgeberinnen: Der Dreh-Schuss aus 18m ging etwa einen Meter über den Kasten. Im Gegenzug überrannte Henne die ganze Abwehr, ging Richtung Tor und zog ab. Barmke hatte zur Halbzeit die Torhüterin aufs Feld gebracht, nun stand die etatmäßige Torhüterin der 2. Mannschaft im Tor. Doch auch sie verstand ihr Handwerk und verhinderte den Ausgleich. Kurz danach nutzte Henne ihren Tempovorteil erneut und wollte auf die mitgelaufene Jung querlegen, doch der Querpass wurde gerade so noch geklärt. Wenig später die nächste Chance für die Gäste: Jung erlief einen langen Ball, sah dass die Torhüterin aus dem Tor geeilt war und schoss mit dem ersten Kontakt aus 25m aufs Tor: Knapp daneben! Fünf Minuten danach baute das Heimteam die Führung aus: Eine Ecke drückten sie im Nachsetzen zum 3:1 über die Linie. Kurz wankten die Gäste und ließen zwei gefährliche Flachschüsse aus 18m zu. Volny tauchte beide Male ab und hielt das Leder jeweils fest. Auf der anderen Seite hatte Schwülper einen Freistoß, den Kapitänin Ines Baußmann direkt aufs Tor zog. Die Torfrau konnte die Kugel aber festhalten.

Im Gegenzug kam Barmke aus 15m zum Abschluss. Doch dieser war so ungefährlich, dass Torfrau Volny den Ball mit dem Fuß kontrollieren konnte. Eine Minute später kamen die Gastgeberinnen erneut aus 15m zum Abschluss, dieses Mal deutlich gefährlicher. Doch erneut konnte Volny abwehren und warf sich danach auf den freien Ball. Einige Minuten später kam Barmke aus hervorragender Position frei zum Abschluss, die Heim-Stürmerin verfehlte aber das Tor. Fünf Minuten später kam die eigentliche Torfrau, die jetzt auf dem Feld spielte, zum Abschluss, Volny hielt den Ball fest. Direkt danach wehrte Volny einen Schuss im Strafraum und den Nachschuss jeweils mit dem Fuß ab und begrub danach den Ball unter sich.

Schwülper musste mit Leibchen spielen

In der Schlussphase schwanden die Kräfte der zehn tapferen Schwülperanerinnen merklich. Neun Minuten vor dem Schlusspfiff nahm die eigentliche Torfrau von Barmke einen hohen Ball mit einer Mischung aus Schulter und Oberarm aus der Luft und schob flach zum 4:1 ein. Fünf Minuten vor dem Ende rutschte ein Steilpass durch, die Barmkerin behielt die Nerven und traf zum 5:1. Wenig später war Schluss. Schwülper hatte sich mit viel Kampf und Einsatz ordentlich Respekt verdient. Nun können beide Teams in die Sommerpause gehen.

Bis Dahin

Euer Kivi

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